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Lokal emissionsfreies Fahren und souveräne Fahrleistungen mit
Plug-in-Hybrid oder alternativ mit Brennstoffzellen-Elektroantrieb
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Flexible Multiantriebsplattform mit optimierten Crash-Eigenschaften
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Neues Anzeigekonzept mit Fokus auf elektrische Antriebe
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HMI mit Cam-Touch-Pad für intuitive und sichere Bedienung
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Noch mehr aktive Sicherheit und Komfort: DISTRONIC PLUS mit neuem Staufolgefahrassistenten
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Noch mehr passive Sicherheit: PRE-SAFE 360°
Künftig gilt es mehr denn je, Mobilität und Umweltschutz in Einklang zu bringen. Die Weltbevölkerung wird weiter wachsen, insbesondere in den Ballungszentren. Damit nimmt auch der Mobilitätsbedarf und folglich die Verkehrsdichte zu. Laut aktuellen Studien wird sich der globale Automobilbestand bis zum Jahr 2030 auf rund 1,8 Milliarden Fahrzeuge verdoppeln. Als Erfinder des Automobils übernimmt Mercedes-Benz auch die Verantwortung für dessen Weiterentwicklung – dies mit Blick auf effiziente und saubere Antriebslösungen ohne Verzicht auf Komfort, Sicherheit, Funktionalität und Fahrspaß.
Dabei beschränkt sich die Forschungs- und Entwicklungsarbeit der Mercedes-Ingenieure keineswegs auf aktuelle Kundenwünsche und gesetzliche Vorgaben. Darüber hinaus werden langfristige Trends – im technologischen Bereich ebenso wie auf sozialer und kultureller Ebene – auf wissenschaftlicher Basis ermittelt und gezielt für die Automobilentwicklung adaptiert. Systematische und zielorientierte Zukunftsforschung bildet somit eine wesentliche Grundlage für die Innovationskraft von Mercedes-Benz, die in Forschungsfahrzeugen mit dem Stern konkrete Gestalt annimmt.
In seinen Forschungsfahrzeugen realisiert Mercedes-Benz richtungweisende Konzepte und setzt damit seit Jahrzehnten Trends für die Zukunft. Jüngstes Beispiel dafür ist der F 800 Style. Er verfügt über zahlreiche technische Innovationen, die bereits einen seriennahen oder sogar serientauglichen Entwicklungsstand aufweisen. Beispielhaft dafür stehen die alternativ verwendbaren Antriebe auf Basis der Plug-in-Hybrid- und der Brennstoffzellentechnologie.
Multiantriebsplattform für zwei unterschiedliche Antriebskonzepte
Der F 800 Style ist dank seiner flexiblen Multiantriebsplattform für den Einsatz von unterschiedlichen alternativen Antriebssystemen geeignet. Beispielhaft wird dies durch zwei technisch eigenständige Varianten demonstriert:
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Als Plug-in-Hybrid ermöglicht der F 800 Style lokal emissionsfreies elektrisches Fahren im urbanen Verkehr. Auf Langstrecken sorgt ein vom Hybridmodul unterstützter Ottomotor mit Benzindirekteinspritzung der neuesten Generation für souveränen und effizienten Fahrspaß
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Bei der F-CELL Variante ermöglicht eine Brennstoffzelle mit Wasserstoff als Energieträger lokal emissionsfreies Fahren mit Elektroantrieb. Die einzige Emission von Elektroautos mit Brennstoffzelle ist Wasserdampf
„Hybrid- und Elektronantriebe mit Brennstoffzelle sind zwei wichtige Bausteine unseres breit aufgefächerten Antriebsportfolios, mit dem wir weltweit alle Kundenanforderungen an die Mobilität von heute, morgen und übermorgen erfüllen können“, so Dr. Thomas Weber, Mitglied des Vorstands der Daimler AG, verantwortlich für Konzernforschung und Entwicklung Mercedes-Benz Cars. „Unser Weg in die nachhaltige Mobilität ist dreispurig ausgebaut – das Spektrum umfasst die Optimierung von Fahrzeugen mit modernsten Verbrennungsmotoren, die weitere Effizienzsteigerung durch maßgeschneiderte Hybridisierung sowie das lokal emissionsfreie Fahren mit Brennstoffzellen- oder Batteriefahrzeugen.“
F 800 Style mit Plug-in-Hybrid: Dreiliterauto im Sportdress
Mercedes-Benz setzt mit dem F 800 Style neue Maßstäbe für künftige nachhaltige Mobilität. Dank eines leistungs- und drehmomentstarken Hybridmoduls fährt der F 800 Style Plug-in HYBRID in der Stadt fast ausschließlich rein elektrisch und damit ohne lokale Emissionen. Ein hohes Drehmoment schon aus dem Stand heraus sorgt auch im Elektromodus für Fahrleistungen auf dem Niveau eines V6-Benzinmotors. Die elektrische Reichweite beträgt bis zu 30 Kilometer. Durch den effizienten Antrieb und einen CO2-Bonus für den batterieelektrischen Fahrbetrieb erreicht der F 800 mit Plug-in-Hybrid einen zertifizierten Verbrauch von lediglich 2,9 Liter Benzin auf 100 Kilometern. Daraus resultiert ein extrem niedriger CO2-Ausstoß von nur 68 Gramm pro Kilometer. Dank seiner hervorragenden Effizienz erzielt der F 800 Style mit Plug-in-Hybrid dennoch Fahrleistungen auf gehobenem Sportwagenniveau. In lediglich 4,8 Sekunden beschleunigt er auf 100 km/h und ist maximal 250 km/h schnell (elektronisch abgeregelt). „Damit ist der F 800 Style das erste Dreiliterauto, das derart sportliche Akzente setzt und gleichzeitig Platz für fünf Passagiere bietet“, so Dr. Weber. Der Antrieb besteht aus einem rund 220 kW (300 PS) starken V6-Benziner mit Direkteinspritzung der nächsten Generation und einem Hybridmodul mit rund 80 kW (109 PS) Leistung, sodass rund 300 kW (409 PS) Gesamtleistung zur Verfügung stehen. Die Lithium-Ionen-Batterie mit einer Speicherkapazität >10 kWh lässt sich an Ladestationen oder einer Haushaltssteckdose aufladen.
Dank des leistungsstarken Elektroantriebs kann der F 800 Style bis zu einer
Geschwindigkeit von 120 km/h rein elektrisch fahren. Damit deckt die lokal emissionsfreie und geräuscharme Elektrotraktion den gesamten städtischen und den größten Teil des Überlandverkehrs ab. Der Aktionsradius im Elektromodus beträgt bis zu 30 Kilometer. Extreme Effizienz zeichnet auch den neuen 3,5-Liter-Benziner aus. Der V6-Motor verfügt über eine innovative strahlgeführte Benzindirekteinspritzung mit hochpräzisen Piezo-Injektoren. Dank der hohen Effizienz des Antriebs genügt beim F 800 Style mit Plug-in-Hybrid ein Tankvolumen von 45 Litern für eine hohe Gesamtreichweite von rund 700 Kilometern.
Vielseitiger Hybrid-Systembaukasten
Die elektrischen Antriebskomponenten des F 800 Style mit Plug-in-Hybrid belegen einmal mehr die Vielseitigkeit des intelligenten, weit skalierbaren modularen Hybrid-Systembaukastens von Mercedes-Benz, der in puncto Leistung und Einsatzspektrum vielfältige Ausbaumöglichkeiten bietet: Hybridmodule verschiedener Leistungsstufen und Batterien mit entsprechender Kapazität können mit den volumenstärksten Benzin- und Dieselmotoren von Mercedes kombiniert werden. Alle Hybridmodule sind mit dem Automatikgetriebe 7G-TRONIC kompatibel.
Auf dieser Basis können sämtliche Varianten des Hybridantriebs realisiert werden: vom Mildhybriden bis hin zum Hybriden, der zusätzlich zu den Boost-, Start/Stopp- und Rekuperationsfunktionen auch rein elektrisches Fahren ermöglicht. Eine weitere Option ist der im F 800 Style eingesetzte Plug-in-Hybrid, der in ähnlicher Form auch bereits in der Vision S 500 Plug-in HYBRID im Rahmen der IAA 2009 vorgestellt wurde. Bei dieser besonders leistungsfähigen Variante des Mercedes-Hybridantriebs kann die Batterie zwecks Steigerung der „elektrischen“ Reichweite zusätzlich an der Steckdose aufgeladen werden.
Konstruktiv unterscheidet sich das Hybridmodul des F 800 Style mit rund 80 kW Leistung nur unwesentlich von der 44 kW starken Variante der Vision S 500 Plug-in HYBRID. Während die Lithium-Ionen-Batterie bei der Vision S 500 Plug-in HYBRID hinter den Rücksitzen platziert war, sitzt der Stromspeicher beim F 800 Style nun unter der Rücksitzbank. Die Einbaulage gewährleistet bestmögliche Crash-Sicherheit, gute Fahrdynamik dank niedrigem Fahrzeugschwerpunkt sowie uneingeschränktes Platzangebot im Fahrzeuginnenraum. Der 45 Liter fassende Benzintank ist – ebenfalls crashsicher und platzsparend – hinter der Rücksitzlehne montiert. Daraus resultiert ein großzügiges Kofferraumvolumen von 440 Litern. Beim F 800 Style mit Plug-in-Hybrid haben die Mercedes-Ingenieure besonderes Augenmerk auf die Weiterentwicklung des rein elektrischen Fahrens im urbanen Verkehr gelegt. Ergebnis: Durch die hohen Leistungsreserven bewältigt der F 800 Style alle Arten von Stadtverkehr im E-Modus extrem souverän und lokal emissionsfrei.
Trennkupplung vermeidet Motorschleppverluste
Ein systemspezifisches Merkmal des vom S 500 Plug-in HYBRID bekannten Hybridkonzepts ist die Kupplung, die zwischen Verbrennungs- und Elektromotor integriert ist. Sie entkoppelt die beiden Aggregate bei rein elektrischer Fahrt voneinander, sodass im Elektromodus für höchste Effizienz ohne Motorschleppverluste gesorgt ist. Dank vollständiger Integration ins Wandlergehäuse der Siebenstufenautomatik 7G-TRONIC beansprucht die Trennkupplung keinen zusätzlichen Einbauraum.
Im F 800 Style mit Plug-in-Hybrid kommt eine Antriebsbatterie auf Basis der Lithium-Ionen-Technologie zum Einsatz. Sie wird über einen eigenen Wasserkreislauf gekühlt, der an die Klimaanlage des Forschungsfahrzeugs angeschlossen ist und die Kühlung des Akkus innerhalb eines optimalen Temperaturfensters gewährleistet. Die Plug-in-Batterie des F 800 Style kann sowohl an Ladestationen als auch über eine Haushaltssteckdose aufgeladen werden. Damit ist der F 800 Style ein vollwertiges Elektroauto. Die Ladesteckdose am Fahrzeug ist von Leuchtelementen eingefasst, die den Ladezustand der Batterie anzeigen. Ein langsam pulsierendes Leuchten signalisiert den aktiven Ladevorgang, ein konstantes Dauerleuchten bedeutet, dass die Batterie vollgeladen ist.
Leistungsstarkes Hybridmodul: Elektromobilität nicht nur in der Innenstadt
Die Hochleistungsbatterie mit einer Speicherkapazität >10 kWh und das rund 80 kW/109 PS starke Hybridmodul ermöglichen dem F 800 Style rein elektrisches Fahren bis zu einer Geschwindigkeit von 120 km/h, was für Fahrten in der Stadt sowie im Überlandverkehr mehr als ausreichend ist. Das hohe Drehmoment steht bereits ab der ersten Umdrehung des Elektromotors zur Verfügung und verleiht dem F 800 Style einen beeindruckenden Auftritt – er ist damit dynamisch und souverän unterwegs, gleichzeitig hocheffizient, lokal emissionsfrei und beinahe geräuschlos.
Bei schnellerer Fahrt oder wenn die Batteriereichweite von ca. 30 Kilometern erlangt ist, wird der Benzinmotor automatisch zugeschaltet. Die Fahrzeugelektronik synchronisiert dabei die Drehzahl von Verbrennungsmotor und Hybridmodul, sodass das Schließen der Kupplung völlig ruckfrei und unmerklich für den Fahrer geschieht. Das ausgefeilte Zusammenspiel mit dem Verbrennungsmotor ermöglicht zahlreiche Zusatzfunktionen, die den Kraftstoffverbrauch, die Emissionen und die Agilität gleichermaßen positiv beeinflussen.
Neben einer ECO Start-Stopp-Funktion ist dies unter anderem der sogenannte „Boost“-Effekt, durch den der Elektromotor den Verbrennungsmotor in der Beschleunigungs-phase kraftvoll unterstützt. Den Energievorrat der Batterie frischt das Hybridmodul während der Fahrt auf: durch die sogenannte Rekuperation, die Nutzung der Bremsenergie. Die Trennkupplung wirkt auch dabei effizienzsteigernd, da sie die volle Rekuperationsleistung ohne Motorschleppverluste ermöglicht.
Effizienter Benziner mit strahlgeführter Piezo-Direkteinspritzung
Mit rund 220 kW (300 PS) Leistung unterstreicht der V6-Benziner den sportlichen Charakter des F 800 Style. Dank strahlgeführter Direkteinspritzung mit hochpräzisen Piezo-Injektoren arbeitet er besonders effizient. Die strahlgeführte Benzindirekt-einspritzung, die Mercedes-Benz 2006 als erste Automobilmarke in Serie brachte, ermöglicht durch einen höheren thermodynamischen Wirkungsgrad eine bessere Kraftstoffausnutzung und damit einen verminderten Kraftstoffverbrauch. Den entscheidenden Vorteil bietet der sogenannte Schichtmodus, wenn der Motor mit hohem Luftüberschuss und damit sehr verbrauchsgünstig arbeitet.
Dieser vorteilhafte „Magerbetrieb“ ist beim Mercedes-Direkteinspritzer in einem erweiterten Drehzahl- und Lastbereich möglich, weil das Brennverfahren konsequent weiterentwickelt wurde. Zudem werden die Brennräume bei jedem Arbeitstakt in Sekundenbruchteilen mehrmals hintereinander mit Kraftstoff versorgt. Gemischbildung, Verbrennung und Verbrauch konnten auf diese Weise weiter verbessert werden.
Fahrspaß ohne Schadstoffemissionen: F 800 Style mit Elektroantrieb auf Basis der Brennstoffzellentechnik
Auch als Variante mit einem Elektroantrieb auf Basis der Brennstoffzellentechnologie bietet der F 800 Style dank seiner intelligenten Auslegung Fahrspaß und Fahrdynamik sowie Platz für bis zu fünf Personen: Der rund 100 kW (136 PS) starke Elektromotor entwickelt ein souveränes Drehmoment von rund 290 Nm. Den Fahrstrom erzeugt die Brennstoffzelle emissionsfrei aus einer chemischen Reaktion von Wasserstoff und Sauerstoff an Bord; dabei entsteht lediglich reiner Wasserdampf.
Schon seit 1994 erforscht der Stuttgarter Automobilhersteller den Einsatz des Elektroantriebs mit Brennstoffzelle im Automobil und verfügt damit über herausragendes Know-how auf diesem Gebiet. Mit der neuen B-Klasse F-CELL hat Mercedes-Benz bereits das erste unter Serienbedingungen gefertigte Fahrzeug mit Brennstoffzellenantrieb vorgestellt. 2010 gehen die ersten Fahrzeuge der Kleinserie in Kundenhand über.
Wie bei der Hybridantriebstechnik haben die Mercedes-Ingenieure auch für Fahrzeuge mit Batterie- und Brennstoffzellenantrieb einen modularen Systembaukasten entwickelt. Dieser ermöglicht den effizienten Einsatz von Gleichteilen in allen Elektrofahrzeugen, von dem Elektromotor und dem Getriebe über die Batterie und das Hochvolt-Sicherheitskonzept bis hin zu Hochvoltverkabelung und Softwaremodulen. Bei F-CELL Fahrzeugen lassen sich spezifische Komponenten wie die Stacks für ganz unterschiedliche Fahrzeuge nutzen. Die im F 800 Style eingesetzte Brennstoffzelle und der Elektromotor kommen beispielsweise auch in der B-Klasse F-CELL zum Einsatz. Die Brennstoffzellenvariante des F 800 Style ist für eine elektronisch begrenzte Höchstgeschwindigkeit von 180 km/h ausgelegt.
Der F 800 Style profitiert von dem herausragenden Know-how auf dem Gebiet der Brennstoffzellentechnologie, das bei Daimler bis zur Fertigung von Pkw und Nutzfahrzeugen reicht. Der neueste Mercedes-Benz Brennstoffzellenbus vom Typ Citaro wird mit zwei Pkw F-CELL Systemen desselben Typs betrieben, der in der B-Klasse F-CELL verwendet wird.
Emissionsfrei auch auf langen Strecken
Der Brennstoffzellen-Elektroantrieb für den F 800 Style wurde so konzipiert, dass es sich komplett im Vorderwagen unterbringen lässt. Das kompakte Vorbau-Package konnte dank konsequenter Größenreduzierung aller F-CELL Komponenten realisiert werden. So kommt zum Beispiel ein leistungsstarker, hocheffizienter und sehr laufruhiger elektrischer Turbolader für die Luftversorgung zum Einsatz. Da der Lader sehr leise arbeitet, ist keine aufwendige und voluminöse Geräuschkapselung erforderlich.
Die kompakten Komponenten ermöglichen die Integration des Elektroantriebs mit Brennstoffzelle in ein heckgetriebenes Fahrzeug mit den Abmessungen einer konventionellen Limousine. Der Elektromotor liegt dann platzsparend zwischen den Hinterrädern, die Lithium-Ionen-Batterie hinter der Rücksitzlehne. Die vier Wasserstofftanks sind bestmöglich geschützt im Mitteltunnel zwischen den Passagieren sowie unter der Rücksitzbank platziert.
Der Wasserstoff für den Betrieb der Brennstoffzelle wird mit 700 bar in insgesamt vier Fahrzeugtanks gespeichert. Sie können bis zu 5,2 Kilogramm des gasförmigen Kraftstoffs aufnehmen, ausreichend für einen Aktionsradius von fast 600 Kilometern. Diese Reichweite wird durch die intelligente Integration der Tanks in das Fahrzeug realisierbar und zeigt erstmals die konsequente Ausrichtung einer Fahrzeugarchitektur auf alternative Antriebe. Die Tanks sind nach außen hermetisch dicht, sodass auch bei längeren Standzeiten des Fahrzeugs kein Wasserstoff in die Umgebung entweicht.
Effizienzsteigerung durch Rückgewinnung von Bremsenergie
Bei jedem Bremsvorgang und bereits beim Gaswegnehmen wandelt der Elektromotor Bewegungsenergie durch Rekuperation in elektrische Energie um, die in der Batterie gespeichert wird. Beim Rangieren, im langsamen Stadtverkehr mit Stop-and-go-Verkehr oder auf kurzen Fahrstrecken arbeitet der elektrische Antriebsmotor mit Batteriestrom. Reicht die Kapazität des Energiespeichers nicht aus, schaltet sich die Brennstoffzelle automatisch zu. Ob die elektrische Energie aus der Lithium-Ionen-Batterie, aus der Brennstoffzelle oder aus beiden Systemen zusammen genutzt wird, entscheidet das intelligente Antriebsmanagement jeweils vor dem Hintergrund höchster Effizienz.
F 800 Style mit weiteren Innovationen für mehr Komfort und Sicherheit
Neben der für große Limousinen einzigartigen Multiantriebsplattform und der Kombination aus unterschiedlichen alternativen Antriebstechnologien bietet der F 800 Style noch zahlreiche weitere technische Innovationen. Dazu zählen neuartige, komfort- und sicherheitsrelevante Features wie ein auf Basis des Abstandsradarsystems DISTRONIC PLUS entwickelter Staufolgefahrassistent und ein besonders komfortables und sicheres HMI-Bedien- und Anzeigesystem mit Cam-Touch-Pad. Das Display des F 800 Style zeigt im Vergleich zu konventionellen Kombi-Instrumenten zahlreiche Zusatzfunktionen an. Beim Bedien- und Anzeigekonzept des F 800 Style ist der Fokus erstmals vorrangig auf elektrische Fahrfunktionen ausgerichtet.
Cam-Touch-Pad Bedienkonzept: Vollwertige Nutzung des Internets im Auto
Eine leistungsfähige Infrastruktur vorausgesetzt, können Internetangebote künftig verstärkt auch im Auto genutzt werden. Mit myCOMAND hat Mercedes-Benz bereits Ende 2008 einen Ausblick auf vollständig inernetbasierte Infotainment-Systeme im Auto gegeben. myCOMAND ermöglicht viele neue Funktionen wie Internettelefonie, internetbasierte persönliche Musikdatenbanken oder auch Off-Bord-Navigation, die stets mit dem neuesten Kartenmaterial arbeitet und bei der Routenwahl auch die im Internet verfügbaren Verkehrsinformationen nutzt. Immer weitreichendere Infotainment-Funktionen im Auto erfordern jedoch – neben einer entsprechenden Bandbreite der Funknetze – auch immer leistungsfähigere Eingabe- und Bedienkonzepte im Fahrzeug.
Mit dem neuen HMI mit Cam-Touch-Pad, einer intelligenten Systemerweiterung für COMAND, präsentiert Mercedes-Benz im F 800 Style eine weitere besonders anwenderfreundliche Innovation. Die Bedieneinheit besteht aus einem Touchpad in der Mittelkonsole und einer Kamera, die Videobilder von der Hand des Benutzers am Touchpad aufnimmt. Das Livebild der Hand wird transparent im zentralen Display über der Konsole dargestellt. Wesentlicher Vorteil dieser Lösung: Anders als beispielsweise bei gängigen Mobiltelefonen bleiben dort von der Hand verdeckte Icons sichtbar.
Der Benutzer sieht seine Hand als „durchsichtige“ Kontur über das Bild des
Bedien-Screens gleiten und kann die Funktionen innerhalb des aktuellen Menüs durch einen leichten Druck bedienen. Das Touchpad kann mit mehreren Fingern gleichzeitig betätigt werden und gibt dabei – ähnlich wie eine Notebook-Tastatur – eine leichte haptische Rückmeldung. Bei der Anwendung federt die Bedienoberfläche einige Millimeter ein; die mittels Fingerdruck ausgeführte Aktion wird somit auch physisch bestätigt.
Das Cam-Touch-Pad erkennt Fingeraktionen auf der Bedienoberfläche wie Wischen, Schieben, Drehen und Zoomen und erlaubt eine intuitive Steuerung von Klimatisierung, Telefon, Audio- und Navigationssystem sowie des Internetangebots. Da die Handhabung sehr einfach und komfortabel erfolgt und den Fahrer somit weniger vom Verkehrsgeschehen ablenkt, trägt das System auch zur weiteren Verbesserung der aktiven Fahrsicherheit bei.
Infrarotkamera überträgt Transparentbild der Hand auf Zentral-Display
Beim HMI mit Cam-Touch-Pad nimmt eine Infrarotkamera das Bild der Hand auf und überträgt es zum Zentral-Display. Dabei detektiert sie auch die Bewegungsrichtung der Hand. Die Hand wird im Display immer dargestellt, wenn sie zum Touchpad geht, nicht jedoch, wenn sie über die Mittelkonsole streicht. Das System vermeidet dadurch, dass der Fahrer durch unerwartete Anzeigen im Zentral-Display irritiert wird. Die Kamera selber sitzt in der Mittelkonsole. Das Kamerabild wird über einen Spiegel so abgelenkt, dass es auf das Touchpad fokussiert. Eine schwarze, infrarotdurchlässige Abdeckung auf der Mittelkonsole schützt den Bildkanal vor Staub und Umwelteinflüssen.
Komfortable, leichte und sichere Eingabe
Im Vergleich zu herkömmlichen Bedienkonzepten mit Touchscreen ist das HMI mit Cam-Touch-Pad komfortabler, leichter und sicherer zu handhaben. So kann die Hand in der ergonomisch sinnvollen Position an der Mittelkonsole bleiben, der Fahrer muss sich zum Bedienen des Touchscreens nicht aus dem Sitz heraus nach vorne beugen, um an das Zentral-Display zu gelangen. Ein weiterer Vorteil des Cam-Touch-Pads: Im Gegensatz zu einem Touchscreen kommt es beim Bildschirm des F 800 Style nicht zu einer Sichtbeeinträchtigung durch Fingerabdrücke.
Auch gegenüber herkömmlichen Touchpads bietet das Cam-Touch-Pad klare Vorteile: Bei herkömmlichen Systemen wird die Lage der Hand oder des Fingers in der Regel nur durch einen Punkt im Display dargestellt. Durch die unübersichtliche Anzeige ist die Eingabe während der Fahrt sehr risikoreich, weil sie den Fahrer zu stark vom Straßengeschehen ablenkt. Im Gegensatz dazu lässt sich das HMI mit Cam-Touch-Pad auch bei fahrendem Fahrzeug problemlos und sicher bedienen. Probanden haben die erheblich einfachere Handhabung des HMI mit Cam-Touch-Pad – vor allem dank der transparenten Abbildung der Hand – bestätigt. Anders als gewöhnliche Touchpads, die die Position des Fingers auf dem Pad anhand der elektrischen Kapazität bestimmen, tastet das Mercedes-Benz System die Bewegungen auf dem Touchpad mittels Infrarotstrahlung ab. Zur Eingabe muss die Hand daher nicht direkt auf dem Cam-Touch-Pad aufliegen, sodass das System beispielsweise auch mit Handschuhen oder über einen Stift bedient werden kann. Mit dem Cam-Touch-Pad haben die Mercedes-Ingenieure eine perfekte Ergänzung für die LINGUATRONIC Sprachsteuerung entwickelt.
Range on Map: Grafische Reichweitenanzeige bei elektrischer Fahrt
Mit der zusätzlichen Funktion „Range on Map“ stellt Mercedes-Benz eine weitere besonders anwenderfreundliche Neuerung vor. Auf dem Display zeigt das System den verfügbaren Aktionsradius bei elektrischer Fahrt als 360°-Ansicht auf einer Landkarte. Dabei kombiniert es Informationen über den aktuellen Batterieladezustand mit Daten des Navigationssystems. Auf diese Weise können auch umgebungsspezifische topografische Gegebenheiten berücksichtigt werden, sodass der Fahrer noch präziser über die verbleibende Reichweite informiert ist.
Mit dem neuen Bedien- und Anzeigekonzept des F 800 Style hat Mercedes-Benz eine Lösung mit besonders vorbildlicher Übersichtlichkeit realisiert. Damit ist die Zielsetzung erfüllt, ein umfassendes und gleichzeitig leicht bedienbares Informations- und Steuerungssystem für zukünftige Automobile mit elektrischen bzw. teilelektrischen Antrieben zu entwickeln.
Die Funktionen des HMI mit Cam-Touch-Pad im Überblick:
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Permanent sichtbare Darstellung der Reichweiten mit Elektro- und Verbrennungsmotor getrennt und in Summe
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Bei eingeschalteter Zielführung über das Navigationssystem wird angegeben, ob die vorhandene elektrische Energie ausreicht, um das angepeilte Ziel zu erreichen bzw. wie weit man rein elektrisch fahren kann, bis sich der Verbrennungsmotor automatisch zuschaltet
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Für einen schnellen Überblick wird der verfügbare Aktionsradius bei elektrischer Fahrt auf einer Landkarte dargestellt (Range on Map)
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Muss nachgeladen werden, stellt eine integrierte Anzeige den Zusammenhang zwischen Ladezeit und Batterie-Energieinhalt dar
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Der Energiefluss (Energieabfluss und Energiezufluss durch Rekuperation) wird visualisiert
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Da das Fahrzeug im elektrischen Fahrbetrieb keine Geräusche verursacht, wird dem Fahrer die Fahrbereitschaft nach „Zündung“ grafisch angezeigt
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Der Fahrer wird mit einem elektronischen Eco-Trainer zu einer effizienten Fahrweise motiviert, die sich reichweitenverlängernd auswirkt
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Mercedes-Benz hat den Funktionsumfang des zukunftsorientierten HMI mit Cam-Touch-Pad ausbaufähig gestaltet. Beispielsweise wird das System künftig auch die Position öffentlicher Ladestationen anzeigen und den Fahrer auf Wunsch dorthin lotsen
Spiegel-Display schont die Augen
Einer der wesentlichen Ermüdungsfaktoren auf langen Fahrten ist das – in der medizinischen Fachsprache Augenakkommodation genannte – ständige Wechseln des Blicks vom Kombi-Instrument im Nahbereich zur Straße im Fernbereich. Mittels Muskelkraft müssen die Augen ihre Fokussierebenen ändern, was sie mit der Zeit stark belastet. Das innovative Anzeigesystem wurde entwickelt, um den Unterschied von Nah- und Fernsicht aufzulösen und damit auch in diesem wichtigen Bereich die Mercedes-typische Konditionssicherheit weiter zu verbessern.
Mit dem SERVO-HMI Display haben die Ingenieure eine optimierte Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine (Human Machine Interface, HMI) entwickelt. Es kam schon im Forschungsfahrzeug F 700 von 2007 zum Einsatz. Die angezeigten Fahr- und Fahrzeuginformationen werden dabei über einen Spiegel im Kombi-Instrument abgebildet, erscheinen optisch aber weiter entfernt. Das Display mit der Instrumentenanzeige liegt waagrecht im Armaturenträger. Ein Spiegel lenkt die Lichtstrahlen des Display-Bilds in den Bereich des Kombi-Instrumentes. Von dort aus gelangen sie zum Fahrer. Dadurch verlängert sich der Betrachtungsabstand und die Augen müssen sich nicht mehr so stark zwischen Nah- und Fernsicht umstellen – ein Beitrag zur Fahrsicherheit, der durch wissenschaftliche Studien bestätigt wird.
Automobiler Komfort definiert sich nicht zuletzt auch über die flexible, an den Bedürfnissen der Benutzer orientierte Innenraumgestaltung. Dazu gehört auch ein leistungsfähiges Infotainment-System für die Fondpassagiere, das in die umklappbare Lehne des mittleren Rücksitzes integriert ist.
Intelligente Maßnahmen zur weiteren Entlastung des Fahrers
Mobilität ist in modernen Gesellschaften mehr denn je ein unverzichtbarer Teil des Alltags und folglich verbringen Menschen immer mehr Zeit „unterwegs“ – gerade auch im Auto. Vor diesem Hintergrund legt Mercedes-Benz besonderen Wert darauf, das Autofahren so komfortabel und sicher wie möglich zu gestalten. Einen wichtigen Beitrag dazu leisten Systeme, die den Fahrer entlasten und somit seine Konditionssicherheit verbessern. Besonders anstrengend für den Fahrer ist die ständige Wiederholung von immer gleichen Tätigkeiten im Stau: anfahren – langsam rollen – bremsen – stoppen – wieder anfahren und so weiter.
Mit dem System DISTRONIC PLUS hat Mercedes-Benz bereits im Jahr 2006 die weltweit erste Abstands- und Geschwindigkeitsregelung auf den Markt gebracht. Sie entlastet den Fahrer bei Fahrten in dichtem Verkehr bereits deutlich: DISTRONIC Plus regelt den Abstand zum Vordermann auch bei sehr niedrigen Geschwindigkeiten bis hin zum Stillstand. Fährt der Vordermann erneut an, so genügt ein kurzer Tipp aufs Fahrpedal oder am TEMPOMAT Hebel, die DISTRONIC PLUS regelt dann erneut die Geschwindigkeit und den Abstand zum Vordermann.
DISTRONIC PLUS Staufolgefahrassistent: Das Auto lenkt selbsttätig im Stau
Mit der neuen Funktion Staufolgefahren zeigt Mercedes-Benz im F 800 Style das weltweit erste System, das darüber hinaus in der Lage ist, dem Vordermann auch in seitlicher Richtung zu folgen. Der Fahrer muss nicht mehr selbst lenken, die Funktion Staufolgefahren übernimmt für ihn bis zu einer Geschwindigkeit von ca. 40 km/h sowohl die Längs- als auch die Querführung. Der Fahrer kann sich – mit den Händen am Lenkrad – entspannt zurücklehnen. Selbstverständlich kann der Fahrer das System jederzeit übersteuern. Aktive Lenkeingriffe des Fahrers werden durch feinfühlige Sensoren erkannt, die automatische Querregelung des Systems wird außer Kraft gesetzt. Bei Überschreiten der 40-km/h-Marke wird das spurhaltende Lenkmoment sukzessive verringert, sodass der Staufolgeassistent sanft abschaltet.
Für die Funktion Staufolgefahrassistent haben die Mercedes-Ingenieure die bewährte DISTRONIC PLUS mit Abstandsradarsensor zusätzlich um die „Augen“ einer Stereokamera ergänzt. Kamera und Systemelektronik überwachen und analysieren den Verkehrsraum vor dem Fahrzeug bis ca. 50 Meter voraus. Die Kamera erkennt sowohl Fahrspurmarkierungen als auch das vorausfahrende Fahrzeug, das zusätzlich in seiner Position und Breite vermessen wird. Bewegt sich der Vordermann innerhalb seiner Fahrspur, so folgt ihm der F 800 Style anhand der Kameramessdaten. Verlässt der Vordermann jedoch die Fahrspur oder biegt nach rechts oder links ab, begrenzt das Assistenzsystem die Querregelung auf die eigene Fahrspur. Der Staufolgefahrassistent erhöht den Entlastungskomfort für den Fahrer bei dichtem Verkehr deutlich. Damit kann das System zur weiteren Verbesserung der aktiven Sicherheit beitragen, weil der Fahrer besser bei Kondition bleibt und somit seine Reaktionsfähigkeit länger behält.
PRE-SAFE 360° verbessert Schutz bei Heckunfällen
Steigert Staufolgefahren die aktive Verkehrssicherheit, einfach weil der Fahrer länger fit ist, so sorgt das innovative Schutzsystem PRE-SAFE 360° für direkten Zugewinn an passiver Sicherheit. Es wurde im Sicherheitsexperimentalfahrzeug ESF 2009 von Mercedes-Benz zum weltweit ersten Mal verwirklicht und kommt auch im F 800 Style zum Einsatz. PRE-SAFE 360° basiert auf dem bekannten, 2002 von Mercedes-Benz vorgestellten PRE‑SAFE®. Erkennt PRE‑SAFE® bestimmte kritische Fahrsituationen, aktiviert das System vorsorgliche Maßnahmen zum Insassenschutz.
Die Weiterentwicklung PRE-SAFE 360° beobachtet neben dem seitlichen Umfeld auch das Fahrzeugumfeld nach hinten. Das System überwacht mittels Nahbereichs- oder Multimode-Sensor das Fahrzeugumfeld in einem Bereich von bis zu 60 Metern nach hinten. Registriert das Unfallfrüherkennungssystem, dass eine Kollision unvermeidlich ist, werden rund 600 Millisekunden vor dem Aufprall die Bremsen aktiviert.
Wird bei einem Heckaufprall das bereits stehende Fahrzeug gebremst, lassen sich nicht nur Sekundärunfälle vermeiden – etwa das unkontrollierte Hineinkatapultieren des getroffenen Fahrzeugs in einen Kreuzungsbereich oder auf einen Fußgänger-überweg. Durch dieses Festbremsen kann auch die Schwere möglicher Verletzungen an der Halswirbelsäule der Passagiere vermindert werden, weil das Fahrzeug und damit die Körper der Insassen weniger stark beschleunigt werden. Der Fahrer behält auch bei PRE-SAFE 360° aber stets das Kommando: Gibt er beispielsweise Gas, weil er dem herannahenden Fahrzeug nach vorne ausweichen kann, wird die Bremse sofort gelöst.
PRE-SAFE 360° unterstützt in seiner Schutzwirkung die crashaktiven NECK-PRO-Kopfstützen. Haben dort die Messfühler eine Heckkollision mit definierter Aufprallschwere erkannt, geben sie vorgespannte Federn im Inneren der Kopfstützen frei, mit deren Hilfe die Polsterflächen der Kopfstützen millisekundenschnell leicht nach vorne und nach oben geschoben werden. So können sie den Köpfen von Fahrer und Beifahrer früher als konventionelle Kopfstützen Halt geben.
Hintere Schwenkschiebetüren gewährleisten maximalen Einstiegskomfort
Eine besonders kundenfreundliche Innovation des F 800 Style sind seine hinteren Türen: Während die Vordertüren üblicherweise an der A-Säule angeschlagen sind und nach vorne öffnen, gleiten die hinteren Portale beim Öffnen zurück. Dabei haben die Mercedes-Benz Ingenieure für den F 800 Style einen komplett neuen Öffnungs-mechanismus realisiert: Die beiden hinteren Türen sind jeweils an einem innen liegenden Schwenkarm aufgehängt, der an der C-Säule fixiert ist. Beim Öffnen wird die Schwenkschiebetür durch eine mechanisch gekoppelte Kinematik aus Translation und Rotation ein Stück weit von der Karosserie wegbewegt und gleitet dann zurück.
Da die hinteren Türen dicht an der Karosserie entlang geführt werden und die vorderen vergleichsweise kurz gehalten sind, gelingen Ein- und Ausstieg in engen Parklücken wesentlich leichter. Dank fehlender B-Säule ist der gesamte Raum zwischen A- und C-Säule bei geöffneten Türen frei zugänglich, die große Öffnung lässt den Passagieren maximale Bewegungsfreiheit. Die Öffnung der vorderen und hinteren Türen ist dabei jeweils völlig unabhängig voneinander möglich. In geschlossenem Zustand wird die vordere Tür über zwei Schlösser verriegelt; eines davon ist oben am Dachrahmen eingelassen, ein weiteres unten am Schweller. Die Schwenkschiebetür wird über ein zentrales Schloss hinten sowie im vorderen Bereich der Tür mit entsprechenden Kulissenführungen verriegelt.
Höchste Crash-Sicherheit bei gleichzeitig reduziertem Karosseriegewicht
Dank der optimierten Karosseriekonstruktion erfüllen beide Varianten des
F 800 Style auch in puncto Sicherheit höchste Anforderungen. Trotz des Verzichts auf eine B-Säule ist die leichte Rohbaustruktur des Forschungsfahrzeugs hochstabil und verwindungssteif. Die Verbindung von hoher Belastbarkeit und effektivem Leichtbau erreichten die Mercedes-Ingenieure durch eine intelligente Metall-Hybridbauweise, bei der hochfeste Stähle in Kombination mit Aluminiumstrangpress-Komponenten zum Einsatz kommen.
Zusätzlich wurden für den Unterboden und den Mitteltunnel leichte und dabei extrem steife (Sandwich-)Compound-Bauteile mit leichten Aluminiumwabenkernen verwendet. Die gewichts- und crashoptimierten Baugruppen sind so ausgeführt, dass sie Antriebs- und Speicherkomponenten aufnehmen können. Beispielsweise sind die beiden längs übereinanderliegenden Wasserstofftanks des F 800 Style mit Brennstoffzellenantrieb platzsparend und bestmöglich geschützt im stabilen Mitteltunnel untergebracht.
Erfolgreicher Transfer von der Forschung in die Serie
Seit Anfang der Achtzigerjahre hat Mercedes-Benz 13 Forschungsfahrzeuge vorgestellt. Die Serie dieser faszinierenden und wegweisenden Automobile – vom Auto 2000 des Jahres 1981 bis zum aktuellen F 800 – dokumentiert, wie konsequent und vorausschauend die Ingenieure von Mercedes-Benz Kernthemen von Forschung und Technologie untersuchen und innovative Lösungen für die Zukunft entwickeln.
Viele Systeme aus Forschungsfahrzeugen, die vor Jahren als revolutionär galten, sind heute bei Mercedes-Benz im Serieneinsatz. Dazu gehört beispielsweise der Abstandsregeltempomat DISTRONIC. Er wurde 1991 erstmals im F 100 realisiert und feierte 1998 in der S-Klasse Serienpremiere. Das aktive Fahrwerk Active Body Control, das heute in der CL-, S- und SL-Klasse eingesetzt wird, ist ebenso wie Windowbag oder Kurvenlicht ein Beispiel für erfolgreichen Technologietransfer vom Forschungs- in das Serienfahrzeug. Der F 500 Mind stand „Pate“ für die weitere Hybridentwicklung. Er kombinierte den V8-Dieselmotor einer S‑Klasse mit einer Elektromaschine. Dieses Doppel bildete den damals leistungs- und drehmomentstärksten Hybridantrieb für heckgetriebene Personenwagen.
Der unmittelbare Vorgänger des neuen F 800 Style, der 2007 auf der IAA in Frankfurt vorgestellte F 700, kann als weltweit erstes Auto den Straßenzustand vorausschauend erkennen und mit seinem aktiven PRE-SCAN-Fahrwerk Unebenheiten nivellieren, was den Federungskomfort nochmals deutlich verbessert. Ein weiteres Technik-Highlight ist der im F 700 vorgestellte zukunftsweisende DIESOTTO Antrieb. Der Vierzylinder mit nur 1,8 Liter Hubraum verbindet die Stärken des emissionsarmen Ottomotors und den Verbrauchsvorteil des Dieselantriebs. Sein CO2-Ausstoß von lediglich 127 Gramm pro Kilometer entspricht einem Verbrauch von nur 5,3 Liter Ottokraftstoff pro 100 Kilometer.
Der F 800 Style setzt diesen Weg fort. Wie seine Vorgänger weist er mit bedeutenden Innovationen der Antriebs-, Komfort- und Sicherheitstechnik sowie seinem emotionalen Design den Weg in die Serienproduktion von künftigen Mercedes-Benz Automobilen, die Faszination und Verantwortung auf überzeugende Weise verbinden.