Mercedes-Benz Unimog im Noteinsatz bei Jahrhundert-Wintereinbruch
Wörth/ Region Münsterland
,
02.12.2005
  • Die besondere Unimog-Geländefähigkeit ermöglicht Durchkommen unter schwierigsten Bedingungen
  • Die zerstörte Stromleitungs-Infrastruktur wird durch die Unimog-Vorteile wie Einsatz als Zugmaschine und hohe Geländegängigkeit früher instandgesetzt
  • Einsatzkräfte von Energieversorgern, Feuerwehr, Technisches Hilfswerk, Rotes Kreuz, Straßendienste und Bundeswehr vertrauen auf den Unimog
Es sind die speziellen und einzigartigen Fähigkeiten der Mercedes-Benz Unimog-Allrad-Fahrzeuge, die bei der Bewältigung der Schneekatastrophe im Münsterland eine wichtige Rolle spielen: Die extreme Geländegängigkeit durch Allradantrieb, die große Verwindungsfähigkeit des Rahmens, hohe Bodenfreiheit durch die Portalachsen, die vielfältigen Aufbaumöglichkeiten für Zusatzgeräte und der Einsatz als schnelllaufende Zugmaschine, die das Einsatzgebiet schnellstens erreichen kann, um dort dann unter schwierigsten Bedingungen Arbeits- bzw. Transportaufgaben sofort in vollem Umfang zu erledigen.
Schnelle Hilfe bei Schäden am Stromnetz
Die Region wurde vom schlimmsten Wintereinbruch in einem November überrascht, den die Wetteraufzeichnungen bis dato verzeichneten. Binnen weniger Stunden mussten die Einwohner auf alles verzichten, was unsere Zivilisation vom Mittelalter unterscheidet, z.B. Licht und Wärme. Unverzichtlich zeigte sich nun die Unterstützung der hochmobilen Unimog-Baureihe bei den Instandsetzungsarbeiten an dem zerstörten Hochspannungs-Stromnetz, welches – für den Bürger selbstverständlich - das „Nervensystem“ der modernen Industriegesellschaft darstellt. Von der Versorgung mit Strom hängt das Wohl einer gesamten Region ab. Städte, Krankenhäuser und Betriebe aller Art sind von der sicheren Versorgung mit elektrischem Strom abhängig. Kommt es zu Schäden im Netz, muss der Betreiber so schnell wie möglich für eine Reparatur sorgen. Zeitliche Verzögerungen, die beispielsweise auf eine geländebedingte Nichterreichbarkeit zurückzuführen wären, sind hierbei nicht akzeptabel. Deswegen wird für die Instandsetzung von Stromleitungen von den Energieversorgungsunternehmen der hochgeländegängige Unimog eingesetzt.
Unimog bei Instandhaltungstrupps der Energieversorgungsunternehmen im Katastrophengebiet Münsterland
Eine besondere Rolle spielten die speziell ausgestatten Unimog der Energieversorgungsunternehmen, die auch aus dem gesamten Bundesgebiet gerufen wurden. Der regionale Versorger, die RWE Westfalen-Weser-Ems AG, setzte alle verfügbaren Kräfte ein, um die durch die außergewöhnliche Wettersituation mit teilweise heftigen Schneefällen und schweren Sturmböen verursachte Störung der Stromversorgung schnellstmöglich zu beheben. Betroffen waren insgesamt 25 Kommunen mit rund 250.000 Einwohnern im westlichen Münsterland. In der Region waren rund 50 Hochspannungmasten nicht mehr funktionstüchtig. Unter der tonnenschweren Last der vereisten Stromkabel sind die mächtigen Überlandstrommasten zusammenknickt. Autofahrer und Fußgänger wurden durch frei liegende Starkstromkabel in erhebliche Gefahren gebracht.
Die Mitarbeiter des Netzservice und Bereitschaftsdienstes der RWE waren Tag und Nacht im Dauereinsatz um die z.T. über fünf Nächte dauernde Stromunterbrechung für die mehreren hundertausend Bürger zu beheben. Ein eingesetzter U 2150 der RWE wurde für den Transport von Hubsteigern auf Kettenfahrgestell und Teilen der riesigen Strommasten eingesetzt. Über vereiste und verschneite Strassen konnte der Unimog einen seiner vielen Vorteile ausspielen, nämlich schnellstens das Material über die großen Distanzen an die Einsatzorte heranführen. Vor Ort empfing die Mannschaft oft eine Mischung aus Schnee und rutschigem Matsch, in dem andere Einsatzfahrzeuge sich oft eingruben und vom allradangetriebenen Unimog freigeschleppt werden mussten. An den Stümpfen der ehemals hohen Überlandmasten angekommen, konnte das Material mit dem bordeigenen Ladekran vom Anhänger bzw. von anderen Transport-Lkw entladen werden. Zeitgleich wurde ein nagelneu gelieferter Unimog 500 mit langem Radstand, Palfinger-Kran und Rotzler-Winde vom RWE- Netzservice und Bereitschaftsdienstes einsatzfertig gemacht, um die Infrastrukturarbeiten an anderen Stellen tatkräftig zu unterstützen bzw. um für Notfälle an anderen neu auftretenden Brennpunkten des zum Katastrophengebietes erklärten Münsterlandes bereit zu stehen.
Extreme Geländegängigkeit des Unimog für die Instandhaltungstrupps
Die ausgeprägte Geländegängigkeit und hohen Fahrgeschwindigkeiten auf der Stra-ße sind die bekannten Vorteile des Unimog. Darüber hinaus wird aber auch der Betrieb der Wartungsfahrzeuge mit geringstmöglichen Flurschäden gefordert. Beispielsweise dort, wo Hochspannungsmasten auf landwirtschaftlich genutzten Flächen stehen. Hier müssen die hochmobilen Unimog mit minimalen Bodendrücken die Flächen befahren, was ihnen dank der auf Wunsch erhältlichen, großvolumigen Hochstollenreifen sowie der ab Werk angebotenen, während der Fahrt bedienbaren Reifendruck-Regelanlage auch hervorragend gelingt.
Schwierige Einsätze abseits aller Straßen und Wege sind das Metier der Unimog-Baureihe. Sie verbindet traditionelle Unimog-Eigenschaften wie Solidität, Langlebigkeit, Zuverlässigkeit und das fast schon legendäre Allradkonzept mit modernster Motoren- und Getriebetechnik und bester Ergonomie. Der Unimog verfügt über eine Steigfähigkeit bis 100 Prozent (das entspricht 45 Grad Steigung), große Böschungswinkel und Bodenfreiheit und waten durch bis zu 1,20 m tiefe Gewässer. Der Unimog zeichnet sich zudem im schwersten Gelände durch seine Bauchfreiheit und seine hohe Kippsicherheit aus.
Das Unimog-Konzept
Ihre im Wettbewerbsvergleich konkurrenzlos hohe Geländetauglichkeit verdanken die Unimog unter anderem ihrem Rahmenkonzept. Eine extreme Verwindungsfähigkeit bildet eine der Voraussetzungen, daß sich ein Radfahrzeug überhaupt noch in einem Gelände fortbewegen kann, das bestenfalls von Kettenfahrzeugen zu bezwingen ist. Wesentliche Voraussetzung der Verwindungsfähigkeit ist die Dreipunktlagerung von Motor, Getriebe, Fahrerhaus und Aufbau. Sichtbar wird diese Spezialität im Gelände, wenn sich Aufbau oder Gerät deutlich gegenüber dem Fahrerhaus ver-schränken.
Nicht minder entscheidend für die unschlagbare Geländetauglichkeit ist das Fahrwerk. Portalachsen mit Einzelradaufhängung schaffen große Bodenfreiheit, die Achsführung mittels Schubrohr, Querlenker in Verbindung mit Schraubenfedern erlaubt lange Federwege und Achsverschränkungen bis zu 30 Grad. Der Allradantrieb ist zuschaltbar, die lastschaltbaren Differenzialsperren in Vorder- und Hinterachse vergrößern den Vortrieb. Für den Unimog ist eine Reifendruck-Regelanlage lieferbar, die in Verbindung mit der Druckluftanlage des Fahrzeugs ganz nach Bedarf den Luftdruck der Reifen senkt oder erhöht.
Der Einsatz von Unimog bei allen vertretenen Hilfsorganisationen
Tausende von Hilfs- und Einsatzkräften der Feuerwehren, dem Technischen Hilfswerk, dem Roten Kreuz, Straßendiensten, Bereitschaftspolizei und der Bundeswehr wurden aus dem gesamten Bundesgebiet angefordert. Bei allen Einheiten dabei war der Mercedes-Benz Unimog, mal als Transportfahrzeug oder als Zugmaschine für schweres Räumgerät oder Notstromaggregate oder als Träger eines Kranes zur Hindernisbeseitigung. Des Weiteren wurden Rüstwagen und Werkstattwagen der Feuerwehr und des THW eingesetzt, um die Arbeiten der RWE, z.B. bei Schweißarbeiten im Freien, zu unterstützen. Hunderte von Notstromaggregaten wurden mit Unimog des THW zu entlegensten Bauernhöfen gefahren, die notwendige kontinuierliche Nachbetankung der Stromaggreagate geschah ebenfalls durch Unimog des THW und der Bundeswehr.
Pionier-Unimog und Rüstwagen sägten Baume und Bruchholz, um blockierte Bahnlinien wieder frei zu machen. Unimog der Autobahnmeistereien und Straßendienste versuchten mit Unimog-Schneepflügen und Unimog-Streufahrzeugen unpassierbare Staßen für die Bevölkerung und die einrückenden Einsatzkräfte von den Schneemassen zu befreien. Das Rote Kreuz, Malteser, Johanniter transportierten mit ihren Unimog Feldbetten zu den Gemeindehallen der betroffenen Region, damit die Bevölkerung aus ihren ausgekühlten Häusern in warme Schlafunterkünfte ziehen konnte bzw. etwas Warmes zu essen bekam.
Die neuen Unimog 4000-Doppelkabiner der Länderpolizeien, ausgestattet mit Räumschild und Auslegekran, öffneten die mit Bruchholz blockierten Waldwege, damit die anderen Hilfsfahrzeuge an ihr Einsatzgebiet gelangen konnten, wie z.B. die Unimog-Fahrzeuge des RWE- Netzservice und Bereitschaftsdienstes auf der Fahrt zu einem zerstörten Strommast.
Ihr Presse-Ansprechpartner
Claws
Tohsche
Produktkommunikation Lkw / Unimog
Tel.: +49 (0)711 17 52068
Fax: +49 (0)711 17 91520
Raimund
Grammer
Produktkommunikation Lkw / Unimog / Omnibusse
Tel.: +49 (0)711 17 53058
Fax: +49 (0)711 17 91595
Aktionen
ALLE Inhalte der Pressemitteilung
© 2013 Daimler AG. Alle Rechte vorbehalten.
Anbieter | rechtliche Hinweise | CookiesDatenschutz | Nutzungsbedingungen