Fahrvorstellung Travego Edition 1: Weltweit erster Serien-Omnibus nach Abgasstufe Euro VI
Stuttgart/Eltville
23.04.2012
Teststrecke im Rheingau - unterwegs im Mercedes-Benz Travego Edition 1: Euro VI-Motor mit Biss, Getriebe mit Pfiff, Bedienung mit Übersicht
  • Identifikation an neu angeordneten Entlüftungsgittern
  • Übersichtliche Instrumente, Schalthebel entfällt
  • Praktische Kriechfunktion beim Rangieren
  • Antrittstarker Motor, schnelles und komfortables Getriebe
  • Gut abgestimmtes Fahrwerk, Motor mit Biss
  • Lenken, bremsen, Gas geben – alles andere übernimmt der Travego Edition 1
Ein kraftvoller und sparsamer Euro VI-Motor, ein schnell und kom­fortabel schaltendes Getriebe, perfekte Armaturen und Bedienung – den Mercedes-Benz Travego Edition 1 muss man gefahren haben.
Identifikation an neu angeordneten Entlüftungsgittern
Bereits die erste Umrundung des Travego Edition 1 beim Kontroll­gang vor dem Start offenbart Neuigkeiten. Genaue Beobachter ent­decken das LED-Tagfahrlicht im Gehäuse der Hauptscheinwerfer, die Tankklappe vor der Vorderachse – bisher lagen Kraftstoff- und AdBlue-Tank über den Hinterachsen des Dreiachsers.
Augenfälliger ist das neue Entlüftungsgitter rechts nach der zweiten Hinterachse, ebenso die beiden Gitter auf der neu gestalteten Motor­klappe. Links hinten ist dagegen nur noch ein kleines Gitter zu sehen. Ein klarer Fall: Der Kühler ist auf die rechte Seite gewechselt, der dreiachsige Hochdecker Travego Edition 1 ist ein Modell nach Abgasstufe Euro VI.
Übersichtliche Instrumente, Schalthebel entfällt
Beim Einsteigen überrascht der Hochdecker mit seinem neuen Cockpit. Dessen gewölbte Grundform blieb erhalten, doch die Bedien­elemente sind neu. Egal wer hinter dem Lenkrad Platz nimmt – alles passt und sitzt, der Blick auf die übersichtlichen Rundinstrumente ist unverstellt. Die Tastenblöcke links und rechts des Steuers sind aufgeräumt und übersichtlich in Vierergruppen sortiert.
Verschwunden ist der typische Schalthebel-Joystick des Travego, an seine Stelle ist ein Lenkstockhebel auf der rechten Seite getreten. Die Bedienung ist bereits auf den ersten Blick eingängig und selbsterklä­rend: Die Buchstaben D – N – R stehen wie bei einer Wandler­auto­matik für die Grundfunktionen des Getriebes, die Stellung M für den manuellen Betrieb – soweit Eingriffe in das neue vollautomati­sier­te Getriebe Mercedes GO 250-8 überhaupt notwendig sind. Wie ge­wohnt funktioniert die Retarderbedienung durch Herunterziehen des fünfstufigen Hebels.
Motorstart per Tastendruck
Ungewohnt ist der Motorstart: den elektronischen Zündschlüssel in die Öffnung links vom Lenkrad einstecken, danach schaltet ein Druck auf den Starterknopf die Zündung ein. Die Zeiger von Tacho­meter und Drehzahlmesser schnellen kurz auf Endstellung und wieder zurück – der Travego ist erwacht. Ein weiterer Druck auf die Taste setzt den Motor in Gang. Er hält sich jetzt sowie auch später während der Fahrt dezent im Hintergrund – Reihensechszylinder, speziell mit Common-Rail-Einspritzung, sind bekannt für hohe Lauf­kultur.
Die Multifunktionstasten im neuen Lenkrad machen neugierig. Probieren und durchklicken lohnt sich: Die Sortierung der zahl­reichen Funktionen des Reiserechners und weiterer Informationen in soge­nannte Stapel und Karten ist verständlich.
Praktische Kriechfunktion beim Rangieren
Ein letzter Kontrollblick in die Spiegel und feines Nachjustieren der Gläser. Während des Rangierens auf dem Hotelparkplatz am Rande des Städtchens Eltville im Rheingau unterstützt bei Vorwärts- und Rückwärtsfahrt eine Kriechfunktion wie bei einem Automatikge­triebe. Das Gaspedal bleibt unberührt, die Temporegelung erfolgt ganz entspannt allein mit dem Bremspedal.
Beim Herausfahren auf die schmale Ortsausgangsstraße wird erst­mals die Leistungsfähigkeit des neuen Motors deutlich: 350 kW (476 PS) Leistung und 2 300 Nm Drehmoment Zugkraft aus 12,8 Liter Hubraum sichern eine souveräne Beschleunigung.
Antrittstarker Motor, schnelles und komfortables Getriebe
Der kraftvolle Motor benötigt auch bei voller Beschleunigung keine hohen Drehzahlen: Selbst bei Vollgas schaltet das automatisierte Ge­triebe schon bei rund 1 400 U/min hinauf in den nächsten Gang, überraschend schnell, fast ohne Zugkraftverlust und trotzdem fast unmerklich. Die Anschlussdrehzahl liegt je nach Situation sogar knapp unter 1 000 U/min, den durchzugsstarken Motor stört es nicht.
Jetzt zweimal links abbiegen und zügig in den fließenden Verkehr auf der Bundesstraße 42 in Richtung Wiesbaden einfädeln. Die Situation ist etwas knifflig, denn die Beschleunigungsspur liegt in Stra­ßenmitte. Doch auf den vollautomatisierten Antriebsstrang und den zupackenden Motor ist Verlass, die Konzentration kann deshalb dem Verkehr gelten. Nach kurzem Anlauf schwimmt der Travego Edition 1 mühelos im Verkehrsstrom mit.
Schneller Zwischenspurt auf der Bundesstraße
Bald wird die Straße vierspurig, jetzt darf der Abstandsregel­tempo­mat des Travego-Spitzenmodells mitarbeiten. Beim Wieder­be­schleu­ni­gen und Überholen nach einer Verzögerung kommt der Hoch­decker in Windeseile wieder auf seine Reisegeschwindigkeit. Bei 80 km/h rollt der Travego in Verbindung mit der serienmäßigen Achsübersetzung von i=3,909 gelassen mit 1 000 U/min im achten Gang dahin. Bei Tempo 100 km/h sind es knapp 1 300 U/min.
Auf Höhe des Winzerstädtchens Walluf folgt der Wechsel von der Bundesstraße 42 auf die B 230 in Richtung Bad Schwalbach. Beim Wechsel auf die Ausfahrtspur und weiter in der Überleitung genügt Abbremsen allein mit dem Retarder, er verzögert kräftig, die Raste­rung des Hebels ist präzise. Bald danach muss der neue Antrieb­strang zeigen, was er kann: Nun führt die Strecke nahezu ständig bergauf in den Taunus hinein.
Durch den kleinen Ort Martinsthal fährt der Travego Edition 1 gelassen mit knapp 50 km/h im sechsten Gang, das Getriebe nutzt ge­schickt die Durchzugskraft der Maschine. Am Ortsausgang schaltet der Travego zum Beschleunigen schnell und kaum spürbar für kurze Zeit zurück in den fünften Gang, lässig beschleunigt der Travego Edition 1. Nach kurzer Zeit rollt er trotz leichter Steigung mit 80 km/h im achten Gang bei 1 000 Umdrehungen dahin.
Der starke Motor hat keine hohen Drehzahlen nötig
An der kräftigen Steigung in Höhe des Abzweigs nach Schlangenbad haben die Straßenbauer bergauf eine zweite Spur spendiert. Hier bietet sich bei einem Überholmanöver an, mit einem kräftigen Tritt über den gut spürbaren Druckpunkt den Kickdown auszunutzen. Doch man kann sich den Tritt sparen: Der durchzugsstarke Motor hat unter normalen Bedingungen keine hohen Drehzahlen nötig.
Die Bundesstraße stellt sich als ideale Strecke für eine Ausflugsfahrt mit dem Reisebus heraus: Sie schlängelt sich aus dem lieblichen Rheintal hinauf ins Mittelgebirge. Die Strecke gehört zur deutschen Bäderstraße, eine beliebte touristische Route. Die B 230 führt in diesem Abschnitt an Anziehungspunkten wie dem Mühlenmuseum oder dem Vergnügungspark Taunus Wunderland vorbei.
Gut abgestimmtes Fahrwerk, Motor mit Biss
Auf der zum Teil kurvigen Strecke bewährt sich die Fahrwerksab­stimmung: Der Travego Edition 1 reagiert präzise auf den Lenk­ein­schlag, folgt jeder Bewegung schnell und exakt, der große Bus liegt gut in der Hand. Auch der neue Motor im Heck bewährt sich: Er gibt viel Leistung schon zwischen 1 000 und 1 500 Umdrehungen ab, tritt dynamisch an, zeigt „Biss“. Das Reaktionstempo des neuen Getriebes wird vor allem an Steigungen deutlich: Nicht einmal geübte Fahrer würden manuell schneller schalten.
Hinter Wambach wird die Strecke hügelig. An der zweiten Ampel geht es rechts in Richtung Bad Schwalbach. Die frisch asphaltierte und gut ausgebaute Landstraße windet sich hinunter nach Bad Schwalbach und ähnelt einer Passstrecke. Zur Regulierung der Geschwindigkeit genügt allein der kräftige Retarder, der sich durch Leistung und Ansprechverhalten besonders auszeichnet.
Lenken, bremsen, Gas geben – alles andere übernimmt der Travego Edition 1
Die Straße mündet in Bad Schwalbach in die Bundesstraße 275. Sie führt über eine Steilstrecke mit etwa zehn Prozent Steigung auf der anderen Seite wieder hinaus aus dem Ort. Es geht eng zu, entgegen­kommende Pkw verlangen ein gutes Auge, bremsen den Bus mitunter ein.
Gut, dass die Technik das Anfahren übernimmt und sich nicht scheut, beim Ausweichslalom mit wechselnder Geschwindigkeit zügig zu schalten und den passenden Gang zu wählen. Manuell käme mancher Fahrer an dieser Stelle an seine Grenzen. Mit Tempo 40 im vierten Gang und 1 400 U/min arbeitet sich der Travego Edition 1 mit wenig Mühe aus dem Ort hinaus.
Oben auf dem Plateau mündet die Bundesstraße wieder in der Bundes­straße 260. An der Ampel geht es nach links wieder hinunter in Richtung Eltville.
Die Bergaufstrecke vom Hinweg verwandelt sich auf dem Rückweg in eine Rolletappe. In Richtung Wambach sind wegen des langen Gefälles schwere Lkw auf Tempo 30 km/h beschränkt. Der Travego Edition 1 hat freie Fahrt, rollt mit Hilfe des Retarders souverän im siebten Gang bergab. Nach Wambach hinein ist die Straße auf 40 km/h begrenzt, eine Radarkontrolle wacht über die Einhaltung der Geschwindigkeit.
Am Ortsausgang dann eine Engstelle plus Kurve, der bergauf roll­ende Verkehr zwingt den Travego zu einem kurzen Halt. Auch hier führt der Fahrer Regie, das automatisierte Getriebe übernimmt die lästige Kleinarbeit.
Engstelle zum Schluss souverän gemeistert
Wechselpunkt Wildsauplatz in Martinsthal: Auch an dieser stark befahrenen Engstelle gleich neben der Bundesstraße 260 ist der Fahrer gefordert. Parkende Autos, drängelnde Autos, auf den Travego Edition 1 wird wenig Rücksicht genommen. Kein Problem, das Spitzenmodell von Mercedes-Benz und der Fahrer sind längst eins geworden und perfekt aufeinander abgestimmt.
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