Umwelt-Zertifikat für das neue T-Modell der C-Klasse: TÜV lobt „vorbildliche Lösungen“

Stuttgart, 07.09.2007
Stuttgart - Ebenso wie die Limousine wurde auch das neue T-Modell der C-Klasse mit einem Umwelt-Zertifikat ausgezeichnet. Damit bestätigt die Zertifizierungsstelle der TÜV Süd Management Service GmbH, dass die Kombi-Limousine gemäß den Anforderungen der ISO-Norm 14062 in allen Aspekten umweltgerecht entwickelt wurde. Mercedes-Benz ist die weltweit einzige Automobilmarke, die über dieses anspruchsvolle Umwelt-Zertifikat verfügt.
„Viele vorgestellte Lösungen sind als vorbildlich einzuschätzen“, urteilen die TÜV-Sachverständigen in ihrem Auditbericht und loben die „wirklich durchgängige Integration von Umweltaspekten in den Entwicklungsprozess“. Nur Unternehmen, die diese Voraussetzung erfüllen, erhalten das Umwelt-Zertifikat gemäß der ISO-Richtlinie „Design for Environment“. Laut TÜV werden die darin definierten Anforderungen von Mercedes-Benz „vollständig erfüllt“. Die Prüfung umfasst auch die umweltbezogenen Produktinformationen über das neue T-Modell der C-Klasse, die Mercedes-Benz zusammen mit dem Umwelt-Zertifikat in einer 65-seitigen Broschüre zusammengestellt hat. Sie wird im Internet unter www.media.daimlerchrysler.com veröffentlicht.
Dem Umwelt-Zertifikat liegt eine vollständige Öko-Bilanz des neuen T-Modells zugrunde. Sie berücksichtigt rund 40 000 Einzelprozesse und umfasst den gesamten Lebenszyklus der Kombi-Limousine von der Material- und Bauteileherstellung über die Nutzung während einer Fahrstrecke von 200 000 Kilometern bis zur Altauto-Entsorgung.
Am Beispiel des C 200 KOMPRESSOR und des C 200 CDI wurden unter anderem der Energiebedarf und die Emissionen berechnet. Beide Motorvarianten des neuen T-Modells erreichen in diesen Disziplinen deutlich bessere Werte als die im Jahre 2001 vorgestellten Vorgängermodelle. So verringert sich der gesamte Energiebedarf für Herstellung, Nutzung und Verwertung beim C 200 KOMPRESSOR T-Modell um 17,7 Prozent. Das entspricht umgerechnet dem Energiegehalt von rund 4900 Litern Benzin.
Kohlendioxid-Emissionen vermindern sich um 19 Prozent
Pro Fahrzeug weist die vom TÜV zertifizierte Öko-Bilanz nach 200 000 Kilometern einen Kohlendioxidausstoß von insgesamt 50,3 Tonnen aus. Damit gehen diese Emissionen innerhalb einer Modellgeneration des T-Modells der C-Klasse um rund zwölf Tonnen zurück. Sie liegen um 19 Prozent unter dem Wert des im Jahre 2001 vorgestellten Vorgängers. Beim C 200 CDI T-Modell berechneten die Fachleute für den gesamten Lebenszyklus eine rund achtprozentige Verringerung der CO2-Emissionen.
Die Stickoxid-Emissionen (NOx) vermindern sich beim C 200 KOMPRESSOR T-Modell im gesamten Lebenszyklus gegenüber dem Vorgänger aus dem Jahre 2001 um mehr als ein Fünftel. Nur 3,5 Prozent aller NOx-Emissionen werden beim Fahrbetrieb verursacht; der überwiegende Teil entfällt auf Produktion (26 Prozent) und Kraftstoffherstellung (70 Prozent). Die derzeit gültigen EU-Abgasgrenzwerte unterschreitet der neue C 200 KOMPRESSOR bei den Stickoxiden um rund 90 Prozent, bei den Kohlenwasserstoffen um etwa 86 Prozent und beim Kohlenmonoxid um rund 75 Prozent.
Sorgfältige Werkstoffauswahl unter Umweltaspekten
Umweltaspekte spielten auch bei der Werkstoffauswahl eine wichtige Rolle. Für verschiedene Bauteile haben die Mercedes-Fachleute spezielle Öko-Bilanzen erstellt und auf diese Weise überprüft, welches Material die größten Umweltvorteile bietet. Ein Beispiel dafür ist das Frontend des neuen T-Modells der C-Klasse. Hier standen Varianten aus Stahl sowie aus einem Aluminium-Stahl- und einem Stahl-Kunststoff-Verbund zur Diskussion. Die Analyse des Energiebedarfs bei der Herstellung, des Leichtbaueffekts beim Kraftstoffverbrauch und anderer Faktoren ergab, dass eine im Gewicht um 15 Prozent verminderte Aluminium-Stahl-Kons-truktion am besten geeignet ist.
Gewichtsvolumen der Bauteile aus Rezyklat-Kunststoffen um 36 Prozent höher
Wie die Limousine der C-Klasse erfüllt auch das neue T-Modell bereits heute die ab dem Jahre 2015 gültige EU-Recyclingquote von 95 Prozent (bei maximal zehn Prozent energetischer Verwertung). Insgesamt 39 Bauteile mit einem Gewicht von insgesamt 43,6 Kilogramm können aus Recycling-Kunststoffen hergestellt werden. Damit steigt die Masse der freigegebenen Rezyklat-Komponenten gegenüber dem Vorgängermodell um 36 Prozent. Ein Beispiel für den vorbildlichen Werkstoffkreislauf sind die vorderen Radlaufverkleidungen der C-Klasse. Sie bestehen aus sorgfältig aufbereitetem Material ausrangierter Batteriegehäuse und Stoßfängerverkleidungen sowie aus Produktionsabfällen der Cockpit-Fertigung. Als weiteren Beitrag zur Ressourcenschonung stellt die Stuttgarter Automobil-marke beim neuen T-Modell der C-Klasse 32 Bauteile aus nachwachsenden Rohstoffen her.
Mercedes-Benz einzige Automarke mit Umwelt-Zertifikat nach ISO-Norm
Der durch die ISO-Norm 14062 definierte Leitgedanke „Design for Environment“ (DfE) ist seit zwölf Jahren in den Entwicklungsprozess der Mercedes-Personenwagen verankert. Fachleute aus den Bereichen Öko-Bilanzierung, Demontage- und Recyclingplanung, Werkstoff- und Verfahrenstechnik sowie Konstruktion und Produktion begleiten die Entwicklung neuer Modelle, definieren die ökologischen Vorgaben und achten auf deren Einhaltung.
Nach der im Jahre 2005 vorgestellten S-Klasse (2005) und der Limousine der C-Klasse (2007) ist das neue T-Modell der C-Klasse der dritte Mercedes-Perso-nenwagen, dessen umweltorientierter Entwicklungsprozess von unabhängigen Gutachtern überprüft und bestätigt wurde. Mercedes-Benz bleibt damit die weltweit einzige Automobilmarke mit einem Umwelt-Zertifikat gemäß ISO-Norm.

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