Mercedes-Benz E 63 AMG
Stuttgart
,
06.07.2011
Aktive Sicherheit: Neue Hilfen für den Fahrer
Verkehrsunfälle vermeiden und die Unfallfolgen mindern: Das ist der ganzheitliche Ansatz der Mercedes-Benz Sicherheitsforschung, die das Unternehmen unter dem Begriff „Real Life Safety“ zusammenfasst. Im neuen E 63 AMG sind auf Wunsch über ein Dutzend Fahr-Assistenzsysteme im Einsatz, die die Sicherheit beim Autofahren signifikant verbessern können.
So tragen im E 63 AMG neben den bewährten Technologien ABS, 3-Stufen-ESP® und Brems-Assistent innovative Fahr-Assistenzsysteme dazu bei, Unfälle zu vermeiden und die Unfallschwere zu vermindern – von der Müdigkeitserkennung bis zur automatischen Vollbremsung bei erkannter akuter Aufprall-Unfallgefahr, vom Adaptiven Fernlicht-Assistenten bis zur Verkehrszeichenerkennung.
Als neue Wunschausstattungen sind beim E 63 AMG nun der Aktive Totwinkel-Assistent und der Aktive Spurhalte-Assistent lieferbar. Bekannt aus dem CLS und der S-Klasse, sind beide Assistenzsysteme im Fahrassistenzpaket zusammengefasst. Der Aktive Totwinkel-Assistent warnt den Fahrer durch ein rotes Signal im Glas des jeweiligen Außenspiegels, wenn bei einem Spurwechsel
Kollisionsgefahr erkannt wird, weil auf der Nachbarspur ein anderes Fahrzeug unterwegs ist, das sich im Bereich des „toten Winkels“ des Außenspiegels
befindet. Ignoriert der Fahrer die Warnhinweise des Systems und leitet den Spurwechsel dennoch ein, so greift der Aktive Totwinkel-Assistent ein. Durch einen kurskorrektiven Bremseingriff über das 3-Stufen-ESP® an den Rädern der gegenüberliegenden Fahrzeugseite entsteht eine Gierbewegung, die dem Kollisionskurs entgegenwirkt – und den Unfall verhindern kann.
Ebenfalls mit dem 3-Stufen-ESP®vernetzt ist der Aktive Spurhalte-Assistent. Das System tritt in Aktion, wenn der Fahrer ungewollt eine durchgezogene Linie rechts oder links der Fahrspur überfährt. In diesem Fall bremst der Aktive Spurhalte-Assistent die gegenüberliegenden Räder ab, um das Fahrzeug am Überfahren der Linie zu hindern. Zugleich warnt eine Anzeige im Kombi-Instrument den Autofahrer. Beim Überfahren von unterbrochenen Fahrbahnmarkierungen steuert das System einen elektrischen Impulsgeber im Lenkrad an. Dieser sorgt für kurzzeitige Vibrationen – ein dezenter, aber durchaus wirkungsvoller Hinweis, unverzüglich gegenzulenken. Auch vor dem Bremseingriff erfolgt stets die haptische Warnung per Lenkradvibration.
ATTENTION ASSIST warnt vor erkannter Übermüdung
Laut Studien sind auf Autobahnen rund ein Viertel aller schweren Verkehrsunfälle auf übermüdete Autofahrer zurückzuführen. Demzufolge hat diese Unfallursache eine größere Bedeutung als Alkohol am Steuer. Mit dem serienmäßigen ATTENTION ASSIST im E 63 AMG leistet Mercedes-Benz daher einen weiteren wichtigen Beitrag zur Unfallvermeidung: Die hochauflösenden Sensoren des Systems beobachten das Verhalten des Autofahrers und können vor allem anhand seiner Lenkradbewegungen erkennen, ob er müde oder unaufmerksam wird.
Der von Mercedes-Benz entwickelte ATTENTION ASSIST erfasst über 70 Parameter, die für die Müdigkeits-Detektion ausgewertet werden. Diese kontinuierliche Beobachtung ist wichtig, um den gleitenden Übergang vom Wachzustand zur Ermüdung erkennen und den Autofahrer frühzeitig warnen zu können. Auf Basis dieser Vielzahl von Daten ermittelt der ATTENTION ASSIST während der ersten Minuten jeder Fahrt ein individuelles Fahrerprofil, das in dem elektronischen Steuergerät des Fahrzeugs mit aktuellen Sensordaten und der jeweiligen Fahrsituation verglichen wird. Neben dem Lenkverhalten des Fahrers erfasst das Mercedes-Benz System Fahrbedingungen wie Geschwindigkeit, Längs- und Querbeschleunigung, Blinker- und Pedalbetätigungen sowie äußere Einflüsse wie beispielsweise Fahrbahnunebenheiten.
DISTRONIC PLUS: Weiter verbesserte Funktion
Der radarbasierte Abstandsregel-Tempomat DISTRONIC PLUS unterstützt den Fahrer bei Geschwindigkeiten zwischen null und 200 km/h, um den Abstand zu vorausfahrenden Fahrzeugen automatisch anzupassen. Dabei kann er das Fahrzeug bis zum Stillstand abbremsen und es wieder beschleunigen. Damit eignet sich das System im Besonderen auch zum komfortablen Bewältigen des Stop-and-go-Verkehrs. Erkennt das System, dass sich der Abstand zu schnell verringert, warnt es den Autofahrer optisch und akustisch.
Zudem wurde die Funktionalität von DISTRONICPLUS weiter optimiert. Das System reagiert jetzt früher auf einscherende Fahrzeuge, und das Fahrzeug beschleunigt zügiger bei eigenem Spurwechsel und freier Überholspur.
Weitere Helfer: Von ADAPTIVE BRAKE bis PRE-SAFE® Bremse
  • ADAPTIVE BRAKE: Das Mercedes-Benz Bremssystem bietet Assistenzfunktionen für mehr Sicherheit und Komfort, zum Beispiel die HOLD-Funktion beim Warten an einer Ampel sowie die Berganfahrhilfe, die ein Zurückrollen beim Anfahren an einer Steigung verhindern kann.
  • Adaptiver Fernlicht-Assistent: Das System blendet bei erkannten entgegenkommenden oder vorausfahrenden beleuchteten Fahrzeugen selbsttätig ab und steuert die Leuchtweite der Scheinwerfer je nach deren Abstand.
  • Brems-Assistent Plus: Das System kann durch Radarsensoren einen drohenden Auffahrunfall erkennen. Es berechnet die notwendige Bremskraftunterstützung und stellt sie sofort zur Verfügung, wenn der Autofahrer aufs Bremspedal tritt.
  • Fahrlicht-Assistent: Ein Sensor an der Frontscheibe erkennt die Lichtverhältnisse. So kann bei Dunkelheit automatisch das Licht eingeschaltet werden.
  • Geschwindigkeitslimit-Assistent: Eine Kamera an der Innenseite der Frontscheibe detektiert ausgeschilderte Geschwindigkeitsbegrenzungen an der Fahrbahn und gleicht diese Daten mit Informationen aus dem GPS-System ab. Das jeweils erkannte Tempolimit wird im Kombi-Instrument angezeigt.
  • Nachtsicht-Assistent Plus: Auf dem Display in der Instrumententafel erscheint das realistische Graustufenbild einer Infrarotkamera, die das Geschehen vor dem Fahrzeug beobachtet. Erkannte Fußgänger werden in der Displayanzeige zusätzlich mit sogenannten Fotoecken markiert.
  • PARKTRONIC: Ultraschallsensoren unterstützen den Autofahrer beim Einparken.
  • PRE-SAFE® Bremse: Autonome Bremsung bei erkannter akuter Unfallgefahr. Zunächst wird der Fahrer akustisch und optisch gewarnt, wenn das System die Gefahr eines Auffahrunfalls erkennt. Reagiert er darauf nicht, nimmt das System eine autonome Bremsung vor. Dies geschieht in zwei Stufen: Etwa 1,6 Sekunden vor dem berechneten Unfall verzögert das Auto mit rund 40 Prozent (ca. 4 m/s²) der maximalen Bremsleistung, warnt den Fahrer dadurch zusätzlich haptisch vor einem bevorstehenden Aufprall und aktiviert vorsorglich die reversiblen PRE-SAFE® Insassenschutzsysteme. Handelt der Fahrer danach immer noch nicht, aktiviert die PRE-SAFE® Bremse rund 0,6 Sekunden vor dem nunmehr unvermeidbaren Aufprall die maximale Bremsleistung und kann durch diese Vollbremsung die Aufprallschwere deutlich vermindern. So wirkt das System wie eine „elektronische Knautschzone“, die den Auto-Insassen noch mehr Schutz bietet. Die PRE‑SAFE®Bremse ist im Geschwindigkeitsbereich von 30 bis 200 km/h aktiv, wenn vorausfahrende Autos erfasst werden. Das System reagiert auch bei Annäherung an eine stehende Fahrzeugkolonne, wenn das Auto nicht schneller als 70 km/h fährt.
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