Daimler steigert Absatz und Umsatz – EBIT und Dividende auf hohem Niveau

Daimler steigert Absatz und Umsatz – EBIT und Dividende auf hohem Niveau
06.
Februar 2019
Stuttgart
  • Konzernabsatz plus 2,4% auf 3,4 (i.V. 3,3) Mio. Fahrzeuge
  • Konzernumsatz steigt um 2% auf 167,4 (i. V. 164,2) Mrd. €
  • Konzern-EBIT mit 11,1 (i. V. 14,3) Mrd. € auf hohem Niveau
  • Konzernergebnis von 7,6 (i. V. 10,6) Mrd. €
  • Dividende in Höhe von 3,25 (i.V. 3,65) € pro Aktie vorgeschlagen
  • Ausblick 2019: Leichte Steigerung bei Absatz, Umsatz und EBIT erwartet
  • Maßnahmen zur Steigerung der Effizienz in den automobilen Geschäftsfeldern
  • Dieter Zetsche, Vorsitzender des Vorstands der Daimler AG und Leiter Mercedes-Benz Cars: „Für Daimler war 2018 ein Jahr mit starkem Gegenwind. Das hat sich auch in unseren Ergebnissen und unserem Aktienkurs niedergeschlagen. Trotzdem haben wir dem Gegenwind standgehalten und sind bei zentralen Zukunftsthemen substanziell vorangekommen. Das verdanken wir nicht zuletzt unserem starken Kerngeschäft. Für alle Divisionen gilt: Ein profitables Geschäft ist die Voraussetzung, um auch künftig in neue Technologien und Produkte investieren zu können.“
  • Bodo Uebber, Vorstand der Daimler AG für Finance & Controlling und Daimler Financial Services: „Daimler verfügt weiterhin über eine hohe Nettoliquidität und eine robuste Bilanz. Damit wir auch in Zukunft konsequent in weiteres Wachstum und neue Technologien investieren können, müssen wir unsere Effizienz weiter verbessern. Die Vorbereitungen für unser »Projekt Zukunft« kommen gut voran und laufen planmäßig.“

Stuttgart – Die Daimler AG (Börsenkürzel DAI) hat 2018 trotz schwieriger Rahmenbeding-ungen Absatz und Umsatz weiter gesteigert. Das Konzern-EBIT und das Konzernergebnis erreichten ein solides Niveau. Für das laufende Jahr geht Daimler davon aus, den Absatz aufgrund des attraktiven Modellportfolios in allen Geschäftsfeldern sowie der anhaltend positiven Entwicklung der weltweiten Automobilmärkte leicht steigern zu können. Auf Basis der erwarteten Absatzentwicklung wird mit einer leichten Steigerung des Umsatzes gerechnet. Ergebnisdämpfend wirken sich die weiterhin hohen Vorleistungen für die Modelloffensiven und für innovative Technologien aus. Dazu kommen der signifikante Anstieg der Rohmaterialkosten sowie Wechselkurseffekte. In einem anhaltend volatilen Umfeld rechnet das Unternehmen in Summe mit einem leicht steigenden Konzern-EBIT. 

„Für Daimler war 2018 ein Jahr mit starkem Gegenwind - von der anhaltenden Diesel-Diskussion über die Umstellung auf das neue Testverfahren WLTP bis hin zum globalen Handelsstreit. All das hat sich auch in unseren Ergebnissen und unserem Aktienkurs niedergeschlagen. Trotzdem haben wir dem Gegenwind standgehalten und sind bei zentralen Zukunftsthemen substanziell vorangekommen. Das verdanken wir nicht zuletzt unserem starken Kerngeschäft“, sagte Dieter Zetsche, Vorsitzender des Vorstands der Daimler AG und Leiter Mercedes-Benz Cars

Der Konzern erzielte im Geschäftsjahr 2018 ein EBIT in Höhe von 11,1 (i. V. 14,3) Mrd. € und lag damit deutlich unter dem Niveau des Vorjahres. Das Konzernergebnis ging auf 7,6 (i. V. 10,6) Mrd. € zurück. Im Vorjahr hatte ein einmaliger Effekt durch die US-Steuerreform das Konzernergebnis um eine Mrd. € erhöht. Das Ergebnis je Aktie verringerte sich auf 6,78 (i. V. 9,61) €. 

Daimler steigerte den Absatz im Jahr 2018 um 2,4% auf 3,4 Mio. Fahrzeuge und realisierte damit das angestrebte Wachstumsziel. Die Geschäftsfelder Daimler Trucks (+10%), Mercedes-Benz Vans (+5%) und Daimler Buses (+8%) haben die zu Jahresbeginn 2018 abgegebenen Absatzprognosen bestätigt. Mercedes-Benz Cars erzielte mit einem Absatzplus von 0,4% ein neues Rekordniveau. Trotz schwieriger Rahmenbedingungen wurden insgesamt 2.382.800 (i. V. 2.373.500) Fahrzeuge abgesetzt. Mit einem Absatz von 2.252.800 (i. V. 2.238.000) Fahrzeugen war die Marke Mercedes-Benz erneut die absatzstärkste Premiummarke in der Automobilbranche. 

Aufgrund schwieriger politischer und wirtschaftlicher Rahmenbedingungen sowie diverser außerordentlicher Belastungen in den Geschäftsfeldern spiegelte die Ergebnisentwicklung im Geschäftsjahr 2018 nicht die anhaltend hohe Fahrzeugnachfrage wider. Die deutliche Steigerung des EBIT im Geschäftsfeld Daimler Trucks konnte den deutlichen Rückgang der Ergebnisse der übrigen Geschäftsfelder nicht ausgleichen. Dabei erreichten vor allem die Geschäftsfelder Mercedes-Benz Cars sowie Mercedes-Benz Vans nicht die Ergebnisse des Vorjahres. In beiden Geschäftsfeldern beeinflussten unter anderem Vorleistungen für neue Technologien und Fahrzeuge, gestiegene Rohstoffpreise sowie Aufwendungen im Zusammen-hang mit den laufenden behördlichen Verfahren und Maßnahmen für Dieselfahrzeuge das Ergebnis. Bei Daimler Trucks führte insbesondere ein höherer Absatz in der NAFTA-Region zu einer Ergebnisverbesserung. Dagegen wirkte sich bei Daimler Buses ein ungünstigerer Produktmix negativ auf das Ergebnis aus. Das Ergebnis von Daimler Financial Services lag hauptsächlich aufgrund der Belastungen durch die Beendigung der Toll Collect-Schieds-verfahren deutlich unter dem Vorjahreswert. 

„Unsere Absatz- und Umsatzzahlen sowohl im Konzern als auch in den Geschäftsfeldern zeigen, dass unsere Produktpalette weiter sehr attraktiv und die Kundennachfrage anhaltend hoch ist. Unser Kerngeschäft ist trotz der herausfordernden Rahmenbedingungen sehr gut positioniert. Wir haben daher insgesamt ein Ergebnis auf hohem Niveau erzielt, müssen aber gleichzeitig daran arbeiten, unsere Zielrenditen nachhaltig zu erreichen“, sagte Bodo Uebber, im Vorstand der Daimler AG verantwortlich für Finance & Controlling und Daimler Financial Services

Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung am 22. Mai 2019 eine Dividende von 3,25 (i. V. 3,65) € pro Aktie vorschlagen. Die Ausschüttungssumme beträgt damit 3,5 (i.V. 3,9) Mrd. €. Die vorgeschlagene Dividende ist die bisher zweithöchste in der Unternehmensgeschichte. Im Sinne einer nachhaltigen Dividendenpolitik orientiert sich das Unternehmen bei der Bemessung der Dividende an einer Ausschüttungsquote von 40% des Konzernergebnisses, das den Daimler-Aktionären zusteht. 

Die Nettoliquidität des Industriegeschäfts war zum Jahresende 2018 mit 16,3 (i. V. 16,6) Mrd. € nahezu unverändert. Die Dividendenzahlung führte zu einem Rückgang der Netto-Liquidität, der durch den positiven Free Cash Flow sowie die positiven Wechselkurse kompensiert wurde. Der Free Cash Flow aus dem Industriegeschäft lag mit 2,9 (i. V. 2,0) Mrd. € deutlich über dem Vorjahreswert, konnte jedoch die Dividenden-ausschüttung im Jahr 2018 von 3,9 Mrd. € nicht übertreffen. 

Im Jahr 2018 konnte sich Daimler erneut zu günstigen Bedingungen finanzieren. Die Basis dafür war das unveränderte Credit Rating von „A“ mit einem „stabilen“ Ratingausblick. 

Mit einem Konsortium internationaler Banken vereinbarte Daimler im vergangenen Juli eine syndizierte Kreditlinie über 11 Mrd. €. Diese gewährt dem Unternehmen finanzielle Flexibilität bis zum Jahr 2025. Der Abschluss erfolgte zu deutlich verbesserten Konditionen. Zum breit aufgestellten Konsortium gehören mehr als 40 Banken aus Europa, Asien und Amerika. Die Kreditlinie dient der Sicherstellung einer jederzeit ausreichenden finanziellen Flexibilität. 

Beschäftigtenzahl wie erwartet leicht gestiegen 

Zum 31. Dezember 2018 waren im Daimler-Konzern insgesamt 298.683 (i. V. 289.321) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt, das entspricht einem Plus von 3%. Maßgeblich für das Wachstum war die konzernweit gute Geschäftslage. Der Personalstand stieg in allen Geschäftsfeldern. In Deutschland erhöhte sich der Personalstand auf insgesamt 174.663 (i. V. 172.089) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Zahl der Mitarbeiter in den USA wuchs im Jahr 2018 auf 26.310 (i. V. 23.513), die Belegschaft der konsolidierten Tochtergesellschaften in China lag am Jahresende bei 4.424 (i. V. 4.099). Ende 2018 beschäftigte das Unternehmen konzernweit 8.061 Auszubildende (i. V. 8.097). Im Berichtsjahr haben bei der Daimler AG 1.265 (i. V. 1.278) junge Menschen eine Ausbildung aufgenommen, und 1.191 (i. V. 1.197) wurden aus der Ausbildung übernommen. 

„Wie gut ein Team ist, zeigt sich gerade in schwierigen Zeiten. Daimler hat eine hervorragende Mannschaft. Deshalb danke ich allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern – auch im Namen des gesamten Vorstands“, sagte Zetsche. Für Daimler ist es weiterhin ein wichtiges strategisches Ziel, als hochattraktiver Arbeitgeber im Wettbewerb um fähige Talente ausreichend Fach- und Führungskräfte mit entsprechender Qualifikation zu gewinnen und an das Unternehmen zu binden. Dazu soll eine attraktive und faire Vergütung ebenso beitragen wie eine Arbeitskultur, die die Leistungsfähigkeit, Motivation und Zufriedenheit der Mitarbeiter und Führungskräfte fördert. Die heutigen Lebens- und Arbeitsbedingungen erfordern eine flexible Gestaltung der Arbeitszeit nach individuellen Bedürfnissen. Ziel ist es, die Leistungsfähigkeit der Beschäftigten gerade im Hinblick auf die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben weiter zu stärken. Darüber hinaus beteiligt das Unternehmen die Beschäftigten auch am betrieblichen Erfolg. Die Daimler AG wird an ihre anspruchsberechtigten Beschäftigten im April 2019 für das Geschäftsjahr 2018 einen Betrag von bis zu 4.965 (i. V. 5.700) € auszahlen. 

Die Geschäftsfelder im Einzelnen 

Das Geschäftsfeld Mercedes-Benz Cars umfasst die Marken Mercedes-Benz mit den Submarken Mercedes-AMG, Mercedes-Maybach und Mercedes me sowie die Marke smart und die neue Marke EQ für Elektromobilität. Im Berichtsjahr hat sich das Geschäftsfeld in einem wettbewerbsintensiven Umfeld gut behauptet: Der Absatz erreichte im Jahr 2018 trotz schwieriger Rahmenbedingungen insgesamt 2.382.800 (i. V. 2.373.500) Fahrzeuge und damit abermals ein Rekordniveau. Der Umsatz lag mit 93,1 (i. V. 94,4) Mrd. € nahezu auf dem hohen Vorjahresniveau. Beim EBIT war nach dem Rekordwert im Vorjahr ein Rückgang um 18% auf 7.216 (i.V. 8.843) Mio. € zu verzeichnen. Die Umsatzrendite betrug 7,8 (i. V. 9,4)%. 

„Mercedes-Benz hat beim Absatz das achte Rekordjahr in Folge erzielt. Damit sind wir weiter die führende Premiummarke. Die hohe Kundennachfrage zeigt, dass wir mit unserem Modellportfolio und der strategischen Ausrichtung richtig unterwegs sind“, sagte Zetsche. Die Pkw der Marke Mercedes-Benz erfreuten sich im Berichtsjahr weiterhin einer ungebrochen hohen Nachfrage. Die Absatz-entwicklung wurde maßgeblich von Lebenszykluseffekten bei verschiedenen Baureihen beeinflusst. Dazu zählten die Modellwechsel in der Kompaktklasse und die Modellpflege bei der volumenstarken C-Klasse. Hinzu kamen erhöhte Einfuhrzölle für in den USA produzierte Fahrzeuge im chinesischen Markt sowie Auslieferstopps bei einzelnen Dieselmodellen. Auch die Fahrzeugzertifizierung dauerte teilweise länger als üblich und wirkte sich auf die Verfügbarkeit aus. 

Die negative Ergebnisentwicklung war auf Aufwendungen im Zusammenhang mit den laufenden behördlichen Verfahren und Maßnahmen für Dieselfahrzeuge zurückzuführen. Darüber hinaus belasteten Vorleistungen für neue Technologien und Fahrzeuge sowie eine schwächere Preisdurchsetzung das EBIT. Eine ungünstige Wechselkursentwicklung und höhere Aufwendungen für Rohstoffe wirkten sich ebenfalls ergebnismindernd aus. Gegenläufig ergab sich ein positiver Effekt aus der Bewertung der Anteile an der Aston Martin Lagonda Global Holdings plc zum beizulegenden Zeitwert (111 Mio. €). Im Vorjahr war das Ergebnis durch Aufwendungen im Zusammenhang mit freiwilligen Servicemaßnahmen sowie einer Rückrufaktion (425 Mio. €) belastet gewesen. Gegenläufig hatten im Jahr 2017 Erträge im Rahmen der Beteiligung eines neuen Investors am digitalen Kartendienst HERE (183 Mio. €) das Ergebnis positiv beeinflusst. 

Daimler Trucks steigerte den Absatz im Berichtsjahr deutlich um 10% auf den Rekordwert von 517.300 (i. V. 470.700) Einheiten und schrieb damit das erfolgreichste Jahr aller Zeiten. Der Umsatz lag mit 38,3 (i. V. 35,8) Mrd. € ebenfalls signifikant über dem Vorjahreswert. Das EBIT des Geschäftsfelds stieg im Jahr 2018 deutlich um 16% auf 2.753 Mio. €. Die Umsatzrendite betrug 7,2 (i. V. 6,7)%. 

Die positive Ergebnisentwicklung war vor allem auf einen höheren Absatz in der NAFTA-Region sowie auf die Realisierung von Effizienzverbesserungen zurückzuführen. Belastungen resultierten 2018 aus Wechselkurseffekten und höheren Aufwendungen für Rohstoffe. Mehrkosten, die sich vor allem aus Engpässen in der Zulieferkette ergaben, wirkten sich ebenfalls ergebnismindernd aus. Das EBIT des Vorjahres enthielt Erträge aus dem Verkauf von Immobilien durch die Mitsubishi Fuso Truck and Bus Corporation in Japan von 267 Mio. €. Darüber hinaus waren Aufwendungen im Rahmen der Fixkostenoptimierung (172 Mio. €) enthalten. 

Mercedes-Benz Vans erzielte im Geschäftsjahr 2018 den fünften Absatzrekord in Folge. Mit 421.400 Einheiten wurde der Vorjahreswert um 5% übertroffen. Auch der Umsatz lag mit 13,6 (i. V. 13,2) Mrd. € über dem Vorjahresniveau. Das Geschäftsfeld erzielte im Jahr 2018 mit 312 (i. V. 1.147) Mio. € ein EBIT deutlich unter dem Niveau des Vorjahres. Die Umsatzrendite betrug 2,3 (i. V. 8,7)%. 

Der Absatzanstieg, insbesondere in der NAFTA-Region, in China und in Westeuropa, hatte einen positiven Einfluss auf das Ergebnis. Gegenläufig war das EBIT jedoch von Vorleistungen für neue Technologien und Produkte sowie Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Modellwechsel des Sprinter geprägt. Darüber hinaus belasteten Aufwendungen im Zusammenhang mit laufenden behördlichen Verfahren und Maßnahmen für Dieselfahrzeuge, Auslieferungsverzögerungen und Neubewertungen von Vermögensgegenständen im Zusammenhang mit Produktionskapazitäten das EBIT. 

Daimler Buses verkaufte im Berichtsjahr weltweit 30.900 (i. V. 28.700) Busse und Fahrgestelle. Der Umsatz lag mit 4,5 Mrd. € auf dem Niveau des Vorjahres. Das EBIT ging leicht auf 265 (i. V. 2 81) Mio. € zurück. Die Umsatzrendite belief sich auf 5,9 (i. V. 6,2)%. 

Der deutliche Absatzanstieg war insbesondere auf die sich langsam erholende brasilianische Wirtschaft, auf eine erfreulich hohe Nachfrage im wichtigen Markt EU30 und das Wachstum in Indien zurückzuführen. Der Rückgang des Ergebnisses durch den Produktmix und den inflationsbedingten Kostenanstieg konnte durch den höheren Absatz teilweise kompensiert werden. 

Im Laufe des Jahres 2018 schloss Daimler Financial Services neue Finanzierungs- und Leasingverträge im Wert von insgesamt 71,9 (i.V. 70,7) Mrd. € ab. Rund die Hälfte aller Neufahrzeugverkäufe der automobilen Geschäftsfelder wurde im Jahr 2018 durch die Absatzfinanzierung von Daimler Financial Services unterstützt. Insgesamt standen Ende 2018 über 5,2 Mio. finanzierte oder verleaste Fahrzeuge in den Büchern – das entspricht einem Anstieg des Vertragsvolumens um 10% auf 154,1 Mrd. €. Das Geschäftsfeld erzielte 2018 ein Ergebnis von 1.384 Mio. € und lag damit um 30% unter dem Vorjahreswert. Die Eigenkapitalrendite lag bei 11,1 (i. V. 1 7,7)%. 

Wesentlich beeinflusst wurde das Ergebnis durch die Einigung über die Beendigung der Toll Collect-Schiedsverfahren. Diese belasteten das Ergebnis mit 418 Mio. €. Das gestiegene Zinsniveau wirkte sich ebenfalls negativ auf das Ergebnis aus. Im weiterhin relativ stabilen Risikoumfeld verzeichnete Daimler Financial Services zudem steigende Kreditrisikokosten in einzelnen Märkten. Positive Effekte ergaben sich durch das gestiegene Vertragsvolumen.

Auch im Jahr 2018 hat Daimler Financial Services das Angebot an innovativen Mobilitätsdienstleistungen weiter ausgebaut. car2go konnte die Zahl der registrierten Nutzer auf 3,6 (i.V. 3,0) Mio. steigern und damit die Position als führendes Unternehmen beim flexiblen Carsharing festigen. Weiterentwickelt wurde auch die moovel App, mit der die Kunden in Deutschland verkehrsmittelübergreifend die für sie beste Verbindung von A nach B finden und Services wie beispielsweise car2go oder mytaxi sowie Nahverkehrsfahrten direkt buchen und bezahlen können. In den USA ist moovel einer der führenden Anbieter mobiler Ticketing-Lösungen für Verkehrsunternehmen. Insgesamt bietet moovel North America 19 Services in 15 US-amerikanischen Städten an. Die Anzahl der registrierten moovel-Nutzer in Deutschland und den USA stieg zum Jahresende 2018 auf 6,2 (i. V. 3,7) Mio. Die hinter mytaxi stehende Ride-Hailing-Gruppe hat ihre Position als einer der führenden Anbieter von Taxi-Apps in Europa im Jahr 2018 durch die mehrheitliche Übernahme von Chauffeur Privé weiter ausgebaut. Das Serviceangebot wurde auf zwölf europäische Länder und zwei stark wachsende Märkte in Südamerika ausgeweitet. Die Zahl der registrierten Nutzer verdoppelte sich nahezu auf 21,3 (i.V. 11,1) Mio. 

„Unsere Mobilitätsdienstleistungen haben sich im vergangenen Jahr hervorragend weiter-entwickelt und zählen nun rund 31 Mio. registrierte Nutzer. Jetzt wollen wir unsere Power und unser Know how in eine Partnerschaft mit BMW einbringen. Wir sind überzeugt, dass wir unseren Kunden gemeinsam ein noch besseres Mobilitätsangebot machen können. Denn unsere Services ergänzen sich hervorragend. Unser gemeinsames Ziel ist es, einen Champion im Markt für urbane Mobilität zu schaffen“, sagte Uebber

Die Daimler AG und die BMW Group bündeln ihre Kräfte, um ihren Kunden künftig Services für nachhaltige, urbane Mobilität aus einer Hand anzubieten. Mittlerweile liegt die Zustimmung der Wettbewerbsbehörden für das gemeinsame Unternehmen vor. Nach Abschluss der umfangreichen Transaktion zum 31. Januar 2019 wird das neue Mobilitätsunternehmen im ersten Quartal gemeinsam mit der Daimler AG und der BMW Group die nächsten Schritte vorstellen. Der Hauptsitz des neuen, weltweit agierenden Mobilitätsunternehmens ist in Berlin. Ziel ist es, gemeinsam einen bedeutenden Player für nahtlos und intelligent vernetzte Mobilitätsdienstleistungen zu schaffen. Berlin als Kreativitätshub und Innovationsschmiede ist dafür der richtige Standort. Das paritätische Joint-Venture vereint folgende fünf Angebote: Plattform für On-Demand-Mobility und Multimodalität, Carsharing, Ride-Hailing, Parken und Laden. 

Die Überleitung der operativen Ergebnisse der Geschäftsfelder auf das EBIT des Konzerns umfasst die zentral verantworteten Sachverhalte sowie Ergebniseffekte aus der Eliminierung konzerninterner Transaktionen zwischen den Geschäftsfeldern. Aus den zentral verantworteten Sachverhalten sind Aufwendungen von 757 (i.V. 232) Mio. € entstanden. In beiden Jahren sind insbesondere Aufwendungen für rechtliche Verfahren enthalten. Ursächlich für den Anstieg sind unter anderem höhere Aufwendungen im Zusammenhang mit der divisionalen Weiterentwicklung des Unternehmens (»Projekt Zukunft«). Des Weiteren belastete eine Wertminderung des At-equity-Buchwerts an BAIC Motor Corporation Ltd. von 150 Mio. € das Ergebnis. Gegenläufig hatte sich im Vorjahr eine Wertaufholung des At-equity-Buchwerts an BAIC Motor von 240 Mio. € ausgewirkt. Aus der Eliminierung konzerninterner Transaktionen ergab sich im Jahr 2018 ein Aufwand von 41 (i. V. 44) Mio. €. 

Investitionen in Zukunft nochmals erhöht 

Um das Kerngeschäft zu stärken und die Chancen aus der Transformation der Automobil-industrie zu nutzen, wurden im Berichtsjahr die Investitionen nochmals erhöht. Daimler will aus einer führenden Position heraus den tiefgreifenden technologischen Wandel in der Automobilindustrie federführend mitgestalten und bei der Entwicklung der Zukunftsfelder CASE (Connectivity, Autonomous, Shared & Services und Electric) auch künftig eine Vorreiterrolle einnehmen. Dies erfordert umfangreiche Investitionen in innovative Produkte und neue Technologien sowie in die Erweiterung des weltweiten Produktionsnetzwerks. 

Die Forschungs- und Entwicklungskosten stiegen im Geschäftsjahr auf 9,1 (i.V. 8,7) Mrd. €. Diese stehen in erster Linie im Zusammenhang mit der Entwicklung neuer Modelle sowie der Modellpflege, mit der Weiterentwicklung von effizienten und umweltschonenden Antriebsarten sowie Sicherheitstechnologien, mit dem autonomen Fahren und mit der digitalen Vernetzung der Produkte. Die Investitionen in Sachanlagen wurden von einem bereits hohen Niveau ausgehend nochmals deutlich auf 7,5 (i. V. 6,7) Mrd. € erhöht. Umfangreiche Mittel flossen bei Mercedes-Benz Cars in die Zukunftsfähigkeit und Modernisierung der deutschen Produktionsstandorte, in die Erweiterung des globalen Produktionsnetzwerks sowie die Vorbereitung der Produktion auf die Elektromobilität. Daimler Trucks investierte unter anderem in neue Produkte sowie die Optimierung des weltweiten Produktionsnetzwerks. Bei Mercedes-Benz Vans standen die Investitionen in die Produktion der neuen Sprinter-Generation im Vordergrund. 

Erfolgreiche Strategie: CORE, CASE, CULTURE, COMPANY, CUSTOMER  

Durch fünf eng miteinander verknüpfte Bausteine treibt Daimler den größten Wandel in der Unternehmensgeschichte voran. Im Rahmen der 5C-Strategie soll das globale Kerngeschäft gestärkt (CORE) und gleichzeitig eine führende Rolle in den Zukunftsfeldern (CASE) besetzt werden. Darüber hinaus werden die Unternehmenskultur erneuert (CULTURE) sowie die kunden- und marktorientierten Strukturen gestärkt (COMPANY). Im Zentrum der Aktivitäten steht das fünfte und wichtigste C: der Kunde (CUSTOMER). Ziel ist es, die Prozesse und die Organisation noch stärker kundenzentriert auszurichten, um die besten Produkte und Lösungen für die vielfältigen Mobilitätsbedürfnisse der Kunden zu entwickeln.

„Ziel der 5C-Strategie von Daimler ist es, das Unternehmen für die Herausforderungen und Chancen des neuen Mobilitätszeitalters aufzustellen, ein führender Fahrzeughersteller zu bleiben und gleichzeitig ein führender Anbieter von Mobilitätsdiensten zu werden“, sagte Uebber. „Auch die Vorbereitungen für unser »Projekt Zukunft« mit der Umwandlung der automobilen Geschäftsfelder in rechtlich selbstständige Einheiten und der Daimler AG als Dachgesellschaft kommen gut voran und laufen planmäßig.“ 

Im Oktober 2017 hatte Daimler das »Projekt Zukunft« erstmals angekündigt. Die Zustimmung der Aktionäre zur Umsetzung der neuen Struktur soll auf der Hauptversammlung am 22. Mai 2019 eingeholt werden. Das Projekt sieht die Umwandlung der heutigen Geschäftsfelder Mercedes-Benz Cars und Mercedes-Benz Vans in die Mercedes-Benz AG sowie Daimler Trucks und Daimler Buses in die Daimler Truck AG als jeweils rechtlich selbstständige Unternehmen vor. Die bereits rechtlich selbstständige Daimler Financial Services AG, die schon heute für die Mobilitätsangebote innerhalb des Konzerns steht, wird voraussichtlich ab Juli 2019 Daimler Mobility AG heißen. 

Die Daimler AG als Dachgesellschaft wird Governance-, Strategie- und Steuerungsfunktionen wahrnehmen sowie konzernübergreifende Dienstleistungen anbieten und bestehende Synergien sichern. Die Verantwortung für die konzernweite Finanzierung wird weiterhin bei der allein börsennotierten Daimler AG als operativer Management-Holding liegen. 

Mit rechtlich selbstständigen Geschäftseinheiten schafft Daimler eine größere Nähe zum Kunden und ermöglicht eine punktgenauere Marktbearbeitung. Damit können die einzelnen Geschäftseinheiten schneller und präziser auf neue Trends, Technologiesprünge und unvorhergesehene Marktentwicklungen reagieren. Durch die Zuweisung größerer Verantwortung an das Management in den neuen rechtlichen Einheiten unterhalb der Daimler AG erhöhen sich zudem unternehmerische Handlungsspielräume und das Innovationstempo. Gleichzeitig will das Unternehmen dem immer schnelleren technologischen Wandel Rechnung tragen. Im Verbund des Daimler-Konzerns sollen weiterhin Größenvorteile und Synergien erhalten werden. 

„Unser Anspruch ist klar: Wir wollen den technologischen Wandel von der Spitze weg gestalten. Dazu haben wir bereits eine neue Unternehmens- und Führungskultur etabliert. Darüber hinaus arbeiten wir an unserem Selbstverständnis, unserem Purpose. Für unser größtes Geschäftsfeld Mercedes-Benz Cars ist der Leitsatz: »First move the world«. In den anderen Geschäftsfeldern sind wir ebenfalls dabei, ein Selbstverständnis zu erarbeiten“, sagte Zetsche. Unternehmen mit einem tieferen Sinn sind nachweislich erfolgreicher: Purpose inspiriert Innovation, steigert die Leistung und Kundenzufriedenheit und motiviert Mitarbeiter. Mehr dazu:

https://www.daimler.com/konzern/corporate-governance/vorstand/zetsche/linkedin/why.html

Ausblick: Weltwirtschaft mit solidem Wachstum  

Zu Jahresbeginn 2019 weist die Weltwirtschaft ein etwas schwächeres Wachstumstempo auf als im Vorjahr, entwickelt sich aber insgesamt weiterhin solide. Daimler geht davon aus, dass sich diese moderate Verlangsamung auch im weiteren Jahresverlauf fortsetzen wird. Dabei sind vor allem die Wachstumsperspektiven für die Industrieländer etwas verhaltener als im Vorjahr, während sich die Schwellenländer in Summe auf einem ähnlichen Wachstums-niveau entwickeln sollten. Insgesamt dürfte die Weltwirtschaft im Jahr 2019 mit einem Wachstum von knapp 3% zwar immer noch solide, aber spürbar langsamer expandieren als im Vorjahr. Daimler rechnet damit, dass die weltweite Pkw-Nachfrage im Jahr 2019 auf dem Niveau des Vorjahres liegen wird. Die Nachfrage nach mittelschweren und schweren Lkw dürfte in den für Daimler relevanten Regionen unterschiedlich ausfallen, insgesamt wird aber mit weiterhin günstigen Marktbedingungen gerechnet. 

Ausblick: Automobilabsatz wird weiter steigen 

Mit einem attraktiven und innovativen Modellportfolio strebt Mercedes-Benz Cars an, den Wachstumskurs im Jahr 2019 fortzusetzen. Insgesamt soll der Absatz leicht gesteigert und damit abermals ein Rekordwert erreicht werden. Im Jahr 2019 beabsichtigt Mercedes-Benz mehr als ein Dutzend neue und überarbeitete Fahrzeuge auf den Markt zu bringen. Vor allem die neuen Kompaktwagen dürften sich positiv im Absatz niederschlagen. Auch im wachstumsstarken Segment der Geländewagen ist Mercedes-Benz mit den neuen GLE und GLS sowie der Modellpflege des beliebten GLC gut positioniert. Mercedes-AMG sollte im Jahr 2019 ein Garant für den Erfolg im Performance-Segment sein. 

Unter der Produkt- und Technologiemarke EQ, die für »Elektrische Intelligenz« steht, werden sowohl Fahrzeuge als auch Services rund um die Elektromobilität angeboten. Bis zum Jahr 2022 will Mercedes-Benz Cars das gesamte Portfolio elektrifizieren. Ziel ist es, den Kunden in jedem Segment unterschiedliche elektrifizierte Alternativen anbieten zu können: vom smart über die Kompaktwagen bis zum großen SUV. Im Jahr 2019 kommt der erste vollelektrische SUV von Mercedes-Benz, der EQC (Stromverbrauch kombiniert: 22,2 kWh/100 km; CO2-Emissionen kombiniert: 0 g/km, vorläufige Angaben), auf den Markt. Insgesamt soll das Portfolio bis zum Jahr 2022 mehr als 130 elektrifizierte Varianten umfassen. Darin enthalten sind vollelektrische Fahrzeuge, Plug-in-Hybride und Modelle mit 48-Volt-Technologie. 

Bis zum Jahr 2025 sollen, abhängig vom Ausbau der öffentlichen Infrastruktur und von den Kundenpräferenzen, 15 bis 25% der verkauften Pkw rein elektrisch sein. Dafür plant Mercedes-Benz Cars mehr als zehn reine Elektro-Pkw auf den Markt zu bringen. Als Pionier des elektrischen Fahrens strebt die Marke smart als erste Automobilmarke den konsequenten Umstieg vom Verbrenner auf den Elektroantrieb an. Nach der Umstellung in den USA und Kanada wird die Marke smart bis zum Jahr 2020 auch in Europa vollständig auf den elektrischen Antrieb setzen. Der Rest der Welt soll kurz darauf folgen. 

Daimler Trucks geht für das Jahr 2019 von einer leichten Steigerung des Absatzes gegenüber dem Vorjahr aus. Dazu dürften die NAFTA-Region, Brasilien, die Region EU30 und Indien positiv beitragen. In Japan und Indonesien erwartet das Geschäftsfeld, in etwa den Absatz des Vorjahreszeitraums zu erreichen. Nach den erheblichen wirtschaftlichen Unsicherheiten im vergangenen Jahr geht das Geschäftsfeld in der Türkei von leicht rückläufigen Verkäufen aus. 

Mercedes-Benz Vans plant für das Jahr 2019 einen deutlichen Absatzanstieg. Starkes Wachstum wird in den USA erwartet. In der Region EU30 wird mit einem leichten Zuwachs gerechnet. Zum Absatzwachstum im Jahr 2019 soll insbesondere der neue Sprinter beitragen, der Mitte 2018 eingeführt wurde. 

Daimler Buses rechnet 2019 mit einer deutlichen Absatzsteigerung. Dabei wird ein leichtes Absatzwachstum in der Region EU30 und eine deutlich positive Absatzentwicklung in Indien unterstellt. Für Lateinamerika (ohne Mexiko) wird ein Absatz auf Vorjahresniveau erwartet. 

Daimler Financial Services strebt 2019 erneut einen Zuwachs beim Vertragsvolumen sowie einen leichten Anstieg beim Neugeschäft an. Neue Marktpotenziale sollen über flexiblere Leasing- und Mietprodukte erschlossen werden. Dazu kommt der Ausbau der Online-Vertriebskanäle. 

Ausblick: Leichte Steigerung von Absatz und Umsatz erwartet  

Auf Basis der Planungen der Geschäftsfelder geht Daimler davon aus, dass Absatz und Umsatz im Jahr 2019 leicht gesteigert werden können. Wechselkurseffekte werden die Umsatzentwicklung im Jahr 2019 voraussichtlich negativ beeinflussen. Mercedes-Benz Cars rechnet im Jahr 2019 mit einem leicht steigenden Umsatz. Dämpfend könnten sich der höhere Anteil von Kompaktmodellen am Gesamtabsatz sowie der fortgeschrittene Lebenszyklus bei einigen Modellen auswirken. Aufgrund der positiven Absatzerwartungen planen die Geschäftsfelder Daimler Trucks, Mercedes-Benz Vans und Daimler Buses deutliche Zuwächse beim Umsatz. Daimler Financial Services rechnet mit einem leichten Umsatzanstieg. 

Ausblick: Konzern-EBIT leicht über dem Niveau des Vorjahres 

Auf Basis der erwarteten Marktentwicklung sowie der Planungen der Geschäftsfelder rechnet Daimler damit, dass das Konzern-EBIT im Jahr 2019 leicht über dem Niveau des Jahres 2018 liegen wird. Darin enthalten ist auch ein signifikanter, positiver Bewertungs- und Ergebniseffekt im Geschäftsfeld Daimler Financial Services aus der Zusammenlegung der Mobilitätsdienste der Daimler AG und der BMW Group. Das erwartete Absatz- und Umsatzwachstum in allen Geschäftsfeldern wird positiv zur Ergebnisentwicklung beitragen. 

Dämpfend auf das Konzern-EBIT wirken sich die weiterhin sehr hohen Vorleistungen aus: für die Modelloffensiven, für innovative Technologien, insbesondere zur Senkung von Verbrauchswerten und zur Elektrifizierung, für die Digitalisierung der Produkte und Prozesse sowie für den Ausbau und die Modernisierung der weltweiten Produktionskapazitäten. Dazu kommen der signifikante Anstieg der Materialkosten durch höhere Rohstoffpreise sowie negative Wechselkurseffekte bei Mercedes-Benz Cars und Mercedes-Benz Vans. Außerdem ist für das Jahr 2019 auf Konzernebene ein mittlerer dreistelliger Millionenbetrag für die Umsetzung der neuen Unternehmensstruktur (»Projekt Zukunft«) eingeplant. Bei Daimler Financial Services dürfte das Ergebnis durch die Normalisierung der Kreditrisikokosten sowie durch weitere Investitionen in den Ausbau der Digitalisierung sowie der Mobilitätsdienst-leistungen belastet werden. 

Für die Prognose der Profitabilität der Geschäftsfelder wird Daimler ab sofort anstelle des EBIT die Umsatzrendite (Return on Sales – RoS) und für Daimler Financial Services die Eigenkapitalrendite (Return on Equity – RoE) heranziehen. Damit wird eine Verbindung der Prognose für das laufende Geschäftsjahr und den strategischen Zielrenditen hergestellt. Die einzelnen Geschäftsfelder haben für das Jahr 2019 die folgenden Renditeerwartungen: 

Mercedes-Benz Cars: Umsatzrendite 6% bis 8%

Daimler Trucks: Umsatzrendite 7% bis 9%

Mercedes-Benz Vans: Umsatzrendite 5% bis 7%

Daimler Buses: Umsatzrendite 5% bis 7%

Daimler Financial Services: Eigenkapitalrendite 17% bis 19% 

„Mit der Prognose für Mercedes-Benz Cars und Mercedes-Benz Vans liegen wir unter unseren langfristigen Zielrenditen. Damit können und wollen wir nicht zufrieden sein. Deshalb haben wir begonnen, umfassende Gegenmaßnahmen zu erarbeiten. Unser Anspruch ist, bis 2021 wieder in unseren angestrebten Renditekorridor von acht bis zehn Prozent zu kommen. Bei Trucks und Buses werden wir die bereits gestarteten Maßnahmen konsequent weiterführen und bündeln. Damit wollen wir unsere Zielrendite von acht Prozent nachhaltig erreichen und weiteres Renditepotenzial erschließen. Für alle Divisionen gilt: Ein profitables Geschäft ist die Voraussetzung, um auch künftig in neue Technologien und Produkte investieren zu können“, sagte Zetsche

Ausblick: Free Cash Flow des Industriegeschäfts leicht über Vorjahreswert erwartet 

Die eher verhaltene Ergebnisentwicklung im Automobilgeschäft wird sich im Jahr 2019 auch im Free Cash Flow des Industriegeschäfts niederschlagen. Belastend werden sich die weiterhin hohen Vorleistungen für neue Produkte und Technologien auswirken. Hinzu kommen die Kosten für das »Projekt Zukunft« zur Umsetzung der neuen Konzernstruktur. Unter diesen Voraussetzungen geht Daimler dennoch davon aus, dass der Free Cash Flow des Industriegeschäfts leicht über dem Vorjahreswert liegen dürfte. 

Ausblick: Zukunftsinvestitionen auf hohem Niveau 

„Daimler verfügt weiterhin über eine hohe Nettoliquidität und eine robuste Bilanz. Damit wir auch in Zukunft konsequent in weiteres Wachstum und neue Technologien investieren können, müssen wir unsere Effizienz weiter verbessern und daran arbeiten, Daimler so flexibel wie möglich aufzustellen“, sagte Uebber. Insgesamt wird Daimler 2019 und 2020 knapp 15 Mrd. € in Sachanlagen sowie mehr als 18 Mrd. € in Forschungs- und Entwicklungsprojekte investieren. Über alle industriellen Geschäftsfelder hinweg treibt Daimler die Entwicklung von neuen, emissionsarmen Verbrennungsmotoren, der Elektromobilität sowie der Konnektivität der Fahrzeuge voran und arbeitet an innovativen Sicherheitstechnologien für das automatisierte und autonome Fahren. Bei Mercedes-Benz Cars fließt ein Großteil der Investitionen in die Erneuerung des Produktportfolios. Die wichtigsten Einzelprojekte sind die Nachfolgemodelle für die neue C-Klasse, die S-Klasse, die neuen Kompaktfahrzeuge sowie der weitere Ausbau der Modellpalette der Produkt- und Technologiemarke EQ. Bei Daimler Trucks spielen zusätzlich maßgeschneiderte Produkte und Technologien für wichtige Wachstumsmärkte eine große Rolle. 

Ausblick: Beschäftigtenzahl sollte geringfügig wachsen 

Aufgrund des erwarteten Wachstums und weiterer Effizienzsteigerungen geht das Unternehmen davon aus, dass der Personalbestand geringfügig wächst. Zusätzliche Arbeitsplätze werden insbesondere durch den Ausbau des internationalen Produktionsnetzwerks, in den Forschungs- und Entwicklungsbereichen sowie in den technologischen Zukunftsfeldern – insbesondere Elektromobilität und Digitalisierung – entstehen. Unternehmen, die Daimler gemeinsam mit chinesischen Partnern betreibt und die in der Mitarbeiterzahl von Daimler nicht berücksichtigt sind, werden voraussichtlich ebenfalls zusätzliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einstellen. 

„Das Umfeld bleibt 2019 äußerst herausfordernd. Mit unserem wettbewerbsfähigen Kerngeschäft können wir aus einer Position der Stärke agieren und unsere Zukunft selbst gestalten“, sagte Zetsche. „2019 wird für Daimler ein Jahr großer Veränderungen: Wir stellen unser Unternehmen strukturell neu auf. Wir beschleunigen den Kurs in die Ära der Elektromobilität. Wir stoßen bei Connectivity, dem autonomen Fahren und den Mobility Services in neue Dimensionen vor. Jedes dieser Themen eröffnet Daimler für die Zukunft enorme Gestaltungsmöglichkeiten. Wir haben den Willen und die Fähigkeiten, sie zu nutzen.“

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