Daimler Buses auf der IAA 2016: Die Zukunft der Mobilität, neue Antriebe, Ausstattungen und Services

  • Weltpremiere: Mercedes-Benz Future Bus mit CityPilot – für einen effizienten, sicheren und leistungsfähigen öffentlichen Nahverkehr
  • Effizienz: Antrieb noch sparsamer, sauberer und stärker
  • Sicherheit: Mehr Sicherheit mit LED-Scheinwerfern und verbessertem Komfort
  • Service: Erweiterter 24h Service mit Telediagnose, Bus Depot Management, Fernbus-Service

Als führender Omnibushersteller ist Daimler Buses mit seinen Marken Mercedes-Benz und Setra sowie der Dienstleistungsmarke Omniplus unterwegs nach morgen. Die Weltpremiere des Mercedes-Benz Future Bus zeigt die Zukunft der Mobilität in der Stadt. Er ist weder Studie noch Vision, er ist Realität. Der Stadtbus von morgen hat seine Bewährungsprobe im öffentlichen Verkehr bereits bestanden.

Doch auch die Gegenwart hat ihre Reize. Der Reihensechszylinder OM 470 ist nun noch sparsamer, robuster und leistungsstärker. Der Citaro NGT überzeugt durch geringe Emissionen. Ein faszinierendes Reiseerlebnis bietet Setra mit 1+1-Bestuhlung. Neue Komfortausstattungen werten die Reise­busse von Mercedes-Benz und Setra auf, der Coach MediaRouter verwan­delt sie in einen mobilen Hotspot. Schließlich hat Omniplus seine umfang­reichen Services weiter ausgebaut: Der bewährte 24h Service wird mit Telediagnose noch besser, beim Bus Depot Management übernimmt Omniplus Kundenwerkstätten, der Fernbus-Service kümmert sich um die Langläufer unter den Reisebussen.

Mercedes-Benz Future Bus mit CityPilot – die Zukunft der Mobilität

Noch sicherer, effizienter und komfortabler: Der teilautomatisiert fahrende Mercedes-Benz Future Bus mit CityPilot zeigt, wie der Nahverkehr der Zukunft aussehen wird. Konnektivität, Kamera- und Radarsysteme sowie Datenfusion katapultieren den Stadtbus in die Zukunft. Mercedes-Benz zeigt die spektakuläre Technik in einem ebenso spektakulären Technologieträger, dem Mercedes-Benz Future Bus mit CityPilot. Beides zusammen ist ein Meilenstein, sowohl in der Geschichte des Omnibusses als auch auf dem Weg zum autonomen und unfallfreien Fahren.

Die Technik des CityPilot im Mercedes-Benz Future Bus basiert auf dem vor zwei Jahren auf der IAA vorgestellten autonom fahrenden Lkw Mercedes-Benz Actros mit Highway Pilot. Sie wurde jedoch für den spezifischen Einsatz in einem Stadtomnibus entscheidend weiterentwickelt und mit zahlreichen Funktionen ergänzt. So kann der CityPilot Ampeln erkennen, mit ihnen kommunizieren und fährt sicher über Ampelkreuzun­gen. Er kann ebenfalls Hindernisse und vor allem Fußgänger auf der Fahrbahn erkennen und bremst selbstständig. Ebenso fährt er automatisch an Haltestellen heran, öffnet und schließt dort die Türen. Nicht zuletzt durchquert er Tunnel.

Ein knappes Dutzend Kameras scannt Fahrbahn und Umgebung. Fern- und Nahbereichsradarsysteme tasten ständig die vorausliegende Strecke ab. Hinzu kommt ein GPS-System. Alle Daten zusammen ergeben durch Datenfusion ein extrem präzises Bild und ermöglichen eine zentimeter­genaue Positionierung des Omnibusses.

Der teilautomatisiert fahrende Stadtbus erhöht die Sicherheit, denn er entlastet den Fahrer, und seinen Kameras sowie Radarsystemen bleibt nichts verborgen. Er verbessert die Effizienz, denn die sanfte und voraus­schauende Fahrweise schont die Aggregate, senkt den Kraftstoffverbrauch und damit gleichermaßen die Emissionen. Er erhöht durch seine fließend gleichmäßige Fahrt ebenfalls den Komfort der Fahrgäste an Bord.

Mercedes-Benz Future Bus: Spektakulärer Technologieträger

Präsentiert wird der CityPilot im Technologieträger Mercedes-Benz Future Bus. Der rund zwölf Meter lange Solobus auf Basis des Weltbest­sellers Citaro weist völlig neue Wege für das Außen- und Innendesign. Seine harmonische Linienführung orientiert sich mit einer asymmetrischen Gestaltung an der städtischen Architektur. Ob Design, Beleuchtung, Türanordnung oder Informationssysteme – der einzigartige Mercedes-Benz Future Bus macht seinem Namen alle Ehre.

Dies gilt ebenfalls für das Interieur, das sich in seiner offenen Gestaltung an Plätzen und Parks orientiert. Der Fahrgastraum entpuppt sich als wahrer Fahrgasttraum. Er ist für die unterschiedliche Verweildauer im Bus in drei Zonen geteilt. An den Wänden reihen sich jeweils Sitze in Form von Designerstühlen in lockerer Anordnung auf. Neuartige Haltestangen nehmen die Idee des Parks auf, sie verästeln sich baumartig nach oben zur zweifarbigen Decke. Dort ähnelt die Beleuchtung einem Blätterdach. Informationen und Unterhaltung können Betreiber über großflächige Monitore im mittleren Segment des Fahrgastraums einspielen. Das völlig neu gestaltete Cockpit ist integrierter Bestandteil des Raums. Der Fahrer erhält die für ihn notwendigen Informationen auf einem großen Display in einer innovativen Darstellung.

20 km Fahrt ohne lenken, ohne Gas geben und Tritt auf die Bremse

Seine erste Fahrt in der Öffentlichkeit absolvierte der Mercedes-Benz Future Bus mit CityPilot im Juli dieses Jahres auf einem Teilstück der längsten BRT-Linie Europas (BRT = Bus Rapid Transit) in den Niederlanden. Sie verbindet den Flughafen Amsterdam Schiphol mit der Stadt Haarlem. Die knapp 20 km lange Strecke bedeutete für den Mercedes-Benz Future Bus eine echte Herausforderung: Sie ist kurvenreich, führt durch Tunnel und über Ampelkreuzungen.

Der Mercedes-Benz Future Bus mit CityPilot meisterte die Anforderungen souverän: Er fuhr auf freier Strecke bis zu 70 km/h schnell, erkannte Hindernisse sowie Fußgänger auf der Fahrbahn, hielt zentimetergenau an Haltestellen, öffnete und schloss seine Türen, fuhr automatisch an und kommunizierte mit Ampelschaltungen. Der Fahrer musste auf der gesamten Strecke kein einziges Mal Gas und Bremse betätigen und nur bei Gegen­verkehr entsprechend den Verkehrsvorschriften zum Lenkrad greifen. Er konnte indes jederzeit eingreifen und im Bedarfsfall sofort die Kontrolle übernehmen.

Mercedes-Benz Future Bus mit CityPilot – die Zukunft des Stadtbusses hat begonnen. Er eignet sich ideal für BRT-Systeme, mit denen sich weltweit Verkehrsprobleme in Ballungsgebieten und Metropolregionen lösen lassen. Er fährt hocheffizient, steigert das Sicherheitsniveau signifikant und ent­lastet den Fahrer. Daimler Buses entwickelt damit das Omnibus-Verkehrs­system von morgen.

Effizienz: Antrieb noch sparsamer, sauberer und stärker

Nochmals hinunter mit Kraftstoffverbrauch und Emissionen, erneut hinauf mit Performance und Robustheit – die neueste Generation des kompakten Heavy-Duty-Reihensechszylinders Mercedes-Benz OM 470 mit 10,7 l Hubraum überzeugt rundum. Er bildet den Mittelpunkt der Motorisierung der Omnibusse von Mercedes-Benz und Setra. Die Spanne reicht vom Einsatz im Niederflur-Gelenkbus Citaro G über die Überlandbusse beider Marken bis zu den Hochdecker-Reisebussen.

Heavy-Duty-Reihensechszylinder OM 470 senkt Verbrauch und erhöht Spitzenleistung

Die neueste Generation des Mercedes-Benz OM 470 profitiert sowohl von den technischen Kniffen der Weiterentwicklung des größeren OM 471 im vergangenen Jahr als auch von der eigenständigen Technik. Neu sind ein deutlich angehobener maximaler Einspritzdruck, die Einspritzdüsen, der Brennraum und die erhöhte Verdichtung. Eine patentierte Lösung für die Abgasrückführung mit stufenloser Steuerung, die asymmetrische Einspritzung, ein neuer Turbolader aus eigener Fertigung mit Spitzen-Wirkungsgrad – all dies optimiert den Kraftstoffverbrauch. Er sinkt beim Einsatz des Motors in Reisebussen um etwa 2,5 Prozent, in Überlandbussen um 2,4 Prozent und im Citaro G um zirka zwei Prozent. Damit wird nicht nur die Kasse entlastet, sondern gleichzeitig durch geringere Emissionen auch die Umwelt.

Parallel dazu reduzieren der Verzicht auf ein Wastegate-Ventil und die Ladedruckregelung sowie den AGR-Sensor und die AGR-Regelung die Komplexität des Motors und erhöhen nochmals die Robustheit – er wird rein vorgesteuert betrieben.

Typisch für die Motoren sind ein sehr steiler Anstieg von Drehmoment und Leistung im mittleren Drehzahlbereich sowie eine Absenkung der Nenn­drehzahl von 1800 1/min auf 1600 1/min. Daraus resultiert eine heraus­ragend gute Fahrbarkeit mit hoher Agilität und einem sehr breiten nutzbaren Drehzahlbereich.

Hinzu kommt eine neue Spitzenausführung mit 335 kW (456 PS) Leistung und einem kraftvollen Drehmomentmaximum von 2200 Nm. Diese Variante ist als Sonderausstattung für die Setra Hochdecker S 515 HD, S 516 HD/2, S 516 HD und S 517 HD der ComfortClass 500 zu bekommen.

Die Kraftübertragung erfolgt durch das neue Sechsgang-Schaltgetriebe GO 230 (Serie) oder das vollautomatisierte Getriebe GO 250-8 PowerShift als Sonderausstattung.

Freigabe für alternative Kraftstoffe

Omnibusse von Mercedes-Benz sind jetzt für die Verwendung alternativer Kraftstoffe nach der Norm prEN 15940 freigegeben. Darunter fallen die Untergruppen Hydrotreated Vegetable Oil (HVO), Biomass To Liquid (BTL), Gas To Liquid (GTL) und Coal To Liquid (CTL). Es handelt sich dabei um unterschiedliche Ressourcen, die durch chemische Verfahren zu Kraft­stoffen verarbeitet werden. Die Freigabe betrifft die Motoren OM 936 und OM 936 h (7,7 l Hubraum), OM 470 (10,7 l) und OM 471 (12,8 l), jeweils ab Februar 2016. Sie gilt ebenfalls für die neueste Generation von OM 470 und OM 471.

Da die Eigenschaften der Kraftstoffe nach der Norm prEN 15940 dem herkömmlichen, aus Mineralöl hergestellten Dieselkraftstoff entsprechen, ist keinerlei Änderung an den Motoren oder ihrer Peripherie notwendig. Die Intervalle von Motorölwechsel und Reinigung des Partikelfilters bleiben unverändert. Ebenso gelten Garantie und Gewährleistung weiterhin ohne Einschränkung. Die Daten von Leistung und Drehmoment bleiben gleich. Zur Verwendung in Zusatz-Heizgeräten sind aus dieser Gruppe bisher aus­schließlich Kraftstoffe der Untergruppen NExBTL und C.A.R.E. freigegeben.

Mercedes-Benz Citaro NGT: Noch leiser und sauberer mit Gasmotor

Leiser Lauf und reduzierte CO2-Emissionen, niedriges Gewicht und viele Fahrgastplätze, kraftvolle Leistungsentfaltung und geringer Kraftstoff­verbrauch, dazu lange Wartungsintervalle – der Mercedes-Benz Citaro NGT mit dem Erdgasmotor M 936 G feiert seine IAA-Premiere. Er bietet wesent­liche Pluspunkte für den Verkehr in hochbelasteten Innenstädten.

Der kompakte und leichte Erdgasmotor mit 7,7 l Hubraum erreicht die Performance eines Dieselmotors und setzt gleichzeitig Maßstäbe in Geräusch und Abgasemission. Der aufgeladene Motor basiert auf dem hochmodernen Turbodieselmotor OM 936. Der stehend eingebaute Reihensechszylinder wird als monovalenter Motor mit komprimiertem Erdgas betrieben. Er leistet 222 kW (302 PS) und erreicht ein maximales Drehmoment von 1200 Nm konstant von 1200 1/min bis 1600 1/min. Der Erdgasmotor unterschreitet die Abgasgrenzwerte von Euro VI zum Teil erheblich. Die Kraftübertragung übernehmen Wandler-Automatikgetriebe.

Die neu entwickelten Gasflaschen ruhen unter einer Abdeckung auf dem Dach. Die Flaschen bestehen aus einem Compositmaterial mit Kunst­stoffkern sowie einer Ummantelung aus Kohlefasern und zusätzlich aus Glasfasern. Diese Werkstoffkombination ist einerseits leicht und anderer­seits hochstabil.

Die neuen Gasflaschen sowie der kompakte Motor vermindern das prinzip­bedingte Mehrgewicht des Citaro NGT zum Dieselantrieb. Es beläuft sich bei einem Solowagen auf lediglich rund 485 kg. In Serienausstattung befördert der Solobus Citaro NGT deshalb bis zu 96 Passagiere, der Gelenkbus Citaro G NGT 153 Fahrgäste.

Mercedes-Benz bietet den Gasbus sowohl als Solobus Citaro NGT sowie als Gelenkbus Citaro G NGT an. Die Gasbusse können sowohl mit Erdgas als auch mit Bio-Erdgas betrieben werden – dann fahren sie nahezu CO2-neutral. Die Argumente für den Citaro NGT überzeugen: Es liegen bereits Aufträge über eine dreistellige Zahl von Fahrzeugen aus Madrid und Augsburg vor.

Mercedes-Benz Minibusse: Kräftigere Motoren, höhere Tonnagen

Das Mercedes-Benz Minibusprogramm profitiert von Weiterentwicklungen des Basisfahrzeugs Mercedes-Benz Sprinter. Dessen untere Leistungsstufen sind nun deutlich dynamischer. Die Eingangsmotorisierung besitzt jetzt 84 kW (114 PS) und erreicht ein Drehmoment von 300 Nm – das bedeutet eine Steigerung von jeweils 20 Prozent. Auch die nächste Leistungsstufe ist mit 105 kW (143 PS) und 330 Nm in beiden Parametern rund zehn Prozent kräftiger.

Außerdem hat Mercedes-Benz das Angebot des Sprinter ab Werk um eine Variante mit 5,5 t zulässigem Gesamtgewicht erweitert. Für die mittel­großen Varianten der Minibusbaureihen Sprinter Mobility, Sprinter Transfer und Sprinter Travel erweitert sich dadurch die maximale Nutzlast um rund150 kg.

Hinzu kommen busspezifische Neuerungen im Minibusprogramm: So präsentiert sich das Messe-Exponat Sprinter City 65 mit einem neuen, gewichtsoptimierten Retarder, der bei gleicher Funktionalität und Brems­leistung 15 Prozent weniger wiegt. Ebenfalls neu ist sein kombinierter Kinderwagen- und Rollstuhl-Stellplatz, der ab 1. Juli 2017 obligatorischer Bestandteil von Stadtlinienbussen ist.

Das Ausstellungsfahrzeug zeigt außerdem eine herausragende Konnekti­vitätsausstattung. Videoüberwachung im Fahrgastraum und an den Einstiegen, ein rechnergestütztes Betriebsleitsystem (RBL) mit großzügigem Zentralmonitor für Routeninformationen, Fahrziel- und Fahrgastmanagement gehören ebenso dazu wie ein WLAN-Mediarouter und USB-Anschlüsse an allen Sitzplätzen.

Gewichtsoptimiert starten die M1-Minibusse der Modellreihe Sprinter Mobility ins zweite Halbjahr. Dank innovativer Verbundwerkstoffe im Airline-Bodenschienensystem sind modellabhängig bis zu 35 kg Nutzlast­gewinn das Resultat. Gesteigerten Zugangskomfort und den Entfall einer ausfahrbaren Trittstufe an der vorderen Fahrgastür bietet ein neuer, vertiefter Einstieg, wählbar für die Modellreihen Sprinter Mobility, Sprinter Transfer und Sprinter Travel.

Sicherheit: Mehr Sicherheit mit LED-Scheinwerfern und verbessertem Komfort

IAA-Premiere haben bei Mercedes-Benz und Setra die weltweit ersten integrierten LED-Scheinwerfer in Omnibussen. Fahrer profitieren von einem Licht, das die Augen weniger ermüdet: Die Farbtemperatur des Lichts aus LED-Scheinwerfern entspricht annähernd dem Tageslicht. Ein weiteres Sicherheitsmerkmal: Der Lichtstrom einer LED-Lampe bleibt über ihre gesamte Lebensdauer nahezu konstant hoch. Diese Lebensdauer wiederum erreicht ein Vielfaches von Halogen- oder Xenonlampen. Mehrere Lampen­wechsel entfallen deshalb, also auch die damit verbundenen Kosten und Ausfallzeiten – Unternehmen profitieren bei LED-Scheinwerfern daher von spürbar niedrigeren Unterhaltskosten.

Bei den neuen Lampen für Mercedes-Benz und Setra handelt es sich um Bi-LED für Abblend- und Fernlicht in einem einzigen Gehäuse. Jeweils fünf LED erzeugen das Abblendlicht, drei weitere LED das Fernlicht. Lieferbar sind sie für Setra TopClass 500 und ComfortClass 500 sowie für den Mercedes-Benz Citaro. Die LED-Lampen wurden in die vorhandenen Scheinwerfergehäuse der Modellreihen integriert. Das individuelle Marken- und Modellgesicht bleibt deshalb vollständig erhalten, Form und Funktion gehen eine perfekte Verbindung ein.

LED-Hauptscheinwerfer präsentiert Daimler Buses auf der IAA anhand des Hochdeckers Setra ComfortClass S 516 HD, am Superhochdecker der Setra TopClass S 516 HDH sowie am Mercedes-Benz Citaro NGT.

Coach MediaRouter: Vernetzt und multimedial reisen

Im Fernlinienbus ist es eine selbstverständliche Pflicht, im Ausflugs- und Reisebus kann es die Kür bedeuten: Schnelles Internet für Passagiere ist ein Wettbewerbsvorteil im Busreisemarkt. Mercedes-Benz Tourismo sowie Setra ComfortClass 500, TopClass 500 und der Doppelstockbus S 431 DT können jetzt ab Werk in allen Ausführungen optional mit Router und Antenne ausgestattet werden.

Der Coach MediaRouter verfügt über zwei Einschübe für SIM-Karten auf LTE-Basis sowie über zwei USB-Anschlüsse. Damit ist gewährleistet, dass Nutzer während der Fahrt über die Internetnutzung hinaus mit ihren mobilen Endgeräten ebenfalls Medien aus einer lokalen Datenbank abrufen können. Dies entlastet gleichzeitig die Netzanbindung.

Über einen professionellen WLAN-Anbieter stehen gegen ein monatliches Entgelt pro Fahrzeug ein rechtskonformer WLAN-Hotspot und ein Entertainment-Paket zur Verfügung. Die Bedienoberfläche auf den Endgeräten der Reisenden ist optisch ansprechend und benutzerfreundlich. Außerdem können Busunternehmen eine individuelle Landing-Page erhalten, die sich beim Einloggen automatisch öffnet. Für das Internet gibt es optional einen Jugendschutzfilter. Busunternehmen erhalten einen vierteljährlich aktualisierten Stick. Er enthält ein Entertainment-Paket aus mehreren Dutzend Spielfilmen und fünf Episoden aus jeweils zwei aktuellen TV-Serien. Darüber hinaus öffnet er den Weg zu zehn Musikkanälen mit unterschied­lichen Programmen.

Etwa 40 bis 50 Fahrgäste pro Bus können sich gleichzeitig einloggen. In Vorbereitung ist eine automatische Aufteilung der verfügbaren Datenrate zwischen den Nutzern.

Das Unterhaltungsangebot per Stick durch den Internetanbieter ist nur der erste Schritt für das Infotainment der Zukunft an Bord von Omnibussen. Urlauber oder Reiseleiter können mit Hilfe des Coach MediaRouter ihren Mitreisenden aktuelle Schnappschüsse und Filme vorführen. Sie werden auf einen USB-Stick geladen, der Fotos, Filme und Musik an den Router überträgt. Er wiederum verteilt die Inhalte per Stream an die Fahrgäste. Dies betrifft nicht nur Unterhaltung und Reiseerinnerungen, sondern ebenfalls Präsentationen und Filme oder andere Unternehmensinforma­tionen bei geschäftlich veranlassten Reisen im Mietomnibusgeschäft.

Ebenso können Busunternehmen ihre Reisen über Einzelangebote oder komplette Kataloge bewerben sowie das Speisen- und Getränkeangebot an Bord des Omnibusses. Eine weitere Möglichkeit zur Information und Unterhaltung der Fahrgäste sind Tipps zu Reiseziel oder Reiseland der aktuellen Fahrt.

Mercedes-Benz und Setra präsentieren den neuen Coach MediaRouter auf der IAA in allen ausgestellten Reisebussen.

Sitzbezug Composition: Leder in veredelter Form

Ebenfalls erstmals auf einer IAA zu sehen: Bei Kopfteilen und Sitzen löst das Ledermaterial Composition die klassische Lederhaut als Bezug ab. Composition besteht aus Lederfasern, ist genarbt, atmungsaktiv und hat alle positiven Eigenschaften von Leder. Jedoch ist Composition viel pflegeleichter und damit maßgeschneidert für den Einsatz in Omnibussen.

Composition wird von Mercedes-Benz und Setra vom Kopfteil über Lehn- und Sitzfläche bis zu den Seitenteilen der Sitze verwendet. Das Material hat, wie alle Stoffe und Leder, die harten Tests in den eigenen Labors absolviert. Die lieferbaren Farben sind auf die aktuelle Stoffkollektion abgestimmt.

Auf der IAA präsentieren Mercedes-Benz und Setra das Ledermaterial Composition in einer Vielzahl von Varianten. Die Spanne reicht vom Bezug der Kopfteile über Leder-Stoff-Kombinationen für Reisebussitze bis zum einzigartigen Bezug der Luxusbestuhlung vom Typ Voyage Ambassador mit mehrteiliger Leder-Stoff-Kombination für Sitzfläche und Lehne, schwarzer Rückenlehne und Sitztasche sowie Design-Elementen in „ Mystic White“ in einem Superhochdecker Setra S 516 HDH.

Komfort-Kopfstützen: Der Sitz nach Maß im Reisebus

Bei Mercedes-Benz und Setra orientieren sich die Sitze an den Passagieren: Die Reisebusse sind optional mit verstellbaren Komfort-Kopfstützen für die Fahrgastsitze lieferbar. Sie erhöhen die Rückenlehne um 40 mm und lassen sich zusätzlich stufenlos um 85 mm ausziehen. Somit passen sie sich perfekt an die individuelle Körpergröße an. Da die Seitenteile der Kopf­stützen ebenfalls verstellbar sind, findet der Kopf bei einem Nickerchen während der Fahrt einen optimalen Halt wie in einem behaglichen Ohren­sessel. Die neuen Komfort-Kopfstützen sind 260 mm breit und schränken daher das Sichtfeld rückwärtiger Fahrgäste nur geringfügig ein.

Mercedes-Benz und Setra präsentieren die neuen Komfort-Kopfstützen auf der IAA in den Reisebussen Mercedes-Benz Tourismo M, Setra ComfortClass S 515 HD und Setra TopClass S 516 HDH.

Mercedes-Benz Tourismo: Die Nummer eins feiert Geburtstag

Auf der IAA 2006 feierte er seine Weltpremiere, zehn Jahre später rollt er als aktuell erfolgreichster Reisebus Europas zu seinem runden Geburtstag auf die IAA 2016: Der Mercedes-Benz Tourismo ist ein wahrer Dauerbrenner. Das belegt eine Rekordstückzahl von mehr als 2000 Einheiten im vergan­genen Jahr – am wirtschaftlichen und flexiblen Reisebus führt kaum ein Weg vorbei. Ursache ist ebenfalls seine breite Produktpalette aus vier Hoch­deckern sowie dem kompakten Tourismo K und dem funktionellen Hochboden-Reisebus Tourismo RH.

Auf der IAA tritt der Jubilar als Tourismo M auf, ein 13 m langer Hochdecker in dreiachsiger Ausführung mit gehobener Fernlinien-Ausstattung. Zu ihr gehört unter anderem die Bestuhlung Travel Star Eco mit Luxline-Polsterung und höhenverstellbaren Komfort-Kopfstützen mit Bezug aus dem Leder­fasermaterial Composition. Als Internetzugang dient der neue Coach MediaRouter. 230-Volt-Steckdosen an den Sitzen sichern die Stromver­sorgung mitgebrachter elektronischer Geräte der Fahrgäste.

Mercedes-Benz Intouro: 10 000 Exemplare auf der Straße

Großes Jubiläum für einen Langzeit-Bestseller auf der IAA: Während der Messe übergibt Mercedes-Benz den 10 000sten Intouro. Der höchst wirtschaftliche und funktionelle Überlandbus ist ein Favorit für scharf kalkulierende Busunternehmen in ganz Europa.

Der Intouro steht als Zweiachser in drei Längen zur Verfügung. Den Antrieb übernehmen kompakte Reihensechszylinder der Baureihe Mercedes-Benz OM 936 mit 7,7 l Hubraum und einer Leistung von 220 kW (299 PS) bzw. 260 kW (354 PS). Besonders breit ist die Auswahl bei der Kraftübertragung: Sechsgang-Schaltgetriebe, vollautomatisiertes Getriebe Mercedes-Benz GO 250-8 PowerShift oder Wandler-Automatik – der Intouro ist höchst flexibel.

Das unterstreicht auch das Jubiläumsfahrzeug mit Hublift an der Mitteltür, komfortabler Bestuhlung Travel Star Eco, Klappsitzen auf der Sonder­nutzungsfläche gegenüber dem Einstieg, Gepäckablagen mit geschlossenem Boden, Klimaanlage und Doppelverglasung. Der Modelljahrgang 2017 des Intouro ist an einer optischen Änderung zu erkennen: Die Motorklappe trägt künftig nur noch ein Entlüftungsgitter auf der rechten Seite, das spiegel­bildlich angebrachte Gitter links entfällt.

Stilvolles Reisen mit 1+1-Bestuhlung in der Setra TopClass 500

TopClass 500 – diese Bezeichnung ist Programm für die Spitzenbaureihe von Setra. Mit Ambassador-Bestuhlung in der kundenindividuellen 1+1-Anordnung zelebriert Setra stilvolles Reisen auf höchstem Niveau. Die Sitze sind drehbar, ihre breiten lederbezogenen Armlehnen klappbar, sie enthalten Ablagen sowie schwenkbare Getränkehalter. Mit verstellbaren Komfort-Kopfstützen, Stecktischen an der Seitenwand, Steckdosen an jedem Sitzplatz, Ablagetaschen links und rechts, beleuchteten Ablagen unter jedem Sitzplatz sowie einer Fußraumbeleuchtung erfüllt die Bestuhlung maximale Ansprüche.

Setra präsentiert die Bestuhlung in einem 13,3 m langen Superhochdecker TopClass S 516 HDH. Er ist unter anderem mit Ambientebeleuchtung sowie dem Glasdach TopSky Panorama ausgestattet.

Setra S 418 LE business: Sitzriese für die Überlandlinie

Je nach Ausstattung bis zu 100 Fahrgastplätze, bei Vollbestuhlung maximal 63 Sitzplätze, Barrierefreiheit im weitläufigen Niederflurbereich vor den beiden Hinterachsen – geht es um Überlandlinien mit sehr hoher Auslastung ist der Setra S 418 LE business in seinem Element. Der höchst wirtschaft­liche Dreiachser feiert seine IAA-Premiere.

Er ist prädestiniert für das Ausschreibungsgeschäft. Und er ist flexibel: Verschiedene Türvarianten, einfache oder doppelte Sondernutzungsflächen mit Rollstuhl- oder Kinderwagenplatz gegenüber der Tür zwei, zusätzliche Sondernutzungsfläche vor der Tür zwei, unterschiedliche Bestuhlungen und Bereifungen, zwei Leistungsstufen, vier Getriebevarianten – der 14,64 m lange Überlandbus ist ein Alleskönner. Auf der IAA zeigt er dies in einer Ausführung mit 57 Sitzplätzen sowie Sondernutzungsfläche gegenüber Tür zwei und zusätzlichen Klappsitzen.

Service: Erweiterter 24h Service mit Telediagnose, Bus Depot Management, Fernbus-Service

Die Servicemarke Omniplus für Omnibusse von Mercedes-Benz und Setra präsentiert auf der IAA ein ganzes Bündel neuer Dienstleistungen. Im Mittelpunkt steht der neue Service Telediagnose. Er optimiert den 24h Service und kann Ausfallzeiten bei Pannen deutlich verkürzen. Einzige Voraussetzung ist die Ausstattung des Omnibusses mit dem Telematik­dienst FleetBoard.

Sollte ein Omnibus von Mercedes-Benz oder Setra eine Panne haben, kann der Fahrer durch einen einfachen Knopfdruck zahlreiche Daten direkt an den 24h Service übertragen. Mit ihnen identifiziert sich der Omnibus, nennt seine Geokoordinaten zur genauen Lokalisierung und übermittelt sowohl die aktuellen als auch die gespeicherten Fehlercodes.

Die Daten werden an den nächstgelegenen Omniplus Servicestützpunkt übertragen und interpretiert. Daraus resultieren zahlreiche Vorteile: Der telefonische Erklärungsaufwand des Fahrers wird verringert, der exakte Standort ist bekannt, Missverständnisse können vermieden werden. Schon bevor ein Servicetechniker ausrückt, kann er sich auf Grundlage der vor­liegenden Fehlercodes auf den konkreten Pannenfall vorbereiten und eventuell notwendige Spezialwerkzeuge und Teile mitnehmen.

Ist aus den Daten bereits vorab ein folgenschwerer Ausfall zu erkennen, kann Omniplus nach Rücksprache mit Fahrer und Unternehmen bereits frühzeitig ein Ersatzfahrzeug organisieren. Die Fahrgäste müssen also nicht unnötig auf die Weiterreise warten.

Bus Depot Management: Top-Fuhrpark durch Herstellerservice

Niemand kann Omnibusse besser pflegen, warten und reparieren als der Hersteller. Deshalb hat Omniplus das Bus Depot Management entwickelt. Autorisierte Servicestützpunkte von Omniplus übernehmen Dienstleistungen unmittelbar in der Werkstatt des Kunden. Das Angebot wendet sich an Flottenbetreiber. Seine Basis bildet ein längerfristiger Wartungs- und Reparaturvertrag, zum Beispiel im Rahmen einer Ausschreibung.

Je nach Ausgestaltung des Vertrags übernimmt Omniplus die regulären Wartungs- und Reparaturarbeiten bis hin zu Lack- und Karosseriearbeiten vor Ort im Depot. Omniplus stellt die Mitarbeiter in der Werkstatt und deren Qualifizierung, richtet das Teilelager exakt auf den Bedarf ein und kümmert sich um die Ersatzteilversorgung.

Die Fuhrparks erhöhen mit Bus Depot Management signifikant die Verfügbarkeit ihrer Omnibusse, sie sparen gleichzeitig unnötige Wege, Ausfallzeiten und Verwaltungsaufwand. Die Omnibusse sind stets top­gepflegt und haben einen größeren Werterhalt.

Fernbus-Service: Dienstleistung nach Maß für Langstreckenläufer

Fernlinienbusse sind die Langstreckenläufer unter den Reisebussen. Sie legen im Jahr beachtliche sechsstellige Kilometerleistungen zurück. Umso wichtiger ist ein hochspezialisierter Service. Omniplus hat deshalb den Fernbus-Service ins Leben gerufen, zunächst für den deutschen Markt. Entlang der wichtigsten Routen und an Knotenpunkten sowie wesentlichen Endhaltestellen beteiligen sich inzwischen zirka 90 Servicestützpunkte daran.

Sie bieten für Fernbusse spezifische Dienstleistungen. Standard sind der regelmäßige Fernbus-Check, eine Prüfung aller wesentlichen technischen Funktionen und Sicherheits-Funktionen des Omnibusses sowie Außen­wäsche, Abwassertank-Entleerung, Frischwasserbefüllung und eine erhöhte Ersatzteilbevorratung des Stützpunkts für Teile und Zubehör aller gängigen Fernbusse von Mercedes-Benz und Setra. Je nach Stützpunkt kommen zusätzliche Dienstleistungen hinzu: Innenreinigung, Omniplus GlassService und TireService, Mobilitätskonzept mit Hol- und Bringservice, Stell- und Parkplätze für Fernbusse sowie ein Ersatzfahrzeug im Fall einer Panne.

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