Der Ottomotor ab 1926 bei Mercedes-Benz

16.06.2008
  • Zuverlässige Motoren sorgen für zufriedene Kunden
  • Mit dem Kompressor zu Höchstleistung und Prestige
  • Stetige Verbesserungen im Detail
Nach der Fusion der Daimler-Motoren-Gesellschaft mit Benz & Cie. zur Daimler-Benz AG im Jahr 1926 werden zunächst bisherige Typen beider Marken weiter gebaut. Zum ersten neu entwickelten Serienfahrzeug der neuen Marke Mercedes-Benz wird der Typ 8/38 PS (Baureihe W 02) mit dem Zweiliter-Reihensechszylinder M 02. Der langhubig ausgelegte Motor leistet 38 PS (28 kW) bei 3400/min. Aus dem M 02 werden in mehreren Stufen hubraumstärkere Triebwerke für die nachfolgenden Pkw-Generationen abgeleitet.
Ab 1927 knüpft Mercedes-Benz mit den Kompressor-Sportwagen der Baureihe W 06 direkt an die zwar kurze, aber sehr ruhmreiche Geschichte der großen Stuttgarter Kompressor-Sportwagen an. Am Anfang steht dabei der Mercedes-Benz S (26/120/180 PS). Das Kürzel steht für „Sport“.
Die Entwicklung der Spezial-Sportwagen vom Typ S zum SSKL geschieht in den Jahren danach vor allem durch die Verbesserung der Motoren. Der 1928 präsentierte Typ SS hat einen Motor mit sieben Liter Hubraum. Die maximale Leistung mit Kompressor beträgt nun 200 PS (147 kW), sie wächst über 220 PS (162 kW) und 225 PS (165 kW) schließlich auf 250 PS (184 kW). Die Vollendung der Baureihe erreicht der W 06 mit den Typen SSK und SSKL. Der Rennsportwagen SSKL leistet aus seinem aufgeladenen 7,1-Liter-Motor 300 PS (220 kW).
Der Mercedes-Benz 18/80 Typ Nürburg 460 (W 08) ist 1928 der erste Mercedes-Benz Personenwagen mit einem Achtzylinder-Reihenmotor. Das Aggregat wird von einer seitlichen Nockenwelle gesteuert und leistet 80 PS (59 kW) bei 3400/min. Als zweites Achtzylindertriebwerk von Mercedes-Benz hat 1930 der Motor M 07 Premiere. Er treibt den Typ 770 „Großer Mercedes“ an, ein Repräsentationsfahrzeug für höchste Ansprüche. Aus 7,7 Liter Hubraum schöpft der Motor mit Kompressor 200 PS (147 kW) bei 2800/min.
Innovatives Kompaktfahrzeug mit Heckantrieb
Während die Achtzylinder-Typen den Rang von Mercedes-Benz in der Oberklasse unterstreichen, arbeiten die Ingenieure zugleich an innovativen Konzepten für kompakte Limousinen. Ergebnis dieser Forschungen ist der Typ 130 (W 23) von 1934, dessen Vierzylindermotor mit 1,3 Liter Hubraum im Heck des Wagens untergebracht wird. Damit ist dieser Typ der erste serienmäßige Mercedes-Benz Pkw mit Heckmotor. Auch der 1936 vorgestellte Typ 170 H (W 28) hat einen Vierzylinder-Ottomotor im Heck.
Flugmotoren von Mercedes-Benz
Viele Innovationen im Motorenbau von Daimler-Benz gehen in den 1930er Jahren von Flugmotoren aus. So wird das Zeppelin-Luftschiff LZ 129 „Hindenburg“ von vier Daimler-Benz V16-Motoren des Baumusters DB 602 (LOF 6) mit einer Maximalleistung von je 1200 PS (882 kW) angetrieben.
Als erster Flugmotor mit Benzineinspritzung von Daimler-Benz geht 1937 der DB 601 A in Serienproduktion, ein V12-Motor mit hängend angeordneten Zylindern. Die Benzineinspritzung wird nach dem Zweiten Weltkrieg in Personenwagen aufgegriffen.
Chassis-Montageband im Werk Mannheim, um 1929. Produziert wird der Mercedes-Benz Nürburg (W 08).
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Üppig in jeder Hinsicht: Mercedes-Benz Motor M 08 II für den Typ Nürburg 500, gebaut in den Jahren 1931 bis 1936.
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Aufsehen erregender Entwurf im Jahr 1934: Mercedes-Benz 130 mit Heckmotor.
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Sehr stark und sehr sportlich: Mercedes-Benz SSK (Bauzeit 1928 bis 1932) mit Kompressormotor. Er dominiert die wichtigen Rennen auf der ganzen Welt.
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Achtzylinder-Reihenmotor des Typs Nürburg 460 (W 08) von 1928, des ersten Mercedes-Benz Serien-Personenwagens mit Achtzylindermotor.
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