Aktive und Passive Sicherheit: Neueste Mercedes-Spitzentechnik serienmäßig

02.05.2006
Stuttgart
  • Adaptives Bremslicht: Blinkzeichen bei Notbremsungen
  • PRE-SAFE®: Vorsorglicher Insassenschutz serienmäßig
  • NECK-PRO: Geringeres Verletzungsrisiko durch crashaktive Kopfstützen
Unfälle zu vermeiden, so lautet das oberste Ziel der Mercedes-Sicherheitsentwicklung. Ihm sind die Sindelfinger Ingenieure in den letzten Jahren durch Erfindungen wie Brems-Assistent oder Elektronisches Stabilitäts-Programm bereits ein großes Stück näher gekommen. Die CLS-Klasse ist serienmäßig mit diesen Systemen ausgestattet und bietet ab Mitte 2006 eine weitere Innovation, mit deren Hilfe Mercedes-Benz die hohe Zahl der Auffahrunfälle verringern will: das adaptive Bremslicht.
Untersuchungen der Mercedes-Fachleute zeigen, dass sich die Bremsreaktionen der Autofahrer im Durchschnitt um bis zu 0,2 Sekunden verkürzen, wenn sie in Notbremssituationen statt des herkömmlichen Bremslichts durch ein rot blinkendes Signal gewarnt werden. Der Anhalteweg verkürzt sich dadurch bei einer Geschwindigkeit von 80 km/h um rund 4,40 Meter, bei 100 km/h sogar um rund 5,50 Meter. Damit sind blinkende Bremsleuchten eine wirksame Maßnahme, um Auffahrunfälle zu vermeiden. Das Autofahren wird durch diese Technik also auch für diejenigen sicherer, die keinen Mercedes-Benz fahren.
Darüber hinaus wird die umfangreiche, serienmäßige Sicherheitsausstattung der CLS-Klasse ab Sommer 2006 um eine weitere Mercedes-Erfindung reicher, die es weltweit nur bei der Stuttgarter Automobilmarke gibt: den vorsorglichen Insassenschutz PRE-SAFE®. Damit entspricht das viertürige Coupé dem ganzheitlichen Mercedes-Sicherheitskonzept, das auf Basis der Unfallforschung alle Phasen der Pkw-Sicherheit berücksichtigt. Ein Schwerpunkt dieser Maßnahmen ist die Synergie von Aktiver und Passiver Sicherheit, also die Vernetzung von Systemen zur Unfallvermeidung mit dem Insassenschutz.
PRE-SAFE® ist ein neuartiges Schutzkonzept, das auf dem Prinzip der Prävention gründet: Das serienmäßige System ist mit modernen Fahrsicherheitssystemen wie ESP® und Bremsassistent verknüpft und kann mithilfe ihrer Sensoren kritische Fahrmanöver bereits im Ansatz erkennen. Dann aktiviert PRE-SAFE® vorsorglich Maßnahmen, um Insassen und Auto auf einen drohenden Unfall vorzubereiten. Die Mercedes-Erfindung nutzt also bereits die Zeit zwischen dem Erkennen einer unfallträchtigen Situation und einer möglichen Karambolage für den Insassenschutz. Wird der Unfall im letzten Augenblick verhindert, kann die CLS-Klasse sofort weiterfahren: Alle PRE-SAFE®-Maßnahmen sind reversibel und können problemlos wieder in ihre Ausgangspositionen zurückgestellt werden. Das System ist danach wieder einsatzbereit.
Bei der Konzeption des präventiven Insassenschutzes unterschieden die Mercedes-Ingenieure zwischen kritischen Fahrmanövern bei hoher Quer- oder extremer Längsdynamik. Dementsprechend werden je nach Situation genau differenzierte Präventivmaßnahmen aktiviert - stets mit dem Ziel, dass bewährte Sicherheitssysteme wie Gurt oder Airbag beim Aufprall bestmöglichen Schutz bieten können:
  • Bei Not- oder Panikbremsungen mit dem Bremsassistenten strafft PRE-SAFE® vorsorglich die Gurte, um Fahrer und Beifahrer bestmöglich in ihren Sitzen zu fixieren, den Abstand zur Instrumententafel zu vergrößern und beim Unfall die Vorwärtsbewegung der Frontpassagiere zu verringern. Für diese wichtige PRE-SAFE®-Funktion sind die vorderen Gurtstraffer der CLS-Klasse mit starken Elektromotoren ausgestattet, die innerhalb von Millisekunden ansprechen und die Gurtlose reduzieren.
Zusätzlich beginnt PRE-SAFE® bei einer Not- oder Panikbremsung damit, einen ungünstig eingestellten Beifahrersitz vorsorglich in bessere Positionen zu fahren - vorausgesetzt, der elektrisch einstellbare Beifahrersitz und Memory-Funktion ist an Bord. Dabei korrigiert das System sowohl die Lehnen- und Sitzkissenneigung als auch die Längseinstellung des Sitzes. So bringt das System den Beifahrer in eine Sitzposition, die für die Wirksamkeit des Airbags vorteilhafter ist und eine gute Rückhaltewirkung durch den Schultergurt ermöglicht. Zudem verringert sich das Risiko, beim Unfall unter dem Gurtband nach vorne zu rutschen und sich dabei zu verletzen.
  • Bei Schleudergefahr durch starkes Über- oder Untersteuern aktiviert PRE-SAFE® weitere Schutzfunktionen: Vorsorglich beginnen sich in solchen Fahrsituationen die Seitenscheiben und das Schiebedach zu schließen. Geschlossene Seitenscheiben können die Windowbags besser abstützen, die sich beim Seitenaufprall oder beim Überschlag entfalten. Zudem verringert sich durch diese Vorsorgemaßnahme das Risiko, dass die Insassen beim Crash herausgeschleudert werden oder dass Gegenstände in den Innenraum eindringen.
Das Schiebedach ist mit PRE-SAFE® vernetzt, weil Unfallforscher bei der Analyse von Überschlagunfällen häufig feststellen, dass Auto-Insassen durch das geöffnete Dach aus dem Fahrzeug geschleudert werden. Zudem reduziert sich durch die vorsorgliche Schließung des Schiebedachs die Gefahr, dass Gegenstände von außen in den Innenraum stoßen.
Wie wichtig und wirksam der präventive Insassenschutz ist, zeigen Untersuchungen der Mercedes-Ingenieure bei Crashversuchen. Beispiel Gurtstraffung: Weil Fahrer und Beifahrer durch diese vorsorgliche Maßnahme bestmöglich in ihren Sitzen fixiert sind und sich beim Aufprall nicht so weit nach vorne bewegen, verringern sich die Belastungen für Kopf und Nacken. Der Kopf wurde bei diesen Tests um rund 30 Prozent weniger belastet und im Nacken haben die Sindelfinger Fachleute eine rund 20 Prozent geringere Insassenbelastung festgestellt.
NECK-PRO: Sensorgesteuerte Kopfstützen in der Serienausstattung
NECK-PRO-Kopfstützen perfektionieren die Insassensicherheit an Bord der CLS-Klasse. Denn NECK-PRO ist eine wirksame Maßnahme, um beim Heckaufprall das Risiko eines Schleudertraumas zu verringern.
Die crashaktive Kopfstütze, die es in dieser perfekten Ausführung nur bei Mercedes-Benz gibt, wird durch Sensoren aktiviert. Haben die Messfühler eine solche Kollision mit definierter Aufprallschwere erkannt, geben sie vorgespannte Federn im Inneren der Kopfstützen frei, mit deren Hilfe die Polsterflächen der Kopfstützen sekundenschnell um rund 40 Millimeter nach vorn und um 30 Millimeter nach oben geschoben werden. So können sie die Köpfe der Frontpassagiere frühzeitig abstützen und die aufprallbedingte Überbiegung der Halswirbelsäulen verhindern.
Nach einer NECK-PRO-Auslösung lassen sich die Kopfstützen manuell in ihre Ausgangspositionen zurückstellen und sind danach sofort wieder einsatzbereit.
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