125 Jahre Motorsport von Mercedes-Benz – Newsletter Ausgabe 8

20.
November 2019
Stuttgart
  • Stars hinter dem Stern: Mercedes-Benz Rennfahrer in 125 Jahren Motorsportgeschichte
  • Jubiläen erinnern 2019 an strahlende Siege und legendäre Meisterschaften
  • Sternstunde: sechste Formel-1-Doppelmeisterschaft von Mercedes-AMG in Folge
  • Am 15. Oktober 2019 verstorben: Rallyefahrer Andrew Cowan

Stuttgart. Lewis Hamilton, Mika Häkkinen, Juan Manuel Fangio, Rudolf Caracciola und viele andere mehr: Mercedes-Benz Rennfahrer werden in der Geschichte des Rennsports von den Fans als Helden gefeiert. Ihre Siege reichen vom erneuten Double in der Formel-1-Weltmeisterschaft 2019 zurück bis zur Geburt des Motorsports vor 125 Jahren. Höhepunkte sind dabei der Grand-Prix-Marathon vor 105 Jahren ebenso wie Langstreckenklassiker auf der Rundstrecke und anspruchsvolle Rallyes. Zu den erfolgreichen Rallyefahrern der Marke gehörte auch der am 15. Oktober 2019 im Alter von 82 Jahren verstorbene Schotte Andrew Cowan.

Auf der Zielgeraden: Der sechste Doppeltitel in der Formel 1 ist den Silberpfeilen von Mercedes-AMG Petronas bereits sicher. In der Konstrukteursmeisterschaft ist das Team schon seit dem Großen Preis von Japan am 13. Oktober 2019 uneinholbar. Der fünffache Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton ergänzt perfekt, indem er im drittletzten Saisonrennen, dem Großen Preis der USA am 3. November 2019, seinen sechsten Titel holt und sich damit ebenfalls uneinholbar an die Spitze der Fahrerwertung setzt. Valtteri Bottas setzt sich beim gleichen Rennen mit seinem Sieg ebenfalls uneinholbar auf den zweiten Platz der Fahrerwertung 2019. Hamilton wird 2008 erstmals auf McLaren-Mercedes Weltmeister. Mit dem 2010 gegründeten Werksteam Mercedes-AMG Petronas holt er 2014 und 2015 sowie 2017 und 2018 die Meisterschaft.

Neustart in der Königsklasse: Vor 20 Jahren gewinnt Mika Häkkinen auf McLaren-Mercedes MP4/14 die Formel-1-Weltmeisterschaft 1999. Es ist sein zweiter Titel in Folge nach 1998. Das Meisterschaftsfahrzeug aus diesem Jahr, den McLaren-Mercedes MP4/13, zeigt das Mercedes-Benz Museum in seiner Dauerausstellung im Mythosraum 7: Silberpfeile – Rennen und Rekorde. Häkkinens Titel gehören zu den frühen Höhepunkten der Rückkehr der Stuttgarter Marke in die Königsklasse des Motorsports ab 1994. Die neuen Silberpfeile knüpfen an die großen Erfolge von Mercedes-Benz in den 1950er-Jahren an: Vor 65 Jahren gewinnt Juan Manuel Fangio 1954 den Großen Preis von Frankreich in Reims, das Premierenrennen des neuen Formel-1-Rennwagens W 196 R. Fangio wird auf W 196 R sowohl 1954 als auch 1955 Formel-1-Weltmeister.

Tiefe Wurzeln: Die Tradition der großen Siege und Meisterschaften im Grand-Prix-Sport reicht mehr als 100 Jahre weit in die Geschichte des Motorsports hinein. Ein überragender Erfolg ist der von Christian Lautenschlager angeführte Dreifachsieg von Mercedes beim Grand Prix von Frankreich 1914. In dieser Epoche überwindet auch Victor Hémery vor 110 Jahren bei den Rekordfahrten 1909 in Brooklands (England) mit dem Benz 200 PS Rekordwagen die magische Grenze von 200 km/h – erstmals auf einem Automobil mit Verbrennungsmotor. Und Christian Werner gewinnt vor 95 Jahren die Targa Florio 1924 mit dem Mercedes Zwei-Liter-Rennwagen.

Kompressor-Triumphe: Der Sieg von Rudolf Caracciola vor 90 Jahren in der International Tourist Trophy 1929 bei Belfast (Nordirland) auf Mercedes-Benz SS (W 06) gehört zu den Triumphen der Mercedes-Benz Kompressor-Tourensportwagen der späten 1920er- und frühen 1930er-Jahre. Mit dem weiterentwickelten SSKL gewinnt Caracciola auch als erster nicht aus Italien stammender Fahrer die Mille Miglia 1931. Und Manfred von Brauchitsch siegt mit einem wegweisenden, aerodynamisch verkleideten SSKL im Avus-Rennen 1932. Mercedes-Benz Classic hat mit der authentischen Rekonstruktion dieses Fahrzeugs 2019 begeistert – passend zum Jubiläum 125 Jahre Motorsport.

Silber holt Gold: Mit dem Sieg Manfred von Brauchitschs beim Internationalen Eifelrennen 1934 auf dem Nürburgring im neuen Grand-Prix-Rennwagen Mercedes-Benz W 25 beginnt vor 85 Jahren die Epoche der Mercedes-Benz Silberpfeile. Zu den berühmten Rennfahrern der Stuttgarter Marke in dieser Zeit gehören auch Hermann Lang und Richard Seaman. Der Star ist Rudolf Caracciola. Er wird 1935, 1937 und 1938 Grand-Prix-Europameister. Ein Highlight der ersten Silberpfeil-Ära ist der Sieg von Hermann Lang im Großen Preis von Tripolis 1939 vor 80 Jahren mit dem eigens für dieses Rennen konstruierten 1,5-Liter-Rennwagen Mercedes-Benz W 165.

Erfolg auf allen Terrains: Nachdem sich Mercedes-Benz 1955 auf der Höhe des Erfolgs aus dem Rennsport zurückzieht, rücken Rallyes in den Fokus. Unter anderem gewinnt der ehemalige Formel-1-Rennfahrer Karl Kling vor 60 Jahren die Afrika-Rallye Méditerranée–Le Cap 1959 auf Mercedes-Benz 190 D. Zu den Rallyestars der Marke mit dem Stern gehört Eugen Böhringer, Rallye-Europameister von 1962. Er gewinnt vor 55 Jahren mit Klaus Kaiser den Großen Straßenpreis von Argentinien 1964 und führt in diesem Rennen den Dreifachsieg von Mercedes-Benz an. Im gleichen Jahr holt Rallyefahrerin Ewy Rosqvist mit Eva-Maria Falk den Klassensieg in der Rallye Monte Carlo 1964.

Abschied von Andrew Cowan: Mercedes-Benz Classic erinnert an den schottischen Rallyefahrer Andrew Cowan, der am 15. Oktober 2019 im Alter von 82 Jahren verstorben ist. Seinen letzten Erfolg für die Stuttgarter Marke erzielt Cowan vor 40 Jahren mit dem dritten Platz in der 11. Bandama Rallye (Elfenbeinküste, Afrika) im Dezember 1979 im Mercedes-Benz 450 SLC 5.0 (C 107) zusammen mit Klaus Kaiser. Bereits 1977 siegt Cowan gemeinsam mit Colin Malkin und Mike Broad im Rallyemarathon London–Sydney auf Mercedes-Benz 280 E (W 123). 1978 gewinnt er die Südamerika-Rallye „Vuelta a la América del Sur“ mit Colin Malkin im Mercedes-Benz 450 SLC.

Wieder auf die Rundstrecke: Vor 30 Jahren gewinnt Jochen Mass auf Sauber-Mercedes C 9 die 24 Stunden von Le Mans 1989 zusammen mit Manuel Reuter und Stanley Dickens. Das ist ein Höhepunkt des Engagements von Mercedes-Benz in der Gruppe C. In dieser Rennserie kehrt die Marke als strategischer Partner und Motorenlieferant ab 1985 auf die Rundstrecke zurück. Besonders groß sind die Erfolge in der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft (DTM). Hier wird vor 25 Jahren Klaus Ludwig DTM-Meister 1994. Es ist sein zweiter Meistertitel auf Mercedes-Benz nach 1992.

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Großer Preis von Tripolis, 7. Mai 1939. Hermann Lang siegt mit dem Mercedes-Benz 1,5-Liter-Rennwagen W 165.
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Start zum Internationalen Eifelrennen auf dem Nürburgring, 3. Juni 1934. Manfred von Brauchitsch gewinnt das Rennen mit einem Mercedes-Benz 750-Kilogramm-Rennwagen W 25, der zum ersten Mal zum Renneinsatz kommt.
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Großer Preis von Frankreich in Reims, 4. Juli 1954. Der spätere Sieger und Formel-1-Weltmeister 1954, Juan Manuel Fangio, auf Mercedes-Benz Formel-1-Rennwagen W 196 R mit Stromlinienkarosserie, Startnummer 18.
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Mit dem Benz 200 PS Rekordwagen fährt Victor Hémery 1909 in Brooklands (England) erstmals schneller als 200 km/h mit einem Automobil mit Verbrennungsmotor. Später wird das Fahrzeug in Nordamerika als „Blitzen Benz“ bekannt.
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Andrew Cowan, Sieger des Rallyemarathon London–Sydney 1977 am Mercedes-Benz 280 E (W 123).
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Großer Preis von Frankreich bei Lyon, 4. Juli 1914. Im Bild der spätere Sieger Christian Lautenschlager mit Beifahrer Hans Rieger. Lautenschlager führt den Dreifachsieg der Daimler-Motoren-Gesellschaft auf den neuen Mercedes Grand-Prix-Rennwagen vor Louis Wagner und Otto Salzer an.
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24-Stunden-Rennen von Le Mans 1989, das Mercedes-Benz mit einem Doppelsieg beendet. Boxenstopp des Sauber-Mercedes C 9 von Jochen Mass, Manuel Reuter und Stanley Dickens.
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Rudolf Caracciola (2. von links) gewinnt die International Tourist Trophy auf dem Ards-Rundkurs bei Belfast am 17. August 1929 mit Mercedes-Benz Typ SS. Die weiteren Mercedes-Benz Rennfahrer von links: Thomas Thistlethwayte, Otto Merz und Eugen Salzer (Beifahrer von Otto Merz).
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Der amtierende Formel-1-Champion Mika Häkkinen holt in der Saison 1999 erneut die Meisterschaft auf McLaren-Mercedes MP4/14.
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Karl Kling (rechts) und Rainer Günzler (links) erzielen den Gesamtsieg der strapaziösen Afrika-Rallye Méditerranée–Le Cap 1959 mit Mercedes-Benz 190 D (W 121).
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Siegerehrung von Klaus Ludwig, dem späteren DTM-Meister 1994, beim Eifelrennen auf dem Nürburgring am 8. Mai 1994.
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Lewis Hamilton im Großen Preis der USA am 3. November 2019. Im drittletzten Rennen der Formel-1-Saison 2019 macht der britische Rennfahrer seinen sechsten Weltmeistertitel vorzeitig perfekt.
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Sechster Formel-1-Weltmeistertitel für Lewis Hamilton: Im Großen Preis der USA am 3. November 2019 macht der britische Rennfahrer den Triumph vorzeitig perfekt.
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Andrew Cowan und Klaus Kaiser (Startnummer 10) belegen mit einem Mercedes-Benz Typ 450 SLC 5.0 den dritten Platz im Gesamtergebnis der 11. Bandama Rallye, Côte dʼIvoire, im Dezember 1979.
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Christian Werner, Rennfahrer der Daimler-Motoren-Gesellschaft und später bei Daimler-Benz. Er gewinnt die Targa Florio 1924 mit Beifahrer Karl Sailer.
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Eugen Böhringer und Klaus Kaiser gewinnen auf Mercedes-Benz 300 SE (W 112) den Großen Straßenpreis für Tourenwagen von Argentinien 1964 und führen einen Dreifachsieg für die Stuttgarter Marke an.
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Der fünffache Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton bei der Mercedes-Benz Classic Insight „125 Years of Motorsport“, 4. und 5. April 2019 in Silverstone, England, in einem 300 SL „Gullwing“.
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