Body and safety: extremely sound foundations

  • Rohbaukarosserie mit 40 Prozent höherer Verwindungssteifigkeit
  • Anteil hochfester Stahllegierungen fast verdoppelt
  • Reparaturfreundliches Modulkonzept für Front- und Heckpartie
  • Große Verformungszonen auf drei Ebenen für perfekten Insassenschutz
  • Bedarfsgerechte Steuerung des Beifahrer-Airbags nach Körpergewicht
  • Großflächige Windowbags und Sidebags serienmäßig
  • Weltbester cW-Wert in dieser Fahrzeugklasse
Ein Coupé zu entwickeln, ist seit jeher eine der interessantesten Aufgaben für Automobilingenieure. Die Kombination von Sportlichkeit und Eleganz macht den besonderen Reiz dieser Auto-Spezies aus -- vor allem, wenn es sich um ein Coupé mit Mercedes-Stern handelt, das zudem durch eine Reihe technischer und stilistischer Besonderheiten Eigenständigkeit beweist. Die Rede ist von der neuen Mercedes-Benz CLK-Klasse.
An der Realisierung eines der markantesten und schönsten Design-Merkmale dieses Zweitürers haben die Karosserie- und Sicherheitsingenieure im Sindelfinger Mercedes Technologie-Center (MTC) maßgeblichen Anteil: Die elegante seitliche Linienführung mit der durchgängigen Scheibenfläche und den filigran gezeichneten Dachsäulen wurde erst durch aufwändige karosserietechnische Maßnahmen möglich, mit deren Hilfe das Coupé auch ohne obere B-Säulen in puncto Verwindungssteifigkeit und Insassenschutz die strengsten Prüfbedingungen erfüllt. Konkret:
  • Die einteiligen Seitenwände der neuen CLK-Klasse zeichnen sich durch einzeln verschweißte Innenschalen aus, die für die hohe Festigkeit der Dachsäulen, des Dachrahmens und der seitlichen Längsträger sorgen.
  • Die A-Säulen sind mit Rohren aus hochfestem Stahl ausgestattet, die selbst bei Extrembelastungen wie dem Dachfalltest standhalten.
  • Auch in die unteren (nicht sichtbaren) B-Säulen werden hochfeste Rohre geschweißt, die zusammen mit einer Vielzahl anderer Verstärkungsmaßnahmen beim Seitenaufprall wirksam sind. Auch unterhalb der Instrumententafel befindet sich ein massives Vierkantprofil, das mit beiden A-Säulen verschraubt ist.
  • Die Türen bestehen aus einer inneren und einer äußeren Stahlblechschale mit mehreren innen liegenden Verstärkungsprofilen. Dazu zählt auch ein rohrför-miger Biegeträger im unteren Teil, der die Verformungen beim Seitenaufprall reduziert. Für die Befestigung der Türscharniere entwickelte Mercedes-Benz separate Blechteile mit höherer Materialgüte, um die Belastbarkeit dieser Bereiche noch weiter zu erhöhen.
  • Der Anteil hochfester Stahllegierungen, die bei einem Minimum an Gewicht ein Maximum an Stabilität und Sicherheit bieten, erhöhte sich gegenüber dem Vorgängermodell von rund 22 auf 40 Prozent.
Eine dreiteilige Bodenanlage bildet das stabile Rückgrat der Rohbaukarosserie. Ihre Platinen werden nach dem Prinzip der "Tailored Blanks" maßgeschneidert, mittels Laserschweißens zusammengefügt und anschließend in die passende Form gebracht -- ein modernes Verfahren, das den Einsatz von Blechtafeln mit unterschiedlicher Materialstärke ermöglicht und somit den Aspekten Leichtbau und Sicherheit gleichermaßen Rechnung trägt. Die mittlere Platine hat die größte Blechdicke. Aus ihr wird der Mitteltunnel geformt, den die Mercedes-Ingenieure durch zusätzliche Bleche nochmals verstärken. Beiderseits des Mitteltunnels sorgen verschiedene Quer- und Diagonalprofile für die Mercedes-typische Steifigkeit; beim Frontal- oder Seitenaufprall dienen diese Träger als Kraftpfade, nehmen gezielt Energie auf und stabilisieren das Passagierabteil des Coupés.
Auswechselbares Front- und Heckmodul mit integriertem Aufprallschutz
Auch Front- und Heckpartie der neuen CLK-Klasse unterscheiden sich in wesentlichen Punkten vom Vorgängermodell. Wie bei der S-, SL- oder E-Klasse entwickelten die Sindelfinger Ingenieure spezielle Module, die bei Kollisionen bis etwa 15 km/h Aufprallgeschwindigkeit Crash-Energie absorbieren, sodass die nachfolgenden Trägerstrukturen unbeschädigt bleiben. Dank Schraubverbindungen lassen sich Front- und Heckmodul kostengünstig auswechseln; Richt-, Schweiß- und Lackierarbeiten sind nicht erforderlich.
  • Das Frontmodul besteht aus verschiedenen, miteinander verschraubten Komponenten. Kernstücke sind zwei stählerne Crash-Boxen und ein Aluminium-Querträger in Strangpressprofil. Darüber hinaus gehören zwei Konsolen zur Befestigung des Kühlers sowie -- auf beiden Seiten -- mehrteilige Stahlgerippe für die Montage der Scheinwerfer zum Frontmodul.
  • Das Heckmodul besteht ebenfalls aus zwei stählernen Crash-Boxen und einem Aluminium-Querträger in Strengpressprofil. Die Crash-Boxen absorbieren die Aufprallenergie bis 15 km/h.
Bei der Befestigung von Vorderachse, Lenkung und Motor setzen die Mercedes-Ingenieure ebenfalls auf ein modernes Modulkonzept, das sich bereits bei anderen Modellreihen der Stuttgarter Automarke bewährt: An die Stelle des eingeschweißten Vorderachsträgers tritt beim neuen CLK ein so genannter Integralträger, der mit den vorderen Längsträgern verschraubt ist und beim Frontal-Crash ebenfalls einen Teil der Aufprallenergie aufnimmt. Der Hilfsrahmen besteht aus Aluminium-Druckguss und bietet gegenüber einem vergleichbaren Stahlbauteil eine rund 20-prozentige Gewichtsersparnis.
Zahlenspiegel: Die wichtigsten Abmessungen der neuen CLK-Klasse
Mit einer Außenlänge von 4638 Millimetern begründet das neue Coupé auch hin-sichtlich seiner Karosserieabmessungen eine eigenständige Modellreihe, die zwi-schen C- und E-Klasse angesiedelt ist. Die CLK-Klasse ist 112 Millimeter länger als die Limousine der C-Klasse und 180 Millimeter kürzer als die neue Mercedes-Benz E-Klasse. Im Vergleich zum Vorgängermodell ist das neue CLK-Coupé 71 Millimeter länger, 18 Millimeter breiter und 42 Millimeter höher. Der Radstand verlängerte sich um 25 auf 2715 Millimeter.

Neue CLK-Klasse

Vorgängermodell

Länge

4638

4567

Breite

1740

1722

Höhe

1413

1371

Radstand

2715

2690

Überhang vorn

840

860

Überhang hinten

1083

1017

Alle Angaben in Millimeter.
Karosseriesteifigkeit und Sicherheit nochmals verbessert
Die Resultate dieser und anderer innovativer Maßnahmen auf dem Gebiet der Karosserietechnik können sich sehen lassen. Die neue Mercedes-Benz CLK-Klasse
  • ... erreicht gegenüber dem Vorgängermodell eine um 40 Prozent höhere Verwindungssteifigkeit -- ein Indiz für das präzise, sichere Fahrverhalten des Coupés.
  • ... zeichnet sich durch eine Rohbaukarosserie aus, die praktisch vollständig (Vorgänger: 65 Prozent) durch Zinkbeschichtung vor Korrosion geschützt ist. Knapp die Hälfte der verzinkten Bleche ist zusätzlich mit einem organischen Lack beschichtet, der ebenfalls Zinkpigmente enthält. Dank einer großflächigen Unterbodenverkleidung aus glasfaserverstärktem Kunststoff können die Mercedes-Ingenieure auf den herkömmlichen, umweltkritischen PVC-Unterbodenschutz verzichten.
  • ... bietet dank eines wirksamen Dämmkonzepts einen deutlich höheren Geräuschkomfort als das Vorgängermodell. Relevante Hohlräume der Rohbaukarosserie werden mit speziellen, geräuschisolierenden Schaum- oder Fasermaterialien gefüllt. Allein in den Seitenwänden sind insgesamt 22 solcher Absorber untergebracht.
  • ... meistert die strengen Sicherheitstests des europäischen und amerikanischen NCAP-Verfahrens (New Car Assessment Programme) wie zum Beispiel den frontalen 40-Prozent-Offsetaufprall gegen eine deformierbare Barriere, den ECE-Seitenaufprall oder den seitlichen Mastaufprall sowie alle nicht minder anspruchsvollen Mercedes-eigenen Sicherheitsprüfungen mit Bravour.
Praxisorientiertes Insassenschutzsystem auf mehreren Ebenen
Darüber hinaus entspricht die neue CLK-Klasse dem wegweisenden, praxisorientierten Mercedes-Sicherheitskonzept, das auch den Insassenschutz bei den häufigen Kollisionen im mittleren Geschwindigkeitsbereich berücksichtigt. So tritt beim Frontalaufprall -- je nach Unfallschwere -- ein dreistufiges Schutzsystem in Aktion:
  • Bis zu einer Crash-Geschwindigkeit von 4 km/h absorbieren die Schaumelemente im Stoßfänger die Aufprallenergie, sodass nachgeordnete Blechteile unbeschädigt bleiben. Auch die Kunststoff-Stoßfänger nehmen nach dem Unfall wieder ihre ursprüngliche Form ein.
  • Bis zu einer Crash-Geschwindigkeit von rund 15 km/h erfolgt die Energieabsorption innerhalb des neu entwickelten Frontmoduls mit seinen integrierten Crash-Boxen aus hoch belastbarem Stahl.
  • Bei einer Aufprallgeschwindigkeit von mehr als 15 km/h erfolgt die Lastver-teilung in vier voneinander unabhängigen Zonen:

    1. Über den Aluminium-Querträger des Frontmoduls, der die Aufprallkräfte beim Offset-Crash auch auf die stoßabgewandte Seite umleitet;

    2. über die bis weit nach vorne verlängerten Längsträger (hinter den Crash-Boxen);

    3. über stabile Profilbleche oberhalb der Radkästen, die einen zusätzlichen Lastpfad bilden;

    4. über die Vorderräder, die sich an speziellen Prallelementen vor den seitlichen Längsträgern (Schwellern) abstützen und somit Aufprallkräfte auch in die Seitenstruktur der Karosserie übertragen.
Ellipsoid-Stirnwand für großflächige Energieaufnahme beim Frontal-Crash
Die Verbindung des Vorbaus zur Fahrgastzelle übernimmt eine ellipsoidförmige Stirnwand, die sich aus verschiedenen Blechteilen mit unterschiedlicher Stärke zusammensetzt. Auf diese Weise wird das Material der jeweiligen Belastung an-gepasst und ein idealer Kompromiss aus Leichtbau und Crash-Sicherheit erzielt. Die Dicke des hochfesten Stahls variiert um bis zu 150 Prozent. Dadurch ist die Stirnwand nicht nur extrem belastbar, sie kann beim Frontal-Crash die Aufprall-kräfte auch gleichmäßig und großflächig verteilen, um gefährliche Intrusionen in die Fahrgastzelle zu vermeiden. Damit sind die bisherigen Gabelträger nicht mehr erforderlich.
Zweistufige Airbag-Aktivierung je nach Unfallschwere und Beifahrergewicht
Adaptive Airbags für Fahrer und Beifahrer, die sich der tatsächlichen Unfallsituation anpassen und sich je nach Schwere des Aufpralls in zwei Stufen entfalten, perfektionieren das praxisorientierte Schutzkonzept der neuen CLK-Klasse:
  • Stufe 1: Bei einem leichten Frontalaufprall zündet die Elektronik nur eine Kammer der zweistufigen Airbag-Gasgeneratoren. Die Luftsäcke füllen sich deshalb mit geringerem Innendruck.
  • Stufe 2: Erkennt das Steuergerät einen schweren Frontalaufprall, aktiviert es zusätzlich -- etwa fünf bis 15 Millisekunden später -- die zweiten Kammern der Gasgeneratoren. Dadurch füllen sich die Airbags mit höherem Druck und bieten den Insassen einen der Unfallschwere angepassten Schutz.
Diese adaptive Airbag-Technik hat Mercedes-Benz in der neuen CLK-Klasse wei-terentwickelt: Das Airbag-Steuergerät bewertet für die Auslösung der Luftpolster nicht nur die jeweilige Unfallschwere, sondern auch das Körpergewicht des Bei-fahrers. So ist beim Frontalaufprall eine noch präzisere Anpassung der Schutzsysteme möglich. Je nach Unfallsituation und Beifahrergewicht kann der Mikro-Computer beispielsweise bei geringer Unfallschwere auch beide Generatorstufen zünden, um auf diese Weise einem Beifahrer mit hohem Gewicht bestmöglichen Schutz zu bieten. Andererseits kann bei Personen mit niedrigem Körpergewicht die zweite Airbagstufe erst bei einer höheren Unfallschwere aktiviert werden. Mit-tels einer speziellen Messfolie im Sitzpolster ordnet die Elektronik den Beifahrer automatisch in eine von vier Gewichtsklassen ein: 1 bis 30 Kilogramm; 31 bis 50 Kilogramm; 51 bis 70 Kilogramm; über 71 Kilogramm. Gleichzeitig dient die neu entwickelte Messfolie auch als Sitzbelegungserkennung und sorgt dafür, dass der Beifahrer-Airbag, Gurtstraffer und Sidebag automatisch abgeschaltet werden, wenn kein Beifahrer an Bord ist.
Die serienmäßige automatische Kindersitz-Erkennung schaltet den Beifahrer-Airbag aus, wenn auf dem rechten Vordersitz ein Reboard-Kindersitz aus dem Mercedes-Zubehörprogramm installiert wird. Dieser Kindersitz verfügt über ein spezielles Transpondersystem, das die Signale zweier Antennen im Sitzpolster empfängt und beantwortet. Durch den Datenaustausch erfährt die Elektronik, dass ein Reboard-Kindersitz montiert ist und deaktiviert den Airbag auf der Bei-fahrerseite. Gurtstraffer, Sidebag und Windowbag bleiben eingeschaltet und bie-ten dem kleinen Passagier in seinem Kindersitz beim Unfall zusätzlichen Schutz.
Windowbags und Sidebags für bestmöglichen Seitenaufprallschutz
Ein weiteres Beispiel für das Real-Life-Safety-Konzept der neuen CLK-Klasse sind die serienmäßigen Windowbags, deren Entwicklung ebenfalls auf den Ergebnissen aktueller Unfallanalysen basiert. Dabei stellten Wissenschaftler eine große Bandbreite der Aufprallwinkel fest, dass ein möglichst großflächiges Luftpolster für den Seitenwandbereich erforderlich ist, um den Passagieren auf allen Sitzplätzen bei der Vielzahl denkbarer Anstoßkonstellationen bestmöglichen Schutz zu bieten. Der Windowbag entspricht diesen Anforderungen der Unfallforscher. Er besteht aus mehreren Kammern, die sich beim Crash binnen 25 Millisekunden wie ein Vorhang von der vorderen bis zur hinteren Dachsäule des Innenraums spannen. Während der Windowbag den Aufprall des Kopfes gegen Seitenscheibe oder Dachrahmen verhindert und überdies Glassplitter oder andere Gegenstände zu-rückhält, die beim Aufprall oder bei einem nachfolgenden Überschlag in den Innenraum eindringen können, schützen die Sidebags zusätzlich den Thorax-Bereich. Neben adaptiven Airbags für Fahrer und Beifahrer, Window- und Sidebags stattet Mercedes-Benz die neue CLK-Klasse serienmäßig mit den besten und leistungsfähigsten Insassenschutzsystemen aus. Ein Überblick:
 
 
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Sidebags 
x
aufWunsch**
Windowbags
x
x
x = serienmäßig; im Beifahrersitz; **serienmäßig im CLK 55 AMG
Um Fahrer- und Beifahrer beim Anlegen der Dreipunkt-Automatikgurte noch mehr Komfort zu bieten, haben die Mercedes-Ingenieure eine praktische Technik wieder eingesetzt: den automatischen Gurtbringer. Sobald die Passagiere Platz genommen haben, fahren per Elektromotor auf beiden Seiten Kunststoffprofile aus den hinteren Seitenverkleidungen und bringen das Gurtband in Griffnähe. Nachdem die Gurte angelegt sind, verschwinden die Gurtbringer wieder.
cW-Wert 0,28 als neuer Aerodynamik-Bestwert in dieser Fahrzeugklasse
Ebenso wie bei der Karosseriesteifigkeit und der Insassensicherheit setzt der neue CLK auch auf dem Gebiet der Aerodynamik Zeichen: Mit einem Luftwider-standsbeiwert (cW-Wert) von 0,28 ist der Mercedes-Zweitürer das strömungsgün-stigste Coupé seiner Fahrzeugklasse. Gegenüber dem Vorgängermodell verringer-te sich diese wichtige aerodynamische Kennzahl um fast sieben Prozent.
Zu diesem Ergebnis tragen eine Vielzahl von Detailmaßnahmen bei, die Ingenieure und Designer gemeinsam im Windkanal entwickelten. Besonders zu erwähnen sind unter anderem
  • ... die strömungsgünstige Form der Frontschürze, die den Fahrtwind gezielt seitlich ablenkt, sodass er verlustarm über die relativ glatte Karosserieoberfläche strömen kann. Im Zusammenspiel mit der Unterbodenströmung bewirkt dies einen geringen Auftrieb an der Vorderachse.
  • ... die Spoilerkante auf dem Kofferraumdeckel, deren Wirkung auf die Dach-hinterkante und die C-Säulen abgestimmt wurde. Sie reduziert den Auftrieb an der Hinterachse.
  • ... die Radspoiler vor den Vorder- und Hinterrädern, die den Staudruck der Luft vor den Reifen verringern.
  • ... die aerodynamisch geformten Kunststoffkörper vor den vorderen Radhäu-sern, die eine verlustarme Überströmung der Vorderachslenker ermöglichen.
  • ... die große, glattflächige Unterbodenverkleidung, die den Fahrtwind ver-wirbelungsarm unter der Karosserie durchströmen lässt.
  • ... die Kapselung des Motorraums, die den Fahrtwind gezielt nach hinten leitet und verhindert, dass sich die Luft im Motorbereich verwirbelt.
  • ... die Abdichtungen an der Frontpartie mittels Gummiprofile, die sich durch den Einfluss des Staudrucks aufweiten und das Eindringen des Fahrtwindes in die Spalte verhindern.
Zahlenspiegel: Die wichtigsten Aerodynamikdaten der neuen CLK-Klasse
Im Vergleich zum Vorgängermodell verbesserte sich der Luftwiderstand der neuen CLK-Karosserie um rund sieben Prozent. Der cW-Wert verringerte sich sogar um fast sieben Prozent. Auch die Auftriebswerte an Vorder- und Hinterachse liegen deutlich unter den Kennzahlen der bisherigen CLK-Klasse.
  Neue CLK-Klasse Vorgängermodell
cW-Wert 0,28* 0,31**
Stirnfläche m² 2,06 1,99
Luftwiderstand
cW x A m²
0,59* 0,62**
Auftrieb Vorderachse cAV 0,03 0,11
Auftrieb Hinterachse cAH 0,07 0,11
*serienmäßig mit Klimatisierungs-Automatik; **Fahrzeug mit Klimaanlage
Indes: Die aerodynamische Detailarbeit beschränkte sich nicht allein auf die Dis-ziplin Luftwiderstand -- drei weitere, nicht minder wichtige Themen standen eben-falls auf der Tagesordnung: Fahrstabilität, Schmutzfreihaltung und Aero-Akustik.
Stichwort Fahrstabilität: Die Entwicklung eines ebenso formschönen wie windschnittigen und fahrsicheren Coupés erfordert sehr viel Know-how und Erfah-rung. Beides haben die Mercedes-Ingenieure bei der neuen CLK-Klasse bewiesen: Der Zweitürer glänzt mit vorbildlichen Kennzahlen für den Karosserieauftrieb an Vorder- und Hinterachse. Sie liegen an der Vorderachse um bis zu 70 Prozent und an der Hinterachse um rund 36 Prozent unter den Werten des Vorgängermodells.
Maßgeblichen Anteil an diesem beachtlichen Fortschritt haben vor allem das neue Verkleidungskonzept für den Unterboden, die Radspoiler an Vorder- und Hinter-achse, die dezente Spoilerkante auf dem Kofferraumdeckel und die neu entwik-kelten Anlaufkörper vor den vorderen Radhäusern.
Stichwort Schmutzfreihaltung: Damit Außenspiegel, Seitenfenster und Heckscheibe auch bei langer Regenfahrt schmutzfrei bleiben und der Autofahrer ungetrübten Scheibendurchblick hat, entwickelten die Aerodynamik-Ingenieure im Windkanal verschiedene, hochwirksame Details. So dienen die Aluminiumrinnen an den A-Säulen als Wasserabweiser, die den auf die Frontscheibe auftreffenden Regen sammeln und ihn mit Hilfe des Fahrtwinds übers Dach nach hinten führen. Dort wird das Wasser in einen Ablaufkanal zwischen Dachhinterkante und Heck-scheibeneinfassung über seitliche Kanäle nach unten geführt. Ergebnis: Die Heck-scheibe des Coupés bleibt auch bei höherer Geschwindigkeit schmutzfrei.
Als Wasserabweiser dient auch die schmale, unscheinbare Rinne im Gehäuse der Außenspiegel. Sie sorgt dafür, dass Regenwasser in einem sehr flachen Winkel zur Seitenflanke der Karosserie abtropft und vom Fahrtwind nach hinten getragen wird. Die aerodynamisch günstige Form der Spiegel und die dezenten Spoiler am unteren Teil der Spiegelgehäuse unterstützen diesen Effekt.
Stichwort Aero-Akustik: Der niedrige Geräuschpegel an Bord des neuen Mercedes-Coupés ist das Ergebnis eines umfangreichen Maßnahmenpakets, das neben der hermetischen Abdichtung der Dachzierstäbe, umlaufenden Türdichtungen mit besonderen Kantenschutzprofilen und aero-akustisch geformten Außenspiegel-gehäusen unter anderem auch spezielle, aufwändig gestaltete Dichtungen für die fünf Millimeter dicken Seitenscheiben beinhaltet.
Neues Schiebe-Hebedach mit 34 Prozent größerer Öffnungsfläche
Noch mehr Fahrspaß und noch mehr Komfort garantieren einige Neuentwicklungen, die auf Wunsch für die CLK-Klasse lieferbar sind:
  • Das gläserne, elektrisch betriebene Schiebe-Hebedach (Wunschausstattung) lässt sich ebenfalls mittels Fernbedienung öffnen oder schließen. Dank der größeren Dachfläche des neuen CLK-Coupés ist auch der Öffnungsbereich des Schiebe-Hebedachs größer als beim Vorgängermodell -- um immerhin 34 Prozent.
  • Als Ergänzung des serienmäßigen Zugangs- und Fahrberechtigungssystems ELCODE, das sich durch einen elektronischen Schlüssel mit integrierter Funk-Infrarot-Fernbedienung auszeichnet, ist für die CLK-Klasse auf Wunsch erst-mals das System KEYLESS-GO lieferbar, das sich bereits in den Topmodellen von Mercedes-Benz bewährt. Hier muss der Autofahrer vor dem Einsteigen keinen Schlüssel in die Hand nehmen -- es genügt, wenn er in seiner Hemd-, Hosen- oder Jackentasche steckt und einen der Türgriffe umfasst oder den Griff am Kofferraumdeckel betätigt. Den Rest übernimmt ein induktives An-tennensystem, das blitzschnell die notwendigen Identifikationsdaten mit dem Schlüssel austauscht, die zum Öffnen der Türen erforderlich ist. Auch das Starten des Motors wird mit KEYLESS-GO einfacher: Ein Tastendruck am Schalthebel der SEQUENTRONIC oder am Wählhebel der Fünfgang-Automatik genügt, und das Triebwerk springt nach einem nochmaligen Daten-Check zwi-schen Schlüssel und Wegfahrsperre an.
Vier-Augen-Scheinwerfer für Halogen- oder Bixenon-Technik
Die „vier Augen“ präsentieren sich bei der CLK-Klasse in einer neuen Interpre-tation und beweisen damit abermals die Aktualität dieses Mercedes-typischen Design-Merkmals. Unter den Kunststoffstreuscheiben in moderner Klarglas-Optik verbirgt sich Scheinwerfertechnik vom Feinsten: ein Zweikammer-Reflektor, der vier Lichtfunktionen vereint. Der äußere Bereich dient dem Abblendlicht und dem darüber angeordneten Blinker, während die innen liegende Reflektorfläche für das Fernlicht und das Standlicht reserviert ist. Das Fernlicht wird dem Abblendlicht zugeschaltet, sodass eine weiträumige Fahrbahnausleuchtung gewährleistet ist. Die Nebelscheinwerfer finden ihren Platz in der vorderen Stoßfängerverkleidung und nehmen dort eine Position ein, die bei Nebel besonders vorteilhaft ist. In der Serienausstattung setzt Mercedes-Benz für Fern- und Abblendlicht lichtstarke H7-Glühlampen ein.
Auf Wunsch sind noch leistungsstärkere Bixenon-Scheinwerfer lieferbar -- eine Technik, die aus den Topmodellen der S-, SL- und CL-Klasse stammt. Xenon-Scheinwerfer zeichnen sich durch so genannte Gasentladungslampen aus, die mit dem gleichnamigen Leuchtgas gefüllt sind. Bixenon bedeutet, dass diese Lampen sowohl fürs Abblend- als auch fürs Fernlicht zuständig sind, wobei für beide Licht-funktionen jeweils eine Xenon-Lampe ausreicht. Während beim Fernlicht der gesamte Lichtstrom zur Verfügung steht, schiebt sich beim Umschalten auf Ab-blendlicht eine Blende zwischen Lampe und Linsenoptik, die einen Teil des Licht-bündels abdeckt. Einer der wichtigsten Vorteile der Xenon-Technik ist die hohe Lichtausbeute: Bei nur 35 Watt Stromaufnahme erzeugen Gasentladungslampen im Vergleich zu herkömmlichen H7-Scheinwerfern einen doppelt so hohen Lichtstrom.
Eine dynamische Leuchtweiteregulierung, die den Neigungswinkel der Lichtbündel automatisch an die jeweilige Karosserielage anpasst und auch kurzzeitige Nick-bewegungen beim Bremsen oder Beschleunigen kompensiert, gehört ebenso zum Bixenon-Ausstattungspaket wie eine Reinigungsanlage mit Hochdruck-Wasserstrahl.
Erkennungsmerkmal vieler neuer Mercedes-Modelle sind die Außenspiegelgehäuse mit integrierten Leuchtdioden; auch die neue CLK-Klasse profitiert von dieser Technik. Blinksignale sind damit sowohl von vorne als auch von der Seite gut zu sehen.
Formschöne Rückleuchten und schnelle Leuchtdioden im Heckdeckel
Ebenso wie die Vier-Augen-Scheinwerfer für die Frontpartie sind auch die Heck-leuchten wichtige Stilmerkmale für die Heckgestaltung des Coupés. Mit ihrem dynamischen und zugleich eleganten Design ragen sie weit in die Fahrzeugflanken hinein und nutzen diese schwungvolle Linienführung für die Gliederung der verschie-denen Lichtfunktionen wie Bremslicht (oben), Schlusslicht (unten), Rückstrahler (unten), Nebelschlusslicht (unten auf der linken Fahrzeugseite) und Blinker (Mitte). Mit den Bremslichtern in den Heckleuchten ist die dritte, hochgesetzte Brems-leuchte im Kofferraumdeckel gekoppelt, deren Leuchtdioden beim Tritt aufs Bremspedal rund 50 Millisekunden schneller aufleuchten als die herkömmlichen Glühlampen. Damit leisten die Leuchtdioden einen wichtigen Beitrag zur Vermeidung von Auffahrunfällen.
Mehr Sicherheit beim Rückwärtsfahren bieten zwei Rückfahrlichter in den glasklaren Bereichen der Heckleuchten.
Serienmäßiger Lichtsensor an der Frontscheibe
Mit Hilfe mehrerer elektronischer Steuergeräte, die per CAN-Datenbus (Controller Area Network) vernetzt sind, lassen sich zusätzliche Funktionen realisieren, die der Sicherheit und dem Komfort dienen. Ein Beispiel dafür ist der serienmäßige Fahrlicht-Assistent: Ein Lichtsensor an der Frontscheibe erkennt, wenn es däm-mert oder wenn das Coupé in einen Tunnel fährt, und schaltet in solchen Fällen automatisch die Außenbeleuchtung des Autos ein. Diese Komfortschaltung funk-tioniert auch bei Regen oder Schneefall -- nur bei Nebel muss das Licht auch wei-terhin manuell eingeschaltet werden. Der Fahrlicht-Assistent wird per Lichtschal-ter an der Instrumententafel (Position "Auto") aktiviert.
Die so genannte Ersatzlichtschaltung, die beim Defekt sicherheitsrelevanter Glühlampen automatisch in Aktion tritt und statt dessen andere Lampen einschaltet, gehören zum großen Leistungsspektrum der modernen Lichttechnik in der neuen CLK-Klasse. Mit Hilfe der Tasten im Multifunktions-Lenkrad kann der Autofahrer die Lichtanlage so programmieren, dass sich Abblend-, Stand-, Schluss- und Kennzeichenlicht stets automatisch nach dem Anlassen des Motors einschalten.
Je nach individueller Einstellung bleiben die Frontscheinwerfer auch nach dem Aussteigen der Passagiere für maximal eine Minute eingeschaltet, um ihnen bei Dunkelheit die Orientierung zu erleichtern.
Zweiarm-Scheibenwischer mit leistungsfähigen Aero-Wischblättern
Den Einarm-Scheibenwischer des Vorgängermodells ersetzen die Mercedes-Ingenieure beim neuen CLK-Coupé durch eine noch leistungsfähigere Zweiarm-Wischanlage mit besonderer Kinematik. Während sich der linke Scheibenwischer auf einer festen Drehachse bewegt, macht sein rechtes Pendant zusätzlich eine Hubbewegung, um auf diese Weise eine noch größere Scheibenfläche reinigen zu können. Die Wischerblätter sind eine Neuentwicklung aus dem Windkanal -- daher auch ihre Bezeichnung "Aero-Wischer". Das bedeutet: Anstelle des gelenkigen Bügelsystems herkömmlicher Wischerblätter, an deren Krallen das Wischergummi eingehängt wird, besteht der Aero-Wischer aus einem einteiligen Gummiprofil mit integriertem Spoiler und außen angeordneten Federschienen, die sich exakt an die Wölbung der Frontscheibe anpassen und deshalb stets mit optimaler Auflage-kraft arbeiten. Das macht sich durch verbesserte Wischqualität bemerkbar -- vor allem bei Autobahn-Tempo.
Vordersitze
Fondsitze
Automatik-Sicherheitsgurte
x
x
Leistungs-Gurtstraffer
x
x
Gurtkraftbegrenzer
x
x
AutomatischeKindersitz- und Beifahrer-Erkennung mit Gewichtsklassifizierung
x*
--
AutomatischeGurtbringer
x
--
Kopfstützen,höhen- und neigungsverstellbar
x
x
AdaptiveFront-Airbags
x
  • D257359
    1102552_41661824_40_bodySafety.rtf
    1102552_41661824_40_bodySafety.rtf
  • D257360
    1102553_41621824_40_Karosserie_Sicherheit.rtf
    1102553_41621824_40_Karosserie_Sicherheit.rtf
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