Mercedes-Benz Concept GLB: So geräumig und robust kann kompakt sein

15.
April 2019
Stuttgart/Shanghai

Stuttgart/Shanghai. Mit dem Concept GLB zeigt Mercedes-Benz auf der „Auto Shanghai“ (18. bis 25. April 2019), welche SUV-Ideen auf der Kompaktwagen-Plattform des Unternehmens neben dem sportlichen Multitalent GLA noch realisiert werden könnten. Wo jener durch coupé-hafte Linienführung progressiven Fahrspaß verspricht, legt der Concept GLB den Schwerpunkt auf Raumangebot und Robustheit: Das Konzeptfahrzeug (Länge/Breite/Höhe: 4.634/1.890/1.900[1] Millimeter) bietet auch dank seines langen Radstands (2.829 Millimeter) Platz für sieben Personen. Eine Reihe handfester Details signalisiert, dass der Concept GLB grobe Feldwege geradezu sucht.

„Wir haben uns die Frage gestellt, ob es in unserem erfolgreichen SUV-Angebot noch Platz zwischen GLA und GLC gibt. Der Concept GLB ist die Antwort darauf. Mit ihm zeigen wir, welche kreativen Ideen wir auch für dieses Segment haben“, so Britta Seeger, Mitglied des Vorstands der Daimler AG, verantwortlich für Mercedes-Benz Cars Vertrieb. „Der Concept GLB ist ein strapazierfähiges und praktisches SUV mit durchaus kompakten Abmessungen. Ob als großzügiges, siebensitziges Familienfahrzeug oder als vielseitiger Freizeitbegleiter: Wir sind uns sicher, dass dieses Konzept bei unseren Kunden auf großes Interesse stoßen wird.“ Die Kunden schätzen das vielseitige SUV-Angebot von Mercedes-Benz. Weltweit haben sich bereits mehr als sechs Millionen Kunden für einen SUV von Mercedes-Benz entschieden. 2018 waren die SUVs mit mehr als 820.000 verkauften Einheiten das stärkste Segment bei Mercedes-Benz.

SUV-Gene gekonnt betont: das Exterieurdesign

Der Mercedes-Benz Concept GLB sticht mit seinen kraftvollen Proportionen aus der Welt der Kompakt-SUVs heraus. Die klare, flächenbetonte Formgebung mit reduzierten Linien und präzisen Fugen vermittelt Souveränität und Modernität. Die aufrechte Frontpartie mit den markanten MULTIBEAM LED Scheinwerfern zeugt ebenso von Off-Road-Genen wie die kurzen Überhänge vorne und hinten. Der lange Radstand und das funktionsorientierte Greenhouse sind maßgeblich für das großzügige Innenraumangebot für bis zu sieben Personen.

Die muskulöse und sinnlich modellierte Fahrzeugschulter dominiert die Seitenansicht, was durch den Anstieg der Bordkante zusätzlich verstärkt wird. Die übergreifenden Türen erhöhen zum einen den Einstiegskomfort und halten zum anderen die Türausschnitte von Verschmutzung frei. Umlaufende und schützende Claddings gliedern die Gesamtproportion und unterstreichen den Off-Road-Charakter.

Zum harmonischen Farbkonzept gehören der Außenlack in designo kaschmirweiß magno, dazu schwarz glänzende Anbauteile (wie die Claddings oder die integrierte Dachbox) als Kontrast sowie dezente Orange-Akzente unter anderem im Kühlergrill und als Schriftzug auf den Schalen der Außenspiegel.

Der vordere, in Chrom gehaltene Unterfahrschutz mit integrierten Lufteinlässen in Edelstahloptik betont die Off-Road-Qualitäten. Der hintere Unterfahrschutz nimmt dieses Thema formal auf, so dass ein stimmiges Gesamtbild entsteht.

Showcar-Extra-Elemente: für Expeditionen gerüstet

Das Konzeptfahrzeug zeigt mit einer Reihe markanter Extra-Elemente einen besonders robusten Charakter. Vorn und hinten erheben sich aus dem Rahmen des Daches je zwei Hutzen, in denen LED-Scheinwerfer untergebracht sind, gedacht als Umfeldbeleuchtung und Orientierungshilfe bei Fahrten im Gelände.

Die schwarze Dachreling läuft vorn und hinten im Bogen aus. Im hinteren Bereich ist eine Dachbox fest montiert. Die grobstolligen Off-Road-Reifen sitzen auf kernigen 17-Zoll-Rädern mit Bicolor-Design.

Handwerklich anspruchsvoll und geräumig: der Innenraum

Das Interieur des Concept GLB reiht sich gestalterisch in die Familie der neuen kompakten Mercedes-Benz Modelle ein, besitzt als Showcar und SUV aber eine besondere Lederausstattung und spezielle Zierteile. Und, erstmals in einem Kompaktfahrzeug von Mercedes-Benz, eine dritte Sitzreihe mit zwei zusätzlichen Einzelsitzen, die zur Erweiterung des Gepäckraums bündig im Ladeboden versenkt werden können. Die Sitze sind weit mehr als Notsitze und bieten mittelgroßen Personen bequem Platz.

Platz da: Flexible Sitzanordnung in der zweiten und dritten Reihe

Die Lehne der mittleren Sitzreihe ist im Verhältnis 40:20:40 geteilt und lässt sich umklappen, so dass eine ebene Ladefläche entsteht. Die Sitzflächen sind 40:60 geteilt. Die zweite Sitzreihe ist in der Länge um 140 mm verschiebbar – 90 mm nach vorn, um den Gepäckraum oder den Fußraum der ganz hinten Sitzenden zu erweitern, und 50 mm nach hinten, wenn die Beinfreiheit in fünfsitziger Konfiguration besonders groß sein soll. Eine achtstufige Verstellung der Lehnenneigung in der zweiten Sitzreihe ermöglicht ebenso die Anpassung an die aktuellen Raum- oder Komfortbedürfnisse.

Um den Zustieg in die dritte Sitzreihe zu erleichtern, verfügen die Sitze der zweiten Reihe über eine Easy-Entry-Funktion: Betätigt man den seitlich oben am Lehnenkopf angeordneten Entriegelungsgriff, klappt die Lehne nach vorne und der gesamte Sitz kann nach vorne geschoben werden. In der zweiten und dritten Sitzreihe können insgesamt vier Kindersitze befestigt werden.

Kontrast in Kastanie: Exklusives Leder und offenporiges Walnussholz

Sitze, Armaturen- und Türtafeln sind teils mit Nappa-, teils mit Nubukleder bezogen, vorherrschender Farbton ist „Kastanienbraun“. In Anklang an die Akzentuierung des Exterieurs sind an wenigen Stellen Zierstreifen und Nähte in Orange angebracht. Die Mittelbahnen der Vordersitze weisen in ihrem geflochtenen Nubuklederbezug je zwei parallele Reihen von Durchbrechungen auf, die den Blick auf eine orangefarbene textile Unterlage freigeben. Sie reichen von der Vorderkante des Sitzpolsters bis zur Oberkante der integrierten Kopfstütze.

Die Holzzierteile der Armaturentafel und der Mittelkonsole sind in offenporigem Walnussholz ausgeführt. Diese Walnusspaneele haben ein gefrästes Wabenmuster, das zu den Rändern ausfadet. Die Pedale im Fußraum tragen in einem glänzenden Metallrahmen Schmuckbeläge aus demselben Material mit identischem Wabenmuster.

Armaturentafel: MBUX und Offroad-Elemente

Die Grundarchitektur der Armaturentafel gleicht derjenigen der B-Klasse, vor dem Fahrer befindet sich ein Widescreen-Cockpit, Bedienung und Darstellung erfolgen über Mercedes-Benz User Experience – MBUX. Neu sind die offroadartigen Rohrelemente aus gefrästem Aluminium, die den unteren Abschluss der Armaturentafel bilden. Das verleiht dem Armaturenträger-Volumen Robustheit, Kraft und einen gewissen Fun-Faktor. Unterhalb der drei runden Mitteldüsen befindet sich die bewusst analog anmutende Klimabedieneinheit, deren Tasten den Eindruck vermitteln, als wären sie aus einem Aluminiumzylinder herausgefräst worden.

Der robuste Charakter des Interieurs setzt sich auch in der Mittelkonsole fort. Alu-Rohrelemente mit Bürststruktur in Haltegriffoptik verleihen den Bauteilen und Bedienelementen einen konstruktiven Halt. Auch an den Türen wird der SUV-Charakter durch den horizontalen Haltegriff unterstrichen, der sich ebenfalls als ein gefrästes Alurohr kraftvoll in die Gesamtskulptur der Türverkleidung einfügt.

Antrieb: Vierzylinder-Turbo mit 165 kW/224 PS

Der Concept GLB verfügt über den Vierzylinder-Benziner M 260 mit 8G-DCT Doppelkupplungsgetriebe, maximale Leistung sind 165 kW/224 PS, das maximale Drehmoment beträgt 350 Nm. In seinem Motorblock aus Aluminium-Druckguss mit Grauguss-Laufbuchsen versteckt sich CONICSHAPE®, intern auch anschaulich „Trompetenhonung“ genannt. Um die Reibung der Kolben weiter zu minimieren und den Verbrauch zu senken, wird dabei die Zylinderbohrung im unteren Teil der Laufbuchsen aufgeweitet. Die dadurch entstandene konische Form ähnelt dem Schalltrichter einer Trompete.

Ein neuartiges Leichtlauföl sowie optimierte Kolbenringe vermindern ebenso die Reibungsverluste. Um der erhöhten spezifischen Leistung Rechnung zu tragen, sind die Kolben selbst mit Kühlkanälen ausgestattet. Dies gewährleistet zusätzlich eine günstigere Verbrennung. Im unteren Teil des Kurbelgehäuses sind die Ausgleichswellen für einen ruhigen Motorlauf angeordnet. Darüber hinaus besitzt er als weitere Komfortkomponente einen Fliehkraftpendel­dämpfer im Triebstrang.

Im Vierventil-Zylinderkopf aus Aluminium befindet sich die CAMTRONIC, eine variable Ventilsteuerung, die eine zweistufige Verstellung des Ventilhubs auf der Einlassseite des Ventiltriebs ermöglicht. Mit der variablen Ventilhubverstellung lässt sich im Teillastbereich mit einem kleineren Ventilhub weniger Luft in den Brennraum leiten, wodurch geringere Ladungswechselverluste entstehen. In höheren Lastbereichen wird auf den großen Ventilhub umgeschaltet, um die volle Leistungsentfaltung des Aggregats zu erreichen.

Allrad selbstverständlich: 4MATIC mit drei wählbaren Kennfeldern

Der Concept GLB ist mit dem permanent einsatzbereiten Allradsystem 4MATIC mit vollvariabler Momentenverteilung ausgerüstet. Der sportlich ausgelegte Allradantrieb bietet dem Fahrer über den DYNAMIC SELECT Schalter die Möglichkeit, die Charakteristik der 4MATIC zu beeinflussen. Es stehen drei Kennfelder für die Steuerung der Allradkupplung zur Verfügung, das System reagiert aber in jedem Modus flexibel auf die jeweilige Fahrsituation. Im regulären Fahrbetrieb ist für das Fahrprogramm „ Eco/Comfort“ eine Verteilung von 80:20 (Vorderachse:Hinterachse) die Basis, in „Sport“ von 70:30. Im Offroadmodus wird die Allradkupplung als Längssperre verwendet, die Basis-Aufteilung beträgt gleichmäßige 50:50.

Zu den Komponenten der 4MATIC gehören der in das automatisierte Doppelkupplungsgetriebe integrierte Nebenabtrieb zur Hinterachse und das Hinterachsgetriebe mit integrierter Lamellenkupplung. Diese wird elektro-mechanisch betätigt. Ein Elektromotor übt dabei über eine Stirnradstufe und eine Kugelrampe eine Axialkraft auf das Lamellenpaket aus, um die Lamellen zu öffnen oder zu schließen. Das Hinterachsdifferential gleicht die unterschiedlichen Wege/Drehzahlen der Hinterräder aus. Diese Regelung bietet als Vorteile vor allem die drehzahlunabhängige Aktuierung über den gesamten Stellbereich, die Vorsteuerung der Kupplung bereits im Stand sowie den höheren Wirkungsgrad durch das Kugel-Rampen-Konzept.

Rückblick Shanghai 2013: Weltpremiere Concept GLA

Schon einmal hatte ein kompaktes SUV-Konzept seine Weltpremiere bei der Auto Shanghai: Am 18. April 2013 zog der Mercedes-Benz Concept GLA die Augen des Publikums auf sich. Das Showcar verwies als sportliche und coupéhafte Evolution dieser Fahrzeugklasse auf einen neuen Weg im kompakten SUV-Segment. Er kombinierte sportlichen Spirit mit den Allroundqualitäten eines robusten Freizeitbegleiters.

Ab Ende November 2013 konnte das Multitalent GLA dann bestellt werden, die Auslieferungen begannen im März 2014. Seitdem ist der GLA ein wesentlicher Teil der Erfolgsgeschichte der Kompakten von Mercedes-Benz. Im Jahr 2018 konnten über 609.000 Kunden weltweit ihre neue A- oder B-Klasse, ihren CLA, CLA Shooting Brake oder GLA in Empfang nehmen. Damit war 2018 jedes vierte verkaufte Fahrzeug bei Mercedes-Benz ein Kompaktwagen.

[1] Inklusive fest installierter Dachbox

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    Ein erster Blick auf das Mercedes-Benz Concept GLB. Mehr davon sehen Sie demnächst auf der Auto Shanghai 2019!
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