4MATIC: Der intelligente Allradantrieb
Stuttgart/Hochgurgl
29.11.2010
Die zehnte Allrad-Baureihe vom Pionier: Permanenter Allradantrieb 4MATIC jetzt erstmals für den CLS
Stuttgart/Hochgurgl – Mercedes-Benz ist seit Jahren weltweit erfolgreich
als 4x4-Anbieter im Premiumsegment. Seit Einführung der M-Klasse im Jahr 1997 stieg die Produktion sprunghaft. Heute bietet Mercedes-Benz fast 50 Modelle mit 4MATIC in zehn Baureihen an.
Ein wesentlicher Grund für den Markterfolg ist das beeindruckende Leistungsvermögen des Antriebskonzeptes 4MATIC auf verschneiter oder vereister Straße: hohe Traktionsreserven, ausgezeichnete Fahrstabilität, bestmögliche Sicherheit und ein außerordentliches Komfortniveau.
Davon profitiert auch der neue CLS. Das viertürige Coupé ist erstmals mit Allradantrieb verfügbar in den Modellen CLS 350 CDI 4MATIC BlueEFFICIENCY und CLS 500 4MATIC BlueEFFICIENCY. Neben dem CLS stehen beim 4MATIC-Workshop unter extremen winterlichen Bedingungen auf der österreichischen Timmelsjoch-Hochalpenstraße die aktuellen Versionen von S-, CL- und R-Klasse zur Verfügung.
Wie bei der 4MATIC-Abstimmung auf trockener oder nasser Straße gilt auch bei winterlichen Straßenverhältnissen: Die Fahrstabilität und damit die aktive Sicherheit stehen immer im Vordergrund. Das mechanische Fundament der 4MATIC mit der Momentenverteilung von 45 zu 55 Prozent zwischen Vorder- und Hinter­achse und die Lamellensperre im Zentraldifferenzial mit einer Grundsperrwir­kung von 50 Nm bieten optimale Voraussetzungen. Diese Grundkonzeption ermöglicht hohe Traktionswerte, weil die beim Beschleunigen auftretende dynamische Achslastverschiebung Richtung Hinterachse genutzt wird, um dort mehr Antriebsmoment abzusetzen. Die Lamellensperre kann das Antriebsmoment aber auch variabel zwischen Vorder- und Hinterachse verschieben, falls die Straßenverhält­nisse das erfordern. So kann der Eingriff der elektronischen Regelsysteme ESP®, 4ETS oder ASR möglichst spät erfolgen, ein Großteil des Antriebsmoments wird auch auf glatten Straßen in Vortrieb umgesetzt. Alle Regeleingriffe erfolgen fast unmerklich. Trotzdem erfährt der Fahrer sofort, wenn er sich dem Grenzbereich nähert. In diesem Fall blinkt im Kombi-Instrument ein gelbes Warnsymbol. Dies ist das eindeutige Signal, die Fahrweise den Straßenverhältnissen anzupassen.
Die Auslegung als permanent arbeitende Antriebsmechanik hat entscheidende Vorteile gegenüber anderen Systemen, die zur Aktivierung des Allradantriebs erst einmal mangelnde Traktion erkennen müssen. Diese Zeitspanne nutzt die 4MATIC der Mercedes-Benz Pkw bereits, um Antriebsmoment über die Räder auf die Fahrbahn zu übertragen.
4MATIC: Stabile Verhältnisse auf Schnee und Eis
Beim Anfahren unter winterlichen Bedingungen können die 4MATIC-Modelle optimale Traktion aufbauen. Dazu werden bestimmte Fahrbahnzustände automa­tisch erkannt und die Eingriffe des Allrad-Regelsystems 4ETS so beeinflusst, dass ein möglichst hohes Beschleunigungsvermögen bei minimalem Radschlupf und damit bester Fahrstabilität erreicht wird. Diese Strategie ermöglicht auch ein Anfahren unter widrigsten Bedingungen, wenn beispielsweise das Fahrzeug einseitig auf einer vereisten Steigung steht (das so genannte µ-Split) oder beide Räder der Vorder- oder Hinterachse geringen Halt finden (µ-Sprung).
Auf kurvigen Schnee- und Eisfahrbahnen wird die Stabilität des Fahrzeugs maßgeblich durch die Motormomentenregelung in der Antriebs-Schlupfregelung ASR sichergestellt. In Abhängigkeit der laufend aus der ESP®-Sensorik ermittelten Längs- und Querdynamik des Fahrzeugs werden die ASR-Regelschwellen der Fahrsituation angepasst. Um stabile Fahrzustände zu gewährleisten, muss die Längskraft bei Kurvenfahrt mittels der Motormomentenregelung so geregelt werden, dass immer eine ausreichende Querkraftreserve zur Verfügung steht. Um diesem physikalischen Zusammenhang gerecht zu werden, werden bei Kurvenfahrt auf Niedrigreibwert die Regelschwellen für die Motormomentenregelung an den kurvenäußeren Rädern deutlich abgesenkt, damit die Reifen ausreichend Querkräfte aufbauen können.
4MATIC: Innovative Technik weist den Weg
Der 4MATIC-Antriebsstrang der Mercedes-Benz Pkw gehört zu den leistungsfähigsten permanenten Allradantrieben. Durch die kompakte, leichte und reibleistungsoptimierte Grundkonzeption mit längs liegendem Motor und verblocktem Haupt- und Verteilergetriebe ergeben sich Vorteile gegenüber anderen Pkw-Systemen mit quer verbauter Antriebseinheit und zuschaltbarem 4x4. So liegt der Verbrauch je nach Modell zwischen 0,2 und 0,6 Liter je 100 Kilometer geringfügig über einem vergleichbaren konventionell angetriebenen Fahrzeug. Der Schwingungs- und Geräuschkomfort erreicht ein Niveau, das den hohen Erwartungen an Fahrzeuge von Mercedes-Benz entspricht.
CLS 4MATIC: Stilvolle Sportlichkeit und Dynamik auch im Winter
Die für den CLS charakteristische Fahrdynamik erreicht Mercedes-Benz durch
ein innovatives DIRECT CONTROL-Fahrwerk mit adaptivem Stoßdämpfersystem. Das gewichtsoptimierte Fahrwerk mit Dreilenker-Vorderachse und Raumlenker-Hinterachse passt sich automatisch der jeweiligen Fahrsituation an, indem es die Dämpferkräfte variiert und so den Abrollkomfort spürbar verbessert. Die auf Wunsch für den CLS 350 CDI 4MATIC BlueEFFICIENCY lieferbare und im CLS 500 4MATIC BlueEFFICIENCY serienmäßige Luftfederung kombiniert Mercedes-Benz mit einem stufenlosen, elektronisch gesteuerten Dämpfungssystem, das verschiedene Sensorsignale verarbeitet und jedes Rad einzeln regelt. So erleben Mercedes-Kunden besten Komfort und profitieren gleichzeitig von hoher Fahrsicherheit und sportlicher Agilität.
Wohlfühlen bei freier Sicht: Klimakomfort dank THERMOTRONIC
Besonders im Winter ist eine ausgewogene Klimatisierung des Innenraums
wichtig. Deshalb bietet Mercedes-Benz die Komfort-Klimatisierungsautomatik THERMOTRONIC an, die nicht nur individuell für Fahrer, Beifahrer und Fondpassagiere arbeitet, sondern darüber hinaus auch individuelle Voreinstellungen bietet. Zusätzlich verfügt diese Anlage über einen Schadgassensor, der bei einem plötzlichen Anstieg der Kohlenmonoxid- oder Stickoxidkonzentrationen in der Außenluft – etwa beim Durchfahren eines Tunnels – automatisch die Umluft­klappe schließt. Ein weiteres Merkmal der THERMOTRONIC ist die Restwärme­funktion: Durch Druck auf die Taste „Rest“ wird der Innenraum bei abgestelltem Motor etwa 30 Minuten lang beheizt oder belüftet.
Die THERMOTRONIC erwärmt den Innenraum im Winter auch bei dem morgend­lichen Kaltstart hoch effizient. Das ermöglicht eine Heizleistung von elf Kilowatt, die dem Leistungsvermögen einer modernen Einfamilienhaus-Zentralheizung entspricht. Bei den Dieselmodellen tritt je nach Außentemperatur zusätzlich ein Wärmetauscher mit sechs integrierten PTC-Heizelementen (Positive Temperature Coefficient) in Aktion und unterstützt den Heizungs-Wärmetauscher mit einer elektrischen Leistung von rund 1200 Watt. Die Mitarbeit der PTC-Heizung ist notwendig, da die modernen CDI-Motoren aufgrund ihres hohen thermischen Wirkungsgrads sehr verbrauchsgünstig arbeiten und daher im Teillastbereich deutlich weniger Wärme an das Kühlmittel abgeben als herkömmliche Motoren.
Mercedes bietet 48 Pkw-Modelle mit 4MATIC
Das Allrad-Angebot von Mercedes-Benz umfasst derzeit 48 Pkw-Modelle[1] in zehn Baureihenund beeindruckt durch seine Vielfalt: Neben der E-Klasse und der ebenfalls als Limousine und T-Modell lieferbaren C-Klasse bereichern die S‑Klasse, das Luxuscoupé CL, das viertürige Coupé CLS und das Reise-SUV R‑Klasse die 4MATIC-Modellpalette. Zusätzlich sind der kompakte GLK sowie die Offroader der GL- und 
M-Klasse im Angebot. Die auch nach 30 Jahren Bauzeit lieferbare G-Klasse spielt ihre Stärken besonders abseits befestigter Wege aus. Sie gilt nach wie vor als einer der besten Geländewagen der Welt.
[1] Angebot auf dem deutschen Markt

Allrad-Entwicklungskompetenz seit 1903
Die hohe Kompetenz der Mercedes-Ingenieure bei der Entwicklung wegweisender Allradkonzepte kommt nicht von ungefähr: Bereits 1903 beginnt die Allradgeschichte von Mercedes-Benz, seitdem gilt die Maxime: Wenn es darum geht, unter widrigsten Bedingungen besser und sicherer voranzukommen, ist der Allradantrieb die beste Technik. Er kommt im Laufe der Jahrzehnte erfolgreich in unterschiedlichen
Mercedes-Benz Fahrzeugen zum Einsatz. Manche Typen, etwa die G-Klasse oder der Unimog, haben sich weltweit einen legendären Ruf erobert. Doch auch im Alltag auf Asphalt kann der Allradantrieb punkten, wie die 4MATIC-Limousinen von
Mercedes-Benz zeigen. Hier feierte das innovative Antriebskonzept in der E-Klasse-Baureihe W 124 1987 Premiere. Das 4ETS kam erstmals 1997 in der M-Klasse zum Einsatz. Damit verfügt Mercedes-Benz über den längsten Erfahrungs schatz aller Automobilhersteller mit diesen elektronischen Regelsystemen.
Ihr Presse-Kontakt
Wolfgang
Zanker
Leiter Baureihen Mercedes-Benz Cars, Testwagenmanagement, Sportkommunikation
Tel.: +49 711 17-75847
Fax: +49 711 17-91602
Steffen
Schierholz
Baureihen C-, E,- CLS-Klasse
Tel.: +49 711 17-75852
Fax: +49 711 17790-44945
Download gesamter Text
Aktionen
© 2014 Daimler AG. Alle Rechte vorbehalten. Anbieter | rechtliche Hinweise | CookiesDatenschutz | Nutzungsbedingungen