Fahrerlager-Geschichten – Stefan Wendl: „Die jungen Fahrer haben unsere Erwartungen voll bestätigt“

28.
März 2018
Stuttgart

Stefan Wendl, Leiter Mercedes-AMG Customer Racing, verrät die Hintergründe und Erkenntnisse des Young Driver Tests.

  • Das ist passiert: Ergebnisse & Fakten vom Wochenende
  • Neuigkeiten aus den Mercedes-AMG Motorsport-Teams
  • 3 Fragen an Stefan Wendl
  • Social Media News: Was gibt’s Neues online?

Das ist passiert: Ergebnisse & Fakten

  • Formel 1: Lewis Hamilton belegt beim Saisonauftakt in Australien Platz zwei
  • Australian GT: Vier Siege in vier Rennen für den Mercedes-AMG GT3 im Rahmen der Formel 1
  • VLN: Das BLACK FALCON Team IDENTICA erzielt den weltweit ersten Sieg für ein Customer Racing Team mit dem Mercedes-AMG GT4

Newssplitter

#Stat-Attack - Melbourne: Die Formel 1 ist zurück! Und obwohl das Rennen am Sonntag für Lewis Hamilton und das Team nicht den gewünschten Erfolg brachte, nimmt der amtierende Weltmeister einige neue Bestmarken aus Down Under mit. So erzielte Lewis mit seiner fantastischen Qualifying-Runde am Samstag nicht nur seine 73. Pole Position in der Formel 1, sondern auch einen neuen Streckenrekord. Es war seine fünfte Pole in Folge auf dieser Strecke, womit er seit 2014 immer vom ersten Startplatz in den Australien Grand Prix gestartet ist. Mit insgesamt sieben Pole Positions auf dem Melbourne Grand Prix Circuit hat er mehr Australien-Poles eingefahren als jeder andere Fahrer in der Geschichte dieses Grand Prix. Obendrein hat Lewis auf keiner anderen Strecke so viele Poles erzielt wie in Melbourne. Ein ähnliches Kunststück gelang ihm mit seinem achten Podestplatz in Australien: nur in Shanghai hat er genauso viele Podiumsplätze zu Buche stehen.

Vier Siege in der Australian GT: Auf dem Albert Park Grand Prix Circuit in Melbourne gab es eine perfekte Ausbeute für den Mercedes-AMG GT3: Vier Siege in vier Rennen, so lautete die Bilanz der Customer Racing Teams nach der ersten Runde der Australian GT. Im ersten der vier Sprintrennen legte Craig Baird (NZL) von Scott Taylor Motorsport in der #222 einen Start-Ziel-Sieg vor. Im zweiten Lauf war es Jaie Robson (AUS) in der #98, der für das Team Aussie Driver Search / Griffith Corporation den Sieg davontrug. Auf regennasser Strecke konterte Baird im dritten Rennen des Wochenendes mit einem erneuten Start-Ziel-Sieg. Im Abschlussrennen triumphierte wieder Robson, der damit auch die Führung in der Meisterschaftswertung übernahm.

Zwei Mercedes-AMG GT3 in den Top Ten beim VLN-Auftakt: Endlich wieder Nürburgring-Nordschleife hieß es am vergangenen Wochenende bei der 64. ADAC Westfalenfahrt, dem ersten Lauf zur VLN Langstreckenmeisterschaft 2018. In dem packenden, vierstündigen Rennen lag der Mercedes-AMG GT3 #47 des Mercedes-AMG Team MANN-FILTER lange Zeit auf Podiumskurs. Späte Gelbphasen warfen die Rennstrategie jedoch über den Haufen, so dass Renger van der Zande (NED), Dominik Baumann (AUT) und Edoardo Mortara (ITA) am Ende den fünften Gesamtplatz herausfuhren. Das Schwesterfahrzeug mit der Startnummer 48 machte mit dem achten Platz ein weiteres Top Ten-Ergebnis perfekt. Für alle Fahrer und Teams bot der erste VLN-Lauf einen guten Einstand in die Vorbereitungen zum Saisonhighlight, dem 24-Stunden-Rennen Nürburgring.

Erster Sieg weltweit für ein Customer Racing Team mit dem Mercedes-AMG GT4: Diesen Eintrag in die Geschichtsbücher des Motorsports hat sich am vergangenen Wochenende das BLACK FALCON Team IDENTICA gesichert. Beim VLN-Saisonauftakt auf dem Nürburgring gewannen Nico Bastian, Stefan Karg, Fidel Leib und Moritz Oberheim (alle GER) mit dem neuen Rennfahrzeug die Klasse SP10. Im Mercedes-AMG GT4 von BLACK FALCON Team TMD Friction schafften Gabriele Piana (ITA), Mustafa Mehmet Kaya (TUR) und Miguel Toril (ESP) mit dem dritten Klassenplatz ebenfalls den Sprung aufs Podium.

Podiumsplätze in der Pirelli World Challenge: In Austin, Texas, stand am vergangenen Wochenende bereits die zweite Runde der Pirelli World Challenge auf dem Programm. In zwei Rennen auf dem Circuit of the Americas (COTA) durften sich die Customer Racing Teams mit dem Mercedes-AMG GT3 über insgesamt drei Podiumsplätze freuen: Für das Team CRP Racing holten Fabian Schiller (GER) und Daniel Morad (CAN) am Samstag den zweiten Platz, dicht gefolgt von Scott Heckert und Mike Skeen (beide USA), die für Lone Star Racing den dritten Rang sicherten. Im Sonntagsrennen „schnupperten“ Heckert und Skeen am Sieg: Am Ende der 60-minütigen Renndistanz platzierte sich das Duo mit nur 2,521 Sekunden Rückstand auf den zweiten Rang.

Fordern und fördern: Mit diesem Ziel hat Mercedes-AMG Motorsport im vergangenen Dezember einen Young Driver Test für sein Customer Racing Programm veranstaltet. Die Talente, die sich im portugiesischen Estoril hervortaten, dürfen sich nun in unterschiedlichen GT-Programmen der Customer Racing Teams beweisen. Stefan Wendl, Leiter Mercedes-AMG Customer Racing, verrät die Hintergründe und Erkenntnisse des Young Driver Tests.

3 Fragen an Stefan Wendl

Stefan, wie lief der Young Driver Test?

Stefan Wendl: Sehr gut! Die jungen Fahrer - vorwiegend Silber-Piloten – haben unsere Erwartungen voll bestätigt. Alle waren auf einem sehr hohen Niveau, so dass die Differenzierung nicht immer einfach war. Aber über die vier Tage hinweg konnten wir uns dann doch ein sehr detailliertes Bild von den jeweiligen Fähigkeiten machen. Um diese Nuancen herauszufiltern, haben wir ein sehr umfangreiches Programm absolviert. Wir wollten die Fahrer dabei aber nicht nur testen, sondern sie auch in ihrer Entwicklung voranbringen.

Welche Schwerpunkte habt ihr gesetzt?

Stefan Wendl: Beim Konzept haben wir mit unseren DTM-Kollegen zusammengearbeitet, die schon länger Young Driver Tests durchführen. Natürlich haben wir die Inhalte auf den GT-Bereich angepasst. Was die Fahrpraxis angeht, lag unser Fokus auf dem Endurance-Bereich. Auf der Strecke, die wir exklusiv für uns hatten, gab es verschiedene Stints, Long-Runs und Quali-Rennen. Eine der Aufgaben war es, eigenständig ein Setup zu entwickeln. Begleitet wurden sie dabei von einem Renningenieur und Maximilian Götz als Referenzfahrer. Im Theorie-Part ging es um die Vermittlung von spezifischem Technikwissen und anderen grundlegenden Kenntnissen – zum Beispiel über das Mercedes-AMG Customer Racing Programm.

Welche Talente haben Euch in Estoril überzeugt und was für Aufgaben stehen nun für sie an?

Stefan Wendl: Wie gesagt, war das Niveau bei allen Teilnehmern extrem hoch. Mit Fabian Schiller, Jules Szymkowiak und Michael Meadows haben sich dann aber doch drei Fahrer besonders hervorgetan. Ich bin sehr zufrieden, dass wir in der Zwischenzeit für alle drei super Cockpits bei unseren Customer Racing Teams vermitteln konnten. Fabian wird für CRP Racing in der Pirelli World Challenge aktiv sein, wo er am vergangenen Wochenende schon mit dem zweiten Platz das erste Podium 2018 einfahren konnte. Für AKKA ASP wird Jules die Blancpain Endurance Series fahren und Michael wird ein komplettes Blancpain Programm mit Sprint- und Endurance-Rennen bestreiten. Ich bin voll überzeugt, dass dies in allen drei Fällen sowohl für die Teams als auch für die jungen Fahrer ein echter Gewinn sein wird.

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