Der Maybach "Zeppelin" DS 8
Stuttgart
16.01.2002
Maybachs geniales Getriebe
Schalten leicht gemacht.
Vollsynchronisierte Getriebe, wie sie heute selbstverständlich sind, waren noch zu Beginn der dreißiger Jahre weitgehend unbekannt. Geschaltet wurde mit Doppelkuppeln beim Heraufschalten und Zwischengas beim Herunterschalten. Diese für manche Autofahrer nur schwer zu erlernende Technik wollte Maybach seinen Kunden ersparen und entwickelte daher ein sehr kompaktes Getriebe, dessen schräg geschliffene Zahnräder ständig im Eingriff waren. Geschaltet wurde ohne Kuppeln, außer beim Anfahren, beim Halten oder Rückwärtsfahren.
Kleine Maybach-Typenkunde
Ein Prospekt der Zeit gibt Auskunft über die Entstehung des Namens Zeppelin für die Spitzentypen der Marke Maybach:
Die Typenbezeichnung „Zeppelin“ wurde gewählt, um auch äußerlich zum Ausdruck zu bringen, dass der Zwölfzylinder-Maybach auf Grund der Erfahrung mit den Maybach-Zeppelin-Luftschiffmotoren konstruiert ist. Ein Name als Symbol für die Grundsätze, nach denen Maybach-Wagen gebaut werden: Nur Bestes aus Bestem zu schaffen, von dauerndem Wert, in höchster Vollendungsform neuen Entstehens. … Als Verkörperung des hochwertigen Reise- und Repräsentationswagens – wie als rassiger Typ für den passionierten Sportsmann – ist der „Maybach-Zeppelin“ das Automobil letzter Wunscherfüllung mit ausgeprägtem Charakter von vornehmster Eleganz und Kraft.
(Maybach-Prospekt, 1934)
Die Zeppelin-DS-Modelle, von Karl Maybach 1930 erstmals offeriert und ab 1931 geliefert, gab es als Typ DS 7 und DS 8. Vorläufer war 1929 der Zeppelin Typ 12 mit 7 Litern Hubraum und 150 PS. Aber der Reihe nach: Der erste Maybach von 1919 ist ein Prototyp, der „Wagen“ W 1, aufgebaut auf einem angekauften Daimler-Chassis. Er trägt schon die charakteristische Kühlermaske. W 2 ist ein Motor! Der W 3 ist 1921 der erste Serienwagen, mit Sechszylinder-Reihenmotor und angeblocktem Planetengetriebe, im Angebot als Typ 22/70 PS (Die erste Zahl bezeichnet „Steuer-PS“, eine vom Fiskus seit 1909 aus Leistung und Hubraum errechnete Steuerzahl; die zweite die Leistung).
1926 folgt W 5 als Typ 27/120 PS, der 1928 ein Schnellgang-Getriebe erhält und daher W 5 SG heißt. 1930 kommt, parallel zum „Zeppelin“, der W 6, den es ab 1934 auch mit Doppel-Schnellgang-Getriebe gibt und so als W 6 DSG in den Analen steht. Die Weiterentwicklung von 1934 ist ein DSH, ein „Doppel-Sechs-Halbe“, was auf den 130 PS starken 5,2-Liter-Reihensechszylinder hinweist, eine dem „DS“ Zwölfzylinder vergleichbare Konstruktion.
Die SW-Typen
1935 erscheinen „kleine“ Maybach-Wagen, die „SW“-Typen. „SW“ steht für „Schwingachs-Wagen“, Autos mit Einzelradfederung. Sie erhalten neue Hochleistungs-Motoren (HL-Motoren) mit 140 PS und Hubräumen von 3,5, 3,8 und 4,2 Litern, ergibt die Typen SW 35, SW 38 und SW 42. Der SW 42 ist das letzte Modell, das noch bis 1941 in Friedrichshafen gebaut wurde. Die SW-Modelle waren die meistverkauften der Marke Maybach.
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