Über 1.000 Arbeitsplätze im neuen Motorenwerk in Jawor: Mercedes-Benz Cars feiert weiteren Fortschritt des neuen Hightech-Motorenwerks in Polen

22.
Juni 2018
Stuttgart / Jawor
  • Jadwiga Emilewicz, Ministerin für Unternehmertum und Technologie, und weitere polnische und deutsche Gäste aus Politik und Wirtschaft zu Gast beim offiziellen Richtfest in Jawor.
  • Markus Schäfer, Mitglied des Bereichsvorstands Mercedes-Benz Cars, Produktion und Supply Chain: „Das ist ein starkes Bekenntnis zum Standort und zur deutsch-polnischen Freundschaft.“
  • Jawor ist eine der ersten CO2-neutralen Fabriken von Mercedes-Benz Cars und unter den ersten CO2-neutralen Fabriken dieser Größenordnung in Polen.

Stuttgart / Jawor – Mercedes-Benz Cars hat die Bauarbeiten an seinem Hightech-Motorenwerk im polnischen Jawor nahezu abgeschlossen – die Grundstruktur des neuen Motorenwerks steht. Damit erhöht das Unternehmen die Kapazitäten im weltweiten Produktionsnetzwerk von Mercedes-Benz Cars. Das CO2-neutrale Werk wird über 1.000 Mitarbeiter beschäftigen, doppelt so viele wie ursprünglich beim Spatenstich im vergangenen Jahr angekündigt.

Zum offiziellen Richtfest kamen Jadwiga Emilewicz, Ministerin für Unternehmertum und Technologie, Markus Schäfer, Mitglied des Bereichsvorstands Mercedes-Benz Cars, Produktion und Supply Chain, Frank Deiß, Leiter Produktion Powertrain Mercedes-Benz Cars, Rainer Ruess, Leiter Produktionsplanung Mercedes-Benz Cars, und Andreas Schenkel, CEO Mercedes-Benz Manufacturing Poland, sowie weitere Gäste aus Wirtschaft und Politik.

Das Unternehmen hat entschieden, 500 zusätzliche Arbeitsplätze in Jawor zu schaffen, um der hohen Nachfrage nach Vierzylinder-Motoren gerecht zu werden. „In unserem CO2-neutralen Werk in Jawor werden wir hocheffiziente Motoren für unsere Hybridfahrzeuge und konventionell angetriebene Pkw fertigen. Der Bau dieser Fabrik ist eine Investition in die Zukunft und ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg in die Mobilität von morgen. Das ist ein starkes Bekenntnis zum Standort und zur deutsch-polnischen Freundschaft“, sagte Markus Schäfer.

Mit den in Jawor gefertigten Vierzylinder Diesel- und Benzinmotoren für Hybridfahrzeuge und konventionell angetriebene Pkw sollen die Werke von Mercedes-Benz Cars rund um den Globus beliefert werden. Die verschiedenen Motorvarianten werden neben den entsprechenden Kurbelgehäusen auf hochflexiblen Linien gefertigt, was eine schnelle Reaktion auf die Marktnachfrage ermöglicht. Die in Jawor gefertigten Motoren vereinen moderne Motorentechnik und Teilelektrifizierung durch 48-Volt-Technologie zu einem intelligenten Mix. Daimler setzt auf die Koexistenz verschiedener Antriebstechnologien mit einem intelligenten modularen System bestehend aus hocheffizienten Hightech-Verbrennungsmotoren in Kombination mit 48-Volt-Bordnetz-Systemen sowie konsequenter Hybridisierung und rein elektrischen Antrieben mit Batterien oder Brennstoffzellen. Diese sind optimal auf die jeweiligen Kundenbedürfnisse und Fahrzeugtypen zugeschnitten.

„Das neue Motorenwerk in Jawor bietet als sogenanntes ‚ Greenfield-Projekt‘ eine hervorragende Möglichkeit, ein ganzheitliches Produktionskonzept auf einem neu errichteten Gelände zu etablieren. Jawor wird unser Maßstab für eine grüne High-Tech-Produktion sein. Es ist natürlich eine Herausforderung, die gleichen Maßnahmen in bestehende, historisch gewachsene Fabriken in unserem globalen Powertrain-Produktionsverbund zu übertragen. Es ist jedoch unser Ziel, so viele Maßnahmen wie möglich umzusetzen und in Jawor die Durchführbarkeit zu testen“, so Frank Deiß.

Industrie 4.0 und grüne Produktion

Mercedes-Benz Cars gehört zu den ersten großen Industrieunternehmen in Polen, die Verträge mit lokalen Ökostrom- und Wärmeversorgern abschließen. Der Standort Jawor wird als Maßnahme der „Purpose“-Initiative von Mercedes-Benz Cars zu den ersten CO2-neutralen Fabriken des Unternehmens gehören. Die Initiative zielt auf eine langfristige Orientierung von Entscheidungen und gesellschaftlich verantwortliches Handeln.

Der Strom für das neue Werk soll zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien gewonnen werden und der Wärmebedarf wird über ein Kraftwerk direkt am Werkszaun gedeckt. Dieses liefert Energie aus nachwachsenden Rohstoffen (z.B. Holzspänen). Rund 600 Sensoren werden den Energieverbrauch erfassen, der über Touchscreens in Echtzeit abgerufen und gesteuert werden kann. So wird der Energiebedarf der Fabrik reduziert.

Industrie 4.0-Anwendungen wie ein Echtzeit-Management-Informationssystem und ein digitales Fertigungsmanagement werden in der neuen Motorenfabrik eine wichtige Rolle spielen. Im Bereich der Logistik sollen fahrerlose Transportsysteme zum Transport von Materialien eingesetzt werden, die mittels RFID (Radio Frequency Identification) jederzeit zurückverfolgt werden können und eine manuelle Inventur überflüssig machen. Weitere geplante Maßnahmen sind der Einsatz von Augmented Reality und Big Data Analysen, um die Mitarbeiter bei der Montage zu unterstützen sowie Fehler und Maschinenausfälle frühzeitig zu vermeiden. Außerdem soll die Fabrik in den Bereichen Produktion sowie Verwaltung papierlos sein.

Jadwiga Emilewicz: „Die Automobilindustrie ist ein Schlüsselzweig der polnischen Industrie, deshalb ist es gut, dass ein Unternehmen mit einer so langen Tradition und einem so hohen Ansehen beschlossen hat, eine Motorenproduktion in unserem Land zu starten. Man sagt, dass der Motor das Herz des Autos ist. Bald wird ein großer Teil der Herzen deutscher Autos aus Polen kommen. Die Investition der Daimler AG trägt zur Stärkung der Handelsbeziehungen zwischen Polen und Deutschland bei und ist eine gute Grundlage für die Zusammenarbeit bei der Entwicklung der Automobiltechnologie.“

Mercedes-Benz Cars engagiert sich auch über die Werksgrenzen hinaus: Interessierte polnische Bürger hatten die Möglichkeit, an Wettbewerben und anderen lokalen Veranstaltungen teilzunehmen, um das Unternehmen besser kennenzulernen und sich über mögliche zukünftige Beschäftigungsmöglichkeiten zu informieren. Daimler engagiert sich außerdem für Jawor und die Region, zum Beispiel in Zusammenarbeit mit lokalen Bildungseinrichtungen. Im Mai wurden Schüler einer örtlichen Schule, die einen Wettbewerb gewonnen hatten, nach Stuttgart eingeladen, um das Mercedes-Benz Museum in der Nähe des Powertrain-Leadwerks in Untertürkheim zu besuchen.

„In unserem neuen Motorenwerk in Jawor werden wir im Bereich Industrie 4.0 Maßstäbe setzen und damit effiziente und flexible Produktionsprozesse mit ergonomischen Arbeitsplätzen ermöglichen“, so Andreas Schenkel. „Wir haben eine hervorragende Zusammenarbeit mit polnischen Politikern und Kommunen, unseren Bauunternehmen sowie mit unseren kompetenten und motivierten Mitarbeitern in Polen und Deutschland. Derzeit arbeiten hier auf dem Baugelände mehr als 900 Mitarbeiter, so dass wir im Jahr 2019 hocheffiziente Motoren in bewährter Mercedes-Benz Qualität produzieren können.“

Das Motorenwerk in Jawor verfügt über eine Produktionsfläche von 180.000 m², 40.000 m² größer als ursprünglich geplant, auf einem Gelände von insgesamt rund 50 Hektar. Die Serienproduktion soll 2019 beginnen.

Rekordabsatz für Mercedes-Benz in Polen

2017 war das fünfte Rekordjahr in Folge für Mercedes-Benz in Polen. Das Unternehmen hat den Umsatz im Land um über 40 Prozent auf ein neues Rekordniveau gesteigert und ist gleichzeitig die Premiummarke mit den meisten Registrierungen in Polen. Bestseller waren die GLC, E-Klasse Limousine, A-Klasse und GLA. Seit 2013 wächst Mercedes-Benz in Polen zweistellig. Im ersten Quartal 2018 hat das Unternehmen dank eines zweistelligen Wachstums bereits einen neuen Rekord erreicht.

Über Mercedes-Benz Cars Operations

Mercedes-Benz Cars Operations (MO) verantwortet die Pkw-Produktion an weltweit mehr als 30 Standorten. Drei davon befinden sich derzeit im Aufbau. Innerhalb eines flexiblen und effizienten Produktionsnetzwerks mit rund 78.000 Beschäftigten gehören dazu die zentralen Funktionen Produktionsplanung, TECFABRIK, Logistik und Qualitätsmanagement. Im vergangenen Jahr hat Mercedes-Benz Cars mehr als 2,4 Millionen Pkw der Marken Mercedes-Benz und smart produziert und damit den siebten Rekord in Folge eingefahren. Das Netzwerk orientiert sich an den Produktarchitekturen Frontantrieb (Kompaktwagen) und Heckantrieb (zum Beispiel S-, E- und C-Klasse) sowie den SUV- und Sportwagenarchitekturen. Dazu kommt ein Produktionsverbund für den Powertrain (Motoren, Getriebe, Achsen, Komponenten). Im Mittelpunkt eines jeden Architektur-Produktionsverbunds steht ein Lead-Werk, das als Kompetenzzentrum für Neuanläufe, Technologie und zur Qualitätssicherung dient. Mercedes-Benz Cars ist bereit für die Elektromobilität: Rund um den Globus entstehen aktuell Elektro-Hubs für die Fertigung von E-Fahrzeugen und Batterien. In der täglichen Arbeit liegt der Fokus auf der kontinuierlichen Verbesserung sowie der Weiterentwicklung von modernen Fertigungsverfahren, die eine effiziente, flexible und umweltfreundliche Produktion künftiger Hightech-Fahrzeuge in typischer Mercedes-Benz Qualität ermöglichen. Im Mittelpunkt stehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit ihrem Know-how, deren Arbeit durch eine gezielte ergonomische Gestaltung des Arbeitsplatzes sowie durch eine intelligente Automatisierung unterstützt wird. Neben eigenen Produktionswerken setzt Mercedes-Benz im Rahmen des Wachstumskurses verstärkt auf Kooperationen.

Ansprechpartner

  • Manager Globale Wirtschaftskommunikation Production Mercedes-Benz Cars & Supply Chain Management
  • Tel: +49 711 17-41928
  • Fax: +49 711 17-790-34278
  • Leiterin Globale Wirtschaftskommunikation Mercedes-Benz Cars
  • Tel: +49 711 17-40598
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Medien


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    In Jawor, Polen, entsteht eine Hightech-Fabrik für Vierzylinder-Motoren von Mercedes-Benz Cars.
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    Von links nach rechts: Patrick Walz, Gesamtprojektleiter Mercedes-Benz Operations Jawor, Rainer Ruess, Leiter Produktionsplanung Mercedes-Benz Cars, Markus Schäfer, Mitglied des Bereichsvorstands Mercedes-Benz Cars, Produktion und Supply Chain, Jadwiga Emilewicz, Ministerin für Unternehmertum und Technologie, Andreas Schenkel, CEO Mercedes-Benz Manufacturing Poland, Emilian Bera, Bürgermeister Stadt Jawor und Frank Deiß, Leiter Produktion Powertrain Mercedes-Benz Cars.
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    Von links nach rechts: Markus Schäfer, Mitglied des Bereichsvorstands Mercedes-Benz Cars, Produktion und Supply Chain, Jadwiga Emilewicz, Ministerin für Unternehmertum und Technologie, Andreas Schenkel, CEO Mercedes-Benz Manufacturing Poland.
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    Von links nach rechts: Markus Schäfer, Mitglied des Bereichsvorstands Mercedes-Benz Cars, Produktion und Supply Chain, Jadwiga Emilewicz, Ministerin für Unternehmertum und Technologie, Andreas Schenkel, CEO Mercedes-Benz Manufacturing Poland.
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