Die Strategie: Electric Intelligence für emissionsfreie Mobilität

Bei der Elektrifizierung des Automobils drückt Mercedes-Benz mächtig aufs Tempo. Bis 2022 soll das gesamte Mercedes-Benz Cars Portfolio elektrifiziert werden. Das bedeutet, dass in jedem Segment verschiedene elektrifizierte Alternativen angeboten werden – vom smart bis zum großen SUV. Geplant sind deutlich mehr als 130 elektrifizierte Fahrzeugvarianten, angefangen von 48-Volt-Versionen über eine breite Auswahl an Plug-in-Hybriden bis hin zu rein elektrischen Fahrzeugen. Zusammengefasst wird die Elektrooffensive bei den Personenwagen unter der neuen Technologie- und Produktmarke EQ. EQ steht für „Electric Intelligence“ und zieht seine Kraft aus den beiden zentralen Mercedes-Benz Werten: Emotion und Intelligenz. Unverzichtbarer Bestandteil dabei ist auch ein umfassendes und nahtloses Service-Umfeld für die Kunden, das von elektrospezifischen Komfortfeatures bis hin zur Infrastruktur alles abdeckt.

In EQ steckt das gesamte Elektro-Know-how von Mercedes-Benz Cars. Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender der Daimler AG und Leiter Mercedes-Benz Cars, sagte bei der Weltpremiere des EQC (Stromverbrauch kombiniert: 22,2 kWh/100 km; CO2-Emissionen kombiniert: 0 g/km, vorläufige Angaben)1 in Stockholm: „Mit dem EQC als erstem vollelektrischen SUV von Mercedes-Benz legen wir den Schalter um. Der E-Antrieb ist ein wichtiger Baustein der Mobilität der Zukunft. Daher investieren wir in den nächsten Jahren mehr als zehn Milliarden Euro in neue EQ Produkte und über eine Milliarde in die Batterieproduktion.“ Bis 2025 soll so der Gesamtabsatz von batterieelektrischen Modellen von Mercedes-Benz Cars bei 15-25 Prozent liegen, abhängig von den Kundenpräferenzen und der Entwicklung öffentlicher Infrastruktur.

Der Weg zur emissionsfreien Mobilität hat dabei verschiedene Spuren:

  • EQ Boost: Die Elektrifizierung moderner Verbrennungsmotoren, um ihre Effizienz zu steigern. Mercedes-Benz ist bei der Einführung des 48-Volt-Bordnetzes ganz vorne dabei und hat die Technologie bereits mit der Markteinführung der aktuellen Generation der S-Klasse im letzten Jahr in den Markt eingeführt. Nun folgt der sukzessive Rollout, perspektivisch im gesamten Portfolio. Die Integration von Starter und Generator und die Elektrifizierung von Nebenaggregaten macht das Auto nicht nur effizienter; kurzfristig verfügbares Drehmoment sorgt auch für zusätzlichen Schub und somit einen Zuwachs an Performance.
  • EQ Power: Unter diesem Label entwickelt Mercedes-Benz seine Plug-in-Hybride weiter, um die perfekte Kombination von Verbrenner und Elektroantrieb anzubieten – auch in Verbindung mit der neuesten Generation an Dieselmotoren. Plug-in-Hybride sind eine Schlüsseltechnologie auf dem Weg in die lokal emissionsfreie Zukunft des Automobils. Sie bieten Kunden die Vorteile zweier Welten: In der Stadt fahren sie rein elektrisch, bei langen Strecken profitieren sie von der Reichweite des Verbrenners. Sie machen das Fahrzeug insgesamt noch effizienter, weil sie einerseits Energie rekuperieren und andererseits den Verbrennungsmotor in günstigen Betriebspunkten fahren lassen können. Die EQ Power sorgt außerdem für hohe Dynamik.
  • EQ Power+ steht für die Performance-Hybridtechnologie, die Mercedes‑AMG in Zukunft auf der Straße und schon heute erfolgreich in der Formel 1 einsetzt.
  • Komplett elektrische Antriebe wie beim EQC, den drei smart EQ Modellen und beim GLC F-CELL (Wasserstoffverbrauch kombiniert: 0,34 kg/100 km, CO2-Emissionen kombiniert: 0 g/km, Stromverbrauch kombiniert: 13,7 kWh/100 km)2. Bis 2022 wird die EQ Pkw-Familie weiter deutlich wachsen. Basis dafür wird eine maximal flexible, skalierbare Architektur – sowohl hinsichtlich Reichweite als auch Leistung. Wichtig ist dabei auch die Integration der elektrischen Modelle in die bestehenden Produktionsstraßen der jeweiligen Werke, um maximal flexibel auf die Kundennachfrage reagieren zu können.

Mit diesem mehrspurigen Ansatz ist Mercedes-Benz in der Lage, regionale und zeitlich versetzte Anforderungen bei der Wende zu Elektromobilität marktspezifisch zu bedienen und den Kunden passende Fahrzeuge zu ihren individuellen Bedürfnissen anzubieten.

smart wird rein elektrisch: Stromer für die Stadt

smart geht bei der Elektromobilität aufs Ganze. Als erste Automobilmarke strebt smart den konsequenten Umstieg vom Verbrenner auf den Elektroantrieb an: Seit 2017 ist smart in den USA, Kanada und Norwegen ausschließlich elektrisch unterwegs, ab 2020 soll es in allen übrigen Märkten Europas ausschließlich smart mit batterieelektrischem Antrieb geben. Die restlichen Märkte weltweit sollen kurz darauf folgen.

Elektrischer Transport: Trucks, Buses und Vans gehen ebenfalls ans Netz

Mit Elektro-Lkw sammelt Daimler bereits seit dem Jahr 2010 Erfahrung und hat seit vergangenem Jahr seinen ersten in Serie gefertigten vollelektrischen Lkw auf dem Markt und in Kundenhand: den leichten Lkw Fuso eCanter. Im Bus-Segment werden erste Mercedes-Benz eCitaro ab Ende des Jahres ausgeliefert und bei einer so genannten kundennahen Fahrerprobung in die Praxis gehen. Im Bereich Transporter ist der eVito von Mercedes-Benz Vans seit November 2017 bestellbar. 2019 folgt der eSprinter. Und im August 2018 zeigte die Studie „Concept Sprinter F-CELL“, wie die Wasserstoff-Technik des GLC F-CELL für ein Wohnmobil umgesetzt werden könnte. Die Fahrzeuge von Daimler Trucks, Daimler Buses und Mercedes-Benz Vans decken somit den gesamten innerstädtischen Verkehr mit Elektrofahrzeugen ab. Und am 17. September startete Mercedes-Benz Trucks die Praxistests seines vollelektrischen schweren Lkw eActros. Insgesamt 20 Kunden aus unterschiedlichen Branchen werden den Elektro-Lkw in ihre Flotte integrieren.

Elektrische Infrastruktur: Nahtloses Elektro-Erlebnis

Mercedes-Benz wandelt sich vom reinen Fahrzeughersteller zum Mobilitätsdienstleister. EQ bietet mit Mercedes me umfassende Services für die Elektromobilität von heute und morgen. Die intelligenten Services und Funktionen reichen von Routenplanung über Vorklimatisierung und neue Assistenzfunktionen bis zu komfortablem Lade-Handling. Über die EQ optimierte Navigation finden Kunden schnell öffentliche Ladestationen und bekommen angefangen mit dem EQC über Mercedes me Charge bequem Zugang zu Ladesäulen verschiedener Anbieter und profitieren von einer integrierten Bezahlfunktion mit einfacher Abrechnung auch an den Stationen von IONITY, dem europäischen Schnellladenetz. Das Ziel: ein entspanntes, unkompliziertes Reisen mit Transparenz und Planungssicherheit.

Produktion: EQ Werke auf drei Kontinenten

Auch Upstream planen Daimler und Mercedes-Benz Cars ganzheitlich. Elektrofahrzeuge der Produkt- und Technologiemarke EQ werden in die Serienproduktion der bestehenden Werke von Mercedes-Benz Cars integriert. Das ist möglich, weil das Unternehmen weltweit frühzeitig in maximale Flexibilität und in die High-Tech-Ausstattung mit zukunftsweisenden Industrie-4.0-Lösungen investiert hat.

Der EQC entsteht im Werk Bremen. Neben Bremen bereitet sich das deutsch-chinesische Produktions-Joint Venture Beijing Benz Automotive Co. Ltd. (BBAC) auf den Produktionsstart des EQC für den lokalen Markt in China vor. BBAC ist Teil des globalen Produktionsnetzwerks von Mercedes‑Benz Cars. Weitere Standorte künftiger Mercedes-Benz EQ Modelle sind die Mercedes‑Benz Werke Rastatt (Deutschland), Sindelfingen (Deutschland), Tuscaloosa (USA) sowie der Standort Hambach (Frankreich):

Batterie-Know-how: Der globale Batterieproduktionsverbund

Die lokale Fertigung von Batterien ist ein wichtiger Erfolgsfaktor in der Elektrooffensive von Mercedes-Benz Cars und der entscheidende Baustein, um die weltweite Nachfrage nach Elektrofahrzeugen flexibel und effizient zu bedienen. Der weltweite Batterieproduktionsverbund von Mercedes-Benz Cars besteht künftig aus acht Werken auf drei Kontinenten, die flexibel und effizient auf die Marktnachfrage reagieren. Die einzelnen Standorte versorgen die lokale Fahrzeugproduktion und sind, wenn erforderlich, bereit für den Export. Insgesamt wird das Unternehmen über eine Milliarde Euro in die weltweite Batterieproduktion mit jeweils zwei Fabriken im sächsischen Kamenz und in Stuttgart-Untertürkheim (Deutschland) sowie jeweils einer Fabrik in Sindelfingen (Deutschland), Peking (China), Tuscaloosa (USA) und Bangkok (Thailand) investieren. 

1 Angaben zum Stromverbrauch und den CO2-Emissionen sind vorläufig und wurden vom Technischen Dienst ermittelt. Die Angaben zur Reichweite sind ebenfalls vorläufig. Die EG-Typgenehmigung und eine Konformitätsbescheinigung mit amtlichen Werten liegen noch nicht vor. Abweichungen zwischen den Angaben und den amtlichen Werten sind möglich. 

2 Angaben zu Kraftstoffverbrauch, Stromverbrauch und CO2-Emissionen sind vorläufig und wurden vom Technischen Dienst für das Zertifizierungsverfahren nach Maßgabe des WLTP-Prüfverfahrens ermittelt und in NEFZ-Werte korreliert. Die EG-Typgenehmigung und eine Konformitätsbescheinigung mit amtlichen Werten liegen noch nicht vor. Abweichungen zwischen den Angaben und den amtlichen Werten sind möglich. 

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