AMG Sportfahrwerk und Hochleistungs-Bremsanlage ADAPTIVE BRAKE stehen den souveränen Antriebspaketen in nichts nach: Dank neuer Hightech-Systeme markieren die beiden Topmodelle S 63 AMG und S 65 AMG einen neuen fahrdynamischen Maßstab.
Weniger Lenkarbeit, agileres Handling bei gleichbleibend stabilem Geradeauslauf – so lässt sich die neue Direktlenkung charakterisieren, die bei S 63 AMG und S 65 AMG ab sofort zur Serienausstattung zählt. Wesentliches Merkmal der Direktlenkung ist die Zahnstange mit variabler Übersetzung auf rein mechanischem Weg. Während die Servolenkung um die Mittellage im Sinne eines stabilen Geradeauslaufs mit einer eher indirekten Übersetzung arbeitet, ändert sich diese ab etwa fünf Grad Lenkeinschlag: Nun genügen recht kleine Lenkwinkel für eine präzise Kurvenfahrt, davon profitiert die Handlichkeit auf kurvenreichen Landstraßen spürbar. Dadurch ändert sich auch der Lenkwinkelbedarf, sodass der Fahrer die AMG Limousinen speziell im Stadtverkehr wesentlich einfacher dirigieren kann. Im Vergleich zu einer Lenkung mit konstanter Übersetzung verringert sich die Zahl der Lenkradumdrehungen mit der Direktlenkung um rund 25 Prozent.
Rein mechanische Direktlenkung mit zahlreichen Vorteilen
Ein weiterer Vorteil der rein mechanischen Direktlenkung ist der Verzicht auf aufwendige Stelleinheiten und eine komplizierte Sensorik – mit entsprechenden Vorteilen bei Gewicht, Bauraum und Störanfälligkeit. Auch die stets gleichbleibende Reaktion der Lenkung ist ein Plus gegenüber anderen variablen Lenk-systemen, die bei rasch wechselnden Fahrsituationen zuweilen eine schnelle Umstellung des Fahrers erfordern.
Die Direktlenkung basiert auf der bekannten Parameterlenkung, die mit zunehmender Fahrgeschwindigkeit die Servounterstützung reduziert. Einfache Manövrierbarkeit im Stadtverkehr, wo hohe Lenkwinkel und damit viel Servokraft gefragt ist, paart sich mit reduzierter Unterstützung bei hohen Geschwindigkeiten etwa auf der Autobahn – davon profitieren Geradeauslauf und Fahrsicherheit.
Torque Vectoring Brake optimiert Fahrdynamik und -sicherheit
Eine weitere Verbesserung der Fahrdynamik und auch der aktiven Fahrsicherheit bewirkt die neuartige Torque Vectoring Brake. Erkennt das Elektronische Stabilitäts-Programm ESP® ein beginnendes Untersteuern des Fahrzeugs, wird durch
einen kurzen einseitigen Bremseingriff am kurveninneren Hinterrad in Sekundenbruchteilen ein gezieltes Giermoment um die Fahrzeughochachse erzeugt.
So lenkt die S-Klasse von AMG nicht nur präzise und beherrschbar ein, sondern bietet durch die reduzierte Untersteuertendenz auch ein Plus an aktiver Fahrsicherheit. Die Torque Vectoring Brake zählt bei S 63 AMG und S 65 AMG zur Serienausstattung.
Seitenwindstabilisierung als neue Funktion von Active Body Control
Ab sofort verfügt das AMG Sportfahrwerk auf Basis Active Body Control (ABC) serienmäßig über eine automatische Seitenwindstabilisierung. Hierbei variiert die ABC-Steuerelektronik die Radlastverteilung, sodass sich der Einfluss von
Seitenwind praktisch ausgleichen oder auf ein Minimum reduzieren lässt. Wird die S-Klasse von Seitenwind beeinflusst, nutzt das ABC-Steuergerät die Gierraten-, Querbeschleunigungs,- Lenkwinkel- und Geschwindigkeits-Sensoren des Elektronischen Stabilitäts-Programms ESP® und leitet blitzschnell eine diagonale Radlastverteilung ein – beispielsweise am linken Vorder- und rechten Hinterrad. Der dadurch auftretende Lenkeffekt reduziert die Seitenwindstörung. Die Seitenwindstabilisierung ist ab 80 km/h und bei Geradeaus- oder leichter Kurvenfahrt aktiv. Nimmt der Fahrer selbst starke und schnelle Lenkkorrekturen vor, deaktiviert sich die Funktion.
Das aktive Fahrwerk von S 63 AMG und S 65 AMG verringert die Aufbaubewegungen beim Anfahren, bei Kurvenfahrt und beim Bremsen fast vollständig. Kurven werden mit stark reduzierter Seitenneigung umrundet, die Wankneigung bei schnellen Ausweichmanövern wird wirkungsvoll unterdrückt. Eine weitere Besonderheit von Active Body Control ist die variable Wankmomentverteilung zwischen Vorder- und Hinterachse, die das System je nach Fahrgeschwindigkeit automatisch einstellt. Der Computer erhält von verschiedenen Beschleunigungs-Sensoren Informationen über die jeweilige Fahrsituation und vergleicht sie mit den Daten der Druck-Sensoren in den Federbeinen und der Niveau-Sensoren an den Achslenkern. Daraufhin berechnet das System die Steuersignale, die servohydraulische Ventile an Vorder- und Hinterachse in genau dosierte Ölströme umsetzen.
Mit Hilfe der sogenannten Beladungsadaption wird das aktuelle Fahrzeuggewicht in die Berechnung der aktiven Fahrwerkregelung einbezogen. Somit erzielen S 63 AMG und S 65 AMG identische fahrdynamische Werte auch im beladenen Zustand. Ein kurzer Druck auf den Sport-Taster neben dem AMG Kombi-Instrument verändert die Charakteristik des AMG Sportfahrwerks: Die Seitenneigung in schnellen Kurven reduziert sich nochmals, zudem reagieren Federung und Dämpfung im Sinne einer höheren Agilität straffer. Zur Verringerung des Luftwiderstands senkt ABC die Karosserie zwischen 65 und 100 km/h kontinuierlich um bis zu 15 Millimeter ab. Wird auf Schlechtwegstrecken eine größere Bodenfreiheit benötigt, kann der Autofahrer das Fahrzeugniveau durch Tastendruck bis Tempo 30 um maximal 40 Millimeter anheben.
AMG Hochleistungs-Bremsanlage auf Basis ADAPTIVE BRAKE
Nach wie vor Maßstäbe hinsichtlich Verzögerung, Dosierbarkeit und Standfestigkeit setzt die AMG Hochleistungs-Bremsanlage auf Basis der ADAPTIVE BRAKE. An der Vorderachse kommt ein Doppelfaustsattel zum Einsatz, diese Technik verbindet die Vorteile einer Schwimmsattelbremse – geringere Wärmeübertragung zur Bremsflüssigkeit und deutliche Komfortvorteile durch die Führung der Bremsbeläge – mit der Leistungsfähigkeit einer üppig dimensionierten Festsattelbremse. An der Hinterachse übernimmt ein großer Faustrahmensattel die Verzögerungsarbeit. Innenbelüftete, angelochte Bremsscheiben in Verbundbauweise an Vorder- und Hinterachse mit 390 bzw. 365 Millimeter Durchmesser sorgen für kürzeste Bremswege, höchste Standfestigkeit und perfekte Dosierbarkeit.
Die hydraulische Zweikreis-Bremsanlage wird elektronisch gesteuert und ermöglicht zahlreiche Assistenzfunktionen, die Sicherheit und Komfort steigern – beispielsweise das Vorfüllen der Bremsanlage in kritischen Situationen: Wechselt der Autofahrer vor einer Notbremsung abrupt vom Gas- auf das Bremspedal, erhöht ADAPTIVE BRAKE den Druck in den Bremsleitungen und legt so die Beläge an die Bremsscheiben an, die dann beim Tritt aufs Bremspedal sofort mit voller Kraft zupacken können. Durch regelmäßige, kurze Brems-Impulse sorgt die Technik dafür, dass der Wasserfilm auf den Bremsscheiben abgestreift wird und die Bremse mit vollem Wirkungsgrad arbeiten kann. Diese automatische Trocken-bremsfunktion wird immer dann aktiviert, wenn der Scheibenwischer der S-Klasse eine bestimmte Zeit lang läuft; die fein dosierten Brems-Impulse nimmt der Fahrer nicht wahr.
Nachdem die S-Klasse bis zum Stillstand abgebremst wurde, genügt es, das Bremspedal kurzzeitig noch etwas weiter zu treten, um die Funktion HOLD zu aktivieren. Die Limousine wird dann von der Bremse gehalten – auch wenn der Fahrer den Fuß vom Bremspedal nimmt. Auf diese Weise verhindert ADAPTIVE BRAKE ein unbeabsichtigtes Anrollen beim Ampelstopp oder im Stop-and-go-Verkehr sowie das Zurückrollen am Berg. Die Haltefunktion schaltet sich beim Anfahren automatisch wieder ab.
Attraktive Leichtmetallräder im 19- und 20-Zoll-Format
Beim S 63 AMG stellen titangrau lackierte und glanzgedrehte 19 Zoll AMG Leichtmetallräder im Vielspeichen-Design den Kontakt zur Straße her. An der Vorderachse sind Reifen im Format 255/40 R 19 auf 8,5 Zoll breiten Felgen montiert, hinten lautet die Dimension 275/40 R 19 auf 9,5 Zoll breiten Felgen. Den S 65 AMG zieren titangrau lackierte und oberflächenpolierte 20 Zoll AMG Schmiederäder im Doppelspeichen-Design in 8,5 bzw. 9,5 Zoll Breite. Vorn kommen Reifen im Format 255/35 R 20 zum Einsatz, an der Hinterachse Reifen der Dimension 275/35 R 20.