Die Neuheiten der Daimler AG
Stuttgart
,
02.07.2012
Innovativer Euro-VI-Technologieträger gibt Ausblick auf die Neue Generation Unimog 2014
  • Neue Motoren: umweltfreundlich, stark und wirtschaftlich
  • Abgasreinigung kombiniert SCR-Technik und Partikelfilter
  • Leistungsvermögen nochmals gesteigert
  • Positive Nutzlastbilanz: gewichtsoptimierte Bauweise und Anhebung der Lastwerte
  • Kompaktheit dank geschickter Komponentenanordnung
Mercedes-Benz Special Trucks gibt einen ersten Ausblick in die Zukunft des Unimog als Technologieträger und präsentiert den künftigen Antriebsstrang in der Abgas­stufe Euro VI über sein kompaktes Fahrgestell. Basis ist der mittlere Typ U 400. Der Geräteträger wird aufgrund seiner Vielseitigkeit häufig in umweltsensiblen Gebieten eingesetzt. Über den Antrieb hinaus gibt Mercedes-Benz mit dem Technologieträger erste Hinweise auf umfangreiche Weiterentwicklungen in Technik und kompakten Abmessungen für den Unimog von morgen. Die Umsetzung in die Serienfertigung wird im Laufe des kommenden Jahres beginnen.
Neue Motorengeneration: umweltfreundlich und wirtschaftlich
Beim Schritt zu Euro VI nutzt der Unimog die neue Motorengeneration OM 934/936 mit 5,1 bzw. 7,7 l Hubraum und vier bzw. sechs Zylindern von Mercedes-Benz. Sie wird unter dem Begriff BlueEfficiency Power zusammengefasst. Die Triebwerke zeichnen sich durch Umweltfreundlichkeit, geringe Abgas­emissionen sowie hohe Wirtschaftlichkeit durch Langlebigkeit, geringen Verbrauch an Kraftstoff, AdBlue und Motoröl sowie lange Wartungsintervalle aus.
Zahlreiche technische Finessen
Die neuen Motoren überzeugen mit einer Vielzahl technischer Leckerbissen. Ein Querstrom-Zylinderkopf mit vier Ventilen pro Zylinder gewährleistet jeweils einen schnellen Gaswechsel. Zylinderkopf und Kurbelgehäuse sind durch sechs Schrauben pro Zylinder miteinander verbunden. Dies ergibt einen sehr steifen und damit stabilen Verbund. Die jeweils zwei obenliegenden Nockenwellen zur Ventil­betätigung sind gebaut und basieren auf einer hohlen Welle mit aufgeschrumpften Nocken. Diese Bauweise ist gleichermaßen leicht und stabil.
Zu den Finessen des neuen OM 936 zählt VCP (Variable Camshaft Phaser). Hinter dem Begriff steckt eine verstellbare Auslassnockenwelle, die erste derartige Nockenwelle in einem Dieselmotor überhaupt. Die Verstellung unterstützt die Regeneration des Partikelfilters. Ist eine Regeneration notwendig, werden die Steuerzeiten zur Anhebung des Temperaturniveaus im Abgastrakt verstellt.
Abgasreinigung kombiniert SCR-Technik und Partikelfilter
Bei der Abgasnachbehandlung setzen beide Motoren auf die BlueTec-6-Technik von Mercedes-Benz: Ein geschlossener Partikelfilter kombiniert mit dem seit Jahren erfolgreich eingesetzten SCR-System von Mercedes-Benz ergänzen sich optimal. Die BlueTec-6-Technik bewirkt, dass Partikelemissionen auf ein Maß am Rande der Nachweisbarkeit reduziert und die Stickoxidemissionen durch AdBlue-Einspritzung im nachgeschalteten SCR-Katalysator in harmlose Luftbestandteile zerlegt werden.
Die neuen Motoren überzeugen mit spontanem Antritt und beeindruckender Leistungsentfaltung bei hoher Laufkultur. Ein hohes Drehmoment bereits bei sehr niedrigen Drehzahlen sichert eine souveräne und wirtschaftliche Kraftentfaltung bereits kurz oberhalb der Leerlaufdrehzahl. Ein wesentlicher Faktor für die typischen Einsätze des Geräteträgers, bei denen hohe Zugkraft und Stehvermögen im Vordergrund stehen.
Leistungsvermögen nochmals gesteigert
Der Unimog von morgen profitiert vom Downsizing der hocheffizienten Triebwerke: Der Vierzylinder OM 934 erreicht das Leistungsvermögen bisher üblicher Sechs­zylindermotoren. Er ist auch im Technologieträger eingebaut.
Mit den neuen Motoren wird auch das Leistungsvermögen des Unimog weiter steigen. Erstmals erreicht der Unimog mit den 6-Zylinder-Motoren die 220-kW-Marke (299 PS). Die Kraftübertragung des allradgetriebenen Geräteträgers übernehmen die bekannten Unimog-Getriebe. Sie werden ebenso wie die Portal­achsen für die gesteigerten Motordrehmomente von bis zu 1200 Nm verstärkt. Durch die gewichtsoptimierte Bauweise und Anhebung der Lastwerte wird zudem eine weitere Nutzlastbilanzoptimierung im Vergleich zum aktuellen Modell erzielt.
Mit den neuen Fahrzeugkomponenten wie zum Beispiel dem Dieselpartikelfilter und stärkeren Motoren mit größerer Kühleranlage sind auch höhere Leergewichte verbunden. Um dem entgegenzuwirken haben die Unimog-Entwickler konsequent eine gewichtsoptimierte Bauweise umgesetzt ohne die legendäre Stabilität und Robustheit des Unimog zu beeinflussen. Das betrifft etwa Aussparungen am Rahmen oder den Einsatz von Aluminiumrädern. Diese haben sich bereits beim Lkw im Baustellen- und Kommunaleinsatz bewährt. Um eine unver­änder­te Nutzlast zu sichern, kommt eine moderate Anhebung des zulässigen Gesamtgewichts hinzu.
Geschickte Komponentenanordnung steigert die Kompaktheit
Ebenso kompensieren die Entwickler mit einem neuen Komponeten-Package das größere Volumen der Aggregate der Abgasstufe Euro VI, bedingt durch die groß dimensionierte Kühlung und den zusätzlichen Partikelfilter. So wird die Kühlung in mehrere Komponenten an zwei Stellen des Fahrgestells aufgeteilt. Den größeren Kühlluftbedarf der Motoren nach Abgasstufe Euro VI stellt unter anderem eine optimierte Umströmung des Motors sicher. Das neue Kühlkonzept wird sich ebenfalls durch hohe Wartungsfreundlichkeit auszeichnen.
Im Vergleich zum aktuellen Modell wird der Radstand des Unimog sogar um acht Zentimeter schrumpfen.
Der Blick in die Zukunft
Trotz der zusätzlich notwendigen Bau-Volumen durch die gesetzlichen Euro6-Anforderungen hat der Unimog mit seiner Kompaktheit seine wichtigsten Alleinstellungsmerkmale erhalten.
Er ist in seiner neuen Generation umweltfreundlicher und wirtschaftlicher und wird zur Markteinführung eine ganzheitliche Überarbeitung seiner Produktmerkmale bei Leistungsfähigkeit, Anwenderfreundlichkeit, Fahrantrieb, Ergonomie und Sicherheit anbieten.
Ihr Presse-Kontakt
Raimund
Grammer
Produktkommunikation Lkw / Unimog / Omnibusse
Tel.: +49 (0)711 17 53058
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