Motorsport-Geschichte von Mercedes-Benz – Newsletter 1/2020

03.
Januar 2020
Stuttgart
  • Zehn Jahre Mercedes-AMG Petronas Formel 1-Team
  • Große Triumphe bei den Rallyes Monte Carlo 1960 und Paris–Dakar 1985
  • Geburtstage von Lewis Hamilton, Jenson Button und Michael Schumacher

Stuttgart. Nach dem großen Jubiläum „125 Jahre Motorsport“ von Mercedes-Benz feiert die Marke 2020 weitere große Rennsportmomente ihrer Historie. Zu den Höhepunkten gehören das Jubiläum der Rückkehr als Werksteam in die Formel 1 im Jahr 2010 und legendäre Rallyesiege. Außerdem feiern Mercedes-Benz Rennfahrer Geburtstage.

Doppel-Sechser: 2010 kehren die Silberpfeile mit einem eigenen Werksteam in die Formel 1 zurück. Damit beginnt das jüngste Erfolgskapitel von Mercedes-Benz im Grand-Prix-Sport. Insgesamt holt das heutige Team Mercedes-AMG Petronas Formel 1 seit diesem Comeback sechs Meisterschafts-Doubles in Folge und schreibt damit Motorsportgeschichte: Noch nie zuvor kann ein Team in der Formel 1 sechs Doppeltitel hintereinander holen. Von 2014 bis 2019 gewinnt das Werksteam die Konstrukteurswertung. Lewis Hamilton wird mit diesem Team fünfmal Weltmeister (2014 und 2015 sowie 2017 bis 2019), Nico Rosberg einmal (2016). Valtteri Bottas holt sich 2019 seine erste Formel-1-Vizeweltmeisterschaft.

Weltmeister-Geburtstag 1: Der sechsfache Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton feiert am 7. Januar 2020 seinen 35. Geburtstag. Lewis wird 1985 in Stevenage (England) geboren und beginnt seine Motorsportkarriere mit acht Jahren im Kart. Seit 2007 fährt er in der Formel 1, bereits 2008 holt er mit McLaren-Mercedes seinen ersten Weltmeistertitel. 2013 kommt er als Fahrer zum Mercedes-AMG Petronas Formel 1-Team. 2014 beginnt in der Formel 1 mit den Hybridantrieben eine neue Ära, und Lewis sichert sich seinen zweiten Weltmeistertitel. Seither wiederholt er diesen Triumph mit den Silberpfeilen viermal: 2015 sowie von 2017 bis 2019. Den sechsten Titel macht er im drittletzten Rennen der Saison 2019 perfekt, dem Großen Preis der USA am 3. November 2019. Damit hat er Juan Manuel Fangio überholt, den Mercedes-Benz Star der 1950er-Jahre (fünf Weltmeistertitel). Nur noch Michael Schumacher (sieben Titel) liegt vor ihm.

Weltmeister-Geburtstag 2: Am 19. Januar 2020 feiert Jenson Button, Formel-1-Weltmeister des Jahres 2009, seinen 40. Geburtstag. Der am 19. Januar 1980 in Frome (England) geborene Rennfahrer startet 2009 für das neue Formel-1-Team Brawn GP, dessen Rennwagen GP 001 mit einem Motor von Mercedes-Benz HighPerformanceEngines (heute Mercedes AMG High Performance Powertrains) ausgerüstet ist. Im vorletzten Rennen der Saison sichert sich Button die Formel-1-Fahrerweltmeisterschaft. Brawn GP ist die Keimzelle für das im Folgejahr gegründete Formel-1-Werksteam von Mercedes-Benz.

Weltmeister-Geburtstag 3: Mercedes-Benz Classic wünscht Michael Schumacher alles erdenklich Gute. Der siebenfache Formel-1-Weltmeister wird am 3. Januar 1969 geboren – heute vor 51 Jahren. Ab 1990 macht er mit Mercedes-Benz als Rennfahrer in Gruppe C und DTM wichtige frühe Schritte seiner Karriere. Bei der Rückkehr der Marke als Werksteam in die Formel 1 wird Schumacher 2010 Fahrer des neuen Silberpfeils. Er hat eine wichtige Rolle dabei, die Fähigkeiten des Teams für künftige Erfolge zu entwickeln.

Formel-Silberpfeile: Das Mercedes-Benz Museum zeigt Formel-1-Weltmeisterfahrzeuge aus mehr als 65 Jahren im Mythosraum 7: Silberpfeile – Rennen und Rekorde. An die jüngsten Weltmeisterschaften von Mercedes-AMG Petronas Formel 1 erinnert derzeit der Mercedes-AMG F1 W07 Hybrid von Nico Rosberg aus dem Jahr 2016. Für die beiden Weltmeistertitel von Juan Manuel Fangio 1954 und 1955 stehen die beiden Mercedes-Benz W 196 R mit Stromlinienkarosserie und mit freistehenden Rädern. Die Meisterschaften von Mika Häkkinen 1998 sowie von Lewis Hamilton 2008 sind mit den McLaren-Mercedes Formel-1-Rennwagen MP4/13 und MP4-23 vertreten. Außerdem sind die berühmten Silberpfeile der 1930er-Jahre, mit denen Rudolf Caracciola dreimal Europameister (1935, 1937 und 1938) wird, Bestandteil der Dauerausstellung des Mercedes-Benz Museums.

Rundstrecken-Abschied: Das neue Formel-1-Werksteam von Mercedes-Benz knüpft vor zehn Jahren an das Jahr 1955 an. Juan Manuel Fangio gewinnt vor 65 Jahren das Auftaktrennen der Formel-1-Saison 1955, den Großen Preis von Argentinien in Buenos Aires am 16. Januar 1955, mit dem Mercedes-Benz Formel-1-Rennwagen W 196 R. Fangio sichert sich 1955 seinen zweiten Formel-1-Weltmeistertitel mit der Stuttgarter Marke, insgesamt ist es sein drittes Championat. Nach dieser Saison zieht sich die Rennabteilung der Marke auf dem Höhepunkt des Erfolgs vorläufig vom Rennsport auf der Rundstrecke zurück.

Monte-Triple: Der neue Schwerpunkt im Motorsport von Mercedes-Benz liegt auf der Rallye-Teilnahme mit seriennahen Wettbewerbsfahrzeugen. Zu den frühen Erfolgen gehört der Dreifachsieg in der renommierten Rallye Monte Carlo vor 60 Jahren: Die 29. Auflage der Rallye wird vom 18. bis 24. Januar 1960 über eine Strecke von 3.567 Kilometern ausgetragen. Walter Schock und Rolf Moll führen den ersten deutschen Gesamtsieg mit dem Mercedes-Benz 220 SE (W 111) vor Eugen Böhringer und Hermann Socher sowie Eberhard Mahle und Roland Ott an – ebenfalls auf 220 SE.

Meister-Wagen: Mercedes-Benz setzt von den 1950er- bis in die 1970er-Jahre stark seriennahe Fahrzeuge höchst erfolgreich in Rallyes ein. Zu den Modifizierungen gehören die Verstärkung von Fahrgestellelementen, die größeren Treibstofftanks, die Änderung der Motorcharakteristik sowie Anpassungen der Getriebe- oder Achsübersetzungen. Auch die Mercedes-Benz 220 SE, die vor 60 Jahren die Rallye Monte Carlo gewinnen, werden so vorbereitet. Mit diesen „Heckflossen“-Limousinen gewinnt die Stuttgarter Marke die Rallye-Europameisterschaften 1960 und 1962.

Dakar-Tradition: Den Sieg der Rallye Paris–Dakar vor 35 Jahren holt bei den Nutzfahrzeugen zum vierten Mal in Folge ein Team auf Mercedes-Benz: Den Rallye-Klassiker gewinnen vom 1. bis 22. Januar 1985 Karl-Friedrich und Jost Capito auf Mercedes-Benz Unimog U 1300 L in der Lkw-Wertung. Damit folgen sie auf Pierre Laleu, Daniel Durce und Patrick Venturini mit Mercedes-Benz 1936 AK (1984) sowie Georges Groine, Thierry de Saulieu und Bernard Malfériol mit Mercedes-Benz 1936 AK (1983). Groine, de Saulieu und Malfériol gewinnen mit einem Unimog U 1700 L auch die Nutzfahrzeug-Wertung der Rallye Paris–Dakar 1982 vor Pierre Laleu und Bernard Langlois mit einem Unimog U 1300 L.

Geschwindigkeits-Jagd: Neben Rennen und Rallyes gehören immer auch Rekorde zur Motorsportgeschichte von Mercedes-Benz. Beim Meeting in Daytona (Florida) 1905, vor 115 Jahren, tritt beispielsweise H. L. Bowden mit einem Rekordwagen an, der von gleich zwei Mercedes 60-PS-Motoren angetrieben wird. Am 26. Januar erzielt Edward R. Thomas in Daytona bei einem 10-Meilen-Rennen für Mercedes-Fahrer einen Weltrekord mit 147,9 km/h. Insgesamt werden bei der Motorsportveranstaltung drei Weltrekorde und drei amerikanische Rekorde erzielt.

 

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Siegespose: Juan Manuel Fangio in seinem Rennwagen vom Typ Mercedes-Benz W 196 nach dem Sieg des Großen Preises von Argentinien am 16. Januar 1955.
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1960 gewinnen Walter Schock und Rudolf Moll die Rallye-Europameisterschaft auf Mercedes-Benz. Mit ihrem Mercedes-Benz 220 SE Tourenwagen siegen sie als erstes deutsches Team bei der XXIX. Rallye Monte Carlo vom 18. bis 24. Januar 1960.
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Großer Preis von Argentinien in Buenos Aires, 16. Januar 1955. Sieger Juan Manuel Fangio im Mercedes-Benz Rennwagen W 196 R. Als einziger Spitzenfahrer stand Fangio dieses Rennen ohne Ablösung durch und gewann überlegen.
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Pressekonferenz im Mercedes-Benz Museum, 25. Januar 2010. Mercedes-Benz stellt sein neues Formel-1-Werksteam MERCEDES GP PETRONAS vor. Die Fahrer für den neuen Silberpfeil sind Nico Rosberg und der siebenmalige Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher.
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Formel 1 - Mercedes-AMG Petronas Motorsport, Großer Preis der USA 2019. Lewis Hamilton
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Meeting in Daytona, 25. Januar 1905. H. L. Bowden (Startnummer 2) während der Rekordversuche mit einem Fahrzeug, das von zwei Mercedes 60 PS-Motoren angetrieben wird.
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Meeting in Daytona, 25. Januar 1905. H. L. Bowden (Startnummer 2) während der Rekordversuche mit einem Fahrzeug, das von zwei Mercedes 60 PS-Motoren angetrieben wird.
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Mercedes-Benz Unimog U 1300 L, Baureihe 435. Mit dem Rallyefahrzeug gewinnen Karl-Friedrich und Jost Capito die Lkw-Wertung der 7. Rallye Paris-Dakar 1985.
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1960 gewinnen Walter Schock und Rudolf Moll die Rallye-Europameisterschaft auf Mercedes-Benz. Mit ihrem Mercedes-Benz 220 SE Tourenwagen siegen sie als erstes deutsches Team bei der XXIX. Rallye Monte Carlo vom 18. bis 24. Januar 1960.
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29. Rallye Monte Carlo, 18. bis 24. Januar 1960. Das Fahrerteam Eugen Böhringer / Hermann Socher belegt mit einem Mercedes-Benz Typ 220 SE Tourenwagen den 2. Platz.
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Der Grand Prix von Kanada in Montreal ist im Jahr 2007 das erste Rennen, das Lewis Hamilton für das Team Vodafone McLaren Mercedes in der Formel 1 gewinnt.
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Für den Mythosraum 7: Rennen und Rekorde: Nico Rosberg und Ola Källenius bringen den Mercedes-AMG F1 W07 Hybrid ins Mercedes-Benz Museum, mit dem Nico Rosberg 2016 seinen Weltmeistertitel in der Formel 1 holte.
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Mercedes-Benz Museum, Mythosraum 7: Rennen und Rekorde. Im Vordergrund der Mercedes-AMG F1 W07 Hybrid, mit dem Nico Rosberg 2016 seinen Weltmeistertitel in der Formel 1 holte.
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Mercedes-Benz Museum, Mythosraum 7: Rennen und Rekorde. Im Vordergrund die erfolgreichen Silberpfeile W 196 der 1950er-Jahre.
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Sechster Formel-1-Weltmeistertitel für Lewis Hamilton: Im Großen Preis der USA am 3. November 2019 macht der britische Rennfahrer den Triumph vorzeitig perfekt.
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29. Rallye Monte Carlo, 18. bis 24. Januar 1960. Das Mercedes-Benz Team am Stuttgarter Hauptbahnhof. Von rechts: Roland Ott / Eberhard Mahle, Eugen Böhringer / Hermann Socher, Walter Schock / Rolf Moll und Rennleiter Karl Kling mit dem Siegerwagen, einem Mercedes-Benz 220 SE (W 111) mit der Startnummer 128.
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Michael Schumacher wird 1990 als Rennfahrer in das Juniorprogramm von Mercedes-Benz aufgenommen und startet in der Gruppe C sowie der DTM. Foto von den ADAC 480 km auf dem Nürburgring, 18. August 1990. Michael Schumacher und Jochen Mass kommen in dem Rennen mit Mercedes-Benz Gruppe-C-Rennsportwagen C 11 auf Platz zwei ins Ziel und machen den Doppelsieg für das Team Sauber-Mercedes perfekt.
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