Mercedes-Benz Forschungsfahrzeug F 125!
Stuttgart
13.09.2011
Konsequenter Transfer von der Forschung in die Serie
Seit Anfang der Achtzigerjahre hat Mercedes-Benz 14 Forschungsfahrzeuge vorgestellt. Die Serie dieser faszinierenden und wegweisenden Automobile – vom Auto 2000 des Jahres 1981 bis zum aktuellen F 125! – unterstreicht, wie konsequent und vorausschauend die Ingenieure von Mercedes-Benz Kernthemen aus Forschung und Technologie in innovative Lösungen für die Zukunft umsetzen. Viele Systeme aus Forschungsfahrzeugen, die vor Jahren als revolutionär galten, sind heute bei Mercedes-Benz im Serieneinsatz. Dazu gehört beispielsweise der weiterentwickelte Brennstoffzellenantrieb. Er wurde im Oktober 2005 im F 600 HYGENIUS realisiert und hatte Ende 2009 in der B-Klasse F-CELL Serienpremiere.
Der F 125! setzt diesen Kurs fort. Wie seine Vorgänger weist er mit bedeutenden Innovationen bei Antriebs-, Komfort- und Sicherheitstechnik sowie seinem avantgardistischen Design den Weg in die Serienproduktion von künftigen Mercedes-Benz Automobilen, die Faszination und Verantwortung, auch über das Jahr 2025 hinaus, auf überzeugende Weise verbinden.
Auf dem Weg zur emissionsfreien Mobilität
Der Anspruch von Mercedes-Benz ist es, jedem Kunden ein Fahrzeug anzubieten, das genau auf seine Bedürfnisse zugeschnitten ist. Deshalb ist die Mercedes-Benz Roadmap zur nachhaltigen Mobilität in drei Handlungsfelder gegliedert:
  • 1. Optimierte Fahrzeuge mit sauberen und effizienten Verbrennungsmotoren
  • 2. Weitere Effizienzsteigerung durch Hybridisierung
  • 3. Emissionsfreies Fahren mit Elektrofahrzeugen mit Brennstoffzelle
    und Batterie
Mit dem Forschungsfahrzeug F 125! zeigt Mercedes-Benz, dass sich der Elektroantrieb bei entsprechender Konfiguration auch für große und luxuriöse Automobile eignet. Die Brennstoffzelle erweist sich hier als aussichtsreichste Option, da sie bestmögliche Umweltverträglichkeit gewährleistet und gleichzeitig die hohen Anforderungen der Mercedes-Kunden an souveräne Leistung und Fahrspaß erfüllt.
Die Brennstoffzelle: Ein wichtiger Motor für die Mobilität von morgen
Ihre Leistungsfähigkeit und Alltagstauglichkeit hat die Brennstoffzellen-Technologie von Mercedes-Benz im Rahmen des erfolgreichen F-CELL World Drive unter Beweis gestellt. Ihre Vorteile - große Reichweiten, kurze Tankzeiten, null Emissionen – sind offenkundig.
Allerdings gilt auch hier, wie bei jedem neuen Antriebssystem, die Devise: Alternative Antriebe brauchen alternative Infrastrukturen. Im Fall der Brennstoffzelle sind es Wasserstoff-Tankstellen. Deshalb engagiert sich Mercedes-Benz als Erfinder des Automobils zusammen mit Partnern aus Wirtschaft und Politik für den Aufbau einer entsprechenden flächendeckenden Infrastruktur.
Jüngstes Beispiel dafür: Gemeinsam mit dem Technologiekonzern The Linde Group treibt der Stuttgarter Automobilhersteller Daimler den Infrastruktur-aufbau für wasserstoffbetriebene Brennstoffzellen-Fahrzeuge weiter voran. Die beiden Unternehmen werden in den kommenden drei Jahren 20 zusätzliche Wasserstoff-Tankstellen in Deutschland errichten und damit die Versorgung der stetig wachsenden Anzahl von Brennstoffzellen-Fahrzeugen mit ausschließlich regenerativ erzeugtem Wasserstoff sicherstellen.
Die Initiative bildet einen Brückenschlag zu den bestehenden Infrastrukturprojekten H2-Mobility und Clean Energy Partnership, die über das Nationale Innovationsprogramm Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NIP) gefördert werden. Damit nimmt Deutschland bei der Wasserstoff-Infrastruktur im internationalen Vergleich die Spitzenposition ein.
Mobilität der Zukunft – Utopien, die das Morgen formen
Den Weg zur Automobilität haben Visionäre und Utopisten geebnet. Die ersten „Gehversuche“ fanden am Ende des 19. Jahrhunderts statt – in einem technologischen Umfeld, in dem die Dampfmaschine die Welt der Krafterzeugung beherrschte. Mit der Dampfeisenbahn kam diese Maschine in Bewegung, Gleise wurden überall verlegt. Alleine der Gedanke an einen kleinen, schnell laufenden Verbrennungsmotor, der - in kutschenartigen Fahrzeugen verbaut - individuelle, einfache und komfortable Mobilität jenseits der Gleise ermöglichen sollte, galt damals als geradezu blasphemisch.
Tatsächlich sprachen zunächst alle Indikatoren dagegen. England, der damals führende Industriestaat, war gänzlich auf Dampf ausgerichtet. Paris, die zweite Hochburg der Ingenieurskunst, litt unter politischen Unruhen. Auch in anderen, für damalige Verhältnisse hochentwickelten Industrienationen waren die Rahmenbedingungen für visionäre Ingenieure und Utopisten wie Carl Benz, Gottlieb Daimler, Wilhelm Maybach oder Rudolf Diesel alles andere als ideal. Sie ließen sich dennoch nicht bremsen. Mit dem F 125! knüpft Mercedes-Benz jetzt einmal mehr an diesen Pioniergeist an.
F 125! –Konkreter Ausblick auf die Vision vom emissionsfreien Fahren
Beim neuen Mercedes-Benz Forschungsfahrzeug nimmt die Vision vom emissionsfreien Fahren mit großen, luxuriösen Automobilen konkrete Gestalt an. Der F 125! zeigt: Die Mobilität der Zukunft ist emissionsfrei und nachhaltig, komfortabel und ästhetisch besonders ansprechend. Er vermittelt technische und formale Innovation und ebnet den Weg in eine Gesellschaft, die ohne fossile Brennstoffe auskommt.
Natürlich steht in einer Vision zukünftiger Mobilität das Fahrzeug nicht für sich als Einzellösung da. Zu einem Gesamtbild gehören zivilisatorische Anstrengungen, die in Richtung einer „Circular Economy“ nach dem Vorbild der Natur gehen. Die in Deutschland und vielen anderen Ländern diskutierte und zum Teil eingeleitete Energiewende setzt dazu ein weitreichendes Signal.
Weitere Voraussetzungen von Effizienz und Komfort zukünftiger Mobilität werden aktuell schon durch die dichte Vernetzung der Internetmedien geschaffen. Neben der Cloud als jederzeit erreichbarer, ortsunabhängiger Datenwolke ist das „Internet of Things“, die Vernetzung aller gegenständlichen Dinge, der nächste große Schritt. Im F 125! wird durch die Einbindung in das Netz der Daten und die erweiterten intelligenten Assistenzsysteme schon ein Hinweis auf die Verschmelzung von Komfort und Sicherheit gegeben.
Die Mobilität von morgen: Weniger Stress, mehr Fahrspaß
In Zukunftsvisionen von Mobilität sind die Grenzen zwischen den Verkehrsteilnehmern aufgehoben, Verkehrszeichen fast unnötig. Nach dem Bild von Fischschwärmen oder dem Flug von Vögeln werden Zusammenstösse durch Information vermieden, die Effizienz steigt, der Platzverbrauch für Infrastruktur wird geringer, die Mobilität wird stressfreier. Viele sehr angenehme Nebeneffekte emissionsfreier Fahrzeuge kommen noch hinzu und werden unsere Welt verändern. Dicht befahrene Boulevards in den Städten werden wieder attraktiv zum Wohnen und Einkaufen, da Lärm und Abgas verschwinden. Umgehungsstraßen werden rückgebaut. Die heutige strikte Trennung von Wohnen und Erholung sowie Verkehrsfläche wird sich auflösen. Neue, revolutionäre Architektur wird im Städtebau ermöglicht.
Zu all diesen Utopien leistet der F 125! einen gegenständlichen Beitrag. Nicht zu vergessen: Fahrspaß bietet er auch.
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