Fahrerlager-Geschichten – Gary Paffett: „Ein unglaublich starkes Wochenende, an dem man die Widerstandsfähigkeit und Entschlossenheit der Jungs gesehen hat“

12.
September 2018
Stuttgart

Nur zwei Punkte trennen Gary Paffett und Paul Di Resta im Kampf um den Meistertitel in der DTM. Im Interview verrät Gary, wen er im Titelkampf noch auf der Rechnung hat...

  • Das ist passiert: Ergebnisse & Fakten vom Wochenende
  • Neuigkeiten aus den Mercedes-AMG Motorsport-Teams
  • 3 Fragen an Gary Paffett
  • Social Media News: Was gibt’s Neues online?

Das ist passiert: Ergebnisse & Fakten

  • DTM: Gary Paffett und Paul Di Resta erzielen in den beiden Rennen auf dem Nürburgring je einen Podestplatz
  • ADAC GT Masters: Nicolai Sylvest und Kim-Luis Schramm fahren im ersten Rennen auf dem Sachsenring auf das Podest

Newssplitter

Auf nach Singapur: Beim Nachtrennen in den Straßen von Singapur erwartet die Formel 1 am kommenden Wochenende eines der Saisonhighlights. Obwohl der „Marina Bay Street Circuit“ das Team in der jüngeren Vergangenheit vor schwierige Herausforderungen stellte, konnten Lewis Hamilton (2014, 2017) und Nico Rosberg (2016) drei der letzten vier Flutlichtrennen in Singapur gewinnen. Mit insgesamt drei Siegen liegt Lewis in dieser Disziplin einen Erfolg hinter seinem Titelrivalen Sebastian Vettel, der schon vier Mal in Singapur gewinnen konnte. Das gleiche Bild zeigt sich bei den Pole Positions, bei denen erneut drei auf Lewis und vier auf den heutigen Ferrari-Piloten entfallen. Mit je vier Siegen und Pole Positions liegt Mercedes-Power in beiden Wertungen gleichauf an der Spitze: einmal mit Renault (vier Siege) und einmal mit Ferrari (vier Poles).

Stat-Attack - Nürburgring: Nach 16 von 20 Saisonrennen könnte der Titelkampf in der DTM kaum spannender sein. Paul Di Resta reiste mit neun Punkten Vorsprung auf Gary Paffett zum drittletzten Rennwochenende der Saison. Aber bereits nach dem ersten Rennen auf dem Nürburgring hatte sich das Blatt im Titelkampf gewendet und Gary führte die Fahrerwertung mit acht Zählern Vorsprung auf Paul an. Nach dem zweiten Lauf trennen die beiden Titelkonkurrenten nun nur noch zwei Pünktchen. Bei noch zwei Rennwochenenden und vier ausstehenden Rennen ist die Meisterschaftsentscheidung zwischen den beiden DTM-Champions vollkommen offen. Schließlich sind in den verbleibenden vier Qualifyings und vier Rennen in dieser Saison noch 112 Punkte zu vergeben.

Dramatische Rennen auf der sächsischen Achterbahn: Auf dem Sachsenring wurde das sechste und somit vorletzte Saisonevent des ADAC GT Masters ausgetragen. Beide Läufe waren von hitzigen Duellen und zahlreichen gelben Flaggen geprägt: Das turbulente Samstagsrennen mit zwei Safety-Car-Phasen beendeten Kim-Luis Schramm (GER) und Nicolai Sylvest (DEN) auf Platz drei, das Duo Maximilian Buhk (GER) und Indy Dontje (NED) auf Platz fünf. Kein Glück hatten die Meisterschafts-Führenden Maximilian Götz und Markus Pommer (beide GER): Ihr Mercedes-AMG GT3 #47 vom MANN-FILTER Team HTP Motorsport wurde schon in Kurve zwei ins Kiesbett geschoben und Startfahrer Markus Pommer musste unverschuldet aufgeben. Im chaotischen zweiten Lauf sicherten sich Schramm/Sylvest mit Rang sechs erneut das beste Ergebnis der Mercedes-AMG GT3. Buhk/Dontje, die zunächst auf Platz sechs ins Ziel kamen, mussten eine nachträgliche Strafe hinnehmen und landeten auf Platz 22. Erneut hatten Götz/Pommer mit der Startnummer 47 Rennpech, als sie beim Start in der ersten Kurve einen Reifenschaden erlitten. Die anschließende Rennunterbrechung aufgrund mehrerer Unfälle nutzte das Team zur Reparatur. Vom Ende des Feldes startend blieben sie trotz Aufholjagd auf Platz 15 erneut ohne Punkte. Damit verlor auch das MANN-FILTER Team HTP Motorsport Punkte in der Meisterschaft, führt aber mit 32 Zählern Vorsprung die Teamwertung weiterhin an. Auch wenn Maximilian Götz und Markus Pommer an diesem Wochenende keine Punkte sammeln konnten, liegen sie auf einem aussichtsreichen zweiten Platz der Fahrerwertung mit nur vier Punkten Rückstand: „Für uns heißt es jetzt ‚all in‘. Wir müssen in Hockenheim voll angreifen und vor unseren Konkurrenten ins Ziel kommen. Es wird sehr schwer, aber wir geben alles und wollen beim letzten Rennen in zwei Wochen die Meisterschaft perfekt machen“, blickt Mercedes-AMG Fahrer Maximilian Götz auf das Saisonfinale auf dem Hockenheimring vom 21.-23. September.

In 24 Stunden viermal aufs Podium: Ein dritter Platz in der Gesamtwertung der 24H Series für IDEC Sport Racing, ein Doppelsieg in der Klasse A6-AM durch PROsport Performance und Hofor Racing sowie ein Podiumsplatz in der GT4-Kategorie durch QSR Racing School untermauerten die Langstrecken-Stärken des Mercedes-AMG GT3 und des Mercedes-AMG GT4 auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya. Und auch im Qualifying zeigten sich die Mercedes-AMG GT3 mit den Startnummern 5 (RAM Racing) und 85 (PROsport Performance) in starker Form: die beiden Teams duellierten sich um die Pole Position und brannten eine schnelle Runde nach der anderen in den neuen Asphalt der Rennstrecke. Am Ende des einstündigen Qualifyings holte sich Tom Onslow-Cole (GBR) mit RAM Racing die zweite Pole Position der laufenden Saison und Mercedes-AMG Fahrer Adam Christodoulou (GBR) vervollständigte die erste Startreihe mit nur 0,016 Sekunden Rückstand. In der Gesamtwertung der 24H Series European Championship bleibt PROsport Performance nach dem Rennen in Barcelona mit fünf Punkten Vorsprung in Führung. Das nächste Event findet vom 12.-13. Oktober mit einem 12-Stunden-Rennen in Spa-Francorchamps (Belgien) statt.

Sieg und Top-Platzierungen in Nordamerika: Der legendäre WeatherTech Raceway Laguna Seca in Kalifornien war Austragungsort für die vorletzten Läufe der nordamerikanischen IMSA-Rennserie. In der Continental Tire SportsCar Challenge hatte das Erfolgs-Duo Owen Trinkler und Hugh Plumb (beide USA) erneut einen Grund zum Feiern: Auf dem Kurs mit der spektakulären „Korkenzieher-Kurve“ erzielten sie in einem Herzschlagfinale auf den letzten Metern den dritten Sieg der Saison und ihr viertes Podium in Folge. In der letzten Runde des Rennens konnten sie sich noch vom dritten auf den ersten Rang verbessern und fuhren mit 0,333 Sekunden Vorsprung ins Ziel. Trinkler/Plumb führen die GT4-Fahrerwertung mit 31 Punkten Vorsprung an. In der WeatherTech SportScar Championship sicherten Jeroen Bleekemolen (NED) und Ben Keating (USA) mit Rang drei in der GTD-Klasse einen Podiumsplatz für das Mercedes-AMG Team Riley Motorsports im Mercedes-AMG GT3 #33. In der Team- und Fahrerwertung der IMSA bleiben sie mit 27 Punkten Rückstand auf dem dritten Rang mit theoretischen Chancen auf die Meisterschaft. Die Endurance-Wertung der Rennserie führt das Duo Bleekemolen/Keating mit zwei Punkten Vorsprung an. Die Meisterschaft wird mit dem 10-Stunden-Rennen in Road Atlanta vom 10.-13. Oktober entschieden.

3 Fragen an Gary Paffett

Gary, wie stufst Du das vergangene Rennwochenende auf dem Nürburgring ein?

Gary Paffett: Das Wochenende am Nürburgring war klasse und wir können damit zufrieden sein, wie es verlaufen ist. Die Pace des Autos war das ganze Wochenende über außerordentlich gut. Ich qualifizierte mich für beide Rennen in der ersten Reihe und habe die Pole am Samstag nur um drei Hundertstel sowie am Sonntag nur um sechs Tausendstel verpasst. Ich war also an beiden Tagen nah dran. Damit können wir sehr zufrieden sein. Am Samstag war es mit dem neuen Reglement für den Reifendruck schwierig, aber Platz drei war ein gutes Ergebnis. Am Sonntag hatten wir die Pace, um Zweiter zu werden und vielleicht sogar das Rennen zu gewinnen. Leider ist uns beim Boxenstopp ein Fehler unterlaufen, aber die Pace des Autos war exzellent. Gleichzeitig haben wir uns in der Meisterschaft vom zweiten auf den ersten Platz verbessert. Alles in allem war es ein großartiges Wochenende, mit dem wir zufrieden sein können.

Wie hart war der Zeitverlust beim Boxenstopp für Dich und das Team?

Gary Paffett: Das war sehr hart. Die Jungs üben so viele Boxenstopps und selten geht dabei etwas schief. Aber es ist für alle gleich. Jeder steht unter starkem Druck. Die Boxenmannschaft absolviert ihr eigenes Rennen und sie geben alles, um den Stopp so schnell wie möglich zu erledigen. Schon ein winziger Fehler kann dich ein oder zwei Zehntel kosten. Diesmal haben wir vier oder fünf Sekunden verloren, aber ich fühle mit den Jungs, weil sie nach dem Stopp auch noch warten mussten, während andere Autos durch die Boxengasse gefahren sind. Wir haben also nicht nur wegen des Fehlers beim Stopp Zeit verloren, sondern auch durch den Verkehr. Dafür konnten sie nichts. Das war hart und eine sehr schwere Strafe für einen kleinen Fehler. Es war schlimm für mich, fünf Plätze zu verlieren, aber auch für die Jungs, die am Auto arbeiten. Wir sind ein sehr starkes Team und alle unsere Mechaniker und Ingenieure sind super motiviert und engagiert. Nehmen wir die Situation nach Misano und vor dem Nürburgring als Beispiel: In Misano habe ich die Führung in der Meisterschaft verloren und keinen einzigen Punkt geholt. Danach kamen wir zum Nürburgring und hatten ein unglaublich starkes Wochenende, an dem man die Widerstandsfähigkeit und Entschlossenheit der Jungs gesehen hat.

Glaubst Du, dass die Meisterschaft nur zwischen den Mercedes-Fahrern entschieden wird? Oder sind Audi und BMW auch noch im Titelrennen?

Gary Paffett: Ich glaube schon, dass sie noch in Reichweite sind. Sie können die Meisterschaft noch gewinnen. Aber nach den letzten Rennwochenenden sehe ich BMW nicht mehr als realistischen Herausforderer. Sowohl Wittmann als auch Glock müssen sehr viele Punkte aufholen. Marco ist am Sonntag vor mir ins Ziel gekommen, aber ich denke nicht, dass sie so viel mehr Punkte als wir einfahren können, um noch den Titel zu gewinnen. Mathematisch ist noch alles drin, aber dafür muss bei uns schon etwas dramatisch schieflaufen. Bei René Rast andererseits... wer weiß? Er ist in Topform und hat seit Zandvoort unglaublich viele Punkte gesammelt. Damit hat er richtig viele Zähler auf uns gutgemacht. Noch liegt er mehr als 50 Punkte zurück, das ist schon viel, aber wenn er so weitermacht wie am letzten Wochenende, dann hat er definitiv noch eine Chance. Für den Moment sehe ich den Kampf aber zwischen Paul und mir. Wir müssen aber René im Auge behalten. Er ist keinesfalls raus aus dem Titelrennen.

Social Media News

#F1MeetsMotoGP: Was war los, als Moto2-Fahrer Niki Tuuli und die Moto3-Piloten Ayumu Sasaki sowie Adam Norrodin von PETRONAS Sprinta Racing die Mercedes Formel 1-Fabrik besuchten? Eine ganz besondere Tour mit unserem Ersatzfahrer George Russell!

Video ansehen: www.youtube.com/watch?v=CGPsD-ABAeM

#Monza: Wir werfen mit dem Team einen Blick hinter die Kulissen auf der legendären Strecke in Monza und lassen ein unvergessliches Wochenende beim Großen Preis von Italien 2018 noch einmal Revue passieren!

Video ansehen: www.youtube.com/watch?v=2vngl48NLRg

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