Fahrerlager-Geschichten – Schlagabtausch der DTM-Titelanwärter Paul Di Resta & Gary Paffett

10.
Oktober 2018
Stuttgart

Am kommenden Wochenende steht das große Finale der DTM-Saison 2018 in Hockenheim auf dem Programm: Paul Di Resta und Gary Paffett trennen im Titelkampf nur vier Punkte an der Tabellenspitze.

  • Das ist passiert: Ergebnisse & Fakten
  • Neuigkeiten aus den Mercedes-AMG Motorsport-Teams
  • 3 Fragen an Paul Di Resta & Gary Paffett
  • Social Media News: Was gibt’s Neues online?

Das ist passiert: Ergebnisse & Fakten

  • Formel 1: Lewis Hamilton und Valtteri Bottas erzielen in Suzuka den zweiten Doppelsieg des Teams innerhalb einer Woche
  • VLN: Patrick Assenheimer und Dominik Baumann gewinnen den achten Saisonlauf auf der Nordschleife vor Edoardo Mortara und Renger van der Zande

Newssplitter

Stat-Attack - Japan GP: Suzuka feierte am vergangenen Wochenende ein kleines Jubiläum: Zum 30. Mal fand ein Formel 1 Grand Prix auf der legendären Strecke in Form einer Acht statt. In diesen 30 Rennen gab es 15 verschiedene Sieger - viermal stand Lewis Hamilton ganz oben auf dem Podium. Der viermalige Weltmeister sicherte sich am vergangenen Wochenende nicht nur seine 80. Formel 1-Pole, sondern auch seinen 71 Grand Prix-Sieg. Sein neunter Saisonsieg stellte zudem seinen 50. Erfolg gemeinsam mit dem Team aus Brackley dar. Valtteri Bottas erzielte mit Platz zwei seinen ersten Podestplatz auf japanischem Boden und den 30. in seiner Formel 1-Laufbahn. Für das Team war Suzuka der zweite Doppelsieg innerhalb einer Woche, der vierte in dieser Saison, und der fünfte Erfolg in Serie auf dem Suzuka Circuit.

Auf nach Hockenheim: Es ist soweit - am kommenden Wochenende fällt die Entscheidung im packenden Meisterschaftskampf der DTM. Mit Paul Di Resta (229 Punkte), Gary Paffett (225 Punkte) und René Rast (199 Punkte) befinden sich noch drei Fahrer im Titelkampf. Das Heimrennen von Mercedes-AMG Motorsport ist aber nicht nur deswegen ein ganz besonderes: zum Abschluss ihrer Jubiläumssaison in der DTM absolviert die Marke an diesem Wochenende ihre letzten beiden Rennen in der Tourenwagenserie. Der Hockenheimring war dabei bislang ein gutes Pflaster für das Team: mit 35 Siegen ist Mercedes-AMG der erfolgreichste Hersteller auf dem Traditionskurs. Mit Gary (5 Siege), Paul, Edoardo Mortara (je 2 Siege) und Lucas Auer (1 Sieg) haben vier der sechs Fahrer bereits in Hockenheim gewonnen. Zuletzt war dort Gary beim Saisonauftaktrennen Anfang Mai erfolgreich.

Doppelerfolg- und Klassensieg bei der VLN 8: Im Mercedes-AMG GT3 #13 gewinnt das Team AutoArena Motorsport mit den Fahrern Patrick Assenheimer (GER) und Dominik Baumann (AUT) den achten VLN-Lauf und holt sich damit zugleich seinen ersten Gesamtsieg bei der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring. Vor dem neunten und letzten Rennen des Jahres liegt Assenheimer nun auf dem dritten Rang der Klasse SP9 PRO mit Chancen auf die begehrte VLN-Klassensieger-Trophäe 2018. Mit dem zweiten Gesamtplatz krönen Edoardo Mortara (ITA) und Renger van der Zande (NED) von SPS automotive-performance das Rennwochenende in der Eifel. Zum Doppelerfolg für Mercedes-AMG Motorsport gesellt sich ein Klassensieg in der SP10 durch den Mercedes-AMG GT4 #163 von BLACK FALCON Team IDENTICA: Der erste Platz im 50. ADAC Barbarossapreis durch Hubert Haupt, Stefan Karg, Fidel Leib und Moritz Oberheim (alle GER) ist bereits der vierte Klassensieg des Teams in der laufenden VLN-Saison. In der Meisterschaftswertung liegt das Team auf dem zweiten Platz.

Podiumsplätze und Vizemeisterschaft in der DMV GTC: Bei achten und letzten Station der DMV-GTC in Hockenheim konnten sich im ersten Wertungslauf am Samstag Mario Hirsch (GER) im Mercedes-AMG GT3 #40 und Ernst Kirchmayr (AUT) in der Startnummer 20 von Race-Art.eu mit den Plätzen fünf und sechs in den Top Ten platzieren. In der Startnummer 5 von équipe Vitesse sicherte sich Kenneth Heyer (GER) im zweiten Rennen Platz zwei und holte sich damit die Vizemeisterschaft in der Klasse 1. Das Team Winward Racing / HTP Motorsport mit Russel Ward (USA) im Mercedes-AMG GT3 fuhr von Startplatz vier auf den dritten Rang vor. Am Freitag gelang dem US-Amerikaner zusammen mit Fabian Vettel beim DUNLOP 60-Rennen mit dem dritten Platz ebenfalls der Sprung aufs Podium. In der Klasse 1 Pro-AM holte Dietmar Haggenmüller (GER) im Mercedes-AMG GT3 #55 mit souveränem Vorsprung die Meisterschaft in der Sonderwertung 2018.

Internationale Podien und Rennerfolge: Beim Campeonato de España Resistencia auf dem Circuito del Jarama feierte das Team Drivex School einen Sieg im ersten Rennen durch Antonio Escámez und Miguel Ángel de Castro (beide ESP) im SLS AMG GT3. Der Mercedes-AMG GT4 von SPV Racing mit den Fahrern Christer Lindholm und Gregor Dobrowolski (beide SWE) fuhr in der Klasse 3 bis auf Rang zwei vor. Im zweiten Rennen gelang den Schweden beim letzten Lauf der Serie der Klassensieg. In der China Endurance Championship setzte sich T.K.R. Racing auf dem Wuhan Street Circuit durch: Melvin Moh (MAS), Xu Wei und Han Songting (beide CHN) machten mit dem Mercedes-AMG GT3 #777 in dem 2-Stunden-Rennen sowohl den Klassen- als auch den Gesamtsieg klar. In der China GT Championship, die ebenfalls in Wuhan stattfand, gelang dem Team D2 RACING SPORT im Mercedes-AMG GT3 #2 mit dem Fahrer Kuo Kuo Hsin (CHN) der Klassensieg im ersten Rennen. Auf dem japanischen Fuji Speedway holte Koshido Racing im zweiten Rennen den Klassen- und Gesamtsieg des Tages in der Super Car Race Series im SLS AMG GT3 #11 mit dem Fahrerduo Katsuyuki Hiranaka und Motoharu Sato (beide JAP). Auch beim GT4 Central European Cup im niederländischen Zandvoort gab es beim letzten Event der Saison einen Klassensieg und mehrere Podiumsplatzierungen zu feiern: Im ersten Rennen kämpfte sich das Selleslagh Racing Team mit Nicolas Vandierendonck (BEL) und Bas Schouten (NED) im Mercedes-AMG GT4 #30 auf Platz zwei des Pro-AM Cups. Im Am Cup fuhr Freddy Fast (AUT) in der Startnummer 48 zunächst auf Position zwei, im zweiten Lauf gelang dem Österreicher dann der Klassensieg. In der Klassen- und Teammeisterschaft beenden Fast und Lechner Racing die Saison auf dem vierten Platz. Das Duo Vandierendonck/Schouten gelang mit Platz drei der Klassenwertung im letzten Rennen ein weiterer Sprung aufs Podium.

3 Fragen an Paul Di Resta & Gary Paffett

Welche Erwartungen hast Du vor dem letzten Rennwochenende in Hockenheim?

Paul Di Resta: Die Erwartungen sind wie bei jedem Rennen. Ich hoffe, dass wir mit einem guten Auto ins Rennwochenende gehen. Diesmal ist es natürlich ein besonderes Wochenende, da es um die Meisterschaft geht und wir diese vor dem Finale anführen. Entsprechend wollen wir es zu Ende bringen. Ich glaube, dass die Konstanz ein Schlüsselfaktor sein wird. Wir müssen sicherstellen, dass wir an beiden Tagen punkten und selbstverständlich wird auch das Qualifying, und hier vor allem die Punkte für die Top-3, eine entscheidende Rolle spielen. Jeder muss noch einmal nachlegen. Wir hatten bislang ein sehr solides Jahr und wir dürfen jetzt nicht nachlassen, sondern müssen sicherstellen, dass wir unser Hauptziel erreichen und Rast schlagen. Wenn uns das gelingt, hoffe ich auf einen guten Kampf um den Titel. Hoffentlich kommen viele Fans an die Strecke, um das Saisonfinale und die letzten beiden Rennen von Mercedes live zu erleben.

Gary Paffett: Ich erwarte an diesem Wochenende einen harten Kampf. Es wird sicher nicht einfach, aber wir hatten bislang an jedem Wochenende ein richtig konkurrenzfähiges Auto. Deshalb gehe ich davon aus, dass wir auch diesmal erwarten können, wettbewerbsfähig zu sein. Nichtsdestotrotz wird es garantiert hart. Nur weil wir die Meisterschaft anführen, bedeutet das noch lange nicht, dass wir locker an der Spitze sein werden. Wir müssen sehr hart arbeiten und genauso weitermachen, wie wir die anderen neun Rennwochenenden in dieser Saison bestritten haben.

Wie gefährlich kann euch René Rast im Titelkampf noch werden?

Paul Di Resta: Wenn man bedenkt, was zuletzt in Spielberg passiert ist, und wie sie das Rennen gehandhabt haben, ist René eine ziemliche Gefahr. Gleichzeitig können wir uns hier hoffentlich im Qualifying in eine stärkere Position bringen und dann alles auf das Rennsetup, das Teamwork, die Boxenstopps und die Rennstarts konzentrieren, sodass wir zu 100 Prozent konzentriert sind und sicherstellen, dass wir unsere Aufgaben erledigen. Ich erwarte aber, dass Audi in Hockenheim genauso stark sein wird.

Gary Paffett: René kann uns gefährlich werden. Wenn wir uns seine Pace seit Zandvoort ansehen, dann war er in diesem Zeitraum sehr stark. Aber auf der anderen Seite liegt er noch einige Punkte hinter uns. Er hat 30 Punkte Rückstand auf Paul und 26 auf mich. Wenn man uns das zu Saisonbeginn angeboten hätte, hätten wir es sicher angenommen. Seine Performance bedeutet aber, dass er eine gute Chance hat, an diesem Wochenende gegen uns zu kämpfen. Aber ich glaube, dass wir genügend Punkte Vorsprung haben, um vorne zu bleiben. Wir müssen sicherstellen, dass wir keine Fehler machen, aber ich bin zuversichtlich, dass wir die Saison mit einem Meister in einem Mercedes abschließen können.

Was ist es für ein Gefühl, zu wissen, dass ihr am Sonntag euer letztes DTM-Rennen mit Mercedes bestreiten werdet?

Paul Di Resta: Der Sonntag wird sicher ein trauriger Moment, schließlich bin ich schon so lange Teil der Mercedes-Familie, gerade in der DTM. Ich habe mit dem Team meine Profi-Karriere begonnen und heute bin ich mit 32 Jahren noch immer bei ihnen. Bis es soweit ist, kann ich aber nicht viel dazu sagen. Angesichts unserer Position, in der wir uns aktuell befinden, kann ich nicht allzu weit voraus denken. Wir müssen uns auf eine Sache konzentrieren und das ist die Performance abzurufen und das Ergebnis einzufahren, das wir benötigen, um den Titel zu gewinnen. Das Team hat in den letzten 30 Jahren eine fantastische Zeit erlebt und hoffentlich sind wir am Sonntagabend alle da, können diese feiern und uns an die schönen Momente erinnern.

Gary Paffett: Es ist schon ein bisschen seltsam. Weil wir mitten im Titelkampf stecken, hatte ich noch nicht genügend Zeit, um darüber nachzudenken, dass dies das letzte Rennen von Mercedes in der DTM, mein letztes Rennen mit Mercedes und überhaupt mein letztes DTM-Rennen für absehbare Zeit ist. Schließlich wechsle ich nach Saisonende in die Formel E. Das ist ein wichtiges Ereignis, aber ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass wir es spüren werden. Das wird schon noch eine Weile dauern. Mercedes und die DTM waren mein Leben. Ich habe meine gesamte Profi-Karriere in der DTM bei Mercedes verbracht. Deshalb ist dieser Abschied eine große Sache für mich. Hoffentlich können wir diese Zeit mit dem Gewinn des Fahrertitels krönen, aber wie gesagt, ich denke, dass es eine Weile brauchen wird, bis ich es verarbeitet habe. Am Sonntagabend wird es sicherlich ein komisches Gefühl sein.

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