Angriff im Kompaktsegment geht weiter: Start für das neue Mercedes-Benz Werk in Ungarn
Kecskemét, Ungarn
29.03.2012
  • Neue B-Klasse läuft ab sofort auch in Kecskemét vom Band
  • 4-türiges Coupé wird zweites Produkt des neuen Werks
  • Personalaufbau auf mehr als 3.000 Mitarbeiter
  • Dr. Dieter Zetsche: „Mit dem Produktionsstart in Kecskemét geht der Angriff von Mercedes-Benz im Premium-Kompaktsegment in die nächste Runde.“
  • Neue Mercedes-Benz Kompaktwagen-Generation wird im Produktionsverbund Rastatt-Kecskemét gebaut
Kecskemét, Ungarn – Daimler hat heute die Produktion in seinem neuen Pkw-Werk in Kecskemét gestartet. Damit rollen weniger als vier Jahre nach der Standortentscheidung im Sommer 2008 erstmals Mercedes-Benz Personenwagen in Ungarn vom Band. Zum Festakt anlässlich der Eröffnung begrüßten Dr. Dieter Zetsche, Vorsitzender des Vorstands der Daimler AG und Leiter Mercedes-Benz Cars, Werkleiter Frank Klein sowie der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán rund 600 ungarische und deutsche Gäste.
Bei der Pressekonferenz betonte Dr. Dieter Zetsche die Bedeutung des neuen Standorts: „Mit dem Produktionsstart in Kecskemét geht der Angriff von Mercedes-Benz im Premium-Kompaktsegment in die nächste Runde. Dank des Produktionsverbunds der Werke Rastatt und Kecskemét verfügen wir nun über die Kapazitäten, um die Wünsche vieler – auch neuer - Kunden im Premium-Kompaktsegment zu erfüllen.“
Zetsche kündigte in diesem Zusammenhang an, dass mit dem 4-türigen Coupé der neuen Mercedes-Benz Kompaktwagen-Generation eine weitere Baureihe an den neuen Standort kommen wird. Im Zuge der weiteren Werksentwicklung wird die Mitarbeiterzahl bis Ende des Jahres von derzeit rund 2.500 auf mehr als 3.000 aufgestockt.
Einen besonderen Dank sprach Zetsche den ungarischen Partnern in Politik, Verwaltung und Gesellschaft aus: „Sie haben uns als Freunde willkommen geheißen und uns in allen Belangen des Werksaufbaus tatkräftig unterstützt. Ihr unermüdliches Engagement war einer der wichtigsten Gründe für das Gelingen dieses Projekts und wird auch weiterhin entscheidend zum Erfolg des Mercedes-Benz Werks Kecskemét beitragen.“
Zetsche würdigte auch die hervorragenden Leistungen der ungarischen, deutschen und internationalen Mitarbeiter beim Aufbau des neuen Werks: „Diese Mannschaft hat exemplarisch gezeigt, wie wir in den kommenden Jahren unsere Pkw-Produktionskapazitäten weltweit ausbauen werden. Damit schaffen wir die Grundlagen für die Umsetzung unserer Wachstumsstrategie Mercedes-Benz 2020.“
Frank Klein, Geschäftsführer der Mercedes-Benz Manufacturing Hungary Kft., sagte: „Heute schreiben wir Geschichte: Weniger als vier Jahre nach der Standortentscheidung ist ‚Mercedes-Benz Made in Hungary’ Wirklichkeit geworden. Wir können von nun an zeigen, dass wir ein wichtiger Pfeiler des Mercedes-Benz Produktionsnetzwerks sind. Dank unserer intensiven Vorbereitungen sind wir in der Lage, bereits ab dem ersten Fahrzeug die gewohnte Mercedes-Benz Qualität zu produzieren.“
Das erste Fahrzeug aus dem Werk wird im Rahmen einer Auktion versteigert. Der Erlös wird an die ungarische Hilfsorganisation Nemzetközi Gyermekmentő Szolgálat (Internationaler Kinderrettungsdienst) gespendet.
Zusätzliche Kapazitäten für die Produktion der B-Klasse
Als erstes Produkt der neuen Mercedes-Benz Kompaktwagen-Generation läuft ab sofort im neuen Werk die B-Klasse vom Band, deren Produktion im September 2011 bereits im deutschen Werk Rastatt angelaufen war. Mit diesen erweiterten Produktionskapazitäten kann jetzt der großen Kundenresonanz umfassend Rechnung getragen werden: Seit Markteinführung im November 2011 hat Mercedes-Benz bereits mehr als 100.000 Auftragseingänge für die B-Klasse verzeichnet.
Wirtschaftliche Produktion im Verbund Rastatt-Kecskemét
Für die Produktion der neuen Mercedes-Benz Kompaktwagen-Generation hat Daimler insgesamt 1,4 Mrd. Euro investiert, davon 800 Mio. Euro für den Neubau des Werks Kecskemét und 600 Mio. Euro für die Erweiterung des Werks Rastatt. Die gemeinsame Produktion der B-Klasse in Rastatt und Kecskemét ermöglicht die flexible und jeweils optimale Steuerung der Auslastung beider Werke. Diese Volumenflexibilität leistet einen wichtigen Beitrag zur Wirtschaftlichkeit des Produktionsverbunds. Weiterhin sorgt die gemeinsame Architektur der neuen Kompaktwagen-Generation für die vollständige Typflexibilität der Fertigung: Auf ein und demselben Band sind prinzipiell alle Modelle des Standorts - in allen Varianten des Produktprogramms sowie in beliebiger Reihenfolge - darstellbar.
Zum Produktionsverbund gehört auch die leistungsfähige logistische Verbindung zwischen den beiden Werken, die Teil des Daimler-Rail-Net Verbundes sind. Die neue Ost-West-Schienenverbindung ergänzt seit Kurzem die bestehenden Nord-Süd-Verbindungen zwischen den Powertrain- und Fahrzeugwerken in Deutschland. Per Bahn werden dabei vor allem Karosserieteile, Motoren, Getriebe und weitere Komponenten aus den deutschen Standorten nach Kecskemét geliefert. Ab dem Jahr 2013 wird zudem der Großteil der Fertigfahrzeuge in Gegenrichtung auf der Schiene transportiert. Dies führt im Endausbau in Summe zu einer jährlichen CO2-Einsparung von bis zu 60.000 Tonnen.
Perfekte Planung und „Green Production“ von Anfang an
Das Werk in Kecskemét wurde als erstes Pkw-Produktionswerk im Konzern vorab zu 100 Prozent digital geplant und dreidimensional abgesichert. Dies war eine wichtige Voraussetzung für den perfekt getakteten Ablauf aller Arbeiten und die Einhaltung aller Termin- und Kostenziele.
Im Werk kommt modernste und umweltgerechte Technik zum Einsatz: So ist die Lackierung mit dem innovativen Verfahren der Trockenabscheidung eine der weltweit modernsten und Ressourcen schonendsten Anlagen dieser Art. Beim gesamten Energiekonzept wurde ein besonderer Fokus auf Effizienz gelegt, z.B. in der Lüftungstechnik der Produktionshallen mit Wärmerückgewinnung, der Verwendung von hoch effizienten Lichtbandsystemen für die Beleuchtung oder der Nutzung von zwei Blockheizkraftwerken zur Strom- und Wärmeversorgung.
Attraktivster Arbeitgeber der Region
Das Werk ist in der Region der attraktivste Arbeitgeber – nicht zuletzt dank dem großen Stellenwert, den die Qualifzierung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter genießt. Alle neuen Beschäftigten durchlaufen intensive Schulungsprogramme, die sowohl im werkseigenen Bildungszentrum in Kecskemét als auch an den deutschen Standorten, vor allem im Werk Rastatt, angeboten werden. Diese gründliche und hochwertige Qualifizierung ist der maßgebliche Erfolgsfaktor, um am neuen Standort von Beginn an Fahrzeuge in Top-Qualität auf Mercedes-Benz Niveau zu produzieren.
Duale Ausbildung als Novum in Ungarn, strategische Partnerschaften im Bildungsbereich
Die zukünftigten Bedarfe an qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sichert das Mercedes-Benz Werk Kecskemét zudem über strategische Partnerschaften im Bildungsbereich ab. Neuland betritt das Werk dabei vor allem mit dem Angebot einer hochwertigen dualen Berufsausbildung nach deutschem Vorbild, die gemeinsam mit der Stadt Kecskemét und der IHK des Komitats Bács-Kiskun vorangetrieben wird. Die ersten 34 Auszubildenden haben 2011 ihre Ausbildung aufgenommen, der nächste Ausbildungsjahrgang startet im September 2012 mit weiteren 36 Auszubildenden.
Im Hochschulbereich kooperieren das Mercedes-Benz Werk und die Fachhochschule Kecskemét, um eine praxisorientierte, duale Hochschulausbildung zu ermöglichen. Ab September 2012 werden die ersten Studenten in dieser neuen Ausbildungsform ihr Studium beginnen. Mit diesem Angebot streben die Partner an, die Fachhochschule zur ersten Adresse in Ungarn für die Ausbildung von hervorragend qualifizierten Fachkräften für die Automobilindustrie auszubauen.
Ungarische Firmen nutzen Chancen des Projekts
Die ungarische Wirtschaft hat erheblich von der Standortwahl profitiert: So sind mehr als 90 Prozent des Auftragsvolumens für den Bau des Werks an ungarische Firmen vergeben worden. Vielfältige Möglichkeiten für ungarische Partner bietet auch der Betrieb des Werks, etwa für Dienstleister oder Handwerker. Beim Produktionsmaterial für die neue Mercedes-Benz Kompaktwagen-Generation haben 17 in Ungarn ansässige Lieferanten den Zuschlag für ein signifikantes Auftragsvolumen im dreistelligen Millionen-Euro-Bereich erhalten.
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