Die Anforderungen an die Fahrzeuge in der Straßen- und Arealpflege in Städten und Gemeinden sind besonders hoch. Um Mäheinsätze, Winterdienst, Unterhaltsarbeiten, Reinigung, Transportfahrten, Lade- und Umschlagarbeiten zu meistern, müssten die Kommunen über einen umfangreich ausgestatteten Fuhrpark verfügen. Eine Alternative dazu ist ein einziges Fahrzeug, wie der Mercedes-Benz Unimog, das flexibel fast alle Arbeiten erledigen kann.
Das „Universal-Motor-Gerät“ (Unimog) mit höchster Geländegängigkeit durch Allradantrieb und Schnellfahreigenschaften auf der Straße bietet einen hohen Fahr- und Bedienkomfort, ist schnell und kraftstoffsparend unterwegs und vor allem individuell an jede Einsatzsituation anpassbar.
Eigens für den Unimog wurde die Wechsellenkung VarioPilot entwickelt. Die Lenksäule ist je nach Arbeitssituation mit einem Handgriff von links nach rechts zu schieben. So können viele Einsätze im kostensparenden Ein-Mann-Betrieb durchgeführt werden. Außerdem hat der Fahrer dadurch stets beste Sicht auf alle Verkehrs- und Arbeitsräume. Auch der Tausch der An- und Aufbaugeräte funktioniert im Handumdrehen per Schnellwechselsystem.
Das Multitalent Unimog ist u.a. mit Aufbaukehrmaschine, mit Hubarbeitsbühne, mit Mähgeräten oder einfach als wirtschaftliches Transportmittel anzutreffen.
Die allradgetriebenen Zugmaschinen und Geräteträger sind in verschiedenen Baureihen verfügbar: beginnend mit dem kompakten U 20 mit einer Leistung von 110 kW (150 PS) und 130 kW (177 PS) über die Modelle U 300/U 400/U 500 mit 110 kW (150 PS) bis 210 kW (286 PS) bis hin zu den hochgeländegängigen Unimog U 4000/U 5000 mit 130 kW (177 PS) bis 160 kW (218 PS).
Sicherheit im Fokus
Mit dem Unimog fährt man im Straßenbetriebsdienst in puncto Sicherheit immer auf der richtigen Seite. Das Freisichtfahrerhaus des Unimog U 300/U 400/U 500 bietet mit der weit nach unten gezogenen Frontscheibe optimale Rundumsicht auf den Straßenverkehr und die Anbaugeräte.
Wichtig in Extremsituationen ist immer, die Kontrolle über das Fahrzeug zu behalten. Das serienmäßige 4-Kanal-ABS des Unimog verhindert ein Blockieren der Räder und hält den Unimog selbst bei einer Vollbremsung lenkfähig. Die serienmäßige Sicherheitseinrichtung – zu der eine Automatisch Lastabhängige Bremse (ALB), ein pneumatisches Zwei-Kreis-Bremssystem und die zweistufige Motorbremse gehören – sorgt auch bei unterschiedlich griffiger Fahrbahnoberfläche, wechselnden Beladezuständen oder Gefällestrecken für kontrolliertes Bremsverhalten und bringt den Unimog zielgenau zum Stehen.
Selbst bei einer Vollbremsung kann der Fahrer den Unimog dank ABS weitersteuern und so auch Hindernissen ausweichen. Da der Fahrer direkt hinter der Vorderachse sitzt und damit im vorderen Bereich des Fahrzeugs, kann er beispielsweise Kreuzungen besonders früh einsehen. Dank dem kurzen Vorbaumaß behält er auch beim Betrieb von Frontgeräten einen guten Überblick.
Wirtschaftlicher Ganzjahreseinsatz
Dank überragend flexiblem Geräteträgerkonzept können gleich mehrere Arbeitsgänge in einer Überfahrt erledigt werden. Die Wirtschaftlichkeit kann durch die maximale Fahrzeugauslastung in allen Jahreszeiten deutlich erhöht werden.
Für die Unimog Geräteträger der Baureihe U 300/U 400/U 500 sowie für den kleineren U 20 stehen komplexe An- und Aufbauräume vorne, in der Mitte und hinten sowie eine Vielzahl hoch entwickelter Geräte zur Verfügung. Ob Mähen, Räumen, Streuen, Fräsen, Säubern, Kehren oder Transportieren - der Unimog ist für fast jede Einsatzart individuell ausrüstbar.
Hinzu kommt eine für Kommunen entscheidende Effizienz: Die sauberen BlueTec Motoren erfüllen die Euro-5-Norm und verbrauchen bis zu 40 Prozent weniger Kraftstoff. Laut DLG-Vergleichsstudie beträgt die Kraftstoff-Ersparnis bis zu 13 Liter pro Betriebsstunde im Vergleich zu Ackerschleppern.
Unimog im Winterdienst
Fast schon Klassiker im Winterdienst sind die Geräteträger U 400 und U 500. Ihr Wendegetriebe hat acht Vorwärtsgänge und als Sonderausstattung auch acht Kriechgänge. Extremes Langsamfahren, eine Notwendigkeit im Einsatz mit der Schneefräse, ist also kein Problem. Die automatisierte Telligent-Schaltung aus dem Lkw-Programm entlastet den Fahrer und hilft ihm, sich auf den Winterdiensteinsatz zu konzentrieren.
Da die Freisichtkabine aus wärmedämmendem Faserverbundwerkstoff besteht, lässt es sich darin selbst im härtesten Winter komfortabel arbeiten. Das Wohlbefinden des Fahrers wird durch die programmierbare Standheizung, die Sitzheizung und die beheizbare Windschutzscheibe erhöht.
Eine optimale Traktion und volle Zugkraft auf glattem Boden ist durch permanenten Allrad-Antrieb, durch Differenzialsperren in Vorder- und Hinterachse, und falls nötig, an jedem Rad durch Schneeketten gegeben.
Komfortabel beim Räumen mit ständigen Richtungswechseln ist die vorwählbare Wendeschaltung EQR für synchronisiertes Vor- und Rückwärtsschalten. Abgerundet wird das Unimog-Winterpaket durch weitere Highlights wie Frontzapfwelle für Schneefräse und Schneeschleuder.
Unimog im Sommereinsatz
Der Mercedes-Benz Unimog hat immer die passende Mähkombination bereit, wenn es in kleinen Gemeinden oder rund um Großstädte darum geht, Böschungen, Seitenstreifen oder Bankette zu mähen, Brachflächen zu mulchen oder Grabensohlen zu fräsen. Ein Großteil der Aufgaben kann mit einem front- oder heckseitig aufgebauten Mähgerät im Ein-Mann-Betrieb erledigt werden. Beim Einsatz von zwei frontseitig angebrachten Mähgeräten ist der Ein-Mann- oder Zwei-Mann-Betrieb möglich. Sogar drei Arbeitsgänge in einer Überfahrt sind drin – per Trio-Mähkombination mit Randstreifenmäher, Frontausleger-Böschungsmäher und einem auf der Pritsche montierten Böschungsmähgerät.
Der Unimog ist auch dafür ausgelegt, um Unterhaltsarbeiten in jeder Jahreszeit durchzuführen. Mit Ast- oder Wallheckenschere Lichtraumprofile schneiden, Buschwerk und Gehölze häckseln oder zugewachsene Wege freischneiden sind einige der Aufgaben, die schnell und effizient erledigt werden.
Der Unimog kommt auch dann zum Einsatz, wenn etwa Leitpfosten, Leitplanken oder Schilder gewaschen werden, Bankettpflege betrieben wird oder Straßen und Wege instandzuhalten sind.
Kommunale Lösungen
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Unimog U 500 mit Demarkierungsgerät von Weigel
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Unimog U 500 mit Solesprüher von Gmeiner
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Unimog U 500 mit Mähgeräten von Mulag
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Unimog U 500 mit Tunnelwascher von Dücker
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Unimog U 400 mit Kehrmaschine von Schmidt Winterdienst- und Kommunaltechnik
Auf der Ifat Entsorga 2012 wird die Vielfalt der Einsatzmöglichkeiten des Unimog anhand von fünf Fahrzeugen mit verschiedenen An- und Aufbauten von Weigel, Gmeiner, Mulag, Dücker und Schmidt/Faun demonstriert.
Unimog U 500 mit Demarkierungsgerät von Weigel
Das PeelJet Unimog Modul von Weigel Hochdrucktechnik ist als Anbaugerät für die Trägerfahrzeuge vom Typ U 400 und U 500 zur Entfernung von Farbmarkierungen konzipiert. Der Antrieb des PeelJet Moduls erfolgt durch den Unimog-Motor vom Nebenabtrieb über eine Gelenkwelle.
Das PeelJet-Verfahren arbeitet nach einem speziellen, modifizierten Höchstdruckwasserstrahlverfahren mit einem maximalen Arbeitsdruck von 2500 bar. Die mit Wasserstrahl-Düsen versehene PeelJet-Baugruppe wird an der Front des Unimog mittels Standard-Frontanbauplatte angebaut und steuert die Positionierung und Bewegung des Arbeitskopfes.
Alle Arten und Typen von Markierungsmaterialien - selbst jene Markierungen, die härter als deren Untergrund sind - können mit dem PeelJet-Verfahren wirtschaftlich, belagschonend und mit geringstmöglicher Störung des fließenden Verkehrs entfernt werden. Die Demarkierungsbreite variiert zwischen 120 und 320 mm.
Unimog U 500 mit Solesprüher von Gmeiner
Auf dem Messestand von Mercedes-Benz ist der Flüssig-Streuautomat Yeti 6000 L von Gmeiner an einem Unimog U 500 zu sehen. Das Exponat hat eine Tankgröße von 6000 Liter und eine Aufbaulänge von 3650 mm sowie das Leergewicht von 900 kg.
Die Flüssig-Streuautomaten der Baureihe Yeti L sind in Tankgrößen von 3000 Liter bis 6000 Liter lieferbar. Der Flüssig-Streuautomat ist mit 9 Sprühdüsen ausgestattet, die auf einer fest installierten Heckstange verteilt sind. Das Gerät ist mit einem automatischen Kontrollsystem versehen, das eine konstante Sprühbreite gewährleistet. Die Sprühdüsen werden mittels elektronischer Kontrollventile gesteuert. Diese regeln die Sprühbreite bis maximal 10,5 m. Die Dosierung passt sich der Breite und der Fahrzeuggeschwindigkeit an.
Vorteile der Baureihe Yeti L sind u.a. die effektive Streustoffausbringung, der modulare Aufbau mit recycelbaren Polyethylentanks und die variable Streubreitenverstellung für bis zu 3 Fahrspuren, einzeln zuschaltbar.
Unimog U 500 mit Mähgeräten von Mulag
Als führender Hersteller von Mähgeräten mit einer umfangreichen Produktpalette für Mercedes-Benz Unimog informiert Mulag auf der Ifat Entsorga 2012 u.a. über das MHU 800 Heckausleger-Mähgerät, das auf der Fahrzeugpritsche oder dem Pritschengestell des Unimog U 500 aufzubauen ist. Die Kombination mit einem Randstreifenmähgerät bewirkt eine ideale Gewichtsverteilung auf beide Fahrzeugachsen. Dadurch lassen sich die zur Verfügung stehenden Nutzlasten ideal einsetzen, ohne dabei an Fahrdynamik zu verlieren.
Der Antrieb des Mähgerätes erfolgt wahlweise über die fahrzeugseitige Leistungshydraulik oder über die Heckzapfwelle. Das MHU 800 ist ohne Rüstarbeiten schnell einsatzbereit, da der Mähkopf in Arbeits- und Transportstellung in der gleichen Ausrichtung bleibt.
Vorgestellt wird am Unimog U 500 auch das Kombinationsmähgerät MKV 800 von Mulag. Dank innovativer Teleskoptechnik ist damit ein bequemes „Überfahren“ von Verkehrsschildern ebenso möglich wie das Arbeiten im Nahbereich der Straße. Durch die Kombination eines Frontausleger- und Randstreifenmähgerätes ergibt sich eine kompakte und leistungsfähige Einheit, so dass zwei Mähschnitte in einem Arbeitsgang im Ein-Mann-Betrieb durchführbar sind.
Unimog U 500 mit Tunnelwascher von Dücker
Die Waschanlage TWA der Dücker Maschinenfabrik ist ein optimales Gerät zum Reinigen von Tunneln oder Lärmschutzwänden. Der Einsatz der Tasttronic in Verbindung mit Ultraschallsensoren reguliert den Abstand der Waschbürste zur Tunnelwand automatisch. Eine zusätzlich montierte Wasserhochdruckanlage, die mit maximal 200 bar Druck arbeitet, garantiert ein sauberes Ergebnis völlig ohne Einsatz von Chemie. Für die Reinigung von Schildern, Leitpfosten oder Schutzplanken werden verschiedene Bürstenformen eingesetzt.
Lieferbar ist die Tunnelwaschanlage vom Typ TWA 18 mit einer Arbeitsbreite von 1,80 m und jene vom Typ 21 mit einer Arbeitsbreite von 2,10 m. Arbeitshöhen bis zu 8,50 m sind möglich. Die Drehzahl der Bürste beträgt 200 bis 300/m. Der Bürstendurchmesser von 1,0 m lässt auch die Reinigung von gewölbten Tunneln zu.
Unimog U 400 mit Kehrmaschine von Schmidt Winterdienst- und Kommunaltechnik
Im Bereich der Straßenreinigung bietet Schmidt Winterdienst- und Kommunaltechnik Kehrmaschinen für verschiedene Einsatzbereiche an. In München ist die Aufbaukehrmaschine vom Typ SK 350 auf einem Unimog U 400 montiert. Die Wechselaufbau-Kehrmaschinen der SK-Reihe sind für die Reinigung von innerstädtischen Flächen und Straßenzügen sowie Industriearealen ausgelegt. Schmidt hat diese Modelle speziell für den Aufbau auf Unimog-Fahrzeuge konzipiert.
Die Aufbau-Kehrmaschine besteht aus dem Kehrgutbehälter, der Kehr- und Aufnahmeeinheit sowie der Zubringerkehrwalze. Schnellkupplungen an den Druckluft-, Elektrik-, Wasser- und Hydraulikleitungen ermöglichen den einfachen und schnellen Auf- und Abbau der Kehrmaschine. Der 700 mm große Tellerbesen und die 1500 mm breite Zubringerwalze ermöglichen eine Gesamtkehrbreite von 2200 mm. Das Hochleistungsgebläse entwickelt eine sehr große Saugleistung und fördert die Abluft geräuschreduziert nach außen.