Pressemappe: Sicherheit hat Zukunft
Stuttgart
,
08.06.2009
Stichworte der Zukunft: Integrierte Sicherheit
  • Mit DISTRONIC beginnt eine neue Epoche der Sicherheitstechnik
  • Bei einem drohenden Aufprall bereitet PRE-SAFE® das Auto vor
  • Fußgängerschutz wird groß geschrieben
1999 stellt Mercedes-Benz den innovativen Abstandsregeltempomat DISTRONIC vor. Dieser erweiterte TEMPOMAT hält automatisch den Abstand zu anderen Verkehrsteilnehmern. Aufgabe von DISTRONIC ist es, die Aufmerksamkeit des Fahrers zu unterstützen. Dazu überwacht das System über ein internes Radar die Distanz zu vorausfahrenden Fahrzeugen. Dieser Wert wird mit Parametern wie der eigenen Geschwindigkeit verglichen. Daraus errechnet DISTRONIC ihre Reaktion, behält die Geschwindigkeit bei oder reduziert das Tempo.
Mit Entwicklungen wie der DISTRONIC beginnt bei Mercedes-Benz in den 1990er Jahren eine neue, durch die Verknüpfung passiver und aktiver Elemente gekennzeichnete Epoche der Sicherheit. DISTRONIC ist dabei ein wichtiger Schritt zur Verbesserung der Fahrzeugsicherheit durch die Kommunikation zwischen den Fahrzeugen. Derartige Hilfssysteme, auch für die Verkehrssituation hinter und neben dem Automobil, finden in den Folgejahren zunehmend Verbreitung.
PRE-SAFE® spannt nicht nur die Sicherheitsgurte
Der nächste Entwicklungsschritt in Richtung integrierte Sicherheit ist das von Mercedes-Benz 2002 vorgestellte vorbeugende Insassenschutzsystem PRE-SAFE®. Diese aktive Absicherung der Passagiere geht von der logischen Überlegung aus, dass einem Unfall häufig eine Vollbremsung vorausgeht. Wenn PRE-SAFE® die Anzeichen eines Unfalls erkennt, werden die mechanischen Gurtstraffer bereits vor dem möglichen Ernstfall mit Hilfe von Elektromotoren vorgespannt. Auch Sitz und Lehne stellt PRE-SAFE® in eine für den Notfall besonders sichere Position, obendrein schließt das Sicherheitssystem – sofern vorhanden und geöffnet – das Schiebedach. Als Alarmzeichen nimmt PRE-SAFE® nicht nur Vollbremsungen wahr, sondern auch von ESP® und BAS gemeldete unstabile Fahrsituationen wie Schleudern und starkes Über- oder Untersteuern, die zu einem Überschlag führen könnten. Nach dem Debüt in der S-Klasse der Baureihe W 220 im Jahr 2002 hält PRE-SAFE® auch in den anderen Fahrzeugen der Marke Einzug.
Erkenntnisse aus der Mercedes-Benz Unfallforschung zeigen, dass bei zwei Dritteln aller Unfälle vor dem eigentlichen Aufprall noch genügend Zeit ist, um präventive Schutzmaßnahmen einzuleiten. Kommt es zum Crash, sind Fahrzeug und Insassen dann besser vorbereitet. Bei einem Unfall löst die Sicherheitsausrüstung von Mercedes-Benz zusätzlich Airbags und Gurtstraffer aus, um den Insassen die volle Sicherheit zu bieten. Bleibt der Unfall aus, lassen sich die aktivierten Systeme wieder in den Grundzustand zurückversetzten: Sie sind voll reversibel.
Das integrale Sicherheitskonzept von Mercedes-Benz
Das integrale Sicherheitskonzept von Mercedes-Benz, 2005 in der S-Klasse der Baureihe W 221 präsentiert und zunächst PRO-SAFE™ genannt, fasst alle Elemente der aktiven und passiven Sicherheit in einem durchdachten System zusammen – für die Sicherheit der Fahrzeuginsassen und der anderen Verkehrsteilnehmer. Das integrale Sicherheitskonzept rückt für die Konstrukteure die Vision vom unfallfreien Fahren wieder ein Stück näher. Denn es erfüllt in bisher nicht gekanntem Umfang den Anspruch von hoher Fahrzeug- und Verkehrssicherheit, orientiert am realen Unfallgeschehen.
Zu den Innovationen, die 2005 in der S-Klasse der Baureihe W 221 als Elemente der integrierten Sicherheit Premiere haben, gehören Systeme wie DISTRONIC PLUS und der Nachtsicht-Assistent. DISTRONIC PLUS ist in Kombination mit dem Bremsassistenten PLUS lieferbar. In der S-Klasse arbeitet der Abstandsregel-TEMPOMAT nun in einem Geschwindigkeitsbereich vom Stillstand bis 200 km/h. Auch im stockenden Verkehr hält DISTRONIC PLUS kontinuierlich Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug und bremst bei Bedarf bis zum Stillstand ab.
Der Bremsassistent verstärkt den Bremsdruck
Mit dem Bremsassistenten lassen sich nicht nur Auffahrunfälle verhindern, er leistet auch einen wirksamen Beitrag zum Fußgängerschutz. Das zeigt eine Untersuchung von Mercedes-Benz im Fahrsimulator: 55 Probanten fahren dabei mit 50 km/h durch eine Ortschaft, als plötzlich ein Kind auf die Fahrbahn läuft. Der Unfall kann nur durch eine Notbremsung vermieden werden. Das Testergebnis: Fahrer, die durch den Bremsassistenten unterstützt werden, verunglücken signifikant seltener als jene, denen das System nicht zur Verfügung steht. Die Unfallquote verringert sich durch den Bremsassistenten um 26 Prozentpunkte.
Die Weiterentwicklung, der Bremsassistent PLUS, arbeitet als vorausschauendes System, das den Autofahrer in kritischen Situationen wirksamer unterstützt als bisher. Radartechnik macht es möglich: Sie erfasst den Bereich vor dem Fahrzeug und berechnet bei einem drohenden Unfall die notwendige Bremskraftunterstützung. Tritt der Autofahrer aufs Bremspedal, baut der neue Bremsassistent PLUS blitzschnell den für die jeweilige Situation berechneten Bremsdruck auf. Während beim herkömmlichen Bremsassistenten ein reflexartiges Betätigen des Bremspedals notwendig ist, erkennt das neue System den Bremswunsch des Autofahrers bereits beim deutlichen Tritt aufs Pedal und verstärkt situationsgerecht den Bremsdruck automatisch. Damit ist eine der wichtigsten Voraussetzungen erfüllt, um Unfälle zu vermeiden: die für die jeweilige Situation bestmögliche Bremsverzögerung.
Umfangreicher Fußgängerschutz
Viele Aktivitäten und Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz von Fußgängern und Radfahrern in den vergangenen Jahrzehnten sind auf die Initiative von Mercedes-Benz zurückzuführen. Glattflächige Karosserien, energieabsorbierende Stoßfänger, Verbundglas-Frontscheiben, klappbare Außenspiegel, abgerundete Türgriffe und versenkt angeordnete Scheibenwischer sind nur einige Details der Mercedes-Benz Personenwagen, die dem Fußgängerschutz dienen.
Auf diesem hohen Niveau basieren die zusätzlichen Schutzmaßnahmen, die
Mercedes-Benz in der S-Klasse der Baureihe W 221 sowie in der E-Klasse Limousine (W 212) und im Coupé (C 207) verwirklicht. Die Motorhaube ist an ihrer Unterseite so gestaltet, dass sie sich bei einem Fußgängerunfall gezielt verformt und Aufprallenergie absorbiert. Ein neu entwickeltes nachgiebiges Scharnier unterstützt die Deformation der Motorhaube und trägt ebenfalls dazu bei, die Verletzungen von Fußgängern und Zweiradfahrern zu vermindern. Die vorderen Kotflügel der neuen Mercedes-Benz Limousine sind durch ein spezielles Befestigungselement mit den oberen Längsträgern verbunden. Seine Steifigkeit ist genau berechnet und gibt beim Aufprall gezielt nach. Der Deformationsraum zwischen der Motorhaube und den darunter liegenden Aggregaten ist vergrößert.
Die Nacht zum Tage machen
Der in der S-Klasse präsentierte Nachtsicht-Assistent arbeitet mit Infrarot-Scheinwerfern, die bei Dunkelheit einen deutlich größeren Bereich der Fahrbahn beleuchten als das Abblendlicht. Dargestellt wird das Bild der für das menschliche Auge unsichtbaren Infrarotstrahlen auf dem Display des Kombiinstruments.
Bei Dunkelheit bietet der Nachtsicht-Assistent dem Autofahrer eine viel größere Sichtweite als herkömmliche Abblendscheinwerfer, sodass der Straßenverlauf besser sichtbar ist und Fußgänger, Radfahrer oder Hindernisse auf der Fahrbahn früher erkannt werden können. Auch wenn die Scheinwerfer entgegenkommender Fahrzeuge blenden und die Sicht stark beeinträchtigen, sehen Autofahrer mit dem Assistenzsystem deutlich besser: Eine hell gekleidete Versuchspuppe, die in 50 Meter Entfernung hinter einem entgegenkommenden Fahrzeug am Straßenrand steht, wird mithilfe des Nachtsicht-Assistenten aus einer durchschnittlichen Entfernung von 140 Metern erkannt – und damit rund 53 Meter früher als mit dem Bi-Xenon-Abblendlicht.
Intelligente Lichttechnik sorgt für gute Sicht
Der erhöhten Sicherheit bei Nachtfahrten dient auch das Intelligent Light System, das 2006 in der E-Klasse debütiert. Es beinhaltet variabel steuerbare Scheinwerfer mit fünf verschiedenen Lichtfunktionen. Das Bi-Xenon-Abblendlicht mit seiner bewährten asymmetrischen Lichtverteilung wertet Mercedes-Benz zu einem neuen Landstraßenlicht auf, das den linken Fahrbahnrand heller und weiträumiger ausleuchtet als bisher. Hier vergrößert sich der Sichtbereich des Autofahrers um rund zehn Meter; er kann sich dadurch bei Dunkelheit noch besser orientieren und schneller reagieren, wenn andere Verkehrspartner die Fahrbahn kreuzen.
Ab einer Geschwindigkeit von mehr als 90 km/h schaltet sich in zwei Stufen automatisch das neue Autobahnlicht ein: Dabei wird zunächst die Leistung der
Xenon-Lampen von 35 auf 38 Watt erhöht und in der zweiten Stufe von 110 km/h an die Reichweite des fahrbahninneren Scheinwerfers vergrößert. So entsteht ein gleichmäßiger, bis zu 120 Meter weit reichender Lichtkegel, der die Fahrbahn auf ihrer gesamten Breite ausleuchtet. Im Zentrum dieses Lichtkegels sieht der Autofahrer rund 50 Meter weiter als mit dem bisherigen Abblendlicht, sodass er auch sehr weit entfernte Fahrzeuge erkennen und seine Fahrweise entsprechend anpassen kann.
Durch das erweiterte Nebellicht, das ebenfalls zum neuen Intelligent Light System gehört, verbessert Mercedes-Benz die Orientierung im Nebel. Sobald bei einer Sichtweite von weniger als 50 Metern und einem Tempo unterhalb von 70 km/h die Nebelschlussleuchte eingeschaltet wird, schwenkt der linke Bi-Xenon-Scheinwerfer der E-Klasse um acht Grad nach außen und senkt seinen Lichtkegel gleichzeitig nach unten. Dadurch wird die innere Fahrbahnhälfte besser ausgeleuchtet. Gleichzeitig vermindert die breitere Lichtverteilung die Eigenblendung durch das vom Nebel reflektierte Licht. Das erweiterte Nebellicht bleibt bis zu einer Geschwindigkeit von
100 km/h eingeschaltet.
Das aktive Kurvenlicht, das Mercedes-Benz im Frühjahr 2003 erstmals in der E-Klasse angeboten hat, ist nun Teil des Intelligent Light Systems. Der Schwenkbereich der Scheinwerfer ist von zwölf auf 15 Grad vergrößert, sodass enge Kurven weiter ausgeleuchtet werden. Beim aktiven Kurvenlicht, das in der Abblend- und Fernlichtfunktion arbeitet, folgen die Bi-Xenon-Scheinwerfer automatisch dem Lenkeinschlag. Dadurch bietet es in Kurven eine um bis zu 90 Prozent bessere Fahrbahnausleuchtung.
Zum Intelligent Light System gehört auch das Abbiegelicht, bei dem sich automatisch einer der beiden Nebelscheinwerfer zuschaltet, wenn der Autofahrer den Blinker betätigt oder das Lenkrad einschlägt. Dadurch wird der Bereich seitlich vor dem Fahrzeug etwa 30 Meter weit ausgeleuchtet. Das Abbiegelicht schaltet sich bis zu einer Geschwindigkeit von 40 km/h zu.
Kopfstützen gegen Schleudertrauma
Eine weitere sicherheitstechnische Besonderheit, die nach und nach in alle
Mercedes-Benz Personenwagen Einzug hält, heißt NECK-PRO. Mercedes-Benz beschreibt damit eine neuartige Kopfstütze, deren Entwicklung ebenso wie
PRE-SAFE® und andere Mercedes-Benz Innovationen auf Analysen des realen Unfallgeschehens basiert: NECK-PRO ist eine wirksame Maßnahme, um beim Heckaufprall das Risiko einer Verletzung der Halswirbelsäule zu verringern. Dieses so genannte Schleudertrauma, das durch die schnelle, peitschenartige Vor- und Zurückbewegung des Kopfes und die Überdehnung der Halswirbelsäule verursacht wird, zählt in Europa zu den häufigsten Unfallverletzungen und verursacht nach Schätzungen der EU-Kommission jährliche Kosten in Höhe von rund acht Milliarden Euro.
NECK-PRO ist eine sensorgesteuerte, crashaktive Kopfstütze, die beim Heckaufprall aktiv wird. Haben die Messfühler eine solche Kollision mit einer festgelegten Mindestwucht erkannt, geben sie vorgespannte Federn im Inneren der Kopfstützen frei, mit deren Hilfe die Polsterflächen der Kopfstützen sekundenschnell um rund
40 Millimeter nach vorn und um 30 Millimeter nach oben geschoben werden. So können sie die Köpfe der Frontpassagiere frühzeitig abstützen und die aufprallbedingte Überbiegung der Halswirbelsäulen verhindern.
Nach einer NECK-PRO-Auslösung lassen sich die Kopfstützen manuell in ihre Ausgangspositionen zurückstellen und sind danach sofort wieder einsatzbereit.
E-Klasse der Baureihe 212: Maßstäbe in der Fahrzeugsicherheit
Die im Jahr 2009 präsentierte E-Klasse der Baureihe 212 setzt neue Maßstäbe in der aktiven Sicherheit. Dafür sorgen mehr als ein Dutzend Assistenzsysteme. Diese Sicherheitsausstattung umfasst bewährte Technologien wie ABS, ESP® und Bremsassistent ebenso wie neue Lösungen. Hierzu zählt das serienmäßige ATTENTION ASSIST, das anhand von mehr als 70 Parametern aus dem Verhalten des Fahrers erkennt, ob dieser müde wird: Müdigkeit wird für ein Viertel aller Autobahn-Unfälle verantwortlich gemacht und ist demnach eine der häufigsten Unfallursachen. Erkennt ATTENTION ASSIST mit Hilfe eines hochsensiblen Lenkradwinkelsensors – Untersuchungen haben gezeigt, dass übermüdete Autofahrer kleinere Lenkfehler machen – Zeichen für eine Übermüdung des Fahrers, fordert das System akustisch und optisch eine Pause ein.
Zum Portfolio der E-Klasse für die aktive Sicherheit gehört unter anderem auch der Adaptive Fernlicht-Assistent, der in der Dunkelheit für optimales Fahrlicht in verschiedenen Fahrsituationen sorgt. Das Spur-Paket ist eine Wunsch-Ausstattung, die verschiedene Assistenzlösungen für spurtreues Fahren und sicheres Überholen umfasst. So warnt der Spurhalte-Assistent mit Vibrationen des Lenkrads, wenn der Wagen vom Fahrer ungewollt die durch Markierungen vorgegebene Fahrspur verlässt.
Während der Spurhalte-Assistent mit den Daten einer hinter der Frontscheibe angebrachten Kamera und Informationen der Fahrdynamik arbeitet, wertet der Totwinkel-Assistent die Signale von Nahbereichs-Radarsensoren in den hinteren Stoßfängern aus. So kann die E-Klasse ihren Fahrer beim Spurwechsel vor anderen Fahrzeugen warnen, die sich hinter dem Auto im so genannten „toten Winkel“ befinden.
Ein innovativer Beitrag zur Unfallvermeidung von Mercedes-Benz ist in der Baureihe 212 zudem der neue Geschwindigkeitslimit-Assistent, der die jeweils gültige Geschwindigkeitsbegrenzung anhand von Verkehrsschildern und digitalen Straßenkarten ermittelt und im Cockpit anzeigt. Auch dieser Assistent erhält seine Signale von der Kamera an der Innenseite der Frontscheibe.
Abgerundet wird die Sicherheitsausstattung der E-Klasse durch die in extrem kritischen Situationen mit direkter Unfallgefahr selbständig bis zur Vollbremsung verzögernde PRE-SAFE®-Bremse und DISTRONIC PLUS, die eine Abstandsregelung und einen Bremsassistent mit Radartechnik umfasst.
Auch in der passiven Sicherheit zeigt sich die E-Klasse als würdiger Erbe der Fahrzeuge der oberen Mittelklasse von Mercedes-Benz, in deren Geschichte die Marke immer wieder Meilensteine der Fahrzeugsicherheit vorgestellt hat: Von der aktiven Motorhaube für besseren Fußgängerschutz über noch größere Knautschzonen an Front und Heck bis hin zu sieben Airbags und vier serienmäßigen Gurtstraffern reicht die passive Sicherheitsausstattung.
Gezielt erweitert haben die Ingenieure außerdem die Leistungsfähigkeit des Systems PRE-SAFE® für den präventiven Insassenschutz. Die mehrfach prämierte Technologie gehört zur Serienausstattung der E-Klasse und bietet mehr Funktionen als bisher. Die Unfall-Früherkennung ist möglich, weil PRE-SAFE® eine sinnvolle Synergie aus aktiver und passiver Sicherheit bildet: Es ist mit dem Bremsassistenten und dem Elektronischen Stabilitäts-Programm ESP® vernetzt, deren Sensoren fahrdynamisch kritische Situationen erkennen und millisekundenschnell entsprechende Informationen an die elektronischen Steuergeräte senden. Hat PRE-SAFE® bisher Not- oder Panikbremsungen registriert – also reflexartige Tritte des Autofahrers aufs Bremspedal – kann das System in der neuen E-Klasse auch ausgelöst werden, wenn die auf Wunsch lieferbare DISTRONIC PLUS per Nah- und Fernbereichsradar einen drohenden Auffahrunfall erkennt und beim Bremsvorgang ein bestimmtes Verzögerungsniveau überschritten wird. Durch die Straffung der Sicherheitsgurte und die Positionierung des auf Wunsch vollelektrisch einstellbaren Beifahrersitzes (bei vorhandenem Sitz-Memory) werden die Insassen dann so auf den Zusammenstoß vorbereitet, dass Gurte und Airbags sie bestmöglich schützen können.
Das Automobil als denkender Helfer
Das integrale Sicherheitskonzept von Mercedes-Benz ist ein umfangreiches Paket, das die Fahrzeuge zu einem mitdenkenden Partner des Autofahrers macht. Denn das Automobil bringt sich stärker als je zuvor durch hochmoderne Sensorik und die entsprechende Datenverarbeitung in die aktive Sicherheit ein: Radar, Kameras und Sensoren liefern die Grundlage dafür, dass die Fahrzeuge reflexartig reagieren und selbständig handeln können.
Auch für die modellgepflegte S-Klasse des Jahrgangs 2009 steht eine weltweit einzigartige Kombination modernster Assistenz- und Schutzsysteme zur Wahl, darunter die im gleichen Jahr in der E-Klasse der Baureihe 212 eingeführten Technologien. Darüber hinaus haben die Mercedes-Benz Entwickler die Active Body Control (ABC) um die zusätzliche Funktion Seitenwindstabilisierung erweitert. Sie ist Serienausstattung im Typ S 600. ABC nutzt hierzu die Gierraten- und Querbeschleunigungssensoren des Elektronischen Stabilitäts-Programms ESP®, um die Radlastverteilung mit Hilfe der ABC-Federbeine je nach Richtung und Intensität des einwirkenden Seitenwinds zu variieren. Einflüsse durch Seitenwind können ausgeglichen oder – bei starken Böen – auf ein Minimum beschränkt werden.
Für zusätzliche Sicherheit im Grenzbereich und mehr Agilität sorgt in der S-Klasse des Jahrgangs 2009 die Torque Vectoring Brake – ein gezielter einseitiger Bremseingriff am kurveninneren Hinterrad, so dass die Limousine präzise und ohne Einbußen bei der Dynamik einlenkt.
Die Summe aller Maßnahmen macht die Mercedes-Benz Automobile zu echten Helfern ihrer Fahrer, ohne deren Eigenständigkeit am Steuer einzuschränken. Das war in der langen Geschichte der Marke immer das Ziel. Und es ist das Ziel auch für die Zukunft.
 
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