Mercedes-Benz Sprinter: aus vier Werken auf drei Kontinenten für die Welt

Mercedes-Benz Sprinter: aus vier Werken auf drei Kontinenten für die Welt
18.
August 2020
Stuttgart
  • Produktion des aktuellen Modells des Sprinter im März 2018 gestartet; seit September 2019 Produktionsnetzwerk komplettiert
  • Erster eSprinter im Dezember 2019 in Düsseldorf vom Band gelaufen

Stuttgart – Der Mercedes-Benz Sprinter ist seit 25 Jahren das Erfolgsmodell von Mercedes-Benz Vans und ein Flaggschiff in der Transporterbranche. 1995 lief der erste Sprinter im Mercedes-Benz Werk Düsseldorf vom Band. Nur ein Jahr später wurde der Sprinter für den lateinamerikanischen Markt auch in Gonzalez Catan, Argentinien, gebaut. Seit 2006 wird der Sprinter zudem in Ludwigsfelde sowie in Charleston, South Carolina, USA, produziert.

Aufgrund der weltweiten Einschränkungen anlässlich der COVID-19-Pandemie hatten auch die Van-Werke von Mercedes-Benz in der zweiten März-Hälfte 2020 ihre Produktion unterbrochen. Ende April wurde die Produktion sukzessive wiederaufgenommen und in kurzer Zeit wieder in den Normalbetrieb hochgefahren. 

„Der Sprinter ist unser Klassiker, der sich weltweit größter Beliebtheit erfreut. Seit der Sprinter auf den Markt kam, wurde er weltweit in Summe bisher rund vier Millionen Mal gebaut“, sagte Dr. Ingo Ettischer, Leiter Mercedes-Benz Vans Operations. „Das aktuelle Modell wird in vier unserer fünf eigenen Van-Werke auf drei Kontinenten gebaut: in Europa sowie in Nord- und Südamerika und in Düsseldorf seit Ende 2019 sogar als Elektro-Variante.“

Im März 2018 startete die Produktion der dritten Generation und damit des neuesten Sprinter-Modells in den beiden Stammwerken in Deutschland. Im Mercedes-Benz Werk Düsseldorf läuft seither die geschlossene Variante vom Band, während im brandenburgischen Ludwigsfelde die offenen Baumuster gebaut werden. Im Dezember 2019 startete darüber hinaus die Produktion des eSprinter in Düsseldorf, wobei konventionell angetriebene als auch vollelektrische Fahrzeuge auf einer Produktionslinie hergestellt werden. Um die stetig steigende Nachfrage in Nordamerika zu bedienen, wurde im September 2018 die Produktion der dritten Sprinter-Generation in einer extra dafür gebauten neuen Produktionshalle in Charleston, SC, USA, aufgenommen. Das Werk in Charleston, in dem seit 2015 auf einer anderen Produktionslinie der Metris (Vito) montiert wird, wurde damit stark ausgebaut und beschäftigt heute rund 1.700 Mitarbeiter. Seit September 2019 wird der neueste Sprinter auch in Lateinamerika gebaut: das Werk in Gonzalez Catan bei Buenos Aires in Argentinien komplettiert als viertes Werk den weltweiten Produktionsverbund der Large Vans von Mercedes-Benz.

„Die Vans von Mercedes-Benz und allen voran unser Sprinter prägen in diesen herausfordernden Zeiten das Straßenbild ganz besonders – nicht nur durch die zahlreichen Lieferdienste oder als Transporter im Gesundheitswesen“, sagte Ettischer. „Ich freue mich daher sehr, dass seit Ende April die Bänder bei Mercedes-Benz Vans wieder laufen und wir – natürlich unter Einhaltung angemessener Schutzmaßnahmen – die Nachfrage nach unseren Fahrzeugen wieder bedienen können.“

Zum Produktionsverbund von Mercedes-Benz Vans gehört auch das Werk in Vitoria, Spanien. Hier werden
die Modelle V-Klasse, Vito sowie eVito produziert. Noch in diesem Jahr werden hier auch die vollelektrische Großraumlimousine EQV (Stromverbrauch kombiniert: 26,4 - 26,3 kWh/100 km; CO2-Emissionen kombiniert: 0 g/km)[1] und der eVito Tourer (Stromverbrauch kombiniert: 26,2 kWh/100 km; CO2-Emissionen kombiniert: 0 g/km)1 vom Band laufen. Für den chinesischen Markt werden die V-Klasse und der Vito lokal in China bei Fujian Benz Automotive Corporation, einem Joint Venture von Mercedes-Benz Vans, BAIC Motor und Fujian Motor Group, gebaut. Im Kooperationsverbund mit Renault-Nissan-Mitsubishi wird der Citan in Maubeuge, Frankreich gebaut.

Über den Sprinter

Seit der Markteinführung 1995 gibt der Mercedes-Benz Sprinter einer ganzen Fahrzeugklasse seinen Namen. Die dritte Generation des Bestsellers ist seit Juni 2018 auf dem Markt. Mit Sicherheits-Features auf

Pkw-Niveau, der digitalen Flottenlösungen Mercedes PRO connect, dem innovativen Multimediasystem MBUX (Mercedes-Benz User Experience) und einem zusätzlichen Frontantrieb ist der Sprinter einer der Innovationstreiber im Segment. 

Beeindruckend bleibt die Variantenvielfalt des Sprinter: Allein aus den möglichen Aufbauten, Fahrgestellen, Antriebskonzepten, Tonnagen und Ausstattungsdetails lassen sich mehr als 1.000 verschiedene Ausführungen zusammenstellen. Mehr Auswahl gibt es in der dritten Generation auch beim Antriebsstrang durch den erstmals verfügbaren Vorderradantrieb und zwei dafür neu entwickelten Getrieben wie der

9-Gang-Wandlerautomatik. Mit diesen Antriebsvarianten bietet der aktuelle Sprinter die ideale Basis beispielsweise für den Ausbau zum Kühltransporter oder zum Krankenwagen und mit dem sogenannten Triebkopf die Möglichkeit zum Aufbau als Wohnmobil.

Ende 2019 feierte der Mercedes-Benz eSprinter seinen Job No.1 und trägt entscheidend dazu bei, dass die Vision des lokal emissionsfreien Lieferverkehrs Realität wird, in dem er ein möglichst großes Anwendungsspektrum urbaner Logistik abdeckt. Zunächst steht der eSprinter als Kastenwagen und einem zulässigen Gesamtgewicht von 3.500 Kilogramm zur Verfügung. Sein maximales Ladevolumen beträgt – analog zum vergleichbaren Sprinter mit Verbrennungsmotor – 11 m3. Der Elektroantrieb im eSprinter treibt die Vorderräder an und leistet 85 kW (Peak-Leistung) mit einem Drehmoment von bis zu 295 Newtonmeter. Ein flexibles Zulade- und Batteriekonzept gestattet darüber hinaus eine Anpassung an die individuellen Bedürfnisse für den Einsatz in der Praxis. So beträgt die Reichweite mit einer nutzbaren Batteriekapazität von 47 kWh (installiert: 55 kWh) 168 Kilometer[2], [3] bei einer maximalen Zuladung von 891 Kilogramm. Eine zweite Batterieoption berücksichtigt andere Prioritäten bei den Einsatzparametern: Die Konfiguration mit einer nutzbaren Kapazität von 35 kWh (installiert: 41 kWh) ermöglicht eine Reichweite von 120 Kilometern2, 3. Im Gegenzug steigt die maximale Zuladung auf 1.045 Kilogramm. Für Flexibilität sorgt auch die integrierte Schnellladefunktion, dank der die Batterie innerhalb von ca. 25 Minuten von 10 Prozent auf 80 Prozent nachgeladen werden kann. Auch die Höchstgeschwindigkeit lässt sich passend zum Einsatzweck konfigurieren: auf ein maximales Tempo von 80 km/h, 100 km/h oder 120 km/h.

[1] Der Stromverbrauch wurde auf der Grundlage der VO 692/2008/EG ermittelt. Der Stromverbrauch ist abhängig von der Fahrzeugkonfiguration.

[2] Die Reichweite wurde auf der Grundlage der VO 692/2008/EG ermittelt. Die Reichweite ist abhängig von der Fahrzeugkonfiguration.

[3] Die tatsächliche Reichweite ist zudem abhängig von der individuellen Fahrweise, Straßen- und Verkehrsbedingungen, Außentemperatur, Nutzung von Klimaanlage/Heizung etc. und kann ggf. abweichen.

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    Die aktuelle Sprinter-Generation: mehr als 1.000 Varianten, produziert an vier Standorten auf drei Kontinenten.
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