TecDay Safety 2009: Das Sicherheitsexperimentalfahrzeug ESF 2009
Stuttgart
10.06.2009
Partielles Fernlicht: Immer volles Licht voraus
Ob als Brems- und Blinkleuchten in vielen Mercedes-Modellen oder als Tagfahrleuchten in der neuen E- und S-Klasse: LED-Lichttechnologie ist bei Mercedes-Benz auf dem Vormarsch. Und es wird nachts künftig noch heller: Die Mercedes-Lichtspezialisten arbeiten an einem adap­tiven LED-Fernlicht, das den Gegenverkehr automatisch ausblendet. Mit einer speziellen Spotlight-Funktion lassen sich darüber hinaus potenzielle Gefahrenquellen anstrahlen.
Aufblenden, abblenden, aufblenden… Wer nachts auf westeuropäischen Landstraßen unterwegs ist, kann selten lange mit Fernlicht fahren. Häufiger Gegenverkehr führt dazu, dass meist bald wieder auf Abblendlicht gewechselt werden muss, entweder manuell oder komfortabler per Fernlicht-Assistent wie in der neuen Mercedes E-Klasse. Aber damit geben sich die Mercedes-Forscher noch nicht zufrieden. Denn in den Phasen, in denen wegen der Blendgefahr auf das Licht mit geringerer Reichweite umgestellt wird, können schließlich andere Verkehrsteilnehmer oder mögliche Gefahren übersehen werden.
Die Lichtspezialisten von Mercedes-Benz arbeiten daher am adaptiven Teilfernlicht auf LED-Basis. Damit kann der Fahrer das Fernlicht immer eingeschaltet lassen. Erkennt das System mit Hilfe einer Kamera den Gegenverkehr, passt es die Lichtverteilung automatisch entsprechend an. Wie das genau möglich ist, zeigt das Experimental-Sicherheits-Fahrzeug von Mercedes „ESF 2009“: Ein Frontscheinwerfer ist dort aus 100 LEDs zusammengesetzt. Diese Halbleiter-Elemente können einzeln angesteuert werden, sodass bei Gegenverkehr nur exakt jener Bereich vor dem Fahr­zeug abgedunkelt werden kann, in dem sich andere Verkehrsteilnehmer befinden. Diese erkennt das System per Infrarot-Kamera. Das rein elektronische Modul kann zudem viel schneller reagieren als heutige elektromechanische Blenden-/Walzen-Baugruppen.
Verfeinern lässt sich die Lichtverteilung auch in umgekehrter Richtung: Mit Hilfe einer speziellen Spotlight-Funktion lässt sich beim LED-Array des Forschungsfahrzeugs ein Gefahrenmarkierungslicht realisieren. Erkennt die Infrarot-Kamera beispielsweise Wild in der Ferne oder Personen auf der Fahrbahn, können diese wie mit einem Richtscheinwerfer über den ausgeleuchteten Fernlichtbereich hinaus kurz angestrahlt werden, um den Fahrer auf eine potenzielle Gefahr hinzuweisen.
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