Organoblech-Frontträger: Das Blech aus Kunststoff

ÜbersichtDer neue Mercedes-Benz GLE: Das Wichtigste in KürzeKurzfassung: Der neue Mercedes-Benz GLE: Der SUV-Trendsetter, ganz neu durchdachtDer neue Mercedes-Benz GLE unter der Lupe: Aktives Fahrwerk E-ACTIVE BODY CONTROLDer Antrieb: Der Sechszylinder-Diesel erfüllt schon Euro 6d und die Abgasnorm RDE 2MBUX – Mercedes-Benz User Experience: Bedienung neu erlebenDer Interieur-Assistent: Das Erlebnis wird noch größerDer variable Innenraum: Komfort auf bis zu sieben PlätzenDas Exterieur-Design: Kraftvoller AuftrittAerodynamik und Aeroakustik: Vom Wind geformtDie Fahrassistenz-Systeme: Bessere Unterstützung in Stau-SituationenENERGIZING KOMFORT: Aktiver Komfort, jetzt mit AnleitungDer Allradantrieb 4MATIC: Agil auf der Straße, überlegen im GeländeOrganoblech-Frontträger: Das Blech aus KunststoffDas Head-up-Display der nächsten Generation: Größer, schärfer, hellerMAGIC VISION CONTROL und Panorama-Schiebedach: Wischful thinking: Klare Sicht nach vorn – und auf die SterneDer neue GLE im Anhängerbetrieb: Eine echte ZugnummerNoise, Vibration, Harshness: Souveräne RuheDie Passive Sicherheit: Rundum-Schutz für den Fall des FallesDas Interieur-Design: Luxuriös-elegant kontrastiert mit kraftvoll-progressivDie Klimatisierung: Meister der AtmosphäreDie Soundsysteme: Hier spielt die MusikDie Scheinwerfer: Ganz schön helle – LED Serie, MULTIBEAM LED OptionFahrwerk und Bremsen: Trittsicher auf und neben der StraßeRohkarosserie und Leichtbau: Der Kampf ums IdealgewichtNeue Betätigungs- und Warngeräusche: Präzise RückmeldungDie Produktion: Made in TuscaloosaDie Heritage: ErfolgsgeschichteTechnische Daten

Leicht, stabil, innovativ: Der Frontendträger des GLE besteht aus Organoblech. Mercedes-Benz verwendet das neuartige Material erstmals für ein so großes und sichtbares Bauteil.

Organisches Blech oder kurz Organoblech - das klingt widersprüchlich, denn bei dem Begriff „Blech“ denkt man natürlich an Metalle. Es handelt sich jedoch um faserverstärkte Kunststoffplatten. Sie werden nach dem Aufheizen in einer Presse zu dreidimensionalen Bauteilen umgeformt - und das bei sehr kurzen Zykluszeiten. Auf Grund dieser Analogie zu Stahl und Aluminium werden sie „Bleche“ genannt.

Durch die Faserverstärkung besitzen Organobleche sehr gute mechanische Eigenschaften, zum Beispiel Steifigkeit und Festigkeit, bei nur einem Bruchteil des Gewichts ihrer metallischen Pendants. Die thermoplastische Kunststoffmatrix bietet aber noch einen weiteren entscheidenden Vorteil. In einem zweiten, integrierten Fertigungsschritt schließt sich ein Spritzgießverfahren an. Dabei werden Verrippungen, Halterungen, etc. „in einem Guss“ angefügt. Dies geschieht in dem gleichen Werkzeug, in dem das Organoblech zuvor umgeformt wurde.

Das Organoblech des GLE erlaubt die stoffschlüssige Verschweißung mit angrenzenden Teilen aus Polypropylen (PP). Dies war bisher nur formschlüssig möglich und daher bruchgefährdet. Durch die Sandwichbauweise sind weniger Bauteile insgesamt nötig, da Luftkanäle und Hülsen für angeschraubte Bauteile direkt integriert sind. Da Organoblech nicht korrodiert, muss es nicht lackiert werden.

Der Frontendträger des GLE aus Organoblech

  • ist rund 30 Prozent leichter als eine konventionelle Konstruktion
  • trägt zur hohen Torsionssteifigkeit des GLE bei
  • bietet verbesserte Crashperformance, insbesondere zusammen mit den am Träger befestigten Crashboxen
  • kombiniert einen innovativen Werkstoff mit einem integrierten Fertigungsverfahren zu einem innovativen Bauteil.

Die Society of Plastic Engineers, ein weltweiter Zusammenschluss von Kunststoff-Fachleuten, honorierte dies mit dem 1. Platz bei den Automotive Awards 2018 in der Kategorie Strukturkomponenten.

 

 

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