Die Historie der Mercedes-Benz Konzeptfahrzeuge
Stuttgart
22.08.2011
Ankündigung der neuen Kompaktklasse: Concept A-Class
Fakten
  • Fahrzeug: Concept A-Class
  • Vorstellung: April 2011
  • Ort: Auto Shanghai 2011, Shanghai
  • Zielsetzung: Neue Generation der Kompaktklasse von
    Mercedes-Benz
  • Antrieb: Vierzylinder-Ottomotor mit 2 Liter Hubraum, 155 kW (210 PS), 7-Gang-Doppelkupplungs-Getriebe
Technische Highlights
  • Vierzylinder-Ottomotor der neuen Baureihe M 270 für Quereinbau, Direkteinspritzung mit bis zu 200 bar durch schnell schaltende Piezo-Injektoren, Turboaufladung
  • Multimedia-System COMAND Online, Nutzung der Funktionen eines Smartphones wie Internet-Radio, E-Mail und soziale
  • Netzwerke als Applikationen auf einem 17,8 Zentimeter großen Display, Bedienung über den Drehdrücksteller
  • LED-High-Performance-Scheinwerfer, Tagfahrlicht und Heckleuchten mit Glasfaserelementen in Aluminiumhülsen
  • Radargestützte Kollisionswarnung mit adaptivem Brems-Assistenten als Weltneuheit in der Kompaktklasse
Die Proportionen des Concept A-Class signalisieren auf der Auto Shanghai 2011 mit langer Haube, flacher Silhouette und schlanker Scheibengrafik konzentrierte Dynamik. Das sportliche Erscheinungsbild erhält durch das Linien- und Flächenspiel eine besondere Tiefe. „Skulptural, leicht und expressiv übersetzt das Concept A-Class die neue Formensprache von Mercedes-Benz in die Kompaktklasse“, erläutert Professor Gorden Wagener, Designchef von Mercedes-Benz. „‚Gefangene Energie‘ haben wir diese unbändige Dynamik, die das Concept A-Class ausstrahlt, genannt. Wellen und Wind sowie der Flugzeugbau waren unsere formalen Inspirationsquellen, die zu diesem ‚coolen‘ Look geführt haben.“
Nicht nur optisch, auch technologisch läutet das Concept A-Class ein neues Kompaktklasse-Zeitalter bei Mercedes-Benz ein. Angetrieben wird der Fronttriebler von einem Vierzylinder-Ottomotor der neuen Baureihe M 270. Sie ist für den Quereinbau konzipiert worden und bietet dank Direkteinspritzung und Turboaufladung ein hohes Leistungspotenzial bei minimalen Emissionen und Verbrauch. Einspritzdrücke bis zu 200 bar und schnell schaltende Piezo-Injektoren sind weitere Highlights des Vollaluminium-Triebwerks.
Unter der Haube des Concept A-Class verbirgt sich die Zweiliter-Variante des neuen Motors, sie leistet 155 kW (210 PS). Gekoppelt ist das BlueEFFICIENCY-Triebwerk an das neue Doppelkupplungs-Getriebe von Mercedes-Benz. Es bietet als Dreiwellen-Getriebe sieben Vorwärtsgänge, die ohne Zugkraftverlust automatisch geschaltet werden. Daher arbeitet das neue Getriebe besonders sparsam, sportlich und komfortabel.
Wesentliches Kennzeichen der neuen Formensprache von Mercedes-Benz ist das expressive Linien- und Flächenspiel – die Designer sprechen von einer „cleanen“, sauberen, Flächengestal­tung. Zusammen mit konkaven und konvexen Oberflächen und der daraus resultierenden Lichtmodulation bewirkt es eine einzigartige skulpturale Präsenz. Das Concept A-Class führt diese Kombination aus definierten Kanten und freiem Spiel mit Flächen, die Mercedes erstmals beim Forschungsfahrzeug F 800 Style gezeigt hat, konsequent fort.
Drei markante Linien strukturieren die Seitenansicht: Die vordere Strukturkante oberhalb des Kotflügels fällt nach hinten ab (Dropping Line). Der ausgeprägte Schultermuskel über der Hinterachse betont den coupéhaften Charakter. Und eine weitere Linie streckt sich schwungvoll vor dem hinteren Radlauf nach oben. Durch diese Linien erhält das Profil mehr Tiefe und Dynamik. Die Türgriffe sind in die Türen eingelassen, auf Knopfdruck fahren sie elektrisch heraus.
Mit ihrer ungewöhnlichen tragflächenartigen Form verkörpern die Außenspiegel Fluss und Leichtigkeit. Ein weiteres auffälliges Detail ist der geöffnete Seitenschweller, der für ein ungewöhnliches Licht-und-Schatten-Spiel sorgt. Die großen Räder im Format 20 Zoll unterstreichen mit ihrem Turbinenschaufel-Look den Eindruck, dass der Wind das Concept A-Class geformt hat.
Die Front des Konzeptfahrzeugs zieht die Blicke durch ein Marken-Logo auf sich, das von einem Sternenhimmel umgeben zu sein scheint: Wo sonst Löcher oder Lamellen sitzen, besteht der Grill aus zahlreichen silbermetallischen „Dots“ auf schwarzen Säulen. Dieses Thema findet sich wieder im Design der Felgen.
Das breitenbetonte Heck strahlt Kraft und Athletik aus und lebt ebenso vom Wechselspiel aus konvex-konkaven Flächen und scharfen Kanten. Die Rückleuchten setzen die seitlichen muskulösen Schultern zum Heck hin fort und betonen durch ihre Horizontal-Orientierung die Breite. Die aerodynamische Abrisskante in den Leuchten dient der Effizienz. Der Diffusor erzeugt mehr Abtrieb und presst das Auto auf die Straße.
Wie von einem anderen Stern wirkt auch der Innenraum des Concept A-Class, der dank des großen Panorama-Dachs von Licht durchflutet wird. Viele ungewöhnliche Details sind vom Flugzeugbau inspiriert und greifen damit zugleich Ideen der Interieur-Skulptur „Mercedes-Benz Aesthetics No. 2“ aus dem Jahr 2011 auf. Verschiedene Bauteile sind dabei aufgelöst worden: So bestehen die Instru­mententafel und die Mittelkonsole nur noch aus einer komplexen Struktur aus gebürstetem Aluminium. Ergebnis ist eine transparente, leichte, bionische Formgebung.
Absoluter Blickfang beim Concept A-Class ist die Instrumententafel, welche die Form einer Flugzeugtragfläche besitzt und mit einer transluzenten, dehnbaren Textilie bespannt ist. Durch diesen aufwendig mit Chrompartikeln bedampften Stoff bleibt die bionische Zellstruktur des Bauteils sichtbar – eine Konstruktion, die an mit Segeltuch bespannte Flugzeugflügel erinnert, bei der sich die Spanten optisch abzeichnen. Dramatisch hinterleuchtet wirkt der Instrumententräger dadurch besonders futuristisch. Durch die transluzente Hightech-Bespannung und den Verzicht auf einen konventionellen Unterbau scheint die Instrumententafel optisch zu schweben. Wie Kondensstreifen an den Winglets eines Jets setzt sich ihre Linie in den Türverkleidungen fort.
Die Form der Luftdüsen in der Instrumententafel erinnert an die Triebwerke eines Jets. Je nachdem, welche Temperatur die Insassen des Concept A-Class bei der Innenraum-Klimatisierung wählen, ändern die transluzent ausgeführten und hinterleuchteten Düsen ihre Farbe: Wird kalte Frischluft in den Innenraum gelassen, sind sie blau, bei warmer Luft hingegen erstrahlen sie rot. Rot gehalten sind ebenso die markanten Anzeigen im Kombi-Instrument. Das formale Vorbild der Düsen war der Nachbrenner eines Jet-Triebwerks. Die zentrale Bedieneinheit ist als modernes Flightpanel mit einem Schalthebel in Form eines „Schubhebels“ gestaltet. Die Sitze erinnern mit ihren umgeschlagenen Kopfstützen und der extremen Seitenführung an Pilotensitze in Jagdflugzeugen.
Titan- und Silbertöne werden im Innenraum mit einem hellen, eleganten Beige kombiniert. Die Akzentfarbe Magenta betont die Sportlichkeit und steht in Kontrast mit dem silbernen ALU-BEAM-Außenlack, der wie flüssiges Silber die sportlich dynamische Linienführung des Exterieurs nachmodelliert.
Moderne Materialien wie die Hightech-Bespannung des Instrumententrägers oder metallisiertes Leder, bei dem Semianilin mit metalli­schen Pigmenten gefärbt und mit einer technischen Prägung versehen wurde, kommen ebenso zum Einsatz wie hochwertiges Nubukleder. Das schlägt die Brücke zwischen der 125-jährigen Tradition der Marke Mercedes-Benz und ihrem modernen Anspruch.
Voll integriert in das Bedienkonzept des Concept A-Class ist ein Smartphone mit allen Applikationen, Diensten und Inhalten des digitalen Lebensstils. Wird das Gerät in das dafür vorgesehene Fach in der Mittelkonsole geschoben, synchronisiert es sich automatisch mit dem Multimedia-System COMAND Online. Die Funktionen des Smartphones einschließlich Internet-Radio, E-Mail und sozialer Netzwerke wie Twitter oder Facebook werden als Applikationen auf dem 17,8 Zentimeter großen Display angezeigt und lassen sich sicher und komfortabel über den Drehdrücksteller bedienen.
Einzigartig und revolutionär ist das Grafikdesign der Bildschirminhalte. Dynamisch wachsende Glaselemente werden von magenta­farbenem Licht erleuchtet und bilden dreidimensional angeordnete Navigationsebenen. In die räumliche Tiefe dieser Menüstruktur taucht der Benutzer durch fließende Bewegung und flüssig animierte Übergänge intuitiv ein. Entworfen und umgesetzt worden ist das seriennahe Anzeigekonzept von Designern und Ingenieuren im Mercedes-Entwicklungslabor in Palo Alto, Texas/USA. Die Menüs sind beim Concept A-Class in Mandarin und Englisch beschriftet.
Ein besonderer Zauber geht vom Licht des Concept A-Class aus, denn seine innovativen LED-High-Performance-Scheinwerfer greifen mit zahlreichen Lichtpunkten das Sternenhimmel-Motiv des Kühlergrills auf. Für das Tagfahrlicht wurden dazu 90 Glasfaserelemente mit Aluminiumhülsen versehen und flügelförmig im Scheinwerfer angeordnet. Die tentakelartigen Glasfasern leuchten diffus mit und bilden so mit den punktförmigen Lichtquellen einen spannenden Kontrast zwischen weich und streng.
Ungewöhnlich wirken aus jeder Perspektive auch die LED-Blinker, denn sie scheinen schwerelos im Scheinwerfer zu schweben und erinnern so an einen Lufteinschluss im Parfümflakon. Die Blinker thronen oben im Plexiglaskörper des Scheinwerfers in sechs Kammern, ihre bedampften Reflektoren bleiben unsichtbar.
Wie bereits beim Mercedes CLS in Serie realisiert, kombinieren die LED-High-Performance-Scheinwerfer des Concept A-Class das Intelligent Light System mit LED-Technologie. Das Projektionsmodul der LED-Scheinwerfer ist dabei nicht mehr rund, sondern flacher und damit sportlicher ausgeführt. Diesen sportlichen Eindruck verstärkt das Gehäuse aus mattem Carbon, das in Kontrast zum Aluminiumrahmen des Projektionsmoduls steht.
Bei den Heckleuchten kommen ebenso Glasfaserelemente mit Aluminiumhülsen zum Einsatz. 120 faseroptische Spitzen bilden das C-förmige Rücklicht und sind mit ihrem subtilen Glimmen ein einzigartiger Anblick. Für die Bremsfunktion werden sie entsprechend aufgehellt. Beim Bremsen leuchtet auch das durchgezogene Lichtband zwischen beiden Rückleuchten und lässt das Concept A-Class dadurch noch breiter erscheinen. Die Blinker sitzen als eingeschlossene Elemente mitten im Rücklicht. Der Grundkörper der Rück­leuchten besteht wiederum aus Carbon, die zahlreichen roten Elemente sorgen für optische Tiefe.
Sicherheitspionier Mercedes-Benz zeigt im Concept A-Class einen weiteren Meilenstein in der Demokratisierung automobiler Sicherheitstechnik: Das Konzeptfahrzeug verfügt über eine radargestützte Kollisionswarnung mit Adaptivem Brems-Assistenten – eine Welt­neuheit in der Kompaktklasse. Die radargestützte Kollisionswarnung mit Adaptivem Brems-Assistenten warnt den eventuell unaufmerk­samen Fahrer optisch und akustisch und bereitet den Brems-Assistenten auf eine punktgenaue Bremsung vor. Diese wird eingeleitet, sobald der Fahrer das Bremspedal deutlich betätigt.
Im Unterschied zu auf dem Markt befindlichen Systemen in der Kompaktklasse handelt es sich bei dem neuen Brems-Assistenten Collision Prevention Assist nicht um ein reines Stadtsystem zur Minimierung von Bagatellschäden. Vielmehr zielt die innovative Lösung auf den Schutz vor typischen Auffahrunfällen in allen Verkehrssituationen. Mercedes-Benz erwartet, mit dem neuen Sicherheitssystem signifikant positiv auf das Unfallgeschehen einwirken zu können. Die Mercedes-Sicherheitsexperten gehen nach detaillierten Analysen von Unfalldaten davon aus, dass mit dieser radarbasierten Technik zirka 20 Prozent aller Auffahrunfälle vermieden werden können und bei weiteren 25 Prozent die Unfallschwere gesenkt werden kann.
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