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Pilotprojekt: Eine Woche praxisnaher Technikunterricht für zehn technikinteressierte Schülerinnen und Schüler
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Sozialkompetenz und hohes Engagement als Voraussetzung für erfolgreiche Berufsausbildung
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2010 Zusammenarbeit mit weiteren Schulen geplant
Rastatt – Das Mercedes-Benz Werk Rastatt geht neue Wege bei der Talentsuche für die technische Berufsausbildung: An der Haupt- und Werkrealschule Karlsbad (HWRS) bot das Werk Technikunterricht für besonders interessierte Schülerinnen und Schüler an. Das Besondere dabei: Den größten Teil dieses Unterrichts hielten zwei Mechatronik-Auszubildende des Werkes. Unterstützt wurden sie von ihrem Ausbildungsmeister Sebastian Ibañez und dem Klassenlehrer Robert Riedinger, der die Technikwoche in der Schule koordinierte.
Früher auf Schulen zugehen und Talente suchen
„Wir wollen auf diese Weise noch stärker auf die Schülerinnen und Schüler zugehen“, erklärt Ibañez. Zwar sucht die Daimler AG auch bislang schon den Kontakt zu Jugendlichen, allerdings kommen dazu meist die Schüler ins Werk, zu Schülerpraktika und der Technikrallye, welche die Azubis veranstalten. Lediglich zu Bewerbertrainings gehen die Mitarbeiter der Berufsausbildung schon seit Längerem an Schulen. „Die Bewerbertrainings werden wir beibehalten“, sagt Manuela Rascher, Teamleiterin Ausbildung und Nachwuchssicherung im Mercedes-Benz Werk Rastatt. „Sie helfen den Jugendlichen, sich auf die Stellensuche vorzubereiten.“ Daher fand zum Schluss der Technikwoche in der HWRS auch ein Bewerbertraining statt. „Das Pilotprojekt ‚Stern trifft Schule’ hat uns aber gezeigt, dass es durchaus sinnvoll ist, interessierten Schülern schon früh technische Inhalte zu vermitteln“, so Rascher weiter. Daneben machten Ibañez und seine Auszubildenden den Jugendlichen deutlich, wie wichtig soziale Kompetenz für Stellensuche und Beruf ist. Vor allem Disziplin, Fleiß und Spaß an Technik werden erwartet. „Wenn den Schülern das früh genug klar ist, können sie gezielt daran arbeiten und haben dann viel bessere Chancen auf eine gute Ausbildung“, sagt Rascher.
Azubis gestalten Unterricht praxisnah
Wie diese Ausbildung abläuft, demonstrierten Sebastian Ibañez und seine Auszubildenden beim Technikunterricht an der Schule. Sie gestalteten ihn genau so, wie er in der Berufsausbildung auch abläuft: Die zehn Schülerinnen und Schüler standen an der Werkbank, feilten, bohrten und bauten einen Kreativ-Roboter. Auch die nötigen theoretischen Kenntnisse vermittelten die beiden Rastatter Azubis. „Das war für sie eine gute Vorbereitung auf die Abschlussarbeit“, findet ihr Ausbildungsmeister. „Denn Mechatroniker müssen zum Schluss ihrer Ausbildung ein bestimmtes Thema vor einer Prüfungskommission vorstellen.“
Projekt weckt Interesse für Technik
Alle Beteiligten ziehen eine positive Bilanz des Projekts. Ibañez und seine Chefin freuen sich, dass sie dabei Talente entdeckt haben, die sich nun bei Mercedes-Benz in Rastatt beworben haben. Auch Elke Rosenberg, die Rektorin der Haupt- und Werkrealschule Karlsbad, ist zufrieden. „Die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft ist für Schulen extrem wichtig. Die Schüler waren begeistert, einen Einblick in das Berufsleben zu bekommen – und sie haben erfahren, dass sie die Dinge, die sie in der Schule lernen, im Arbeitsleben später wirklich brauchen können.“ Die Woche sei rundum gelungen, urteilt die Schulleiterin – sie habe auch bei Schülern das Interesse für Technik geweckt, die bislang keinen Kontakt dazu hatten.
Fortsetzung 2010 mit weiteren Schulen
Manuela Rascher und Sebastian Ibañez planen, „Stern trifft Schule“ im kommenden Jahr zusammen mit weiteren Schulen fortzusetzen. Wer schon jetzt sein Interesse für eine Berufsausbildung bei Mercedes-Benz entdeckt hat, kann sich informieren und online bewerben unter
www.career.daimler.com. Für den Ausbildungsbeginn 2010 sind in Rastatt noch Plätze zu vergeben.