Das Verkehrssystem von morgen ist vernetzt und autonom

Da die Verlagerung des Straßengüterverkehrs auf andere Verkehrs­träger nur begrenzt möglich ist, bleibt als Ausweg nur die bessere Nutzung der vorhandenen Infrastruktur, vermehrter Einsatz und Ver­knüpfung von Assistenz- und Telematiksystemen und Attraktivierung des Fahrerberufs. Gleichzeitig bieten neue Kommunikationstechno­logien auch neue Chancen: Vehicle to Vehicle und Vehicle to Infra­structure, auch als V2V und V2I bezeichnet. Gerade diesen neuen Möglichkeiten der intelligenten Vernetzung messen Wissenschaftler und Fahrzeugent­wickler ein erhebliches Potential im Hinblick auf die Etablierung autonom fahrender Fahrzeuge bei.
Prof. Dr. Sabina Jeschke, Direktorin des Lehrstuhls Informations­management im Maschinenbau der RWTH: „Zusammen mit einigen bemerkenswerten Durchbrüchen wie dem IBM-Computer Watson oder dem Google Car in den vergangenen zwei Jahren stehen wir vor einer neuen Ära in der Künstlichen Intelligenz – der Massenvernet­zung. Dazu ist auch die Bertha Benz Fahrt von Daimler zu zählen. Eine besondere Rolle nimmt dabei das Internet of Things ein. Das beschreibt die Ausweitung des Internets: Teilnehmer sind nicht mehr ausschließlich Menschen, sondern auch Dinge – wie etwa die Sensorik eines Autos, Klimadatenstationen, Prozessdatenrechner der Produktionstechnik und andere mit der Umwelt unmittelbar interagierende Systeme. Auf dieser Basis sind völlig neue Koopera­tionsformen technischer Systeme möglich – insbesondere im Bereich von Verkehr und Mobilität.“
Der Mercedes-Benz Future Truck 2025 gibt mit seinem „Highway Pilot“-System eine konsequente und realitätsnahe Antwort auf die aktuelle Entwicklung – er kommuniziert mit seiner Umgebung und fährt autonom. Connectivity und das Big Data Mangement in einer maßgeschneiderten Fahrzeug- und Dienstleistungslösung wird zu­künftig entscheidend für unsere Kunden sein. Connectivity ist der Schlüssel zur Steigerung der Effizienz.
Der Weg dorthin ist durch die heute bereits lieferbaren Assistenz- und Telematiksysteme vorbereitet. Abstandshalte-Assistent, Stop-and-Go-Assistent, Notbrems-Assistent „ Active Brake Assist 3“, Spurhalte-Assistent und dreidimensionale Karten für den voraus­schauenden Tempomaten Predictive Powertrain Control sind bereits vorhanden, ebenso wie die FleetBoard Telematikprodukte vom Fahr­zeugmanagement über das Transportmanagement bis hin zu App-Lösungen für Fahrer und Unternehmer. Daimler Trucks war bei der Entwicklung von all diesen Systemen durchweg Vorreiter. Deshalb liegt der nächste Schritt auf der Hand: Nun werden sie miteinander verknüpft und ergänzt, Kameras und Radarsensoren weiterent­wickelt und verbunden. Perfekt ergänzt wird dies durch die Kommu­nikation V2V und V2I und eine digitale Karte. So vernetzt sich der Truck der Zukunft mit allen Aspekten seiner Umgebung.
Teilautonomes Fahren findet im öffentlichen Straßenverkehr schon heute statt: Viele moderne Pkw parken auf Kommando selbstständig ein. Das Aussuchen der passenden Parklücke und das Lenken über­nimmt die Technik, der Fahrer muss nur noch Gas geben und bremsen, zum Beispiel beim Active Park Assist von Mercedes-Benz. Der Stau-Assistent hält den Anschluss bei Stop and Go. Die Akzep­tanz dieser intelligenten Systeme bestätigen uns heute bereits unsere Kunden – in dem sie unsere Assistenz-Systeme in hohem Umfang ordern.
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    2491657_07_Das_Verkehrssystem_von_morgen_ist_vernetzt_und_autonom_de.doc
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    2491658_07_The_transport_system_of_tomorrow_will_be_networked_and_autonomous_en.doc
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