Der Mercedes-Benz SLS AMG GT3 beendete sein erstes 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring mit den Plätzen sechs und sieben. Beim 39. ADAC Zurich 24h Rennen erzielten Kenneth Heyer/Thomas Jäger/Jeroen Bleekemolen/Jan Seyffarth im Flügeltürer von Black Falcon mit Rang sechs das beste Ergebnis für den SLS AMG GT3. Dahinter folgte Heico Motorsport, das mit den Fahrern Lance David Arnold/Alexander Margaritis/Christopher Brück/Christiaan Frankenhout 18 Stunden lang auf Podiumskurs gefahren war und den GT3-Klassensieg vor Augen hatte, aber nach 150 der insgesamt 156 Runden auf Rang sieben zurückfiel. Mit einer sehr guten Leistung im Qualifying waren drei der seriennahen Flügeltürer in die ersten drei Startreihen gefahren und hatten das hohe Performance-Potenzial des Serien-Supersportwagens SLS AMG unterstrichen.
Das 24-Stunden-Rennen auf Nordschleife und Grand-Prix-Strecke war einer der Höhepunkte im Kundensportprogramm von Mercedes-AMG. Acht Flügeltürer, basierend auf dem Serienfahrzeug Mercedes-Benz SLS AMG, die alle von Privatteams eingesetzt wurden, hatten am Samstag um 16 Uhr das Rennen zweimal rund um die Uhr aufgenommen. Chris Mamerow/Armin Hahne/Pierre Kaffer im Flügeltürer von Mamerow Racing starteten nach einer sehr guten Qualifyingleistung aus der ersten Startreihe.
Von Beginn an entwickelte sich auf abtrocknender Strecke ein spannendes Rennen. Chris Mamerow übernahm in der ersten Runde die Führung, gefolgt von Lance David Arnold im SLS AMG GT3 von Heico Motorsport. Thomas Jäger in einem Flügeltürer von Black Falcon folgte auf Platz vier. Am Ende des zweiten Durchgangs kamen die Spitzenreiter zum Wechsel auf Trockenreifen an die Box. Nach dem ersten Rennviertel um 22 Uhr hatten sich drei Mercedes-Benz SLS AMG GT3 in der Spitzengruppe etabliert, die nach sieben Stunden eine Dreifachführung hielten: Mamerow Racing vor Black Falcon und Heico Motorsport.
Um 23:43 Uhr fiel das Mamerow Racing Auto, zu diesem Zeitpunkt gefahren von Armin Hahne, ohne eigene Schuld nach einer Kollision mit einem langsameren Konkurrenten im Bereich Hohe Acht aus. Immer wieder begann es in einigen Streckenabschnitten leicht zu regnen. Kurz vor „Halbzeit“ des Rennens war bei diesen widrigen Bedingungen der Black Falcon Flügeltürer Nummer 22 das schnellste Auto im Feld.
Um 8 Uhr morgens, nach zwei Dritteln des Rennens, lagen Lance David Arnold/Alexander Margaritis/Christopher Brück/Christiaan Frankenhout im SLS AMG GT3 von Heico Motorsport auf Platz drei. Kenneth Heyer/Thomas Jäger/Jeroen Bleekemolen/Jan Seyffarth waren Achte und ihre Black Falcon Teamkollegen Vimal Mehta/Sean Patrick Breslin/Sean Paul Breslin/Stephan Rösler fuhren auf Rang 13.
Bernd Schneider, fünfmaliger DTM-Champion und seit Beendigung seiner DTM-Karriere Markenbotschafter sowie Testfahrer für Mercedes-AMG, der auch an der Entwicklung des SLS AMG GT3 beteiligt war: „Unsere Kundenteams hatten sich optimal auf das 24-Stunden-Rennen vorbereitet, was sich bereits im Qualifying zeigte. Drei Flügeltürer unter den top Sechs der Startaufstellung ließen auf einen Podiumsplatz hoffen. Am Ende zeigte sich jedoch, dass das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring seine eigenen Gesetze hat. Besonders hart traf es die Mamerow-Mannschaft, die in Führung liegend ohne eigene Schuld durch einen Unfall ausfiel, und Heico Motorsport, die auf dem dritten Platz liegend 40 Minuten vor Schluss noch zurückfielen. So ist Motorsport eben. Immerhin - der auf Basis des Serienautos entwickelte Flügeltürer war das ganze Wochenende über bei den Schnellsten, und das will in diesem hochkarätig besetzten Starterfeld viel heißen.“
Die Ergebnisse der AMG Kundenteams im Detail:
Black Falcon, Startnr. 22, Kenneth Heyer/Thomas Jäger/Jeroen Bleekemolen/Jan Seyffarth: Startplatz drei und damit zweitbester SLS AMG GT3 im Qualifying. Von Anfang an in der Spitzengruppe, kam das Auto um 23:10 Uhr mit einem Leck im Schlauch der Servolenkung an die Box. Nach 19-minütiger Reparatur nahm das Team das Rennen wieder auf. Die Mannschaft belegte am Ende Rang sechs.
Heico Motorsport, Startnr. 32, Lance David Arnold/Alexander Margaritis/Christopher Brück/Christiaan Frankenhout: Von Startplatz sechs ins Rennen gegangen. Um 4:45 Uhr wurde der SLS AMG GT3 während einer Gelbphase von einem anderen Auto hinten getroffen. Dadurch fuhr das Auto fast die gesamte zweite Rennhäfte ohne Heckdiffusor, wodurch sich auch der Reifenverschleiß erhöhte. 40 Minuten vor dem Ziel kam das Auto außerplanmäßig an die Box, um einen Schadens an der Radführung hinten links reparieren zu lassen und fiel vom dritten auf den siebten Platz zurück.
Black Falcon, Startnr. 21, Vimal Mehta/Sean Patrick Breslin/Sean Paul Breslin/Stephan Rösler: Fuhren von Startplatz 31 auf Rang elf im Ziel vor.
ROWE RACING, Startnr. 46, Michael Zehe/Dominik Schwager/Klaus Rader/Mark Bulitt: Startplatz 22. Um 18:30 Uhr kollidierte Klaus Rader im Bereich Wippermann mit einem anderen Fahrzeug. Er fuhr mit Aufhängungsschaden an die Box zur Reparatur. Am Ende belegte das Team Platz 17.
Black Falcon, Startnr. 20, Andrii Lebed/Hannes Plesse/Maik Rosenberg/Ralf Schall: Startplatz 21. Um 23:16 Uhr hatte das Auto – Fahrer: Hannes Plesse – einen Unfall im Streckenabschnitt Brünnchen. Mit einem dreistündigen Zeitverlust konnte das Team das Rennen forsetzen und belegte zum Schluss Platz 51.
Race&Event, Startnr. 24, Heinz Schmersal/Christoph Koslowski/Eckhard Geulen/Klaus-Dieter Frers: Platz 48 im Qualifying. Um 1:35 Uhr fielen sie nach einer Kollision mit einem anderen Fahrzeug aus.
ROWE RACING, Startnr. 36, Alexander Roloff/Roland Rehfeld/Hubert Haupt/Marco Schelpp: Nach Platz 13 im Qualifying wurde das Fahrzeug in Runde vier wegen eines Aufhängungsschadens hinten links im Bereich Pflanzgarten von der Strecke gezogen. Nach Reparatur konnte das Team sein Rennen fortsetzen. Nach einem Unfall im Bereich Bergwerk um 4:39 Uhr war das Rennen für Alexander Roloff/Roland Rehfeld/Hubert Haupt/Marco Schelpp beendet.
Mamerow Racing, Startnr. 30, Chris Mamerow/Armin Hahne/Pierre Kaffer: Bester Flügeltürer im Qualifying mit Startplatz zwei. Um 23:43 Uhr wegen eines Unfalls in Führung liegend ausgefallen.