EvoBus in Neu-Ulm: Spitze im Energiesparen

EvoBus in Neu-Ulm: Spitze im Energiesparen
06.
März 2009
Neu-Ulm
  • Neue Photovoltaikanlage auf Dach der Montagehalle offiziell eingeweiht
  • Energiesparprojekt „E+“ sorgt für deutlich weniger CO2-Emissionen und geringere Kosten
  • Hohe Investitionen in umweltschonende Produktionsverfahren
Neu-Ulm – Im Neu-Ulmer Omnibuswerk der EvoBus GmbH steht Umweltschutz hoch im Kurs. Seit Jahren gibt es dort zahlreiche Projekte mit dem Ziel, umweltverträgliche Produkte zu entwickeln und diese umweltschonend herzustellen. Diese Anstrengungen nützen nicht nur der Umwelt, sondern verringern auch die Kosten: Das Werk Neu-Ulm hat die geringsten Energiekosten pro Quadratmeter aller Daimler-Nutzfahrzeugwerke in Deutschland und ist damit Benchmark im Konzern.
Der neueste Beitrag zum Thema Umweltschutz ist die heute offiziell eingeweihte 18.000 Quadratmeter große Photovoltaikanlage auf dem Dach der Montagehalle. Die Anlage ist ein Gemeinschaftsprojekt der Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm GmbH, Phoenix Solar AG und EvoBus GmbH und damit ein herausragendes Beispiel für die übergreifende Zusammenarbeit von öffentlicher Hand und Industrie. Gleichzeitig ist die neue Photovoltaikanlage in Neu-Ulm die größte, die auf Flächen des Daimler-Konzerns aufgebaut wurde. Eine Spitzenleistung von 2,3 Megawatt (entspricht 2.300 Kilowatt) Strom kann die Anlage erzeugen, wodurch rund 650 Haushalte für ein Jahr versorgt werden können. Dies spart im Vergleich zu einem modernen Kohlekraftwerk rund 2.000 Tonnen CO2 pro Jahr.
Die Liste der ,grünen’ Initiativen im Neu-Ulmer EvoBus Werk ist lang. Seit drei Jahren läuft dort zum Beispiel das Projekt „E+“ mit dem Ziel, die Energieeffizienz deutlich zu erhöhen, Kosten zu sparen und die Umwelt zu entlasten. Die neue Photovoltaik-Anlage ist ein wichtiger Meilenstein beim Energiesparen, allerdings setzt „E+“ nicht nur auf Sonnenstrom. Vielmehr wird in allen Bereichen an der Effizienz-Schraube gedreht. So konnte zum Beispiel seit dem Jahr 2006 der Erdgasverbrauch für Heizungsanlagen um knapp 25 Prozent gesenkt werden. Wo früher mächtige Lüftungsanlagen mit großem Energieaufwand warme Luft in die Werkshallen wirbelten, sind heute hoch über den Köpfen der Mitarbeiter Heizkörper in Form so genannter Deckenstrahlplatten montiert. Diese Platten strahlen ihre Wärme nach unten ab. „In unseren Fabrikhallen hat man auch im Winter das Gefühl, als scheine die Sonne“, sagt Horst Uhl, Leiter der Werksinfrastruktur bei EvoBus. Gleichzeitig spart diese Neuerung über 2.200 Tonnen CO2 pro Jahr ein.
Viele Ideen aus der Belegschaft
Das besondere an dem Projekt „E+“ ist, dass sich jeder Mitarbeiter einbringen und mit eigenen Ideen zum Energiesparen beitragen kann. Durch immer wieder durchgeführte interne Ideenwettbewerbe kamen bereits viele kleine Verbesserungen zusammen, die in ihrer Gesamtheit auch ein großes Sparpotenzial entfalten.

„Wir fördern bei EvoBus umweltgerechtes Verhalten durch Information, Schulung und Weiterbildung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, sagt Wolfgang Hänle, Geschäftsführer der EvoBus Produktion und verantwortlich für das Neu-Ulmer Werk. „Wir übertragen Verantwortung auf unsere Mitarbeiter, informieren sie über Regelungen im Umweltschutz und belohnen gute Ideen und besondere Leistungen“, so Wolfgang Hänle weiter.
Knapp 70 Mio. Euro hat EvoBus in den letzten beiden Jahren am Standort Neu-Ulm investiert und stets darauf geachtet, dass neue und umweltschonende Technologien zum Einsatz kommen. So sorgt die seit Bestehen weltweit modernste Lackieranlage für Omnibusse dafür, dass sich der Lackverbrauch um über 40 Prozent, Emissionen durch Lösemittel oder Staub sogar um rund 50 Prozent verringert haben. Gleichzeitig sind dank verbesserter Trocknungsprozesse, Energiesparmotoren und Wärmerückgewinnung die Energie- und Heizkosten gesunken.
Auch bei dem im Februar 2008 neu eröffneten Ersatzteil-Logistik Center in Schwaighofen setzte das Unternehmen auf ökologische Bauweise. Im neuen Verwaltungsgebäude sind Energieeffizienz und erneuerbare Energiequellen geschickt verknüpft. So können 80 Prozent der Energie für das Beheizen oder Kühlen des Gebäudes kostenlos aus der Umwelt bezogen werden: Eine Wärmepumpe nutzt dazu das Grundwasser als Energiequelle.

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