Das Glossar: Die wichtigsten Fachbegriffe

3D-Drucker: gehören zur Gruppe der Digitalen Fabrikatoren. Dies sind Geräte, die materielle, dreidimensionale Gegenstände aus auf Computern generierten CAD-Daten erzeugen. Grundlegende Klassen dieses Maschinentyps sind subtraktive Fabrikatoren, die den gewünschten Gegenstand durch Abtragen bzw. Abtrennen von Material herstellen – wie Fräsen, Drehen, Schneiden, z. B. mit CNC-Maschinen – und additive Fabrikatoren, die den Gegenstand aus dem Grundwerkstoff aufbauen, insbesondere 3D-Drucker.
Arena 2036: “Active Research Environment for the Next Generation of Automobiles”. Forschungscampus in Stuttgart, bei dem Daimler mit Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft Zukunftsthemen zu Produktion und Leichtbau erforscht. Das Projekt geht bis ins Jahr 2036, in dem das Automobil seinen 150. Geburtstag feiert.
Augmented Reality (erweiterte Realität): computergestützte Erweiterung der Realitätswahrnehmung. Diese Information kann alle menschlichen Sinne ansprechen. Monteure können sich beispielsweise den nächsten Arbeitsschritt direkt in ihr Sichtfeld einblenden lassen.
Avatar: künstliche Person oder Grafikfigur, die einem Menschen in der virtuellen Welt, also im Internet, in Foren oder bei einem Computerspiel, zugeordnet wird. Der Begriff stammt aus dem Sanskrit. Dort bedeutet Avatāra „ Abstieg“ (in irdische Sphären).
Big Data: Die digitale Vernetzung liefert eine riesige Datenmenge. Mit intelligenter Verarbeitung lässt sich dieses Potenzial für weitere Produktivitäts- und Qualitätssteigerungen nutzen.
CAVE: Computer Aided Virtual Environment. Dreidimensionale, virtuelle Darstellung eines Autos in einer frühen Designphase auf mehreren Projektionsflächen und mit schnellen, für den Menschen unmerklichen Bildwechseln. Mit der Stereobrille wird für den Betrachter das Bild räumlich.
Digitaler Entwicklungsprozess: Bündelung aller Simulationsmethoden zur Entwicklung/Erprobung eines virtuellen Prototyps.
„Digitaler Schatten“/ „Digitaler Zwilling“: virtuelles Abbild der Fabrik in Echtzeit
Digitaler Prototyp: Das komplette Automobil und alle seine Teile werden mit Hilfe der Finite Elemente-Methode digital konstruiert und virtuell erzeugt.
Fahrerlose Transportsysteme (FTS) „sind innerbetriebliche, flurgebundene Fördersysteme mit automatisch gesteuerten Fahrzeugen, deren primäre Aufgabe der Materialtransport, nicht aber der Personentransport ist. Sie werden innerhalb und außerhalb von Gebäuden eingesetzt“, so die offizielle Definition des VDI (Verband Deutscher Ingenieure). FTS bestehen aus einem oder mehreren Fahrerlosen Transportfahrzeugen (FTF), einer Leitsteuerung, Einrichtungen zur Standortbestimmung und Lageerfassung, Einrichtungen zur Datenübertragung sowie Infrastruktur und periphere Einrichtungen.
„Fenceless Production“: wörtlich: „zaunlose Produktion“. Eine neue Form der kooperativen Zusammenarbeit zwischen Mensch und Roboter, die ohne Schutzzäune auskommt.
Gestensteuerung: die automatische Erkennung von durch Menschen ausgeführten Gesten mittels eines Computers. Jede Körperhaltung und Körperbewegung kann dabei prinzipiell eine Geste darstellen. Die größte Bedeutung hat jedoch die Erkennung von Hand- und Kopfgesten. Beispiele sind die Bedienung von Touchscreens oder das kamerabasierte Erkennen von Gesten.
„InCarRob“: Roboter, der im Fahrzeug sitzt und von dort aus arbeitet.
Industrie 4.0: die Digitalisierung der gesamten Wertschöpfungskette. Vierte Industrielle Revolution auf Basis der Verschmelzung von physikalischer und virtueller Welt zu so genannten „ Cyber-Physischen Systemen" (CPS)
Integra: unternehmensweiter Mercedes-Benz Standard in der Automatisierung
Jigless Welding: Schweißen ohne Spannvorrichtung. Komplexe Spanntechnik wird durch die Kooperation zweier Roboter abgelöst.
„Just in sequence“: sequenzgenaue Anlieferung der für die Fertigung benötigten Teile an das Montageband, d. h. die Teile werden exakt zu dem Zeitpunkt und in der Reihenfolge angeliefert, in der sie benötigt werden.
„Just in time“: wörtlich: „ gerade noch rechtzeitig“. Bedarfssynchrone, auf den Zeitablauf abgestimmte Produktion oder Beschaffung
Losgröße: Als Losgröße bezeichnet man im Rahmen der Industriebetriebslehre und der Produktionswirtschaft die Menge von Produkten eines Fertigungsauftrages im Falle einer Losfertigung, die die Stufen des Fertigungsprozesses als geschlossener Posten durchlaufen.
Mensch-Roboter-Kooperation (MRK): eine neue Form der kooperativen Zusammenarbeit zwischen Mensch und Roboter, die ohne Schutzzäune auskommt.
Power-Wall: eine riesige Projektionswand, auf der die Designer ihre Entwürfe aus verschiedenen Perspektiven betrachten und analysieren können.
Roboter: Abgeleitet vom tschechischen Wort „robota“ („Zwangsarbeit“) steht diese Bezeichnung für „ein programmierbares Mehrzweck-Handhabungsgerät für das Bewegen von Material, Werkstücken, Werkzeugen oder Spezialgeräten. Der frei programmierbare Bewegungsablauf macht ihn für verschiedenste Aufgaben einsetzbar“, so die Definition der Robotic Industries Association.
„Robot Farming“: wörtlich: „ Roboter-Landwirtschaft“. Industrielle Anwendung von MRK. Ein Mitarbeiter betreut mehrere Leichtbauroboter und setzt sie flexibel an verschiedenen Stationen ein oder arbeitet ohne Schutzzäune mit ihnen in einem Arbeitsbereich zusammen.
„Smart Factory“: Vision der voll vernetzten und äußerst flexiblen Fabrik der Zukunft
Smarte Logistik: Digitale Prozesskette von der Bestellung eines Automobils über die Beschaffung der Teile und die Produktion bis zur Auslieferung.
TecFabrik: Überbegriff für die Verzahnung der Bereiche Fahrzeugentwicklung und Produktion bei Mercedes-Benz. Hier finden die progressiven Ideen und Innovationen für eine effiziente Serienfertigung in höchster Qualität, die jeden Mercedes-Benz auszeichnen, ihren Weg von der Vision auf die Straße. Die TecFabrik ist dabei nicht nur Antreiber zukunftsorientierter Fertigungs­technologien, sondern entwickelt ganzheitliche Fabrik-Konzepte für die maßgeschneiderte Produktion von Mercedes-Benz Serienfahrzeugen weltweit.
6D-Maus: Element zur intuitiven Bedienung eines Roboters. Diese neuartige Mensch-Maschine-Schnittstelle reagiert je nach Druck- oder Zugrichtung mit einer Bewegung des Roboter-Werkzeugflansches in die verschiedenen Koordinatenrichtung x, y und z. Abhängig von der Kraft, mit der die 6D-Maus betätigt wird, fährt oder dreht sich der Roboter unterschiedlich schnell.
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