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Der neue EQS: die Passive Sicherheit

24.07.2021
Stuttgart

Die Prinzipien der Integralen Sicherheit, insbesondere der Unfallsicherheit, gelten unabhängig von der Plattform. Wie alle anderen Mercedes-Benz verfügt der EQS darum über eine gestaltfeste Fahrgastzelle, spezielle Deformationszonen und moderne Rückhaltesysteme. PRE-SAFE® ist serienmäßig.

Dass der EQS auf einer reinen Elektroarchitektur steht, eröffnete auch bei seinem Sicherheitskonzept neue Gestaltungsmöglichkeiten. So konnte der Bauraum für die Batterie günstig in einem crashgeschützten Bereich im Unterboden gewählt werden (Details zur Batteriesicherheit siehe eigenes Kapitel). Und weil kein großer Motorblock an Bord ist, ließ sich das Verhalten beim Frontalcrash noch besser modellieren. Neben den Standard-Crashtests wurden im Technologiezentrum Fahrzeugsicherheit (TFS) zusätzliche Lastfälle abgesichert und umfangreiche Komponententests durchgeführt. Intern trägt die neue Karosseriestruktur die Bezeichnung „Flat-Floor-Konzept“.

Sicherheitsstruktur: ausgelegt für viele Eventualitäten
Die Karosserie des EQS ist zu großen Teilen aus Aluminium gefertigt. Neben der Außenhaut sind auch die Längsträger in diesem Material ausgeführt. Im Hauptboden kommen zusätzlich Verstärkungen aus hochfestem Stahl zum Einsatz. In der Rohbaustruktur sind pressgehärtete Stahlverstärkungen intelligent integriert und mit hochfesten, warmumgeformten Stahlbauteilen kombiniert. So werden die strengen Mercedes Crashanforde­rungen erreicht.

Frontalaufprall
Damit der Vorbau des EQS die Energie möglichst gleichmäßig aufnimmt, verbindet ein großflächiger Querträger die zwei Längsträger miteinander. Die Querverbindung dient wie bei jedem Mercedes-Benz nicht nur dem Eigenschutz, sondern ist ein wichtiger Baustein für den Partnerschutz. An den Querträgern schließen sich deformierbare Crashboxen an, wodurch die Reparaturfreundlichkeit bei Bagatellschäden erhöht wird.

Bei einem schweren Frontalaufprall nehmen zwei Aluminium-Längsträger aus Strangpressprofilen die Hauptenergie auf. Unterstützend wirken ein oberer Lastpfad am Dämpferbein und ein unterer Lastpfad entlang des Integralträgers. Der Integralträger aus Stahl nimmt nicht nur die eATS- und die Achskomponenten auf, sondern hat auch diese wichtige Funktion beim Crash. Bei stärkeren Verformungen bilden die Räder einen weiteren Lastpfad, indem sie sich nach hinten verschieben und am Schweller bzw. der Seitenwand abstützen. Geometrie und Festigkeit der Schweller wurden dafür entsprechend ausgelegt. Zwischen dem Integralträger und dem Batteriegehäuse schützen wabenförmige Elemente die Batterie. Das Batteriegehäuse selbst ist sehr steif ausgeführt und lässt vergleichsweise wenig Deformation zu, damit die innenliegenden Zellen nicht beschädigt werden. Im vorderen Bereich des Unterbodens wurden für den Lastfall mit geringer Überdeckung außerdem verstärkende Strukturbauteile integriert.

Seitenaufprall
Bei einem Seitenaufprall steht prinzipiell nur wenig Deformationsweg zu Verfügung. Hochstabile Strukturen im EQS dienen daher dem Schutz der Insassen, aber auch der Batterie. Der Seitenwandverband umfasst neben den Türen mit ihren Verstärkungen auch die Säulen, den seitlichen Dachrahmen und die seitlichen Längsträger/Schweller. Querverstärkungen im Unterboden sowie das sehr stabile Batteriegehäuse tragen zu der hohen Stabilität beim Seitenaufprall bei. Die stranggepressten Aluminium-Tragprofile der Schweller sind gezielt ausgeformt und im Deformationsverhalten so gestaltet, dass Beschädigungen an Batteriemodulen weitesgehend vermieden werden können.

Heckaufprall
Auch für den Heckaufprall ist der EQS gerüstet. Wie beim Vorbau hilft ein Querträger mit angeflanschten Crashboxen, die Aufprallenergie einer einseitigen Belastung auf beide Längsträger zu verteilen. Durch die gezielte Auslegung der Strukturbauteile und des Hinterachsträgers wurden die Anforderungen an die Batteriesicherheit erfüllt.

Überschlag
Bei einem Überschlag ist es besonders wichtig, dass ausreichender Kopfraum erhalten bleibt. Bei
Mercedes-Benz gelten weltweit strenge Anforderungen an den Überlebensraum, die zum Beispiel durch den Dachfalltest überprüft werden. Diese gelten selbstverständlich auch für den EQS.

Hochvolt-System: automatische Abschaltung bei Unfällen
Batterie, Hochvolt-(HV)Leitungen und weitere HV-Komponenten wurden so ausgelegt und abgesichert, dass sie bei einem Unfall die hohen Sicherheitsanforderungen von Mercedes-Benz erfüllen. Mehr dazu im Kapitel „Unter der Lupe: die Hochvolt-Sicherheit“.

Das mehrstufige Schutzkonzept des HV-Systems hat sich in den anderen Mercedes-EQ Modellen schon bewährt. Bei Gefahr kann es automatisch abgeschaltet und von der Batterie getrennt werden. Dabei wird zwischen einer reversiblen und einer irreversiblen Abschaltung unterschieden. Die reversible Abschaltung findet bei leichteren Unfällen statt. Danach ist eine Wiederzuschaltung des Hochvoltsystems möglich, wenn eine vom Fahrzeug vorher durchgeführte Isolierungsmessung keinen Fehler erkennt. So bleiben noch fahrfähige Fahrzeuge auch weiterhin fahrbereit. Nur bei schweren Unfällen, bei denen in der Regel das Fahrzeug ohnehin nicht mehr fahrfähig ist, wird das Hochvolt-System irreversibel abgeschaltet. Ohne Reparatur kann es nicht mehr aktiviert werden. Beim Abschalten wird sichergestellt, dass innerhalb weniger Sekunden im Hochvolt-System außerhalb der Batterie keine verletzungsrelevante elektrische Restspannung mehr vorhanden ist.

Für die Rettungskräfte sind zusätzlich auch Trennstellen vorgesehen, an denen sie das Hochvolt-System deaktivieren können. Darüber hinaus besitzt der EQS serienmäßig eine Crashüberwachung im Stand.

Akustischer Umfeldschutz: spezieller Sound als Warnung für Fußgänger
Zu den elektroautospezifischen Neuerungen gehört der akustische Umfeldschutz (Serie). So können Fußgänger den EQS bei geringem Tempo besser wahrnehmen. Jeweils ein Soundgenerator sitzt wetterfest im vorderen rechten Radlauf sowie hinten im Unterboden. Bis ca. 30 km/h Fahrzeuggeschwindigkeit wird ein EQ spezifischer Sound erzeugt. Mit steigender Geschwindigkeit wird dieser zunächst lauter und höher. Diese Veränderung ermöglicht Rückschlüsse auf den Fahrzustand (Bremsen/Beschleunigen).

Schon oberhalb von 20 km/h wird der Sound dann schrittweise reduziert, denn das Fahrzeug kann dann durch Abroll- und Windgeräusche wahrgenommen werden. Fällt das Tempo aus höherer Geschwindigkeit auf 30 km/h, wird der Sound erneut eingeblendet. Beim Rückwärtsfahren erklingt unabhängig von der Geschwindigkeit ein intuitiv erkennbarer Intervallton.

Moderne Rückhaltesysteme: von B wie Belt- bis W wie Windowbag
Neben Fahrer- und Beifahrer-Airbag gehört auch ein Kneebag auf der Fahrerseite zum Standard. Er schützt die Beine bei einem schweren Frontalcrash vor dem Kontakt mit der Lenksäule oder der Instrumententafel. Das kann Verletzungen verhindern oder abmildern.

Die serienmäßigen Windowbags können das Risiko eines Kopfaufpralls auf die Seitenscheibe oder auf eindringende Objekte reduzieren. Bei einer schweren Seitenkollision legt sich der Windowbag auf der Aufprallseite von der A- bis zur C-Säule wie ein Vorhang über die vorderen und hinteren Seitenscheiben. Bei einem erkannten Überschlag können die Windowbags auf beiden Seiten aktiviert werden.

Fahrzeuge für Europa besitzen darüber hinaus zur Erfüllung neuer Ratinganforderungen einen Mittenairbag. Er positioniert sich je nach Aufprallrichtung, Unfallschwere und Belegungszustand bei einem schweren Seitenaufprall zwischen Fahrer und Beifahrer und kann so das sehr geringe Risiko eines gegenseitigen Kopfkontakts reduzieren. Der Mittenairbag ist mittig im Fahrzeug in die Lehne des Fahrersitzes integriert.

In Verbindung mit elektrisch einstellbaren Fondsitzen ist der EQS mit Seitenairbags im Fond ausgerüstet. Sie schützen den Brustbereich auf den äußeren Fondsitzen bei einem schweren Seitenaufprall und ergänzen den Schutz der serienmäßigen Windowbags.

Durch die Beltbags (Sonderausstattung) sind Mitfahrer auf den äußeren Sitzplätzen im Fond bei einem schweren Frontalaufprall besonders gut geschützt. Die aufblasbaren Gurtbänder verbreitern bei Auslösung ihre Auflagefläche im Brust- und Schulterbereich annähernd auf das Dreifache. Dadurch können die auf den Brustkorb der Insassen einwirkenden Belastungen reduziert werden.

In Verbindung mit dem Leder Exklusiv Nappa Paket besitzt der EQS vorne und hinten Designgurtschlösser. Sie unterstützen das Anschnallen, denn währenddessen pulsiert die Beleuchtung des Gurtschlosses. Im Stand sowie bei niedriger Geschwindigkeit ist die Beleuchtung dauerhaft.

Der EQS besitzt serienmäßig i-Size Kindersitzbefestigungen an den beiden äußeren Sitzplätzen im Fond. Mit den jeweils zwei Verankerungen zwischen Sitzlehne und -kissen sind entsprechende Kindersitze besonders schnell und sicher montiert. Top-Tether-Befestigungspunkte hinter den Fondkopfstützen bieten zusätzlichen Halt.

PRE-SAFE®: vorsorglicher Schutz serienmäßig
Das präventive Insassenschutzsystem PRE-SAFE® ist beim EQS serienmäßig an Bord. Zusammen mit den bekannten Vorsorgemaßnahmen bei einem potenziellen Frontal- und Heckcrash bildet PRE-SAFE® Impuls Seite (verfügbar in Verbindung mit dem Fahrassistenz-Paket Plus oder dem Fahrassistenz-Paket mit DRIVE PILOT) eine Art virtuelle Knautschzone, die sich um das Fahrzeug erstreckt.

Da bei einem Seitenaufprall nur eine begrenzte Knautschzone zur Verfügung steht, kann PRE-SAFE® Impuls Seite dem betroffenen Fahrer oder Beifahrer bereits vor dem Crash einen Impuls weg von der Gefahr in Richtung Fahrzeugmitte geben, sobald das System eine unmittelbar bevorstehende Seitenkollision erkennt. Dazu werden in Sekundenbruchteilen Luftkammern in den Seitenwangen der Rückenlehne der Vordersitze aufgeblasen.

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