Täglich acht Stunden auf Schiene oder Straße: der neue Unimog U 400 der Genossenschaft Migros Genf
Schlieren
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23.07.2009
  • Rangieren auf der Schiene, bergen und räumen auf der Strasse
  • Spitzenwerte beim Gesamtzuggewicht
Schlieren – Die Genossenschaft Migros Genf verfügt über ein eigenes Verteil­zentrum in La Praille mit vier Gleisanschlüssen. Von hier aus werden 34 Ver­kaufsstellen in der Schweiz und drei im grenznahen Frankreich beliefert. Bevor aber ein Transporter oder Lastwagen sich zu einer Verkaufsstelle aufmacht, kommt ein Unimog zum Einsatz. Mit dem neuen Unimog U 400 wird wie mit seinem Vorgänger, einem Unimog U 1400, der ganze Rangierverkehr zwischen SBB und eigenen Gleisanlagen geregelt. Während acht Stunden pro Tag fahren zwei Mitarbeiter mit dem Unimog die Bahnwagen auf dem Areal, trennen die Kompositionen, sortieren sie, stellen sie neu zusammen, verteilen sie und fahren die leeren Wagons zurück auf das SBB-Schienennetz. Gute Dienste leistet der zuverlässige Unimog auch beim schweren Abschleppdienst sowie beim Winter­dienst auf dem eigenen Areal.
Der Unimog ist das einzige Fahrzeug, das als Schnellläufer auf der Straße mit 80 km/h und als Rangierfahrzeug mit 50 km/h auf der Schiene (bei Migros Genf nur max. 5 km/h) fahren kann. Auf der Schiene erbringt der Unimog dank dem hohen Reibwert (bis 0,9) von Gummirädern auf Stahl ein hohes Gesamtzug­gewicht. „Unser Unimog ist mit einer Wagonbremsanlage ausgerüstet für maximal 400 Tonnen, wir benützen momentan nur 250 Tonnen, aber möglich wären sogar maxinal 800 Tonnen“, meint Roger Wipfli, der Garagenchef. Für den Schieneneinsatz verfügt der Permanent-Allrad vom Unimog zusätzlich über Mittel-, Hinterachs- und Vorderachssperre. Als Besonderheit ist beim U400 der Migros die Kuppelstange vorne montiert, damit der Fahrer eine bessere Über­sicht auf die Kuppelebene hat. Die Kupplung ist vom Fahrerhaus aus bedienbar. Dem U 400 kann bis 12.000 kg Gesamtgewicht aufgelastet werden. Bei der Migros wird lediglich mit 10.000 kg Dienstgewicht gefahren, weil im Winter­dienst auch noch ein Schneepflug betrieben wird.
Der Unimog von Mercedes-Benz hat bei der Genossenschaft Migros Genf schon immer gute Dienste geleistet. Roger Wipfli: „Der erste Unimog war Jahrgang 1970. Der nächste folgte 1988. Seither haben wir immer zwei Unimog in unserem Fuhrpark. Wenn der Neue ausfällt muss der Ältere ran. Aber zum Glück passiert das ja praktisch nie.“ Roger Wipfli leitet die firmeneigene Werk­statt mit acht Fachmitarbeitern. Zusammen unterhalten sie den großen Fuhr­park, der alles in allem über 200 Einheiten umfasst. Dazu zählen auch Mercedes-Benz Transporter und die Mehrzahl der Lastwagen. Für Garantie­leistungen oder in komplizierten Fällen nimmt man gerne die professionellen Dienste der LARAG SA in Anspruch.
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