Sechs Flüchtlinge starten Brückenpraktikum im Mercedes-Benz Werk Kassel

Kassel, Apr 18, 2016
  • Brückenpraktikum in Zusammenarbeit mit der Bundesagentur für Arbeit dauert 14 Wochen
  • Praktischer Arbeitseinsatz und Deutschkurs ebnen Weg in deutschen Arbeitsmarkt

Kassel - Am 18. April beginnen sechs Flüchtlinge und Asylbewerber ein sogenanntes Brückenpraktikum im Mercedes-Benz Werk Kassel. Die Teilnehmer wurden von der Bundesagentur für Arbeit und dem Jobcenter Kassel ausgewählt. Sie stammen aus Syrien und dem Irak und sind zwischen 21 und 36 Jahre alt. Neben einem praktischen Teil in der Ausbildungswerkstatt, der mechanischen Fertigung und Montage sowie der Logistik besuchen die Praktikanten täglich einen Deutschkurs. Ziel ist, die Teilnehmer nach dem Brückenpraktikum an Unternehmen, Zeitarbeitsfirmen oder in eine Berufsausbildung zu vermitteln.

Ludwig Pauss, Standortverantwortlicher Mercedes-Benz Werk Kassel, sagt: „Wir hier in Kassel sind als das globale Kompetenzzentrum Vorreiter in der Produktion von Nutzfahrzeug-Achsen und haben dabei auch soziale Themen immer im Blick. Unsere Brückenpraktika bieten neben praktischen Einblicken in die Industrie auch Deutschkurse, um den Teilnehmern jede Unterstützung bei der Integration und auf dem Arbeitsmarkt zu geben. Unsere Mannschaft freut sich auf die Verstärkung und viele Kollegen wollen sich als Paten engagieren.“

Dieter Seidel, Betriebsratsvorsitzender Mercedes-Benz Werk Kassel: „Das Brückenpraktikum ist eine gute Chance, den Teilnehmern berufliche Perspektiven aufzuzeigen. Wir freuen uns über die große Bereitschaft der Belegschaft, sich zu engagieren und den Brückenpraktikanten dabei zu helfen, einen Weg in den deutschen Arbeitsmarkt zu finden. Vom gegenseitigen Kennenlernen profitieren dabei alle: vom Praktikanten bis zum Ausbilder. Das Brückenpraktikum leistet einen direkten Beitrag zur Integration.“

Rund 300 Brückenpraktikanten allein im ersten Halbjahr

Die ersten sechs Wochen des Brückenpraktikums finanziert die Bundesagentur für Arbeit. In den übrigen acht Wochen vergütet Daimler die Arbeitszeit auf Basis des Mindestlohngesetzes. Dreieinhalb Stunden pro Werktag arbeiten die Teilnehmer im praktischen Teil, in jeweils dreieinhalb weiteren Stunden lernen sie Deutsch. Die Finanzierung der Deutschkurse übernimmt Daimler für die komplette Dauer der Brückenpraktika.

Daimler hatte im November 2015 das erste Brückenpraktikum mit 40 Teilnehmern in Stuttgart gestartet. Es endete Anfang März 2016. Nahezu alle Teilnehmer erhielten Jobangebote von Zeitarbeitsfirmen oder aus dem Mittelstand. Zwei Teilnehmer werden im Herbst eine Ausbildung bei Daimler antreten. Weitere Praktika starteten in den Mercedes-Benz Werken Berlin, Bremen, Gaggenau, Sindelfingen, Ludwigsfelde, Mannheim, Rastatt, Wörth und im Global Logistics Center Germersheim. In den nächsten Wochen und Monaten sind zusätzliche Brückenpraktika an weiteren Standorten geplant. Insgesamt werden allein im ersten Halbjahr 2016 rund 300 Flüchtlinge ein Brückenpraktikum in technischen Funktionen bei Daimler wahrnehmen können. In Abstimmung sind zudem Brückenpraktika für kaufmännische Funktionen. Für das zweite Halbjahr sind weitere Brückenpraktika in Planung.

Unternehmen treibt weitere Hilfsaktionen voran

Neben der beruflichen Integration engagiert sich Daimler auch bei der sozialen Integration der Flüchtlinge und unterstützt zahlreiche Hilfsaktionen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Bandbreite der beschlossenen bundesweiten Hilfsaktionen reicht von der Finanzierung weiterer Deutschkurse bis zur Unterstützung bei Renovierungen von Flüchtlings-unterkünften. Zudem stellt das Unternehmen Hilfsorganisationen eine sogenannte „Helferflotte“ aus Mercedes-Benz Fahrzeugen zur Verfügung.

Daimler ist bereits seit längerem in der Flüchtlingshilfe aktiv. Seit 2013 hat das Unternehmen in Zusammenarbeit mit „Luftfahrt ohne Grenzen e.V.“ bislang vier Hilfskonvois für syrische Flüchtlingslager in die Türkei und zwei Hilfsflüge in den Nordirak geschickt. Der jüngste Hilfskonvoi wurde im Februar zur Nothilfe der SOS-Kinderdörfer für Flüchtlinge in Serbien und Mazedonien entsendet. Der Stadt Stuttgart stellt Daimler für die nächsten drei Jahre jeweils 100.000 Euro für einen Welcome-Fonds zur Verfügung. Mit weiteren 100.000 Euro unterstützt Daimler die Bürgerstiftung Sindelfingen, diese Summe fließt unter anderem in Projekte zur Integration neu ankommender Flüchtlinge.

Im September 2015 spendete das Unternehmen eine Million Euro an den Verein „Bild hilft e.V. - Ein Herz für Kinder“. Jeder Cent dieser Spende fließt direkt in Hilfsprojekte für Flüchtlingskinder. Zudem hatte Daimler zwecks Flüchtlingsnothilfe zur Spende an das Deutsche Rote Kreuz aufgerufen. Der von den Beschäftigten gespendete Betrag wurde vom Unternehmen auf mehr als 600.000 Euro verdoppelt.

Daimler ist in nahezu allen Ländern der Welt aktiv. Internationalität und das respektvolle Miteinander verschiedener Nationalitäten sind seit Jahrzehnten gelebter Alltag. Allein in Deutschland arbeiten Menschen rund 140 verschiedener Nationalitäten bei Daimler.

Über das Mercedes-Benz Werk Kassel

Das Mercedes-Benz Werk Kassel ist das globale Kompetenzzentrum für Nutzfahrzeug-Achsen der Daimler AG. Mit seinen rund 3.000 Mitarbeitern ist es Europas größtes Nutzfahrzeug-Achsenwerk und der größte industrielle Arbeitgeber der Stadt Kassel. In zukunftsweisenden Produktionsverfahren fertigen die Mitarbeiter unter anderem Achsen für Lkw und Transporter, Gelenkwellen und Radsätze.

  • Office
    Human Resources and External Affairs
  • Email
    oliver.wihofszki@daimler.com
  • Phone
    +49 711 17-40650
  • Fax
    +49 711 17-24847
nix
  • Office
    Assistenz GBR
  • Email
    dorothee.tschampa@daimler.com
  • Phone
    +49 711 17 26410
  • Fax
    +49 711 1779071260
nix
  • Office
    Business Communications Commercial Vehicles Powertrain Operations & Manufacturing Engineering Plants Kassel & Gaggenau
  • Email
    marian.baumgaertner@daimler.com
  • Phone
    +49 711 17-41552
  • Fax
    +49 711 17-79035352
nix
Back
Loading