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Reihenmotorenwerk Untertürkheim: 1998 eröffnet die neue Fabrik
Stuttgart
,
20.07.2008
  • Diesel- und Ottomotoren mit vier, fünf und sechs Zylindern verschiedener Hubraumklassen
  • Maßgeblich beteiligt am Erfolg der CDI-Technologie von Mercedes-Benz
  • Das Stammwerk Untertürkheim der Daimler AG geht auf das Jahr 1904 zurück
Das Mercedes-Benz Werk Untertürkheim ist eine der ältesten industriellen Fertigungsstätten der Welt – und seit 1998 Heimat einer zukunftsweisenden Produktionsstätte für hochmoderne Mercedes-Benz Reihenmotoren. Produziert werden dort Diesel- und Ottomotoren mit vier, fünf und sechs Zylindern verschiedener Hubraumklassen. Eröffnet kurz nach dem Serienstart der „Common Rail Direct Injection“-Technologie (CDI) im Jahr 1997, hat sie maßgeblich zu deren Erfolg beigetragen. CDI hat dem Dieselmotor den Weg in die Zukunft geebnet.
Das Werk Untertürkheim geht zurück auf die Daimler-Motoren-Gesellschaft (DMG). Sie hat die schon damals hochmoderne Fertigungsstätte im Jahr 1904 ihrer Bestimmung übergeben. Im gleichen Jahr wird der Firmensitz der DMG von Cannstatt nach Untertürkheim verlegt. Auf dem Cannstatter Seelberg hatte die DMG bereits seit 1887 Motoren und Automobile hergestellt. Heute ist die Hauptverwaltung der Daimler AG gleichfalls auf dem Gelände des Werks Untertürkheim angesiedelt. Die Reihenmotorenfabrik ist eine von mehreren Produktionsstätten im Werk Untertürkheim, das ein zentraler Standort der Daimler AG für die Herstellung von Motoren, Getrieben und Achsen ist.
Die Produktionszahlen der Reihenmotorenfabrik spiegeln den Erfolg der Marke mit dem Stern wider: So haben die Mitarbeiter dort beispielsweise vom Vierzylinder-Ottomotor M271, der in verschiedenen Personenwagen von Mercedes-Benz zum Einsatz kommt, seit dessen Produktionsanlauf im Juli 2001 knapp eine Million Stück hergestellt. Von der Dieselmotorenfamilien der Reihen-Vier-, Fünf- und Sechszylinder wurden in den vergangenen zehn Jahren sogar mehr als 2,3 Millionen Exemplare gebaut. Neben kompletten Motoren fertigt die Reihenmotorenfabrik Untertürkheim aber auch Zylinderköpfe für Nutzfahrzeug-Motoren, die im Mercedes-Benz Werk Mannheim zum kompletten Aggregat vervollständigt werden.
Die Reihenmotorenfabrik ist eine direkte Antwort auf die große Nachfrage insbesondere nach modernen Dieselmotoren Ende der 1990er Jahre. Im Typ 220 CDI hat Mercedes-Benz 1997 die Common Rail Direct Injection (CDI) präsentiert; die Diesel-Direkteinspritzung erfreut sich schnell großer Beliebtheit, die Pkw-Motorenfamilie wird größer, und eine neue Fertigungsstätte wird notwendig. Am 24. Juli 1998 übergibt die damalige Daimler-Benz AG die neue Reihenmotorenfabrik schließlich ihrer Bestimmung. Mehr als 900 Millionen DM hat das Unternehmen in den neuen Um- und Ausbau seiner Reihenmotorenfabrik investiert und damit die Weichen gestellt für eine wettbewerbsfähige Produktion; rund 100 Millionen DM sind in Gebäude, rund 800 Millionen DM in Maschinen investiert worden. Der Serienbetrieb ist bereits im Dezember 1997 gestartet.
Die Fertigungsfläche umfasst mehr als 50 000 Quadratmeter. Um sie zu schaffen, gestalten die Architekten und Planungsingenieure vier bestehende Werkshallen um zu einer neuen zusammenhängenden Produktionsfläche entlang der Benzstraße. „Mit einem durchgängigen Konzept stellt die älteste Autofabrik der Welt unter Beweis, dass wirtschaftliche Produktion mit ökologischer Vernunft und attraktiven Arbeitsplätzen auch in bereits vorhandenen, neu umgestalteten Gebäuden zu verwirklichen ist“, berichtet die Presseinformation aus dem Jahr 1998.
Im Vordergrund steht der Mensch – nach dieser Devise ist die Architektur ausgerichtet und sind die Arbeitsplätze gestaltet. Großflächig verglaste Teamzonen, Pausenbereiche vor der Fabrik, begrünte Dachflächen und Grünzonen sind im Reihenmotorenwerk von Anfang an verwirklicht. Lichtdurchflutete, helle Innenräume prägen die Arbeitswelt und schaffen eine freundliche Atmosphäre. Farblich abgestimmte Produktionsmittel fügen sich harmonisch in die Architektur.
Umweltschutz wird groß geschrieben: So gibt es beispielsweise spezielle Systeme zu Abluftreinigung, zur Wärmerückgewinnung, zur Hallenbelüftung und zur Abfallverwertung. Ein innovatives Kühlschmierstoff-Kreislaufkonzept mit abfallarm arbeitenden Filtern, die Verwendung emissionsarmer Öle sowie eine neuartige Kalttest-Technik auf den Motorenprüfständen sorgen darüber hinaus für eine umweltgerechte Produktion bei höchsten Qualitätsstandards.
 
Ihr Presse-Ansprechpartner
Birgit
Pillkahn
Mercedes-Benz Classic - Strategie und globale Kommunikation
Tel.: +49 (0)711 17 49049
Fax: +49 (0)711 17 790 97310
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