125 Jahre Innovation: „Die Liebe zum Erfinden höret niemals auf“ – vom Benz Patent-Motorwagen zur zweiten Erfindung des Automobils
Am 29. Januar 1886 meldet Carl Benz in Berlin seinen dreirädrigen Motor­wagen zum Patent an. Seither gilt dieser Tag als offizieller Geburtstag des Automobils, das 2011 sein 125-jähriges Jubiläum feiert. Parallel zu Benz entwickelt Gottlieb Daimler das erste vierrädrige Automobil. Damit legen die Gründerväter der heutigen Daimler AG und deren weltweit erfolgreicher Kernmarke Mercedes-Benz unabhängig voneinander den Grundstein für alle heutigen Personenwagen und Nutzfahrzeuge. Seither prägt der Erfinder des Automobils dessen Entwicklung so vielseitig und nachhaltig wie kein anderer Fahrzeughersteller – in allen relevanten Bereichen, von der Antriebstechnik über Komfort und Sicherheit bis hin zum Design.
Innovation ist für Automobilhersteller seit jeher der Schlüssel zum Erfolg und wirdin Zukunft noch wichtiger. Ohne Mut zu neuen Ideen gäbe es kein Automobil, ohne Innovationskraft keinen Fortschritt. Als Erfinder des Automobils treibt Mercedes-Benz dessen Entwicklung nachhaltig voran. So untermauert das Unternehmen seinen Anspruch auf technologische Führerschaft mit über 80.000 Patentanmeldungen immer wieder aufs Neue, seit Carl Benz 1886 den „Patent-Motorwagen“ und Gottlieb Daimler im selben Jahr die „Motorkutsche“ präsentierten. Als erstes Automobil der Welt ist der Benz Patent-Motorwagen der Beleg für Pioniergeist schlechthin. Das filigrane Dreirad machte zu seiner Zeit auf den ersten Blick klar, dass eine neue Ära der Mobilität begonnen hat. Daimlers Motorkutsche war das erste Automobil mit vier Rädern.
Diese beiden Fahrzeuge sind die Keimzellen einer einzigartigen Erfolgsge­schichte, die Mercedes-Benz kontinuierlich um immer neue Kapitel bereichert hat. Denn immer wieder waren es wegweisende Erfindungen des Stuttgarter Automobil-herstellers, die die anfangs von Kritikern als „nicht zukunftsfähig“ eingestufte „Kutsche ohne Pferde“ nicht nur zu einem Symbol der individu­el­len Freiheit, sondern darüber hinaus auch zu einem bedeutenden Wirtschafts­faktor gemacht haben. Zu den wichtigsten Innovationen des Unternehmens zählt – neben dem ersten Bus und dem ersten Lastkraftwagen – vor allem auch der erste moderne Personenwagen, der Mercedes 35 PS von 1900/1901.
Mercedes 35 PS: Urtyp aller modernen Personenwagen
Der Mercedes 35 PS, der Urtyp aller modernen Personenwagen, definiert zur Jahrhundertwende eine damals grundlegend neue und seither aktuelle Fahrzeug-Architektur: Er markiert den Wechsel von den hochbeinigen „Motorkutschen“ zum Automobil, wie wir es heute kennen. Die entscheidenden technischen Merkmale sind der lange Radstand, die breite Spur, der tiefe Schwerpunkt und die geneigt eingebaute Lenksäule. All diese Eigenschaften im Zusammenspiel bilden die Voraussetzung für komfortables und sicheres Fahren, erstmals realisiert in
einem Mercedes.
Hinzu kommen charakteristische Merkmale wie die lang gestreckte Form und der organisch in die Front integrierte Bienenwabenkühler, der das bis dato allgegenwärtige Problem der Motorkühlung endgültig löst und darüber hinaus zum markentypischen Erkennungszeichen wird. Der leistungsstarke Vierzylindermotor liefert mit seinem Leichtmetall-Kurbelgehäuse ein Vorbild für heute noch aktuelle Leichtbaumaßnahmen und ist zudem tief im Rahmen eingebaut. Seine Auslassventile werden von einer Nockenwelle gesteuert, was die Laufruhe, die Leerlaufstabilität und das Beschleunigungsvermögen erheblich verbessert. Das Bauprinzip „Motor vorne, Endantrieb auf die Hinterräder“ setzt sich langfristig als sogenannter Standardantrieb durch.
Der erste Mercedes – das erste moderne Automobil
Der „35 PS“ ist das erste Fahrzeug mit dem Markennamen Mercedes und geht als das erste moderne Automobil in die Geschichte ein. Viele andere Hersteller übernehmen dieses innovative Konzept, das sich in jeder Hinsicht als überlegen erweist. Damit begründet Mercedes-Benz frühzeitig seinen Anspruch auf techno­logische und konzeptionelle Führerschaft.
Innovationsfreude: Impulse für die Automobilentwicklung
Dank seiner konzeptionellen Kreativität gelingt es Mercedes-Benz, dem automobilen Fortschritt immer neue Impulse zu geben, die individuelle Mobilität immer wieder neu zu erfinden und dabei neue Einsatzbereiche zu erschließen. Seine Innovationskraft hat Mercedes-Benz zu einem Automobilhersteller gemacht, dessen vielfältiges Angebot einzigartig ist. Heute deckt allein die Marke mit dem Stern eine Fahrzeug-Bandbreite ab, die von kompakten Personenwagen wie der A-Klasse über Luxuslimousinen wie die S-Klasse, Transporter wie der Sprinter und Busse wie der Citaro bis hin zu Schwerlastwagen wie dem Actros reicht. Die Marke smart ergänzt das Produktportfolio um ein City Car, das für viele das perfekte Stadtauto ist. Der heutige smart fortwo geht auf die Anfang der 1980er-Jahre vorgestellte Mercedes-Benz Fahrzeugstudie NAFA („Nahverkehrsfahrzeug“) zurück. Das zweisitzige Konzeptfahrzeug war Ausgangspunkt einer zweigleisigen Entwicklung, aus der in den 1990er-Jahren die ersten Kompaktwagen des Unternehmens hervorgingen: die A-Klasse und das smart city coupé, der Vorgänger des heutigen smart fortwo.
Immer wieder hat Mercedes-Benz neue Konzepte von individueller Mobilität definiert und dabei auch völlig neue Marktsegmente erschlossen: So war der 1996 vorgestellte SLK der erste kompakte Premium-Roadster. Im Jahr darauf folgte mit der M-Klasse das erste Premium-SUV, bei dessen Entwicklung die Mercedes-Ingenieure auf die mit der legendären G-Klasse und dem Unimog gesammelten Erfahrung im Allrad-Bereich zurückgreifen konnten. Jüngstes Beispiel ist der CLS, der 2004 das Segment der viertürigen Coupés begründet hat. Darüber hinaus beweist die Vielzahl von technischen Innovationen, die zuerst in Mercedes-Modellen auf den Markt kamen, dass der Erfinder des Automobils dessen Weiterentwicklung in allen wesentlichen Belangen maßgeblich vorangebracht hat – von den Antrieben über die Sicherheit und den Komfort bis hin zum Design.
Mercedes-Benz Antriebe: Treibende Kraft in allen Bereichen
Pionierarbeit leistet Mercedes-Benz seit 125 Jahren im Bereich Fahrzeugantriebe. Der schnell laufende Benzinmotor war die im wahrsten Sinne des Wortes „treibende Kraft“ bei der Erfindung des Automobils. Bereits 1898 startet mit dem Daimler 8 PS „Phaeton“ das erste Straßenfahrzeug mit Vierzylindermotor. 1923 präsentiert Benz den ersten Lastwagen mit Dieselmotor. Eine weitere wegweisende Mercedes-Entwicklung ist der Pkw-taugliche Dieselmotor, der 1936 eingeführt wird: im weltweit ersten Serien-Diesel-Pkw Mercedes-Benz 260 D.
In der Folgezeit setzt Mercedes-Benz weitere Meilensteine in der Selbstzünder-Entwicklung. Zahlreiche Technik-Innovationen, wie der Common-Rail-Diesel (CDI) mit Turboaufladung, ermöglichen mehr Leistung und Drehmoment bei weniger Verbrauch und reduziertem Schadstoffausstoß. Heute bietet die Marke mit dem Stern in allen Segmenten Modelle mit laufruhigen, drehmomentstarken und hoch effizienten CDI-Motoren an, die – bezogen auf ihre Leistung – bis zu zehn Mal weniger Kraftstoff verbrauchen als der Diesel-Pionier von 1936.
BlueTEC: Diesel, so sauber wie moderne Benziner
Mit BlueTEC hat Mercedes-Benz zudem eine Technologie zur wirkungsvollen Minderung von Diesel-Emissionen entwickelt, insbesondere der Stickoxide. Bis zu 90 Prozent des NOX-Anteils im Abgas werden zu unschädlichem Stickstoff und Wasser reduziert und macht den Dieselmotor damit so sauber wie moderne Benziner. Personenwagen mit BlueTEC bietet Mercedes-Benz seit 2006 an, inzwischen sowohl in der E- und S-Klasse als auch in den SUV der GL-, R- und M-Klasse.
BlueTEC wurde ursprünglich für Mercedes-Benz Nutzfahrzeuge entwickelt, 2005 erstmals in einem Mercedes-Lkw eingesetzt und dann für die Verwendung in
Personenwagen adaptiert. Darin zeigt sich beispielhaft eine besondere Stärke des Unternehmens: Der interne, bereichsübergreifende Technologietransfer, der mit dafür sorgt, dass Innovationen mit hohem Nutzen für die Kunden konsequent und schnell über die gesamte Produktpalette hinweg realisiert werden können.
Moderne Mercedes-Benz Motoren mit großem Zukunftspotenzial
Das Zukunftspotenzial des Verbrennungsmotors unterstreicht Mercedes-Benz mit dem neuen, 2010 vorgestellten S 250 CDI BlueEFFICIENCY, dem ersten 5-Liter-Auto in der Luxusklasse. Der erste Vierzylinder in der über 60-jährigen Erfolgsgeschichte der S-Klasse – ein hocheffizienter, doppelt aufgeladener Turbodiesel – erzielt im NEFZ-Zyklus einen Kraftstoffverbrauch von nur 5,7 Litern pro 100 Kilometer. Mit einem CO2-Ausstoß von 149 g/km ist der S 250 CDI BlueEFFICIENCY das erste Fahrzeug seiner Klasse, das die 150-Gramm-Marke unterschreitet.
Vom ersten Kompressormotor zum modernen Benzin-Direkteinspritzer
Auch die Entwicklung des Ottomotors hat der Erfinder des Automobils maßgeblichgeprägt. Bereits Anfang der 1920er-Jahre adaptiert die damalige Daimler-Motoren-Gesellschaft die ursprünglich für Flugzeugmotoren entwickelte mechanische Aufladung des Verbrennungsmotors für den Einsatz im Automobil. Die Mercedes-Modelle 6/25 PS und 10/40 PS bieten dank Kompressortechnik mehr Leistung und höhere Effizienz als vergleichbare Fahrzeuge ohne Aufladung.
In der Sportwagenlegende 300 SL von 1954 setzt Mercedes-Benz den ersten Viertakt-Ottomotor mit Benzin-Direkteinspritzung in Serie ein. Was damals vor allem der Leistungssteigerung diente, nutzen die Mercedes-Ingenieure heute zusammen mit anderen Maßnahmen zur Effizienzsteigerung, das heißt: für eine signifikante Verbrauchssenkung bei gleichzeitiger Leistungssteigerung.
Die Mercedes-Benz Strategie für Verbrennungsmotoren von heute und morgen lautet: durchgängige Direkteinspritzung bei Otto und Diesel, Downsizing, Turboaufladung, variabler Ventiltrieb. Mit der Einführung der neuen 4-Zylinder-Turbo-Benzindirekteinspritzer im Herbst 2009 in der E-Klasse hat Mercedes-Benz begonnen, dieses Konzept umzusetzen – vom 4- bis zum 8-Zylinder und in allen relevanten Baureihen. Das Ergebnis: hohe Leistung bei geringem Kraftstoffverbrauch und entsprechend niedrigen CO2-Emissionen.
BlueDIRECT: Benziner, so sparsam wie Diesel
Effizienz auf höchstem Niveau ist das gemeinsame Kennzeichen einer Motoren-Generation mit sechs und acht Zylindern, die 2010 in der S-Klasse, in der CL-Klasse und im neuen CLS vorgestellt wurden. Bei allen Aggregaten stiegen Leistung und Drehmoment gegenüber dem Vorgänger, gleichzeitig wurde der Verbrauch – etwa im neuen CLS – um bis zu 25 Prozent gesenkt. In puncto Sparsamkeit rücken die modernen BlueDIRECT Benzin-Direkteinspritzer von Mercedes-Benz damit wieder ein Stück näher an den Dieselmotor heran. Zur Effizienzsteigerung tragen gezielte BlueEFFICIENCY Maßnahmen bei, insbesondere auch die bei vielen Modellen
bereits serienmäßige ECO Start-Stopp-Funktion, die Mercedes-Benz bis Mitte 2011 über das gesamte Produktportfolio hinweg in mehr als 50 Modellen anbieten wird.
Pionier bei alternativen Antriebstechnologien
Im Bereich der alternativen Antriebe hat Mercedes-Benz ebenfalls frühzeitig Akzente gesetzt. Schon 1906 rüstet Mercedes erstmals Personenwagen, Lastwagen, Omnibusse und Feuerwehrfahrzeuge mit batterieelektrischem Antrieb oder
Hybridantrieb aus. In den 1970er-Jahren wird die Entwicklung des Elektro- und Hybridantriebs wieder aufgenommen und intensiv vorangetrieben. Auf Basis dieses einzigartigen Erfahrungsschatzes hat Mercedes-Benz moderne Fahrzeuge mit alternativen Antrieben realisiert, die den Weg in die letztlich emissionsfreie Mobilität weisen.
Dazu zählt die 2009 eingeführte Luxuslimousine S 400 HYBRID, der erste Hybrid-Pkw eines europäischen Herstellers und gleichzeitig der erste Serienhybrid mit modernster Lithium-Ionen-Batterietechnologie. Kurz darauf hat Mercedes-Benz in rascher Folge gleich drei moderne Elektroautos auf die Straße gebracht: die A-KlasseE-CELL und den Transporter Vito E-CELL mit batterieelektrischem Antrieb sowie die B-Klasse F-CELL mit Brennstoffzelle. Das Elektroauto-Portfolio des Unter-nehmens ergänzt der smart fortwo electric drive, der als Pionier einer neuen urbanen Mobilität ohne lokale Emissionen gilt.
Sicherheit: In jedem modernen Automobil fährt ein Stück Mercedes mit
Weltweit gibt es keinen Hersteller, der mehr in die Entwicklung von Sicherheitssystemen rund um das Automobil investiert als Mercedes-Benz. Seit sieben Jahrzehnten arbeiten Mercedes-Sicherheitsexperten systematisch daran, Unfallursachen zu erforschen, Unfallfolgen zu mindern und Unfälle zu vermeiden. Das umfassende Mercedes-Engagement lässt sich an gleich drei Jubiläen im Jahr 2009 ablesen: „70 Jahre Sicherheitsentwicklung“, „50 Jahre gestaltfeste Fahrgastzelle“ und „40 Jahre Unfallforschung“.
Im Bereich der passiven Sicherheit liegt das Augenmerk darauf, die Fahrzeug­insassen bei einem Unfall bestmöglich zu schützen. Beispielhaft dafür steht die gestaltfeste Fahrgastzelle mit Knautschzonen, die 1951 von Mercedes-Benz patentiert und 1959 in den „Heckflossen-Modellen“ 220 S und 220 SE erstmals in Serie eingeführt wurde. Der Airbag ist ein weiteres Beispiel für Innovationen, die von Mercedes-Benz als erste praxistaugliche Lösung in Serie gebracht wurden. Heute sind sie für jeden Autofahrer eine Selbstverständlichkeit. Deshalb kann man sagen: In jedem modernen Automobil steckt ein Stück Mercedes-Benz.
Unfallfolgen mildern – Unfälle ganz vermeiden
Auf dem Weg zum unfallfreien Fahren steht die aktive Sicherheit im Mittelpunkt. Dafür hat Mercedes-Benz Innovationen entwickelt, die Unfälle in ihrer Schwere mildern oder von vorn herein vermeiden können. Das elektronisch geregelte ABS und ESP® sind Mercedes-Entwicklungen, die nachweisbar zur deutlichen Verringerung der Unfallhäufigkeit beigetragen haben. Auch diese Sicherheitssysteme sind heute bei nahezu allen Herstellern Standard. Das Antiblockiersystem ABS wurde 1978 in der S-Klasse der Baureihe 116 eingeführt, der Airbag 1981 in der S‑Klasse der Baureihe 126. Das Elektronische Stabilitäts-Programm ESP® hat Mercedes-Benz 1995 im S-Klasse Coupé der Baureihe 140 auf den Markt gebracht und dann sukzessive in allen Baureihen eingeführt.
Als erster Automobilhersteller weltweit hat Mercedes-Benz mit diesem System aktive und passive Sicherheitsfeatures vernetzt und so den Schutz für Fahrzeuginsassen nochmals erhöht. Mit PRE-SAFE® wurde 2002 ein weiteres, neues Kapitel in der Sicherheitsgeschichte aufgeschlagen. Bei Sicherheitsentwicklungen orientiert sich Mercedes-Benz konsequent am realen Unfallgeschehen und an den Erkenntnissen der firmeneigenen Unfallforschung. Innovative Systeme wie zum Beispiel der Aktive Spurwechsel-Assistent oder der ATTENTION ASSIST reduzieren gezielt typische Unfallursachen wie Spurwechsel und Übermüdung.
Ausgewählte Meilensteine der Mercedes-Benz Sicherheitsentwicklung
1939  Start der Pkw-Sicherheitsentwicklung
1959  Erste Sicherheitskarosserie der Welt
1969  Gründung der Mercedes-Benz Unfallforschung
1978  Elektronisch gesteuertes Anti-Blockier-System (ABS)
1981  Pyrotechnischer Airbag, Gurtstraffer
1989  Automatisch ausfahrender Überrollbügel bei einem Überschlag
1995  Elektronisches Stabilitäts-Programm ESP®
1996  Bremsassistent (BAS)
1998  Abstandsregeltempomat DISTRONIC
1999  Aktives Fahrwerk Active Body Control (ABC), Reifendruckkontrolle
2002  Vorbeugendes Insassenschutzsystem PRE-SAFE®
2003  Aktives Kurvenlicht
2005  DISTRONIC PLUS, Bremsassistent Plus (BAS PLUS), Nachtsicht-Assistent
2006  PRE-SAFE® Bremse, Intelligent Light System (ILS)
2009  Geschwindigkeitslimit-Assistent, Spurhalte-Assistent, Totwinkel-Assistent, Müdigkeitserkennung ATTENTION ASSIST
2010  Aktiver Spurhalte-Assistent, Aktiver Totwinkel-Assistent;
LED-High-Performance-Scheinwerfer
Fahrkomfort: Eine klassische Mercedes-Benz Domäne
Eine klassische Mercedes-Domäne ist der Fahrkomfort. Breite Spur, langer Radstand und maßgeschneiderte Fahrwerksysteme – auf dieser Basis sorgt Mercedes-Benz seit mehr als einem Jahrhundert für den markentypischen Langstreckenfahrkomfort. Schon 1931 setzt Mercedes-Benz mit dem Typ 170 einen bedeutenden Meilenstein in der Fahrwerktechnik: Erstmals sind bei einem Großserien-Personenwagen alle vier Räder einzeln aufgehängt („Schwingachsen“). Diese Konstruktion sorgt für ein völlig neues Fahrgefühl, das Fahrbahnunebenheiten deutlich besser filtert und den Abrollkomfort erhöht.
Mit richtungweisenden Konstruktionen ist Mercedes-Benz immer wieder Vorbild: 1954 folgt die Eingelenk-Pendelachse, 1968 die Diagonal-Pendelachse. Beide Konstruktionen verbinden eine verbesserte Fahrsicherheit mit weiter erhöhtem Fahrkomfort. Und bereits 1961 setzt die erste Luftfederung in der Luxuslimousine 300 SEneue Maßstäbe. Ende 1982 ist die Raumlenker-Hinterachse in der neuen Kompaktklasse eine technische Sensation. Die optimale Bewegung der einzeln aufgehängten Hinterräder wird durch je fünf im Raum angeordnete Lenker erreicht. Die Raumlenker-Hinterachse findet später Eingang in alle Mercedes-Benz Limousinen, Coupés, Cabriolets und Sportwagen mit Hinterradantrieb und ist Vorbild für viele andere Hersteller.
AIRMATIC: Luftfederung für noch mehr Fahrkultur
1998 debütiert in der S-Klasse ein weiterer technologischer Meilenstein: Anstelle des klassischen Federungs- und Dämpfungssystems mit Schraubenfedern und Gasdruck-Dämpfern kommt die elektronisch geregelte AIRMATIC (Adaptive Intelligent Ridecontrol Automatic) mit Luftfederung und Adaptivem Dämpfungs-System ADS zum Einsatz. Die automatische, für jedes Rad individuell arbeitende Niveauregulierung ist ebenfalls Teil der AIRMATIC. Sie berücksichtigt Fahrbahnzustand, Fahrweise und Beladung und sorgt für exzellenten Fahrkomfort.
Zu den wichtigsten Innovationen der jüngeren Vergangenheit zählt das weltweit erste aktiv geregelte Federungssystem Active Body Control ABC, das Mercedes-Benz 1991 im Forschungsfahrzeug C112 vorgestellt und 1999 im CL-Coupé eingeführt hat. Das aktiv regelbare System verringert Aufbauschwingungen, die durch Hub- und Wankbewegungen bei Kurvenfahrt oder beim Bremsen durch Karosserie-Nicken verursacht werden. 2007 debütiert in der neuen C-Klasse das ADVANCED AGILITY-Paket. Es bietet zwei Schaltprogramme zur Auswahl: Sport und Komfort. Innerhalb dieser Schaltprogramme erfolgt für jedes Rad eine stufenlose elektronische Regelung der Stoßdämpfer.
PRE-SCAN: „Fliegender Teppich“ auf vier Rädern
Ebenfalls 2007 stellt Mercedes-Benz im Forschungsfahrzeug F 700 das revolu-tionäre PRE-SCAN Fahrwerk vor. Das System kann den Straßenzustand vorausschauend erkennen, höchst sensibel auf Unebenheiten reagieren und diese noch effektiver ausgleichen. Das F 700 erreicht damit (fast) das Komfortniveau des sprichwörtlichen „fliegenden Teppichs“. Als „Augen“ nutzt das PRE-SCAN Fahrwerk zwei Lasersensoren in den Frontscheinwerfereinheiten.
Mit dem im Herbst 2010 vorgestellten MAGIC BODY CONTROL Fahrwerk präsentiert Mercedes-Benz ein weiterentwickeltes System, das im wahrsten Wortsinn vorausschaut: Eine hochsensible Stereokamera – an der Windschutzscheibe oberhalb des Innenspiegels montiert – „beobachtet“ die Straße vor dem Fahrzeug aus zwei unterschiedlichen Perspektiven. Dadurch können Fahrbahnunebenheiten noch detaillierter erkannt werden. Schnelle Bordrechner bereiten alle Daten in Echtzeit auf und steuern das aktive ABC-Fahrwerk an, bei dem die Kraft an jedem Rad separat geregelt werden kann. So können die Karosseriebewegungen im Vergleich zu heutigen Serienfahrwerken weitgehend ausgeglichen werden.
Bedienkomfort: Intelligente Systeme fördern die Konditionssicherheit
Das Prinzip des möglichst einfachen und intuitiven Beherrschens eines Fahrzeugs reicht bis in die Urzeit der Marke zurück. Bereits 1902 bringen die neuen Mercedes-Modelle die in Sachen erleichterter Bedienung erzielten Fortschritte unter der Modellbezeichnung „Mercedes Simplex“ zum Ausdruck. Denn höchster Komfort bedeutet für Mercedes-Benz weit mehr als Behaglichkeit und eine hoch­wertige Ausstattung. Vielmehr zielen alle Komfortlösungen darauf ab, die Leistungsfähigkeit des Fahrers zu fördern und ihn durch eine Vielzahl sorgfältig aufeinander abgestimmter Einzelmaßnahmen umfassend zu entlasten. Bedienkomfort, Ergonomie, Klimatisierung, Geräuschkomfort, Fahreigenschaften und noch viele andere Faktoren beeinflussen die Kondition des Fahrers und damit auch dessen Fähigkeit, das Verkehrsgeschehen im Blick zu behalten. Denn: Nur ein entspannter Fahrer ist auch ein sicherer Fahrer.
Mercedes-Benz erforscht diesen komplexen Sachverhalt seit vielen Jahren unter dem Stichwort „Konditionssicherheit“ und nutzt die Ergebnisse konsequent für die Optimierung seiner Serienfahrzeuge. Resultat: Mercedes-Fahrer bleiben nachweislich länger fit und konzentriert. Beispielhaft für den Fortschritt auf diesem Gebiet stehen die sorgfältig strukturierten, intuitiv zu verstehenden Bedien- und Anzeigekonzepte sowie die intelligenten Fahrerassistenzsysteme, die das Automobil zum mitdenkenden Partner des Menschen am Lenkrad machen.
Design: Formensprache als Brücke zwischen Tradition und Moderne
Mercedes-Benz Design entwickelt sich im Spannungsfeld von Traditionsbewusst­sein und Zukunftsorientierung. Die ästhetische Gestaltung des Automobils wird vom 1909 vorgestellten „Blitzen-Benz“ maßgeblich beeinflusst, denn die innovative Formensprache des Renn- und Rekordwagens folgt erstmals aerodynamischen Erkenntnissen und strahlt gleichzeitig hohe Dynamik aus.
Während maskuline, kraftvoll modellierte Linien die Mercedes-Benz Modelle der 1920er-Jahre prägen, setzt die Gestaltung ab Anfang der 1930er-Jahre allmählich auf weichere, fließende Linien und gerundete Formelemente. Highlights dieser Entwicklung bilden der Typ 500 K von 1934 und sein 1936 eingeführter äußerlich weitgehend identischer Nachfolger 540 K. Mit ihren maßgeschneiderten Formen und den eleganten, fließenden Linien gelten sie als Objekte vollkommener Schönheit.
1953: Aufbruch in die Moderne der Automobilgestaltung
1953 vollzieht Mercedes-Benz mit dem Typ 180 den Schritt in die Moderne. Kennzeichen der Limousine ist das sogenannte Drei-Box-Design – die dritte „Box“ nach Vorbau und Fahrgastzelle ist dabei der Kofferraum. Die selbsttragende
„Ponton“-Karosserie überzeugt nicht nur durch höhere Stabilität und verbesserte Unfall­sicherheit, sie sieht auch deutlich moderner aus. Und gegenüber der klassischen Form mit ausgeformten Kotflügeln, freistehenden Scheinwerfern, Trittbrettern und kurzem hinteren Überhang bieten die „Ponton“-Modelle zudem praktische Vorteile: einen größeren Innenraum, bessere Sichtverhältnisse, einen niedrigeren Luftwiderstandsbeiwert, geringere Windgeräusche und einen deutlich größeren Kofferraum.
Viele herausragende Mercedes-Benz Modelle haben die gestalterische Entwicklung des Automobils nachhaltig beeinflusst. Der oft auch als Design-Ikone bezeichnete Mercedes-Benz 300 SL „Flügeltürer“ verkörpert Rasse und Klasse wie kein anderes Auto seiner Zeit. Er ist bis heute ein hoch begehrter Traumwagen und wird 1999 von einer internationalen Jury von Automobilexperten zum „Sportwagen des Jahrhunderts“ gewählt. Als erstes Mercedes-Benz Straßenfahrzeug trägt der 300 SL eine waagerechte Lufteinlassöffnung mit dem Stern in der Mitte. Diese neue Front prägt alle folgenden SL-Tourensportwagen.
Auch die 1959 eingeführten, im Volksmund „Heckflosse“ genannten Limousinen der Typen 220, 220 S und 220 SE setzen Maßstäbe mit ihrer unnachahmlichen Form, die Funktion und Eleganz vereint: Die gleichermaßen schönen wie beim Einparken hilfreichen Heckflossen, offiziell als Peilstege bezeichnet, und die üppige Rundumsicht antizipieren frühzeitig die gewandelten Kundenerwartungen.
Bewährte Stilelemente kombiniert mit neuen Ideen
Als typenspezifische Ausprägung unverwechselbarer Markenidentität zitieren aktuelle Mercedes-Benz Fahrzeuge häufig stilistische Details aus der Vergangenheit der Marke. Dazu zählt beispielsweise der Hüftschwung der heutigen E-Klasse Familie, den bereits die Ponton-Fahrzeuge der 1950er-Jahre aufwiesen. Oder die Finnen und seitlichen Lüftungsöffnungen des SL, deren Grundform ebenfalls aus den 1950er-Jahren stammt. Diese klassischen Elemente werden jedoch immer neu und zeitgemäß interpretiert; Mercedes-Benz vermeidet somit konsequent modische und tendenziell kurzlebige Retro-Trends. Die Mercedes-Benz Designer unterstreichen vielmehr die Herkunft der Automodelle aus einem traditionsreichen Haus, indem sie bewährte Stilelemente der Marke mit neuen Ideen kombinieren und so das Design kontinuierlich weiterentwickeln.
Mercedes-Benz pflegt eine langfristige Design-Strategie. Sie sorgt dafür, dass ein Mercedes immer als Mercedes erkennbar ist. Dabei achten die Mercedes-Desig­ner auf eine differenzierte Formsprache: Sie kombiniert Elemente, die ein Fahrzeug auf den ersten Blick als Mercedes-Benz erkennen lassen, mit einer eigenen, baureihentypischen Ausprägung der Design-Philosophie, um den Fahrzeugen jeweils einen ganz eigenen Charakter zu geben. So unterscheiden sich die SUV-Modelle klar von den Limousinen, Coupés oder Sportwagen. Das Ergebnis ist eine attraktive Verbindung aus individuellem Erscheinungsbild und unverwechselbarer Markenidentität. Dabei bleibt die Mercedes-Benz Formensprache in jedem Detail lebendig – modern, aber nicht modisch.
Dieser Grundsatz gilt auch für das Interieur-Design und wird bei Mercedes-Benz konsequent umgesetzt. Je nach Charakter des Fahrzeugs werden Materialien,
Formen und Stilelemente baureihen- und typspezifisch entwickelt und ausgeführt – Individualität und harmonische Gesamtwirkung haben auch hier klaren Vorrang vor übergreifender Uniformität. Die für die Designarbeit zunehmend wichtige
Interieurgestaltung trägt heute mehr denn je dazu bei, die Faszination des Schönen über Jahre hinweg lebendig zu halten. Der Innenraum eines Autos wird als Lebensraum verstanden, in dem der Besitzer viel Zeit verbringt.
Markentypische Formensprache von Mercedes-Benz – neu interpretiert
Einen Ausblick auf die künftige Formensprache von Mercedes-Benz eröffnet das Forschungsfahrzeug F800 Style, das Technologieträger und Design-Statement in einem ist. Sein äußeres Erscheinungsbild prägen der lange Radstand, die kurzen Karosserieüberhänge und die sinnlich fließende Dachlinie. Die spannungsvoll ausgeprägte Coupé-ähnliche Seitenansicht und die ausgewogenen Proportionen sorgen für einen stilvoll-sportlichen Auftritt, der die Mercedes-Benz Formensprache weiterentwickelt.
Raum für kreatives Denken
Beim Erfinder des Automobils wird Kreativität seit 125 Jahren großgeschrieben. Deutsche Ingenieurskunst und schwäbisches „Tüftlertalent“ haben eine Marken-Ikone von Weltrang geschaffen. Das Unternehmen fördert Kreativität, indem es Raum für freies Denken und Arbeiten schafft. Damit ist sichergestellt, dass die Quelle der Innovationskraft nie versiegt.
Um den Innovationsvorsprung zu wahren, hat das Unternehmen ein weltweites Wissensnetzwerk etabliert, in dem Mitarbeiter aus dem Bereich Forschung und Entwicklung ihr Know-how aus unterschiedlichsten Disziplinen einbringen. Im vorigen Jahr war das Unternehmen so einmal mehr der Premium-Autohersteller mit den meisten Patent-Erstanmeldungen. Mehr als die Hälfte der insgesamt 2.070 angemeldeten Neuentwicklungen entfallen auf „grüne“ Technologien, davon allein 720 im Bereich Antriebsstrang (35 Prozent). Große Fortschritte wurden vor allem bei der Energieeffizienz, der Abgasnachbehandlung sowie der Brennstoffzellen- und der Batterietechnik erzielt. Mit weiterhin umfangreichen Investitionen in Forschung und Entwicklung schafft das Unternehmen die Voraussetzungen dafür, das hohe Innovationsniveau auf lange Sicht weiter ausbauen zu können.
Mercedes-Benz: Die wertvollste Luxusmarke der Welt
Dank seiner konsequenten Innovationsstrategie belegt Mercedes-Benz im Rankingder wertvollsten Marken der Welt eine Spitzenposition. Das belegen aktuelle internationale Studien aus diesem Jahr, die die Ausnahmestellung der Marke mit dem Stern gleich dreifach untermauern: Als „wertvollste deutsche Marke“, als „wertvollste Premium-Automobilmarke der Welt“ und als generell „wertvollste Luxus-Marke der Welt“.
„Das Beste oder nichts“ – früher, heute und in Zukunft
Von Carl Benz stammt der Satz: „Die Liebe zum Erfinden hört niemals auf.“ Und Gottlieb Daimler formulierte seine berühmte Maxime „Das Beste oder nichts“. Diesen Leitmotiven folgt Mercedes-Benz seit nunmehr fast 125 Jahren. Als eine der wichtigsten Triebfedern ist der Innovationsgeist fest in unserer Unternehmenskultur verankert – immer mit dem Ziel, individuelle Mobilität auch für künftige Generationen zu sichern und den Kunden das jeweils optimale Fahrzeug für ihren persönlichen Bedarf zu bieten. Basis für diese Innovationskraft bildet die systematische Forschungsarbeit von Mercedes-Benz, die zu Beginn der 1970er-Jahre in der offiziellen Gründung eines eigenen Forschungsbereichs mündete. Heute kann Mercedes-Benz auf ein globales Wissensnetzwerk mit weltweit rund 19.000 Forschern und Entwicklern zurückgreifen – ein interdisziplinärer „Think Tank“, voller Pioniergeist, Kompetenz und Motivation, um auch in Zukunft die besten Autos der Welt zu bauen.
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