Unimog U 500 HLZ trotzt in Vorarlberg den Schneemassen des Sturmtiefs Andrea
Stuttgart/Feldkirch-Arlbergpass (Österreich)
20.01.2012
  • U 500 mit Hinterachszusatzlenkung (HZL) überzeugte im Winterdienst bei über 10 Metern Neuschnee
  • Mercedes-Benz Special Trucks bietet die HZL werksseitig als wertvolle technische Variante für Unimog, Econic, Kommunal- und Feuerwehrfahrzeuge
  • Straßenbauamt der Vorarlberger Landesregierung setzt Standards - Vorzeigebeispiel für Andorra
Stuttgart/Feldkirch-Arlbergpass (Österreich) – In Vorarlberg ist der Mercedes-Benz Unimog ganzjährig im Einsatz: Winterdienst, Straßen- und Leitplankenreinigung und das Mähen des Straßen­begleitgrüns werden seit Jahrzehnten mit dem „Universal-Motor-Gerät“ erledigt. Anfang des Jahres 2012 brachte Sturmtief „Andrea“ besondere Herausforderungen für die Unimog-Flotte des Felsenauer Bauhofs bei Feldkirch/Frastanz, der den Straßen­betriebs­dienst für rund zwei Drittel der Landesstraßen des Vorarl­bergs verantwortet. Über zehn Meter Neuschnee fielen innerhalb von vier Tagen am Arlbergpass, der wichtigsten Verbindung zwischen dem westlichsten Bundesland Österreichs und Innsbruck, überraschten die Einsatzkräfte des Straßenbetriebs­dienstes. Genauso dramatisch zeigte sich die Situation im Montafon Richtung Silvretta Hochalpenstraße, im Großen Walser­tal und an der Flexenstraße nach Zürs und Lech. Diese Aufgabe konnte nur der Unimog U 500 mit seinen 210 kW (286 PS) Leistung und Schmidt Vorbau-Schneefräse 105 – Arbeitsbreite 2,60 Meter – meistern. Durch seinen Einsatz, so Helmut Feuer­stein, technischer Leiter des Felsenauer Bauhofs, ist es gelungen die ungewöhnlich hohen Schneemassen effektiv von den Straßen zu räumen.
Hinterachszusatzlenkung für optimale Wendigkeit im Schnee
Die meterhohen Schneeberge links und rechts der Straßen fordern Maßarbeit vom Fahrer des Unimog. In diesen Einsatzfällen erweist sich die Wechsellenkung VarioPilot als Vorteil und die HZL als Trumpf. Die HZL verbessert die ohnehin schon ausgeprägte Wen­dig­­keit des Unimog um ein Vielfaches und verringert den Wende­kreis um bis zu 30 Prozent. Im Ergebnis können Kurven­bereiche heute mit der Fräse zügig durchgefahren werden. Ohne HZL war es erforderlich, Einschnitte in die Kurven zu fräsen, um den erfor­der­lichen Kurvenradius zu erreichen. Dieses Vorgehen erforderte viele Wende-, Vor- und Rückwärtsfahrtmanöver. Mercedes-Benz Special Trucks bietet die einmalige Technik heute als Variante für Unimog, Econic sowie alle Kommunal- und Feuerwehrfahrzeuge an.
Die Unimog-Palette des Bauhofs Felsenau setzt zwei U 500 mit HZL ein, sowie einen weiteren U 500. Hinzu kommen ein U 1000 und ein U 130 sowie ein 29 Jahre alter U 406, den die Felsenauer-Mitarbeiter der Abteilung Straßenbau liebevoll als „Büffel“ bezeich­nen. Er erweist sich bis heute als unverwüstlich und ist selbst schwierigsten Situationen im Alpenstraßeneinsatz mit verschiedenen Geräteauf- und -anbauten gewachsen. Für das breite Einsatzspektrum des Fuhrparks Felsenau erwiesen sich die sechs Unimogs während des Einsatzes in den Schneemassen zu Beginn des Jahres erneut als unverzichtbar.
Vorzeigebeispiel für Winterdienst-Fachleute aus ganz Europa
Die vorbildliche und zudem für den Betreiber wirtschaftliche Schneeräumung am Arlberg hat auch in der europäischen Fach­welt des Winterdienstes im Alpenraum von sich Reden gemacht. Immer wieder kommen interessierte Experten nach Vorarlberg, um sich am Arlbergpass die Vorteile eines Unimog mit HZL demon­strieren zu lassen. Auch die Straßenbetriebsdienst-Fach­leute aus Andorra, seit Jahrzehnten Unimog-Kunden, wollten sich vor Ort von den überlegenen Eigenschaften des Unimog mit HZL überzeugen. Nach einer Demonstration seiner Leistungsfähigkeit am Arlberg kauften die Verantwortlichen aus Andorra sechs Mercedes-Benz Unimog U 500 mit HZL.
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