Die Entwicklung der Mercedes-Benz A-Klasse: Das Design
Stuttgart
11.04.2012
Interview: Mark Fetherston, Designer A-Klasse - „Die A-Klasse beendet die Langeweile im Segment“
Mark Fetherston (35) erwarb 1999 seinen Abschluss als Transport Designer an der Coventry University und arbeitet seither bei Mercedes-Benz. Zuletzt arbeitete er am Design des Supersportwagens SLS AMG.
Herr Fetherston, mussten Sie intern besonders große Widerstände überwinden,
um das expressive und emotionale Design der neuen A-Klasse, das ja doch mit einigen Vorurteilen gegenüber der Marke bricht, in die Serie umzusetzen?
Fetherston: Ganz ehrlich – am Anfang hätte ich nicht gedacht, dass wir bei Mercedes uns trauen, so ein Auto zu bauen. Aber der Vorstand hat uns bei der Gestaltung der A-Klasse enorme Freiheiten gegeben. Ja, er hat uns sogar ermuntert, noch progressiver zu werden.
Wenn Sie so deutliches Neuland betreten – was macht die neue A-Klasse dann überhaupt zu einem echten Mercedes?
Fetherston: Typisch Mercedes ist das Skulpturhafte der A-Klasse Form. Das unterscheidet Mercedes-Benz traditionell von anderen Marken. Die Skulptur der A-Klasse haben wir von Hand aus Ton geformt – das geht nicht am Computer. Schauen Sie sich als Beispiel die muskulöse Ausformung über der Hinterachse an. Die Charakterlinien speziell in den Seiten geben dieser Skulptur dann Struktur und Spannung. Dabei ist die Dropping Line der elegante Link zur Mercedes-Heritage, die hochgezogene Schwellerlinie sorgt für Dynamik. Die A-Klasse ist ein klares Statement zur Dynamik der Marke Mercedes-Benz.
Zuletzt haben Sie den modernen Flügeltürer SLS AMG entworfen. Was ist schwieriger zu gestalten – ein Supersportwagen oder ein kompakter Mercedes?
Fetherston: Ein Supersportwagen ist hinsichtlich Dynamik einfacher zu designen – denn seine Proportionen sind per se schon dynamisch. Aber gerade deshalb hat die Herausforderung, die sportliche Dynamik von Mercedes-Benz in der Kompaktklasse umzusetzen, unheimlich viel Spaß gemacht.
Und was diente Ihnen außer dem Supersportler SLS noch als Inspiration in der ersten Designphase?
Fetherston: Die Natur ist eine ganz wichtige Inspirationsquelle, wie der Wind zum Beispiel Dünen zu einer Skulptur formt – großartig. Tolle Formen kann man auch in Winterlandschaften beobachten. Außerdem liebe ich Flugzeuge. Eines der tollsten Designs aller Zeiten ist die Concorde – Aerodynamik pur. Und auch wenn es ein wenig nach einem Klischee klingt - wenn man die A‑Klasse von vorn anschaut, da kann man an eine Wildkatze denken, einen Löwen oder Gepard. Aggressiv und geschmeidig.
Uns ist bei der ersten Begegnung mit der A-Klasse ein anderer Vergleich eingefallen: Die neue A-Klasse wirkt im Kompaktsegment wie das Gesicht in der Menge…
Fetherston (lacht): „Ja, in dieser Fahrzeugklasse ist kein Auto so progressiv. Die A-Klasse beendet die Langeweile im Segment.
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