Der integrierte Technologiekonzern bringt große Herausforderungen

Wieder einmal halten die Zeitläufte Umwälzungen bereit. Edzard Reuter, seit September 1987 neuer Vorstandsvorsitzender der Daimler-Benz AG, verfolgt die Strategie, aus dem reinen Automobilhersteller einen integrierten Technologiekonzern zu schaffen, wie er genannt wird, mit Aktivitäten beispielsweise zusätzlich in der Elektronik- und der Luftfahrtindustrie – was selbstverständlich auch auf die Technik der Autos von Mercedes-Benz abfärben soll. Der Konzern erwirbt Unternehmen aus verschiedenen Branchen. Diese Entwicklungen haben große Auswirkung auf die Forschung: Bisher war sie ein Teil der Mercedes-Benz Entwicklung. Nun wird sie herausgelöst und ein Vorstandsressort der Daimler-Benz AG. Der neue Zentralbereich steht mit einer großen Themenbandbreite, von der Luft- und Raumfahrt über Schiene und Straße bis hin zu Mikroelektronik, und den damit verbundenen Erkenntnismöglichkeiten allen angegliederten Unternehmen zur Verfügung. Das erfordert eine neue Arbeitsstruktur.
Diese bringt Hartmut Weule, ab Herbst 1990 das zuständige Vorstandsmitglied für das Ressort „Forschung und Technik“, in Form des „Integrierten Forschungs- und Entwicklungsmanagement“ – „integriert“ deshalb, weil Weule sich gegen eine Trennung von Forschung und Entwicklung wehrt. Auch findet er ein neues, effizienteres Finanzierungsmodell für das Ressort. Es dauert einige Jahre, doch ab Mitte der 1990er Jahre funktioniert die Forschungsplanung nach diesem Schema sehr gut. Unter Weule wird die Forschung zudem internationaler, Außenstellen entstehen beispielsweise in Palo Alto/USA, Sacramento/USA und Bangalore/Indien.
  • D266773
    1155806_1124143Forschungsgeschichte_kurz_3_e.rtf
    1155806_1124143Forschungsgeschichte_kurz_3_e.rtf
  • D266774
    1155807_1125536Forschungsgeschichte_kurz_3-d.rtf
    1155807_1125536Forschungsgeschichte_kurz_3-d.rtf
Lade...