Daimler engagiert sich gegen Kinderarbeit: Bildungsprojekte in Indien und im Kongo – Beitritt zu weiterer Initiative

04.
September 2020
Stuttgart
  • Daimler tritt Responsible Mica Initiative bei und startet Kooperation mit NGO Terre des Hommes zur Bekämpfung von Kinderarbeit in indischen Mica-Minen
  • Projekt mit Hilfsorganisation Bon Pasteur für verbesserte Lebensbedingungen in der Demokratischen Republik Kongo erfolgreich angelaufen
  • Renata Jungo Brüngger, Mitglied des Vorstands der Daimler AG und Mercedes-Benz AG, verantwortlich für Integrität und Recht: „Die Zusammenarbeit mit Terre des Hommes und der Responsible Mica Initiative ist für Daimler ein weiterer wichtiger Schritt, um Kinderarbeit in Minen-Regionen zu bekämpfen. Bis 2022 unterstützen wir mit 1,2 Millionen Euro Projekte in Indien und in der Demokratischen Republik Kongo und schaffen so Zukunftschancen für die Menschen vor Ort.“
  • Markus Schäfer, Mitglied des Vorstands der Daimler AG und Mercedes-Benz AG; verantwortlich für Daimler Konzernforschung und Mercedes-Benz Cars COO: „Soziale, ökologische und ökonomische Aspekte sind die Grundlage der nachhaltigen Geschäftsstrategie von Daimler. Für uns beginnt eine ethisch verantwortliche Rohstoffgewinnung und -verarbeitung bereits ganz am Anfang der Wertschöpfungskette. Wir beschäftigen uns intensiv mit den Lieferketten – bis in die Rohstoffminen hinein.“

Stuttgart – Die Daimler AG unternimmt weitere wichtige Schritte für die Achtung der Menschenrechte in der Umgebung von Rohstoffminen: Das Unternehmen hat sich für ein Projekt mit der NGO Terre des Hommes Niederlande zusammengeschlossen und ist der Responsible Mica Initiative (RMI) beigetreten, um Kinderarbeit in indischen Mica-Minen zu bekämpfen. Die bereits 2019 initiierte Kooperation mit der Hilfsorganisation Bon Pasteur gegen Kinderarbeit in der Demokratischen Republik Kongo hat zwischenzeitlich erste Erfolge erzielt.

Soziales Projekt mit Terre des Hommes in Indien gestartet

Die Zusammenarbeit mit der NGO Terre des Hommes Niederlande in Jharkhand (Indien) hat das Ziel, Kindern im Umfeld von Glimmer (Mica)-Minen den Schulbesuch zu ermöglichen und deren Familien wirtschaftlich zu unterstützen. Mit dem Rohstoff Mica wird unter anderem der schimmernde Effekt bei Fahrzeuglacken erzielt. Das Projekt soll verhindern, dass Eltern ihre Kinder zur Arbeit in Glimmer-Minen schicken müssen. Gleichzeitig erhöht eine gute Ausbildung die Chance, dass die Kinder später als Erwachsene ihren Lebensunterhalt selbst verdienen können und die Familie nicht auf Einnahmen durch Kinderarbeit angewiesen ist. Zusätzlich zu den Bildungsangeboten für Kinder sollen auch lokale Strukturen gestärkt und über Kinderrechte aufgeklärt werden. Dafür arbeiten Daimler und Terre des Hommes Niederlande auch mit regionalen Hilfsorganisationen zusammen. Das von Daimler unterstützte Projekt läuft zunächst bis 2022.

Renata Jungo Brüngger, Mitglied des Vorstands der Daimler AG und Mercedes-Benz AG, verantwortlich für Integrität und Recht: „Wir gehen gegen Kinderarbeit konsequent mit drei Maßnahmen vor: Unserem Human Rights Respect System, Audits vor Ort und Kooperationen mit gemeinnützigen Organisationen. Bis 2022 unterstützen wir mit 1,2 Millionen Euro Projekte in Indien und in der Demokratischen Republik Kongo. Die Zusammenarbeit mit Terre des Hommes und der Responsible Mica Initiative ist ein weiterer wichtiger Schritt, um Kinderarbeit in Minen-Regionen zu bekämpfen und für die Menschen Zukunftschancen zu schaffen. Es ist Teil unserer nachhaltigen Geschäftsstrategie, vor Ort dauerhaft positive Veränderungen zu erzielen.“

Markus Schäfer, Mitglied des Vorstands der Daimler AG und Mercedes-Benz AG; verantwortlich für Daimler Konzernforschung und Mercedes-Benz Cars COO: „Soziale, ökologische und ökonomische Aspekte sind die Grundlage der nachhaltigen Geschäftsstrategie von Daimler. Für uns beginnt eine ethisch verantwortliche Rohstoffgewinnung und -verarbeitung bereits ganz am Anfang der Wertschöpfungskette. Wir beschäftigen uns intensiv mit den Lieferketten – bis in die Rohstoffminen hinein. Deshalb engagieren wir uns im Projekt mit Terre des Hommes und treten der Responsible Mica Initiative bei.“

Beitritt zu Responsible Mica Initiative ergänzt Aktivitäten

Mit dem Beitritt in die Responsible Mica Initiative will die Daimler AG künftig noch konsequenter gegen Kinderarbeit in Minen vorgehen. Die Initiative setzt sich für eine faire, verantwortungsvolle und nachhaltige Mica-Lieferkette in Indien ein. Dafür entwickelt die Daimler AG gemeinsam mit anderen Unternehmen, NGOs, Branchenverbänden und Regierungsvertretern Standards für verantwortungsbewusste Arbeitsbedingungen, stärkt lokale Gemeinschaften und unterstützt den Aufbau eines rechtlichen Rahmens für die Mica-Branche. Die Initiative hat das Ziel, Kinderarbeit und inakzeptable Arbeitsbedingungen in Mica-Minen bis 2022 vollständig zu beseitigen.

Systematische Prüfung von Menschenrechtsrisiken

Um der Verletzung von Menschenrechten frühzeitig und aktiv entgegenzutreten, geht die Daimler AG systematisch vor: Sowohl für die eigenen Mehrheitsgesellschaften als auch für die Lieferketten wurde ein strategischer Ansatz zur Achtung der Menschenrechte entwickelt, das Human Rights Respect System. Als eine wichtige Maßnahme hat das Unternehmen potentielle Risiko-Rohstoffe identifiziert. Ziel ist es, die Lieferketten für diese potentiellen Risiko-Rohstoffe sukzessive transparent zu machen und risikobasiert Maßnahmen zu ergreifen.

Mercedes-Benz Cars hat bereits vor zwei Jahren seine Lacklieferketten transparent gemacht, Minen und Prozessoren auditiert und den Weg des Glimmers zurückverfolgt. Das Projekt mit Terre des Hommes und Daimlers Beitritt zur Responsible Mica Initiative ergänzen diese Maßnahmen, um über die eigenen Lieferketten hinaus nachhaltige Verbesserungen vor Ort rund um die Glimmer-Minen zu erzielen. „Bei Mercedes-Benz folgen wir der Empfehlung von NGOs und anderen externen Stakeholdern, Herkunftsländer kritischer Rohstoffe nicht als Bezugsquellen auszuschließen, sondern vor Ort auf eine Verbesserung der Situation hinzuwirken“, so Markus Schäfer.

Projekt mit NGO Bon Pasteur im Kongo erfolgreich angelaufen

Ähnlich wie bei Glimmer geht Daimler auch bei Kobalt vor. Als Ergänzung zu den Maßnahmen, wie zum Beispiel Überprüfungen durch Audits in den eigenen Lieferketten, hat das Unternehmen bereits 2019 mit der Hilfsorganisation Bon Pasteur ein soziales Projekt gegen Kinderarbeit in der Demokratischen Republik Kongo gestartet. Ziel ist es, die Lebensbedingungen der Menschen in der Bergbauregion Kolwezi zu verbessern. Das auf vier Jahre angelegte Projekt ist erfolgreich angelaufen und hat nach gut einem Jahr wichtige Meilensteine erreicht.

„Ein zentraler Bestandteil des Projekts mit Bon Pasteur ist es, den Kindern in Kolwezi die Chance auf Bildung und damit eine Zukunftsperspektive zu ermöglichen. Dank der Kooperation mit Bon Pasteur im Kongo konnten in den letzten zwölf Monaten über 300 Kinder die Schule besuchen“, so Renata Jungo Brüngger. Über 50 von ihnen hatten vorher in Minen gearbeitet. Zusätzlich zur Schulbildung erhalten die Kinder Gesundheitsfürsorge.

Ein weiterer Fokus liegt auf der Schaffung von alternativen Lebensgrundlagen besonders für Frauen, etwa durch den Aufbau von nachhaltiger Landwirtschaft. Über 50 Frauen erhielten eine Ausbildung in Landwirtschaftstechnik. Im ersten Jahr des Projekts wurden bereits über zwei Tonnen Ernte eingefahren, was für die Familien eine wichtige Nahrungs- und Einnahmequelle ist und somit eine Alternative zur Arbeit in den Minen bedeutet. Zusätzliche Meilensteine im vergangenen Jahr waren Erziehungsberatung für Eltern, Aufklärung über Kinderrechte und Ausbildungen zum Konfliktmanagement, um Streitigkeiten in der lokalen Gemeinschaft friedlich zu lösen.

Die Daimler AG setzt bei der Gestaltung von Mobilität auf nachhaltige Lösungen. Dazu gehört auch ein verantwortungsvoller Bezug der Rohstoffe Mica und Kobalt. Mit der Unterstützung der Aktivitäten gegen Kinderarbeit in Indien und im Kongo geht das Unternehmen seinen Weg zur Wahrung der Menschenrechte konsequent weiter. Dafür stellt Daimler bis 2022 über 1,2 Millionen Euro zur Verfügung.

Ansprechpartner

  • Globale Wirtschaftskommunikation Mercedes-Benz Cars Einkauf & Nachhaltigkeit
  • Tel: +49 176 30900064

Medien

Zurück
  • 20C0465_002
    Das Projekt in Indien ermöglicht Kindern den Schulbesuch.
  • 19C0193_02
    Mit nachhaltigen Landwirtschaftsprojekten in der Demokratischen Republik Kongo werden alternative Lebensgrundlagen speziell für Frauen geschaffen.
Lade...