Gemeinsame Wasserstoff-Offensive: Daimler Truck AG und Shell treiben Aufbau von Wasserstoff-Tankinfrastruktur und Einführung von Brennstoffzellen-Lkw in Europa voran

Gemeinsame Wasserstoff-Offensive: Daimler Truck AG und Shell treiben Aufbau von Wasserstoff-Tankinfrastruktur und Einführung von Brennstoffzellen-Lkw in Europa voran
20.
Mai 2021
Hamburg / Stuttgart

Hamburg / Stuttgart – Die Daimler Truck AG und Shell New Energies NL B.V. (“Shell”) wollen die Einführung von wasserstoffbasierten Brennstoffzellen-Lkw in Europa gemeinsam vorantreiben. Dafür haben die Unternehmen nun eine Vereinbarung unterzeichnet. Die Partner planen den Aufbau einer Wasserstoff-Tankinfrastruktur und den Einsatz von Brennstoffzellen-Lkw bei Kunden – Ziel ist die Dekarbonisierung des Straßengüterverkehrs.  

Shell plant zunächst ein Wasserstoff-Tankstellennetzwerk für grünen Wasserstoff zwischen drei Produktionsstandorten in Rotterdam in den Niederlanden sowie in Köln und Hamburg zu errichten. Ab 2024 plant Shell zwischen den drei Standorten Tankstellen für schwere Lkw zu betreiben. Die Daimler Truck AG beabsichtigt, im Anschluss daran im Jahr 2025 die ersten schweren Wasserstoff-Lkw an Kunden zu übergeben. Der Plan der Partner sieht den kontinuierlichen Ausbau der Wasserstoff-Infrastruktur in diesem Korridor vor, damit ab dem Jahr 2030 150 Wasserstofftankstellen und rund 5.000 schwere Brennstoffzellen-Lkw der Marke Mercedes-Benz in Betrieb gehen können. Bereits ab dem Jahr 2025 soll der Korridor eine Gesamtlänge von 1.200 Kilometern aufweisen.   

Im Rahmen der Zusammenarbeit wollen Shell und die Daimler Truck AG eine optimal auf die Kundenbedürfnisse zugeschnittene Wasserstoffinfrastruktur entwickeln. Die Vereinbarung umfasst zusätzlich das gemeinsame Ziel, einen offenen Betankungsstandard für Wasserstoff zu etablieren. Dieser soll die Schnittstelle und das Zusammenspiel zwischen Lkw und Tankstelle definieren und dabei eine kundenfreundliche, kosteneffiziente, zuverlässige und sichere Wasserstoffbetankung ermöglichen. Weitere potenzielle Partner sind eingeladen, sich diesem Vorhaben anzuschließen. 

„Wir wollen weiter an Fahrt aufnehmen, damit Wasserstoff-Lkw zu einer wirtschaftlichen Alternative zu Diesel-Lkw werden – und damit unseren Kunden helfen, ihre Emissionen zu senken“, so Ben van Beurden, CEO von Royal Dutch Shell plc (Dachgesellschaft der Shell New Energies NL B.V.). „Um Brennstoffzellen-Lkw zum Durchbruch zu verhelfen beabsichtigen wir gemeinsam mit Daimler Truck ein entsprechendes regulatives Umfeld zu fördern. Wir laden dabei andere interessierte Hersteller und Partner aus der Industrie ein, sich uns anzuschließen.“ 

Martin Daum, Vorstandsvorsitzender der Daimler Truck AG und Mitglied des Vorstands der Daimler AG: „Shell und Daimler Truck sind davon überzeugt, dass wasserstoffbasierte Brennstoffzellen-Lkw ein Schlüsselelement des CO2-neutralen Transports der Zukunft sind. Unsere beispiellose Zusammenarbeit als zwei große Branchenvertreter liefert die Antwort auf die Frage, was zuerst kommen sollte: Infrastruktur oder Fahrzeuge. Beides muss Hand in Hand gehen. Von daher freuen wir uns beide sehr über diesen wichtigen gemeinsamen Schritt.“ 

Sowohl Daimler Truck als auch Shell sind Gründungsmitglieder des kürzlich ins Leben gerufenen Konsortiums H2Accelerate. Die Interessensgemeinschaft stellt eine zentrale Plattform dar, um die Einführung des wasserstoffbasierten Transports in Europa voranzutreiben. Daimler Truck und Shell stehen weiterhin uneingeschränkt hinter dem Konsortium und wollen ihr Vorhaben gemeinsam über H2Accelerate in den nächsten zehn Jahren umsetzen. 

Die Vereinbarung mit Shell ist Teil der Pläne der Daimler Truck AG zur Einführung von Brennstoffzellen-Lkw, zudem stellt sie eine Erweiterung der bestehenden Wasserstoff-Tankstellennetzwerke von Shell in Europa und Nordamerika dar. 

Über die Daimler Truck AG 

Die Daimler Truck AG verfolgt eine nachhaltige Unternehmensstrategie und hat die Ambition, bis zum Jahr 2039 in Europa, Japan und Nordamerika nur noch Neufahrzeuge anzubieten, die im Fahrbetrieb („tank-to-wheel“) CO2-neutral sind. Bereits bis zum Jahr 2022 soll das Fahrzeugportfolio der Daimler Truck AG in den Hauptabsatzregionen Europa, USA und Japan Serienfahrzeuge mit batterieelektrischem Antrieb umfassen. Ab 2027 will die Daimler Truck AG ihr Fahrzeugangebot zusätzlich um Serienfahrzeuge mit wasserstoffbasiertem Brennstoffzellenantrieb ergänzen. 

Über Shell 

Unternehmen der Shell-Gruppe verfügen über mehr als ein Jahrzehnt an Erfahrung mit Wasserstoff im Mobilitätsbereich und sind derzeit am Aufbau einer Tankinfrastruktur in Europa, Nordamerika und China beteiligt. Für die Shell Group spielt Wasserstoff eine Schlüsselrolle bei der Dekarbonisierung des Transportsektors, insbesondere im schweren Güterverkehr sowie langfristig auch in den Bereichen Schifffahrt und Luftfahrt. 

Die Unternehmen, an denen Royal Dutch Shell plc direkt und indirekt beteiligt ist, sind separate Rechtspersonen. In diesem Dokument werden „Shell Group“ und „Group“ manchmal zur Vereinfachung verwendet, wenn auf Royal Dutch Shell plc und ihre Tochtergesellschaften im Allgemeinen verwiesen wird. Ebenso beziehen sich die Wörter „wir“, „uns“ und „unser“ auch auf Royal Dutch Shell plc und ihre Tochtergesellschaften im Allgemeinen oder auf diejenigen, die für sie arbeiten.

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