Autonomes Fahren: Daimler als Innovator

Die führende Rolle von Mercedes-Benz und Daimler bei Assistenz- und Telematiksystemen und dem Weg zum autonomen Fahren ist anerkannt. So wurde Daimler kürzlich als innovationsstärkster Konzern in den Kate­gorien „Fahrzeugkonzepte“ und „Sicherheits­systeme“ in einer Studie des Center of automotive Management und der Unternehmensbera­tung Pricewaterhouse Coopers ausge­zeichnet. Das Markt­forschungsunternehmen Frost & Sullivan sieht Daimler mit vorn bei der Entwicklung der Car-to-Car-Kommunikation. Die Forscher gehen im Rahmen ihrer Untersuchung davon aus, dass im Jahr 2030 bereits mehr als 40 Prozent aller Fahrzeuge mit Car-to-Car-Kommunikation ausgestattet sein werden – eine Voraussetzung für die Perfektionierung des autonomen Fahrens.
Aufgrund der spezifischen Bedingungen nimmt der Straßengüterver­kehr beim autonomen Fahren eine besondere Stellung ein. Die nahe­zu identische Geschwindigkeit von Lkw, der europaweite Fernver­kehr mit großen Distanzen, die lange im Fahrzeug verbrachte Zeit so­wie die mit dem Straßengüterverkehr verbundenen Tätigkeiten prä­destiniert den Lkw für die Einführung des autonomen Fahrens. Dies wird durch das stark strukturierte und kreuzungsfreie Verkehrsum­feld von Autobahnen und Fernstraßen mit klarer Definition der Ver­kehrsteilnehmer unterstützt.
Autonomes Fahren wird bei Mercedes-Benz Trucks nicht isoliert ent­wickelt und betrachtet. Die Daimler AG forscht und entwickelt an unterschiedlichen Stellen und aus unterschiedlichen Perspektiven am Thema. Zahlreiche Beispiele belegen die führende Rolle des Konzerns auf diesem Feld. Bekannt ist die Mercedes-Benz S-Klasse S 500 Intelligent Drive. Sie hat im vergangenen Jahr autonom die rund 100 km lange legendäre Bertha-Benz-Route von Mannheim nach Pforzheim mit einer Kombination von Überlandverkehr und Ortsdurchfahrten zurückgelegt. Ein zukunftsweisender Schritt 125 Jahre nach der ersten Fernfahrt mit einem Automobil.
Daimler hatte die Projektleitung bei simTD, einem Großversuch zum Thema Kommunikation V2V und V2I mit rund 120 Fahrzeugen im Großraum Frankfurt inne. Er wurde im vergangenen Jahr erfolgreich abgeschlossen.
Daimler arbeitet ebenfalls an der hochpräzisen Positionsbestimmung von Fahrzeugen. Bisher erreichen GPS-Daten eine Genauigkeit im Bereich von Dezimetern, was für sich betrachtet bereits faszinierend ist. Für exaktes autonomes Fahren ist jedoch eine Präzision im Zentimeterbereich notwendig, die in jeder Zehntelsekunde neu errechnet wird. Hinzu kommt die fortlaufende Aktualisierung der notwendigen dreidimensionalen Karten. Daran können sich die Fahrzeuge über V2I-Kommunikation selbst beteiligen, indem auch die kleinste Änderung der Strecke sofort weitergemeldet wird.
Bei der Entwicklung des Future Truck 2025 mit dem System „Highway Pilot“ tauschen sich die Ingenieure von Mercedes-Benz Trucks fortlaufend mit ihren Pkw-Kollegen aus. Man arbeitet Hand in Hand und ist in den gleichen Gremien aktiv. Ohnehin sind die Sys­teme und Plattformen für die Kommunikation und Sensorik einheit­lich. Die Entwickler gehen jedoch aufgrund der unterschiedlichen Anforderungen von Pkw- und Straßengüterverkehr gegebenenfalls eigene und branchenspezifische Wege.
2491694_27_Autonomes_Fahren_Daimler_als_Innovator_de.doc
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2491696_27_Autonomous_driving_Daimler_as_an_innovator_en.doc
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