Neuer Brennstoffzellenbus tritt nächstes Jahr seinen Dienst im Hamburg an

Neuer Brennstoffzellenbus tritt nächstes Jahr seinen Dienst im Hamburg an
16.
November 2009
Stuttgart/Hamburg
  • Neue Generation mit rund 50 Prozent weniger Kraftstoffverbrauch
  • 10 neue Brennsstoffzellenbusse für die Hamburger Hochbahn
Stuttgart / Hamburg, 16. November 2009 Der neue Mercedes-Benz Citaro FuelCELL-Hybrid hatte heute den ersten Auftritt an seinem künftigen Einsatzort Hamburg. Der Brennstoffzellen-Hybridbus der neuesten Generation zeichnet sich durch umfassende Umweltverträglichkeit aus: Er fährt ohne Schadstoffemissionen und nahezu geräuschlos. Damit eignet sich der Citaro FuelCELL-Hybrid bestens für Einsätze in hoch belasteten Innenstädten und Metropolen. Von etwa 30 Fahrzeugen, die Daimler Buses für europäische Verkehrsbetriebe aufbauen wird, gehen ab dem nächsten Jahr allein zehn an die Hamburger Hochbahn AG. Zusätzlich erhält die Verkehrgesellschaft der Hansestadt ab 2010 20 Mercedes-Benz B-Klasse F-CELL, die ebenfalls mit Brennstoffzellenantrieb ausgerüstet sind.
Mit dem Citaro FuelCELL-Hybrid beteiligt sich Daimler an einem großflächigen Flottentest, für den neben Hamburg auch weitere europäische Städte vorgesehen sind. Damit knüpft das Unternehmen an die erfolgreichen CUTE- und HyFLEET:CUTE Projekte der Europäischen Union an, die von 2003 bis 2009 durchgeführt wurden. Im Projekt HyFLEET:CUTE haben sich insgesamt 36 Mercedes-Benz Citaro mit Brennstoffzellenantrieb der zweiten Generation bis heute in zwölf Verkehrsbetrieben auf drei Kontinenten bestens bewährt, unter anderem auch bei der Hamburger Hochbahn AG. Mit mehr als 140.000 Betriebsstunden und über 2,2 Millionen Kilometern Laufleistung haben Mercedes-Benz Busse die Praxistauglichkeit des umweltverträglichen Brennstoffzellenantriebs nachgewiesen.
Synergien zwischen Pkw- und Nfz-Bereich sinnvoll genutzt
„Der neue Citaro FuelCELL-Hybrid ist ein eindrucksvoller Beweis dafür, dass Elektromobilität auch bei Nutzfahrzeugen heute schon machbar ist“, so Hartmut Schick, Leiter Daimler Buses. „Zudem lassen sich gerade beim Brennstoffzellenantrieb die Synergiepotentiale mit unserer Mercedes-Benz Pkw-Entwicklung und der Daimler-Forschung optimal nutzen.“
Beim Citaro FuelCELL-Hybrid und der B-Klasse F-CELL setzt Mercedes-Benz erfolgreich auf den wirtschaftlichen Einsatz von Gleichteilen. So lassen sich Komponenten, wie zum Beispiel Brennstoffzellenstacks, einheitlich für Pkw und Nutzfahrzeuge verwenden: Der neue Citaro FuelCELL-Hybrid Brennstoffzellenbus fährt beispielsweise mit zwei Brennstoffzellen-Systemen desselben Typs, der auch in einer B-Klasse F-CELL zum Einsatz kommt. Dank verbesserter Brennstoffzellenkomponenten und einer Hybridisierung mit Lithium-Ionen-Batterien spart der Citaro FuelCELL-Hybrid im Vergleich zur Vorgängergeneration fast 50 Prozent Wasserstoff. Die Reichweite des Brennstoffzellenbusses beträgt rund 250 Kilometer. Zudem ist das Antriebssystem mit Brennstoffzelle nahezu wartungsfrei und sehr langlebig.
Die globale Initiative „Shaping Future Transportation“ bündelt alle Aktivitäten für eine nachhaltige Mobilität im Geschäftsfeld Nutzfahrzeuge der Daimler AG. Ziel dieser Initiative ist es, mit effizienten und sauberen Antriebssystemen sowie alternativen Kraftstoffen das emissionsfreie Nutzfahrzeug von morgen Wirklichkeit werden zu lassen. „Shaping Future Transportation“ beinhaltet, Ressourcen zu schonen, Emissionen aller Art zu reduzieren und gleichzeitig höchstmögliche Verkehrssicherheit zu gewährleisten. Dabei spielt der mit Unterstützung der Europäischen Union entwickelte Citaro FuelCELL-Hybrid eine wichtige Rolle.
Prof. Herbert Kohler, Leiter E-Drive & Future Mobility bei der Daimler AG: „Durch unsere seit 1994 betriebene intensive Forschung und Entwicklung haben wir die Brennstoffzelle zur Serienreife gebracht. Dies ermöglicht es uns, zwei alltagstaugliche Elektrofahrzeuge mit Batterie- und Brennstoffzellenantrieb in Kundenhand zu geben – den smart fortwo electric drive und die B-Klasse F-CELL.“ Jetzt, so Kohler weiter, gehe es vor allem darum, ein im Vergleich zu konventionell angetriebenen Fahrzeugen wettbewerbsfähiges Kostenniveau zu erreichen und in Kooperation mit Energieversorgern und der Mineralölindustrie eine flächendeckende Infrastruktur mit Strom- und Wasserstoff-Tankstellen zu schaffen.
Großprojekt zum Einsatz von Brennstoffzellenfahrzeugen
Beim Großprojekt in Hamburg für den Einsatz von Brennstoffzellen kooperiert Daimler mit der Stadtverwaltung sowie den Unternehmen Shell, Total und Vattenfall Europe. Ziel ist der verstärkte Aufbau einer emissionsfreien Fahrzeugflotte und der Aufbau der entsprechenden Infrastruktur mit Wasserstoff-Tankstellen. Das Projekt ist Teil der Clean Energy Partnership in Hamburg und Berlin. Es soll im Rahmen des Nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NIP) von der Bundesregierung gefördert werden.
Im Rahmen der Kooperation sollen vier öffentliche Tankstellen mit Wasserstoffsäulen in Hamburg aufgebaut werden. An diesen Tankstellen können Brennstoffzellen-Fahrzeuge in wenigen Minuten betankt werden. Aufgrund des hohen Wasserstoffdrucks von 700 bar können sie dann mehr als 400 Kilometer fahren. Der große Aktionsradius macht lokal emissionsfreie Brennstoffzellenfahrzeuge voll langstreckentauglich.

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Von links nach rechts: Dr. Christian Mohrdieck, Leitung Antriebstechnik für Brennstoffzellen- und  Batterietechnologie, Daimler AG;  Günther Elste, Vorstandsvorsitzender, Hamburger Hochbahn AG; und  Richard Averbeck, Leitung Entwicklung Daimler Buses, Daimler AG; vor dem Mercedes-Benz Citaro FuelCELL-Hybrid.
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Mercedes-Benz Citaro FuelCELL-Hybrid im Fahrbetrieb.
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Mercedes-Benz Citaro FuelCELL-Hybrid im Hamburger Hafen.
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